(Luft) MQ-9B SeaGuardian // (uMAWS)
#46
(02.02.2026, 22:35)DopePopeUrban schrieb: Die MQ-9 hat kein Bay, indem man einen solchen Torpedo unterbringen könnte. Und leichte Torpedos können selber üblicherweise nicht an Hardpoints befestigt werden. Da mangelt es an beiden Enden.

Siehe letzte Seite... die MQ-9B könnte VLWT tragen Angel
Zitieren
#47
Ich werfe mal eine andere Variante in den Raum: Verbringung mittels Ground launched Taurus. Der Gefechtskopf wiegt ja 480kg, ca 170kg mehr als ein MU-90 und der Aussendurchmesser des Penetrators solle in etwa vergleichbar sein mit den 324mm des MU-90. Klar braeuchte man einen entsprechenden Booster inkl. Startbox den es noch zu entwickeln gilt ? Aber das sollte a) machbar sein und b) wuerde uns sowas auch nicht schlecht zu Gesicht stehen wenn man Taurus (die btw wohl deutlich weiter als 500km fliegen koennen) vom Boden starten kann.
Zitieren
#48
(03.02.2026, 00:53)FloausN schrieb: Verbringung mittels Ground launched Taurus. ... das sollte a) machbar sein und b) wuerde uns sowas auch nicht schlecht zu Gesicht stehen wenn man Taurus (die btw wohl deutlich weiter als 500km fliegen koennen) vom Boden starten kann.
Find' ich im Grundsatz nicht schlecht. Bodengestartete MFK halte ich eh für beschaffenswert und ein "dummer" Taurus, also nur die Basiskomponenten ohne die aufwendige Steuerung, könnte für die Rolle bezahlbar sein und zugleich Skaleneffekte nutzbar machen.

Allerdings bringt eine AShM natürlich den Vorteil mit sich, sowohl von Land, als auch von Schiffen aus eingesetzt werden zu können.
Zitieren
#49
(03.02.2026, 00:53)FloausN schrieb: Ich werfe mal eine andere Variante in den Raum: Verbringung mittels Ground launched Taurus. Der Gefechtskopf wiegt ja 480kg, ca 170kg mehr als ein MU-90 und der Aussendurchmesser des Penetrators solle in etwa vergleichbar sein mit den 324mm des MU-90. Klar braeuchte man einen entsprechenden Booster inkl. Startbox den es noch zu entwickeln gilt ? Aber das sollte a) machbar sein und b) wuerde uns sowas auch nicht schlecht zu Gesicht stehen wenn man Taurus (die btw wohl deutlich weiter als 500km fliegen koennen) vom Boden starten kann.

Wir reden hier von Anti U Boot Bewaffnung der MQ9.
Taurus ist nicht mal ein Marine System... Und nicht gegen bewegliche Ziele geeignet.
Zitieren
#50
(02.02.2026, 22:35)DopePopeUrban schrieb: Die MQ-9 hat kein Bay, indem man einen solchen Torpedo unterbringen könnte. Und leichte Torpedos können selber üblicherweise nicht an Hardpoints befestigt werden. Da mangelt es an beiden Enden.

Warum sollte ein Leichtgewichtstorpedo (MK54 oder MU90) nicht am Hardpoint getragen werden können? Alle ASW Helikopter tragen die an Hardpoints, die P-8 hat auch bereits von den Flügelstationen MK54 abgeworfen. Gewichtstechnisch müsste das auch passen. Es kann natürlich sein, dass die Missionsausrüstung Platz- und Gewichtsreserven aufbraucht, aber grundsätzlich sollte der Torpedo als Außenlast an einer MQ-9B kein Problem sein.
Zitieren
#51
(03.02.2026, 00:05)DopePopeUrban schrieb: Wie? Dann müsste man ein solches UAV unabhängig der Position der Helikopter aus dem Hangar bringen können, was aktuell auf keiner unserer Fregatten möglich sein wird. Und ohne separate Hangartore für eben diese auch vermutlich nie möglich sein kann, UAV in der Leistungsklasse sind nicht gerade klein. Mal so zum Vergleich, ein VSR700 ist mehr als 6m lang und wiegt beladen rund 700kg. Und wenn ein Helikopter aufgrund der Witterungsbedingungen durch Seegang und Wind nicht starten kann, dann ein kleines und leichteres UAV, das entsprechend auch viel anfälliger dafür sein wird, erst recht nicht.

Das wäre etwas für das Wetterdeck in einem Missionsmodule. Drohnen können sehr wohl bei stärkerem Seegang starten als Helis. Der VSR gibt dies z.B. auch hals Vorteil an. Hier kommt einerseits der Umstand zum Tragen, dass das System unbemannt ist und so die Risiko Abwägung eine andere ist. Beim Quadcopter kommt hinzu dass diese extrem gut bei starkem Wind navigieren oder auch in der Luft stehen können. Das bekommen die privaten schon super hin. Wenn es hart auf hart kommt könnte man sie ggf. auch in einer Fangvorrichtung einholen oder abstürzen lassen.

