(Luft) Das Leben nach SCAF/FCAS
#16
@voyageur

Ich sehe manches kritisch, auch hinsichtlich Dassault, aber unabhängig vom "forumseigenen" Trappier-Bashing: Was ist aus französischer Sicht dran, wonach Frankreich einen Atomwaffenträger bzw. ein Trägerflugzeug im Sinn hatte, was ja ein angeblich nicht kompatibles Konzept hinsichtlich deutscher Befindlichkeiten wäre?

Schneemann
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#17
(10.06.2026, 22:17)Schneemann schrieb: @voyageur
Was ist aus französischer Sicht dran, wonach Frankreich einen Atomwaffenträger bzw. ein Trägerflugzeug im Sinn hatte, was ja ein angeblich nicht kompatibles Konzept hinsichtlich deutscher Befindlichkeiten wäre?

Schneemann
Nebelkerzen, das Thema war doch allen (seit langem) bekannt, schon in den 70 er Jahren scheiterte das Gemeinschaftsprojekt (UK, DE, IT, SP, FR) genau deswegen.

Nehmen wir das Beispiel Rafale, die 3 Modelle (B Biplace C Chasseur Jäger M Marine) haben 80 % der Teile gemeinsam.

Was den Rafale M betrifft hier mehr infos
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid293002

Es war von Anfang an ausgemacht das Fr die zusätzlichen Kosten trägt. Bleibt also Gewicht und Dimensionen, die jetzt aber vom PANG definiert werden, der die doppelte Größe des Trägers CdG hat.

Der Atomwaffenträger ist immer ein Rafale B(iplace). Er hat aber :
- ein unterschiedliches Radar, optimiert für den Tiefflug ; Das Radar kann von Mechanikern ausgetauscht werden.
* hat einige Boxen für Zündung der Atomwaffe, bei den Serienversionen ist da ein Leerplatz.
* ist mit dem ASN4G ausgerüstet der (nicht öffentliche) Anforderungen an Länge und Gewicht mitbringt.

Für mich sind Träger- und Atomwaffenfähigkeit Vorwände. Merz will Deutschland als Leader durchsetzten. Grundsätzlich ist das verständlich, jetzt müssen aber Taten folgen, wenn am Ende nur Rheinmetall mehr F35 Rümpfe baut, wird das Ganze zum Schildbürgerstreich
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#18
Eine mögliche Piste für den Rafale Nachfolger
Onera (französisch)
Vorbereitung des Luftkampfsystems der Zukunft
Das von der ONERA aus eigenen Mitteln durchgeführte Grundlagenforschungsprojekt SUPERMAN zielt darauf ab, das Wissen über die Manövrierfähigkeit zukünftiger Kampfflugzeugkonzepte zu erweitern.
23. Juni 2023
[Video: https://youtu.be/b8NPkFW8HEc?si=QlRvdUsxkBYryluv]
Es wurde eine generische Form definiert, die für ein zukünftiges Kampfflugzeug repräsentativ sein könnte. Sie ermöglicht es, die Wirbelströmungen im Hochwinkelbereich experimentell zu charakterisieren, um den Zusammenhang zwischen den Wirbeln und den aerodynamischen Kräften zu ermitteln.
Hierfür ist der Niedriggeschwindigkeitswindkanal in Lille ideal, da er die erforderlichen Informationen liefert, indem er dem Modell mithilfe einer speziellen Vorrichtung Schwingungen auferlegt: die PQR-Anordnung (P: Rollrate, Q: Nickrate und R: Gierrate), die es ermöglicht, dem Modell Rotationsbewegungen in mehrere Richtungen aufzuerlegen.
Dieses Projekt trägt insbesondere dazu bei, die Kompetenzen der ONERA im Bereich der Kampfflugzeuge zu stärken und untermauert ihre Positionierung sowohl als Zulieferer der Industrie als auch als Experte im Dienste des Staates im Rahmen des SCAF-Programms.
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#19
@voyageur
Zitat:Für mich sind Träger- und Atomwaffenfähigkeit Vorwände. Merz will Deutschland als Leader durchsetzten.
Ist das nun deine Ansicht oder jene innerhalb Frankreichs bzw. im Élysée? So ganz überzeugt mich die Darstellung nicht.

Schneemann
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#20
(11.06.2026, 14:33)voyageur schrieb: Für mich sind Träger- und Atomwaffenfähigkeit Vorwände.
Nun, es sind zumindest entweder Vorwände, oder Merz ist dahingehend schlecht informiert. Auch ich würde Ersteres annehmen. Denn echte Gründe sind es nicht, sie sind nur leichter auszusprechen als die wahren Gründe.
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#21
(12.06.2026, 22:34)Schneemann schrieb: @voyageur
Ist das nun deine Ansicht oder jene innerhalb Frankreichs bzw. im Élysée? So ganz überzeugt mich die Darstellung nicht.

Schneemann
Der Elysee sagt gar nichts, Christine Vautrin (MinArù) sagte

Zitat:Public Sénat
@publicsenat
Einstellung des SCAF-Programms: „Wie sieht der Plan B der Regierung aus, um einen Nachfolger für die Rafale zu finden?“ @HSaury #QAG > „Wir nehmen den Willen der deutschen Regierung zur Kenntnis. Das einzige Team in Europa, das in der Lage ist, ein Kampfflugzeug zu produzieren, ist französisch.“ @CaVautrin

Und euer Kanzler sagt
“Germany Will Lead the Next Era of Aviation and Space Technology” Merz Declares at ILA 2026
[Video: https://youtu.be/FSNimiAvXic?si=i3r1aiONZapSqdiK]
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#22
Nun kündigt auch Safran an, das deutsch-französische Projekt für ein Kampfflugzeugtriebwerk der neuen Generation einzustellen
OPEX360 (französisch)
von Laurent Lagneau · 28. Juli 2026
[Bild: https://www.opex360.com/wp-content/uploa...251212.jpg]
Im Juni, nach der Ankündigung des Endes des von Frankreich, Deutschland und Spanien geführten Projekts „Système de combat aérien du futur“ [SCAF], übernahm Airbus Defence & Space die Leitung eines Konsortiums namens „Team Gen 6“, um ein Kampfflugzeug der neuen Generation nach deutschem Entwurf zu entwickeln. Doch eine große Unbekannte bleibt: Wie wird die Triebwerksausstattung aussehen?

Diese Frage stellte sich beim SCAF nicht, da das französische Unternehmen Safran Aircraft Engines damit beauftragt worden war, das Triebwerk für den „New Generation Fighter“ [NGF] zu entwickeln, den Dassault Aviation und Airbus gemeinsam entwickeln sollten. Und zwar gemeinsam mit dem deutschen Unternehmen MTU als Hauptpartner. Um die Zusammenarbeit zu erleichtern [und den Bundestag zufrieden zu stellen], gründeten die beiden Unternehmen das Joint Venture EUMET nach deutschem Recht.

Die Entscheidung, Safran Aircraft Engines mit der Federführung bei der Triebwerksentwicklung für den NGF zu betrauen, stand außer Frage – schon allein aufgrund der Erfahrung des Unternehmens [mit dem M-88-Triebwerk der Rafale] und der von der Generaldirektion für Rüstung [DGA] im Rahmen der Programme Turenne 1, Turenne 2 und ADAMANT in Auftrag gegebenen Studien.

Um den Weg für die Triebwerksausstattung des NGF zu ebnen, arbeitet Safran Aircraft Engines derzeit zudem am Triebwerk M88 T-REX, das für die auf den F5-Standard umgerüstete Rafale bestimmt ist, die mehr Leistung benötigen wird.

„Mit dem T-REX soll der Schub von 7,5 auf 9,5 Tonnen gesteigert werden […], wobei das Leistungsniveau der Rafale auch in den schwersten Konfigurationen erhalten bleiben soll, ohne dass die Reichweite beeinträchtigt wird. Das ist also eine Herausforderung“, erklärte Emmanuel Chiva, damals Generaldelegierter für Rüstung [DGA], bei einer parlamentarischen Anhörung.

Vor diesem Hintergrund dürfte Frankreich ein eigenes Programm für ein Kampfflugzeug der neuen Generation auf den Weg bringen – allein oder im Rahmen einer neuen Kooperation.

In diesem Zusammenhang plädiert der Vorstandsvorsitzende von Dassault Aviation, Éric Trappier, übrigens für die unverzügliche Entwicklung eines Demonstrators, „um die Kompromisse zu testen, bevor das operative System festgelegt wird“. Ein erster Flug könnte 2031–32 stattfinden, mit M-88-Triebwerken oder sogar mit M-88-T-REX-Triebwerken. „Wir müssen jetzt den Sprung wagen, um nicht den amerikanischen Entwicklungen ausgeliefert zu sein und um die industriellen Kompetenzen zu erhalten. […] Es gibt eine Zeit zum Zögern und eine Zeit zum Entscheiden“, betonte er letzte Woche.

Wie dem auch sei, ein französisches Projekt für ein Kampfflugzeug der neuen Generation kann nur mit der Unterstützung von Safran Aircraft Engines realisiert werden.

Doch am 28. Juli warnte der Vorstandsvorsitzende des Safran-Konzerns, Olivier Andriès: Es werde nicht möglich sein, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen. „Wir verfügen nur über die Ressourcen, um ein Kampfflugzeugtriebwerk zu entwickeln. Und wir werden natürlich der französischen Roadmap Vorrang einräumen“, sagte er laut einer Meldung der AFP.

„Werden die Spezifikationen [für das Triebwerk] auf französischer und deutscher Seite gleich bleiben? […] Das ist eine offene Frage. [Aber] wir werden nicht über die technischen Ressourcen verfügen, um zwei verschiedene Triebwerke zu entwickeln“, betonte er, nachdem er darauf hingewiesen hatte, dass die Finanzierung im Zusammenhang mit dem SCAF im September auslaufen werde.

Allerdings hat der Vorstandsvorsitzende von Dassault Aviation zweifellos bereits eine Antwort auf die von Herrn Andriès gestellte Frage zu den deutschen Absichten gegeben.

„Der T-Rex […] ebnet den Weg für ein Triebwerk mit einem Schub von 9 Tonnen, mit dem Ziel, ein noch leistungsstärkeres Triebwerk für ein zukünftiges Kampfflugzeug der 6. Generation zu entwickeln. Das war eines der Themen, die wir für das zukünftige Kampfflugzeug auf den Tisch gebracht hatten. Es gab den Wunsch einiger, ein sehr großes Kampfflugzeug zu bauen.

Wenn man ein sehr großes Kampfflugzeug baut, braucht man ein Triebwerk mit deutlich mehr Schub, selbst wenn man zwei davon einsetzt. „In gewisser Weise legte dies die Messlatte für Safran noch höher“, hatte Herr Trappier den Senatoren tatsächlich am 1. Juli dieses Jahres bei einer Anhörung zur Zukunft der Kampfflugzeugtechnik erklärt. Und er unterstrich: „Das Triebwerk ist also von grundlegender Bedeutung: Es ist das, was uns unsere Unabhängigkeit und unsere Souveränität sichert.“
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#23
Neuigkeiten aus Indien (im zweiten Teil)

https://www.forum-sicherheitspolitik.org...#pid298789

[NdÜ kann der Anfang eines "Rafale Club" Projektes sein]
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