(Luft) Boeing E-7 Wedgetail
#1
Geht es nach der USAF, wird die E-7 die Folge der E-3 antreten:

Zitat:Based on market research, the Department of the Air Force has decided to replace a portion of the E-3 Sentry Airborne Warning and Control System fleet with the E-7 Wedgetail, which is produced by The Boeing Company.

The Boeing E-7 is the only platform capable of meeting the requirements for the Defense Department’s tactical battle management, command and control and moving target indication capabilities within the timeframe needed to replace the aging E-3.

A contract award is planned in fiscal year 2023.

https://www.af.mil/News/Article-Display/...apability/
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#2
Dann stellt sich langsam (?) die Frage, ob es für die NATO-AWACS aus Geilenkirchen noch andere Nachfolger geben kann. Einerseits ist die E-7 bereits seit 2015 in Australien voll einsatzfähig (-hier-) und das L-Band-Radar scheint gut zu funktionieren.
Andererseits würde mich interessieren, ob die Leistung soviel höher liegt als jene der "Globaleye" von Saab (-hier-). Die Nutzung eines Business Jet als Plattform ermöglicht dieser nämlich auch Flugzeiten bis 11 Stunden und einen relativ kleinen logistischen "Fußabdruck".
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#3
(06.05.2022, 14:45)PKr schrieb: Dann stellt sich langsam (?) die Frage, ob es für die NATO-AWACS aus Geilenkirchen noch andere Nachfolger geben kann.

Dafür wurde ja bereits ein eigenes Projekt gestartet:
https://www.forum-sicherheitspolitik.org...p?tid=6369
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#4
Das Pentagon hat seine Meinung geändert und wird den Kauf von E-7A Wedgetail-Frühwarnflugzeugen von Boeing fortsetzen
OPEX360 (französisch)
von Laurent Lagneau · 15. Mai 2026
[Bild: https://www.opex360.com/wp-content/uploa...250614.jpg]
Das von Boeing auf Basis einer B-737-Zelle entwickelte Luftüberwachungs- und Kommandoflugzeug E-7A Wedgetail, das ursprünglich für die Royal Australian Air Force [RAAF] entwickelt wurde, wurde anschließend von der Türkei, Südkorea und dem Vereinigten Königreich bestellt. Im Jahr 2023 gab das Pentagon seine Absicht bekannt, 26 Exemplare zu bestellen, um die E-3B/G AWACS ab 2027 zu ersetzen.

Da die für die US Air Force bestimmte Version mit anderen Systemen ausgestattet werden sollte, wurden im Juli 2024 zwei Prototypen im Wert von 2,6 Milliarden Dollar bei Boeing in Auftrag gegeben. Doch im vergangenen Jahr beschloss der US-Kriegsminister Pete Hegseth, die für dieses Programm vorgesehenen Mittel im Haushaltsantrag an den Kongress zu streichen.

Die Argumente, die er zur Rechtfertigung dieser Entscheidung vorbrachte, waren nicht unbegründet. „Wenn unsere Systeme und Plattformen auf dem modernen Schlachtfeld nicht einsatzfähig sind oder uns in einem zukünftigen Kampf keinen Vorteil verschaffen, dann müssen wir jetzt schwierige Entscheidungen treffen. Die E-7 ist ein Beispiel dafür“, hatte Hegseth tatsächlich argumentiert. Die Tatsache, dass zwei russische A-50 Mainstay einige Monate zuvor von ukrainischen Streitkräften abgeschossen worden waren, konnte seinem Argument nur in die Hände spielen.

Wie dem auch sei, der Chef des Pentagons war der Ansicht, dass weltraumgestützte ISR-Sensoren [Intelligence, Surveillance, Reconnaissance – Aufklärung, Überwachung, Aufklärung] wie der AMTI [Air Moving Target Indicator] und E-2D-Hawkeye-Luftaufklärungsflugzeuge die E-7A Wedgetail ersetzen könnten.

Allerdings hatte das AMTI-System zu diesem Zeitpunkt seine Wirksamkeit noch nicht unter Beweis gestellt… Was die Idee betrifft, auf die E-2D Hawkeye zurückzugreifen, so mag sie auf dem Papier verlockend sein, schon allein deshalb, weil sie den Erwartungen des ACE-Konzepts [Agile Combat Employment] der US-Luftwaffe entsprechen könnte. Doch ihre Leistungsfähigkeit bleibt hinter der der E-7A Wedgetail zurück.

Daher ist der Kongress in dieser Angelegenheit nicht dem Pentagon gefolgt: Im National Defense Authorization Act (NDAA) für das Haushaltsjahr 2026 hat er Mittel in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar für die Fortsetzung der Anschaffung der Wedgetails bewilligt. Das war eine kluge Entscheidung … denn letztendlich hat Herr Hegseth seine Meinung geändert.

Tatsächlich räumte dieser bei einer kürzlichen Anhörung im Repräsentantenhaus ein, dass es auf dem modernen Schlachtfeld noch „Lücken zu schließen“ gebe und dass der Wedgetail dazu beitragen könne, diese zu schließen. „Wir haben daher zu diesem Zweck einen Haushaltsänderungsantrag beim OMB [Office of Management and Budget – Haushaltsamt des Weißen Hauses] eingereicht. Ich glaube, dass diese Plattform Zukunft hat und ihren Platz im Einsatzgebiet hat“, fügte er hinzu.

War die Haltung des Pentagons gegenüber dem Wedgetail durch operative und kapazitätsbezogene Überlegungen motiviert oder wurde sie von Haushaltsgründen diktiert? Nach den Erläuterungen von Herrn Hegseth scheint die zweite Annahme zutreffend zu sein. „Ich weiß, dass unser Ministerium ursprünglich davon ausgegangen war, dass weltraumgestützte ISR-Systeme in der Lage sein würden, einen Großteil dieser [luftgestützten Aufklärungs-]Missionen in Zukunft zu erfüllen. Aber ich glaube, dieser Ansatz war symptomatisch für eine Denkweise, die wir inzwischen aufgegeben haben – nämlich Desinvestition als Investition oder eine Sparlogik“, erklärte er.

Dennoch haben die Unentschlossenheit des Pentagons – aber nicht nur diese – die NATO dazu veranlasst, ihr Vorhaben zur Anschaffung von Wedgetail-Flugzeugen als Ersatz für die E-3A Sentry ihrer Luftgestützten Fernaufklärungs- und Kontrollstreitkraft [NAEW&C] zu überdenken. Im vergangenen Monat wurde berichtet, dass die Wahl auf GlobalEye von Saab fallen würde. Bislang wurde jedoch noch kein Vertrag unterzeichnet.
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