Die primären Systeme aber sind die Kombination Heli, P8 und Sea Guardian. Letztere wird früher oder später Torpedos tragen können. Aber auch das Thema Wasserbomben würde ich nicht ausschließen. Wenn diese sich ohne treffer dazu führt, dass der Draht des Uboote zum Torpedo reißt…

Wie hier im Strang aber schon angemerkt, ist das ungeplante aufeinandertreffen von Fregatte und Uboot nicht auszuschließen. So ist ein kurzfristig einsetzbares Wirkmittel in welcher Form auch immer wichtig. Evtl. ist das auch der Grund warum man heute noch Torpedos an den Fregatten sieht.
Zitieren
#52
Besonders bei Marinethemen erwarte ich etwas mehr Disziplin, bleibt beim Thema MQ-9B.
Zitieren
#53
„Hartpunkt“ schrieb:General Atomics Europe investiert in neuen Standort in Nordholz

Die General Atomics Europe GmbH investiert in den Aufbau eines neuen Standorts in Nordholz im Landkreis Cuxhaven. Mit der Investition erweitert das Unternehmen nach eigenen Angaben seine Fähigkeiten im Bereich Wartung und Instandhaltung von Luftfahrtsystemen und baut seine langjährige Zusammenarbeit mit der Bundeswehr weiter aus.

Mit dem Erwerb eines rund 40.000 Quadratmeter großen Grundstücks mit direkter Flughafenanbindung in unmittelbarer Nähe des Marinefliegerstützpunkts Nordholz sei nun ein wesentlicher Meilenstein für die Umsetzung des Vorhabens erreicht, schreibt das Unternehmen.
https://www.hartpunkt.de/general-atomics...-nordholz/

Merkt euch meine Worte, die Dinger werden wir nie wieder los. Nicht durch EuroMALE, nicht durch ein späteres nationales Produkt, noch durch sonst irgendwas. Da heißt es dann „aber wir haben ja schon so viel investiert und hach die Umbaukosten und hach die Arbeitsplätze…“ etc pp.

Genau aus diesem Grund beschafft man keine Interimslösungen für die Bundeswehr…
Zitieren
#54
(15.07.2026, 13:58)DopePopeUrban schrieb: Merkt euch meine Worte, die Dinger werden wir nie wieder los. Nicht durch EuroMALE, nicht durch ein späteres nationales Produkt, noch durch sonst irgendwas. Da heißt es dann „aber wir haben ja schon so viel investiert und hach die Umbaukosten und hach die Arbeitsplätze…“ etc pp.

Ja, vermutlich ist das so. Aber ist das wirklich der Untergang des Abendlandes zu viele Drohnen zu haben?
Zitieren
#55
(15.07.2026, 21:13)A123 schrieb: Ja, vermutlich ist das so. Aber ist das wirklich der Untergang des Abendlandes zu viele Drohnen zu haben?
Keinesfalls, aber „zu viele“ werden es auch wohl kaum werden. Eher wird man bei den Stückzahlen des „eigentlichen“ Systems später einsparen und nur die offenen Lücken schließen, nicht jedoch die jeweiligen Interimsbeschaffungen ersetzen oder dessen Kapazitäten gar mit eigenen Systemen doppeln. Das ist mein hauptsächliches Problem damit.
Zitieren
#56
Es macht wenig Sinn die SeaGuardians nicht bis zum bitteren Ende zu verwenden. Davon abgesehen sind die zusätzlichen Leistungen der Eurodrone ein deutlicher Schritt nach Vorne gegenüber der MQ-9, ansonsten würde Kawasaki nicht versuchen Japan (ebenso SeaGuardian Nutzer) eine angepasste Eurodrone als Ersatz bzw. komplementär anzubieten.
Zitieren
#57
(15.07.2026, 21:13)A123 schrieb: Ja, vermutlich ist das so. Aber ist das wirklich der Untergang des Abendlandes zu viele Drohnen zu haben?

Man kann halt jeden Euro nur einmal ausgeben!
Das scheinen einige im Goldrausch zu vergessen.
Zitieren
#58
(15.07.2026, 21:52)Bayorakel schrieb: Man kann halt jeden Euro nur einmal ausgeben!
Das scheinen einige im Goldrausch zu vergessen.

Naja aber vom vorzeitigen Wegschmeißen wird es ja auch nicht wirklich billiger!?
Zitieren
#59
(15.07.2026, 21:41)Pmichael schrieb: Es macht wenig Sinn die SeaGuardians nicht bis zum bitteren Ende zu verwenden.
Wenn die MQ-9 zu teuer oder zu leistungsfähig oder beides ist, um sie vorzeitig außer Dienst zu stellen, ist sie in ihrer Rolle als Interimslösung ungeeignet. Dann soll man entweder die Plattform gar nicht erst beschaffen oder die Bestrebungen nach einer einigermaßen zeitnahe verfügbaren eigenen Plattform einstellen.
„A123“ schrieb:Naja aber vom vorzeitigen Wegschmeißen wird es ja auch nicht wirklich billiger!?
Die entstehenden indirekten Mehrkosten im Unterhalts zweier inkompatiblen MALE-Flotten in einzurichtender Infrastruktur, Logistik und Ausbildung dürften den finanziellen Verlust einer vorzeitigen Außerdienststellung vermutlich um ein vielfaches übersteigen. Kurzfristig vielleicht schmerzhaft, langfristig aber günstiger. Nur leider denkt absolut niemand im BMVg auch nur ansatzweise langfristig.
Zitieren
#60
Die MQ-9B sind für 40000 Flugstunden ausgelegt. Bis die Eurodrone für den MPA Rolle entwickelt, gebaut und getestet wurde, sind die SeaGuardians schon aufgebraucht.

Es ist natürlich auch immer der Konflikt zwischen eigene Entwicklungen besonders zu fördern aber nicht für viele Jahre blank zu stehen.
Zitieren


Gehe zu: