Allgemeine erfundene Seeschlachten.......
#31
@ Merowig Was sagt uns die Treibladung eines Torpedos über den Antrieb eines U Bootes aus? Nicht viel, oder. Hier ging es um den Treibstoff der Torpedo Klasse.
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#32
Meiner Meinung nach wird hier zu sehr der Fehler gemacht, einfach nur die Flottenstärke miteinander zu vergleichen, ohne auf andere Gegebenheiten einzugehen. Von solchen hochspekulativen Szenarien halte ich eh nicht viel (wie wahrscheinlich ist schon ein Krieg Russlands gegen Italien und Großbritannien, der auch nur mit Seestreitkräften ausgefochten wird :bonkSmile, aber wenn sie dann auch noch ohne jegliche Geographie stattfinden, gleicht es mehr einer auf das Wasser gebrachten Rangliste, wie wir sie mit den berühmt berüchtigten Top Ten's hier schon öfters hatten.

Wenn man diese geographischen Gegebenheiten (darüber hinaus könnte man auch über das Wetter spekulieren Wink ) mit einbaut, verändert sich die Lage deutlich. Die pazifische Flotte müßte etwas machen was vor knapp einem Jahrhundert das verderben ihrer Großväter war, wenn auch in die andere Richtung. Bis sie letztlich auf dem 'Gefechtsfeld' eintreffen würde (wenn sie überhaupt losgeschickte werden würde), dürfte die Lage schon ein wenig verändert aussehen. Die Briten würden hauptsächlich der baltischen und der Nordflotte gegenüberstehen. Wobei erstere erst durch Kattegat und Skagerrak müßte (in der Annahme dass ihnen eine Passage des Nord-Osteseekanals versperrt bleibt), es könnte also durchaus zu einem weiteren Battle of Jutland kommen Smile Der Vorteil läge allerdings bei den britischen Kräften, einen Engpass zu sperren ist einfacher als ihn zu durchqueren, und mit dem Sperren haben sie schon einige Erfahrung. Insofern stünde die Royal Navy hauptsächlich der Nordflotte gegenüber, unter der Vorraussetzung dass sie den Engpass halten. Wenn man den bisherigen Berichten glauben schenken will, ist die Nordflotte flugzeugträgerlos, was ein wichtiger Vorteil für die Royal Navy sein dürfte. Das wichtigste Ziel dürfte in dem Fall sein, die Fernaufklärung der Russen so zu stören, dass sie ihre gefürchteten Langstreckenwaffen nicht an den Feind bringen könnten, denn Aufklärung muss vorher schon stattgefunden haben. Das Problem beider Gruppen, sowohl der Royal Navy als auch der Nordflotte wäre die große Anzahl an zivilen und neutralen Schiffen in diesem Gebiet, Gefechte auf großen Distanzen kaum möglich. Es wäre zwar wahrscheinlich, dass sich die zivile Schiffahrt merklich verringern würde, jedoch auch, dass betroffene Länder ihrerseits Kriegsschiffe zur Überwachung und Schutz schicken würden. Das ganze könnte für kleinere Operationen den nötigen Schutz bieten.
Italien ist, im Vergleich zu Großbritannien, in einer besseren Position. Bis auf das Mittelmeergeschwader der Russen müßten diese durch drei Engpässe erstmal ins Mittelmeer vordringen, Gibraltar, Bosporus und Suez-Kanal. Gibraltar würde selbstredent von den Briten überwacht werden, wäre ja nichts neues :evil: Der Suezkanal wäre der logische Engpass für die Pazifikflotte, so sie denn je eintreffen würde, ist allerdings auch leicht zu verteidigen. Immerhin wären die Schiffe im Kanal ein leichtes Ziel. Für den Bosporus gilt letztlich dasselbe, wenn die Türkei überhaupt eine Passage gewähren würde, dann wäre es trotzdem leicht zu überwachen. Das wiederrum bedeutet, dass die größte Gefahr vom Mittelmeergeschwader ausgeht, welches zur Zeit angeblich die Kusnetzow im Dienst hat und auf der alten Basis in Syrien stationiert ist. Dieses Geschwader hat sicherlich den Vorteil des Flugzeugträgers (so es denn stimmt), ist an sich aber recht schwach. Das Geschwader kommt, von der Anzahl der Schiffen her, nicht mal in den zweistelligen Bereich. Es stünde demnach ein Großteil der italienischen Marine einer kleinen Flotte gegenüber, die zwar schlagkräftige Argumente hat, quantitativ aber deutlich unterlegen ist. Hier wäre es letztlich ein ähnliches Spiel wie in der Nordsee, das oberste Ziel der Italiener müßte es sein, den Gegner auf Distanz zu halten, und dabei selbst die Initiative zu erlangen. Die Probleme sind die gleichen wie in der Nordsee, hauptsächlich zivile Schiffahrt. Das Wetter dürfte besser sein, die angrenzenden Länder eher unfreundlicher (in Bezug auf die Allianz).

