(Land) Nexter Caméléon-Tarnung
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SOFINS 2021: Cameleon-Tarnung von Nexter auf dem Weg zum Demonstrator
Nathan Gain 3. Juli 2021
FOB (französisch)
Ein Jahrzehnt nach seiner Einführung trat das Tarnprojekt „Chamäleon“ von Nexter in eine neue Entwicklungsphase ein. Verlassen Sie das reduzierte Modell, die Technologie ist weit genug fortgeschritten, um Platten von mehreren Quadratmetern zu bilden, kündigte die französische Gruppe diese Woche während der SOFINS-Ausstellung an.
Caméléon wurde 2012 ins Leben gerufen und zu 60 % von der französischen Rüstungsdirektion(DGA) finanziert und hat sich zum Ziel gesetzt, eine adaptive multispektrale Tarnung (sichtbar und infrarot) zu entwickeln. Oder eine Lösung, die sich jederzeit und überall an ihre Umgebung anpassen kann, egal ob der Träger statisch oder in Bewegung ist.
Nach der Entwicklung der Technologie zwischen 2014 und 2016 arbeitet Nexter seit 2018 und bis 2022 am Design eines kompletten Systems. Chameleon war bis dahin auf ein paar "Pixel" -Panels beschränkt, die an einem Mini-Nerva-Roboter angebracht waren.
Seitdem hat Nexter erhebliche Fortschritte in Bezug auf Dicke und Gewicht gemacht, was die Formgebung größerer und komplexerer Platten ermöglicht. Die Gruppe hat jetzt einen 3 m2 großen Demonstrator erfolgreich getestet. Ein Zeichen, das im Herbst seinen ersten öffentlichen Auftritt haben könnte.
Nach dem Prinzip der zukünftigen Scorpion-Tarnung würde Caméléon aus einem Kit von Paneelen bestehen, die je nach Bedarf an der Karosserie befestigt werden. Die Räder, die Dachluken und die fernbediente Kuppel würden jeweils eine Ad-hoc-Platte erhalten, um das Rendering zu optimieren.
Nexter untersucht mehrere Wege für das Befestigungssystem und versucht, das beste Verhältnis zwischen Haltbarkeit und Geschwindigkeit zu finden. Maßstabsänderung für Chameleon, hier virtuell montiert auf einem Army Griffon Chameleon würde natürlich zu den peripheren Kameras hinzugefügt, die in Fahrzeugen der neuen Generation installiert sind, beginnend mit dem Griffon.
[Bild: https://www.forcesoperations.com/wp-cont...caled.jpeg]
Das System wird auf diesen Kameras basieren, um die Umgebung zu bestimmen und die Tarnung in zwei Modi anzupassen: automatisch oder manuell, wodurch das Militär die Kontrolle über die Blendeneinstellung übernehmen kann.
Letztlich könnte Chameleon über die Funktion der Tarnung hinausgehen, um beispielsweise aktiv an der Täuschung von Panzerabwehrraketen teilzunehmen.
Nach Erreichen der 3 m2-Plattenstufe hat das Programm die Technological Readiness (TRL) 5 erreicht.
Das nächste Ziel wird es sein, TRL 6 bis 2023-2024 zu erreichen. Anschließend geht es darum, einen repräsentativen Prototypen in realer Größe an einem Fahrzeug und in einer simulierten Einsatzumgebung zu evaluieren. Angetrieben von den ermutigenden Ergebnissen arbeitet Nexter nun daran, den Anwendungsbereich zu erweitern.
Abgesehen von den Scorpion-Fahrzeugen, dann denen von Titan und den Bodenrobotern beinhaltet die Reflexion Möglichkeiten zum Wohle des Soldaten.
An einem ballistischen Schild befestigt, würde Chameleon eine sichere und diskrete Annäherung an ein Ziel ermöglichen, eine echte Version einer berühmten Szene aus dem vierten Teil der Mission Impossible-Saga.
Viel weiter stellt sich Nexter eine flexible, „textile“ Version seiner Lösung vor. Ein Tarnumhang für Einheiten, für die Tarnung ein Schlüsselfaktor ist; Spezialeinheiten, Scharfschützen und Geheimdiensteinheiten an der Spitze.
Die nicht ganz so unwahrscheinliche Idee war eines von 35 Titelbildern im SOF & TECH Vorfreude-Film, der bei SOFINS gezeigt wurde.
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#2
Eine sehr ähnliche Technologie gibt es seit Jahren von Hyperstealth - hier stellt sich mir die Frage, inwieweit das in der heutigen Zeit noch einen wirklich relevanten Vorteil bietet. Da ist die Frage der Radar- und Thermalsignatur zunehmend entscheidender und hier bieten externe Tarnnetze deutlich bessere Leistungen bzw. ist umgekehrt in der Bewegung eigentlich keine Tarnung möglich, es sei denn dass man seine Signatur so gestalten kann dass sie eher wie die eines anderen weniger wertigen Fahrzeuges aussieht, oder eventuell wie ein ziviles Fahrzeug. Da hat beispielsweise dann ein 6x6 Griffon allein aufgrund seiner Auslegung doch durchaus wieder Vorteile.

Interessant wird diese Technologie meiner Meinung nach weniger für Panzerfahrzeuge als für die Abtarnung von Systemen der Luftraumverteidigung.
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