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(09.06.2026, 14:15)Zardo schrieb: Da die "Projektion von militärischer Stärke" eine in einer deregulierten Weltordnung immer stärkere Stellung einnehmen wird, müsste dies bei der Verteidigung entsprechend berücksichtigt werden.
D.h. konkret muss diese "Projektion" wirkungsvoll unterbunden werden, durch "wasserdichte" Verteidigung gegen Luftschläge (Kampfjets, Raketen, Gleitbomben, Drohnen in jeder Grösse), via See, Weltraum (Schutz ziviler und militärischer Satelliten) sowie starke Spionage- und Sabotageabwehr. Das ist eine völlig andere Schussrichtung als mit dem völlig überteuerten und gegen Infrarotdetektion keineswegs "Stealth" fliegenden F-35 einen theoretisch möglichen nuklearen Gegenschlag anzudrohen. Als ob man tatsächlich mit dem Teil eine Kernwaffe z.B. bis nach Moskau transportieren könnte. Das ist bestenfalls eine Projektion militärischer Stärke auf dem Papier.
Das FCAS Projekt wurde gerade beerdigt. Wäre schön, wenn die freiwerdenden Mittel sinnvoller eingesetzt würden als noch teuerere und noch wartungsaufwendigere Jets zu entwickeln.
?
Erstens: Diese regulierte Weltordnung hatten wir eigentlich nie. Wir hatten eine von den USA dominierte Weltordnung.
Zweitens: In einer deregulierten .... du meinst wohl multipolaren Welt steigt die Gefahr von Stellvertreterkriegen. Direkte Konfrontationen bleiben unwahrscheinlich. Wir müssen hier unsere Grenzen gegen Russland verteidigen, aber eine Konfrontation mit China wird weder an den chinesischen noch den europäischen Küsten stattfinden. Deswegen benötigten wir für diesen Zusammenhang nicht diesen umfassenden Heimatschutz, sondern dafür gibt es Flugzeugträger, Kanonenboote (tsss....), Lenkwaffenkreuzer usw.. Vielleicht wäre es sinnvoller, eine Präsenz in Form von Stützpunkten in Südamerika, Afrika und Südasien aufzubauen, um im Falle eines Falles die Flugzeugträger nicht zu vermissen. Also ich rede nicht von deutschen, sondern von europäischen Stützpunkten ....
Im Übrigen reicht ja die Drohung, eine Kernwaffe nach St-Petersburg tragen zu können .... obwohl ich dir schon Recht gebe, das ist eine Drohung auf dem Papier in dem Sinne, dass fraglich ist, in was für einem konkreten Fall man es wirklich für die beste Option hält einen Atomkrieg zu führen. Gerade auch deswegen geht der Trend ja zu taktischen Atomwaffen, die eigentlich nicht taktisch sind. Die Drohung eine taktische Atomwaffe in ein St-Petersburger Hafenbecken zu werfen hat schon auch eine strategische Wirkung, auch wenn es nicht gleich St-Petersburg vernichtet. Und dennoch .... wie zweifelhaft die tatsächliche Drohung ist, sieht man aktuell sehr gut. Obwohl Russland gerade den Krieg verliert, sieht es nicht so aus, als ob sie eine nuklear bestückte Kinschal mit 10kT Nukleargefechtskopf gen Kiew schicken würden. Möglicherweise, weil dann jeder Nachbarstaat Russlands Atomwaffen haben will, und eventuell auch bekommt? Die Risiken sind enorm.
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(09.06.2026, 15:59)LieberTee schrieb: ?
Erstens: Diese regulierte Weltordnung hatten wir eigentlich nie. Wir hatten eine von den USA dominierte Weltordnung.
Zweitens: In einer deregulierten .... du meinst wohl multipolaren Welt steigt die Gefahr von Stellvertreterkriegen. Direkte Konfrontationen bleiben unwahrscheinlich. Wir müssen hier unsere Grenzen gegen Russland verteidigen, aber eine Konfrontation mit China wird weder an den chinesischen noch den europäischen Küsten stattfinden. Deswegen benötigten wir für diesen Zusammenhang nicht diesen umfassenden Heimatschutz, sondern dafür gibt es Flugzeugträger, Kanonenboote (tsss....), Lenkwaffenkreuzer usw.. Vielleicht wäre es sinnvoller, eine Präsenz in Form von Stützpunkten in Südamerika, Afrika und Südasien aufzubauen, um im Falle eines Falles die Flugzeugträger nicht zu vermissen. Also ich rede nicht von deutschen, sondern von europäischen Stützpunkten ...
Also ich meinte schon "dereguliert", denn selbst z.B. die USA unter Trump stellt Regeln in Frage und verhält sich eher wie ein transaktionaler Realist, dem irgendwelche auf Papier geschriebene Regeln und Verträge irgendwann dann auch egal sind. Idem die russischen Föderation. D.h. wir haben einerseits eine multipolare Welt, die andererseits aber kaum noch mit internationalen Verträgen "einhegbar" und in ihren Machtspielen vorhersehbar ist.
Die Interessensphären werden erzwungen, ohne formale Kriegserklärung, durch Einschüchterung. Eine Sabotage hier, ein entgleister Zug dort... wer nicht hören will, bekommt ein Unterseekabel durchtrennt, ein Drohenschwarm legt einen internationalen Flughafen lahm und ein Umspannwerk brennt "zufällig" ab. Wenn sich der Interessenskonflikt verschärft, lässt man dann eben ein paar Raketen fliegen, die wahllos irgendwo einschlagen. Das Ganze also ganz ohne Bodentruppen, Flugzeugträger, "Kanonenboote" usw.
Das Ziel sind ja keine Kolonialkriege, sondern die Sicherung von wirtschaftlichem und militärischem Einfluss über weite Areale. Das geht schon heute anders als wie noch im Vietnamkrieg.
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(27.05.2026, 00:56)alphall31 schrieb: Das funktioniert ja auch nur bedingt . Russland wird auch nur von uns sanktioniert . Wurden erst 2023 unter anderem durch Thales mehr als 30 Su34 auf den neuesten Stand gebracht. Bei einem anbahnenden Konflikt mit der Nato währe im Interesse chinas. Das würde bedeutend mehr Unterstützung für Russland bedeuten und für uns würde es keine Rohstoffe und Halbleiter mehr geben.
https://de.wikipedia.org/wiki/Sanktionen...ie_Ukraine
(27.05.2026, 00:56)alphall31 schrieb: Mit was den für Milliarden bitte?
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/kon...n-100.html
Soll ich sonst noch was für dich googlen?
(09.06.2026, 07:03)alphall31 schrieb: Die Russen gehen schon seit gut einem halben Jahr sehr erfolgreich mit rotierende Stacheldrahtvorrichtungen gegen glasfaserdrohnen vor. Auch die Ukraine hat das nach gewisser Zeit übernommen .
Ebenso gehen beide Seiten nachts relativ erfolgreich gegen die Piloten von glasfaserdrohnen vor.
Tulpennetze und Holzbretter funktionieren auch gut.
(09.06.2026, 07:03)alphall31 schrieb: Mikado ist letztlich auch eine FPV Drohne , die gibt es seit 2010 in der Bundeswehr . Solche Drohnen mit Videobrillen gibt es schon bedeutend länger .
Der AirRobot AR 100-B ist keine FPV Drohne. Er kann die Schwebepostion autonom halten, FPV Drohnen können das nicht.
Selbst wenn nach deiner ganz persönlichen Special Tier 1 Aplha Definition die MIKADO eine FPV Drohne ist, sind 5 Jahre nicht bedeutend länger.
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(09.06.2026, 19:27)Zardo schrieb: Also ich meinte schon "dereguliert", denn selbst z.B. die USA unter Trump stellt Regeln in Frage und verhält sich eher wie ein transaktionaler Realist, dem irgendwelche auf Papier geschriebene Regeln und Verträge irgendwann dann auch egal sind. Idem die russischen Föderation. D.h. wir haben einerseits eine multipolare Welt, die andererseits aber kaum noch mit internationalen Verträgen "einhegbar" und in ihren Machtspielen vorhersehbar ist.
Die Interessensphären werden erzwungen, ohne formale Kriegserklärung, durch Einschüchterung. Eine Sabotage hier, ein entgleister Zug dort... wer nicht hören will, bekommt ein Unterseekabel durchtrennt, ein Drohenschwarm legt einen internationalen Flughafen lahm und ein Umspannwerk brennt "zufällig" ab. Wenn sich der Interessenskonflikt verschärft, lässt man dann eben ein paar Raketen fliegen, die wahllos irgendwo einschlagen. Das Ganze also ganz ohne Bodentruppen, Flugzeugträger, "Kanonenboote" usw.
Das Ziel sind ja keine Kolonialkriege, sondern die Sicherung von wirtschaftlichem und militärischem Einfluss über weite Areale. Das geht schon heute anders als wie noch im Vietnamkrieg.
Es galten nie Regeln. Es gab Regeln, die teilweise zufällig mit den US-Interessen übereinstimmten, aber es gab nie eine Regel, an die sich die USA konsequent gehalten hätte.
Was sich geändert hat, sind die US-Interessen, nichts weiter.
Ja, die Vorhersehbarkeit hat gelitten ...
Ok also dir schwebt mehr so eine europäische CIA vor, die fern von Europa Terrorattaclen durchführt um unsere Interessen durchzusetzen ... ja, kann man machen, dann muss man allerdings vorher den Rechtsstaat abschaffen.
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(09.06.2026, 20:07)LieberTee schrieb: Ok also dir schwebt mehr so eine europäische CIA vor, die fern von Europa Terrorattaclen durchführt um unsere Interessen durchzusetzen ... ja, kann man machen, dann muss man allerdings vorher den Rechtsstaat abschaffen.
willst du mich absichtlich missverstehen?
Es ging um Verteidigung, und welche Szenarien in der Zukunft bzw. angedeutet schon heute realistisch zu erwarten sind. Ich habe nirgends was von "Rechtsstaat abschaffen" geschrieben.
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Zitat:Soll ich sonst noch was für dich googlen?
Dann solltest vielleicht mal googeln für was das Geld ausgegeben wurde. Die Geschichte ist ja nun schon lange durch.
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(09.06.2026, 20:29)Zardo schrieb: willst du mich absichtlich missverstehen?
Es ging um Verteidigung, und welche Szenarien in der Zukunft bzw. angedeutet schon heute realistisch zu erwarten sind. Ich habe nirgends was von "Rechtsstaat abschaffen" geschrieben.
Was meinst du denn? Meinst du jetzt wir sollen Umspannwerke und Bahngleise in Afrika, Flughäfen in Südamerika und Unterseekabel im indischen Ozean schützen? Es ging dir doch um weite Areale. Wie stellst du dir das vor?
Das ist so dermaßen unrealistisch, dass ich gemeint habe, für dich wäre Angriff die beste Verteidigung.
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Aus Oberst wird nur Gold, wenn er dem Politikum folgt
https://www.youtube.com/watch?v=t8Rh2Cd8sRE
Im Krieg verhält sich die Moral zur Physis wie drei zu eins.
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Warum die Ukraine Moskau angreifen kann:
Bevor man wieder schreibt, die Russen seien unfähig und die Technik nur schlecht, sollte man bedenken das die Angriffe über Monate vorbereitet wurden.
Stück für Stück wurde die russische Lufabwehr ausgeschaltet, was mich wieder einmal in meiner Annahme bestärkt das ein Krieg gegen Russland ein langwieriges Ringen sein wird.
https://missilematters.substack.com/p/mi...ving-logic
https://understandingwar.org/research/ru...f-the-war/
Über die Waffen habe ich leider nichts gefunden. Auf Videos sieht man jedoch das FPV Drohnen einige Ziele ausgeschaltet haben. Während "Rising Lion" wurde iranische FLA-Stellungen von eingesickerten Kommados der Israelis mit FPV Drohnen und PALR ausgeschaltet.
DEAD sollte auf dem Trainingsplan deutscher Spezialkräfte an erster Stelle stehen.
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