Wenn der Plan anders aussehen würde, sprich die Allianz im Angriff wäre, dann würde sich auch das Kräfteverhältnis verändern. Auf italienischer Seite müßte auch wiederrum das Mittelmeergeschwader ausgeschaltet werden, danach der durchbruch in das Schwarze Meer geschafft werden (wofür erstmal die Garibaldi zum U-Jagdschiff werden müßte, nichts neues also :evilSmile. Hier läge der Vorteil wiederrum bei den Russen, aus gleichen Gründen wie zuvor genannt. Zudem ginge der Vorteil verloren, der sich aus der Distanz zur Heimat ergibt. Dieser würde sich ebenso Richtung Russland verlagern, welches eine bessere Aufklärung erhalten und somit seine gefürchtesten Waffen auf voller Distanz einsetzen könnte. Zudem dürfte sich die quantitative Überlegenheit der Italiener, wie sie noch im Mittelmeer vorhanden war, reduzieren und womöglich ganz verloren gehen. In der Nordsee wäre wieder die Nordflotte das Angriffsziel Nummer Eins, doch auch hier ginge der Vorteil der Heimatnähe verloren, würde sich das ganze mehr Richtung Nordkap verlagern. Zudem wäre die Absicherung um Dänemark herum geschwächt, wenn die Flotte im Hintergrund merklich weiter entfernt wäre. Auch ist die zivile bzw. neutrale Schiffahrt im hohen Norden merklich reduziert, womit wiederrum die Maßnahmen auf größere Distanzen einfacher werden würden. Doch selbst bei einem Sieg über die Nordflotte, müßte man immer noch in die Ostsee, gerade für die britischen U-Boote könnte es böse enden, sind die kleineren konventionellen doch wesentlich besser für diese Flachwasser geeignet (selbst die Kilos werden schon als zu groß erachtet, die Ladas dürften besser passen, ideale Boote scheinen aber selbst die Russen nicht zu haben) als die zwar nicht sehr viel, aber doch merklich größeren nuklearen. Zudem ist das Schallgebiet ein deutlich anderes, womit dir Russen wiederrum etwas mehr Oberwasser bekommen. Die zivile und neutrale Schiffahrt könnte zudem den kleineren Kampfmitteln Vorteile verpassen. Wie es ausgehen würde ist also schwer zu sagen.

Letztlich haben also beide Seiten Vor- und Nachteile, je nachdem wo Krieg geführt wird. Grundsätzlich muss man auch noch den Ausbildungsstand und ähnliches berücksichtigen, jedoch ist dieses komplexe Thema in einer einfachen Simulation schwer umsetzbar. Alles in allem geht es also über die Technik, und über die Waffensysteme hinaus, und wie immer ist diese Theorie letztlich wieder so stark vereinfacht, dass die Realität deutlich anders aussehen könnte. Nichtsdestotrotz interessant, wenn ich auch nicht viel von halte... :daumen:
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#33
@Marc
uppppppps

Fehler meinerseits - dachte du meintest das U-Boot
ungenau gelesen *g*
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#34
Hab ich mir auch gedacht. Wollte es ja nur richtig stellen. :daumen:
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