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Die Umstellung der Produktion war im wesentlichen nicht eine Geldfrage sondern eine Frage der Produktionslogik. Ursprünglich war es eine 50:50 Logik zwischen Italien und Frankreich. Das bedeutet das derselbe FK je nach Proktionsphase zwischen einem italienischen und französischen Standort transportiert wurde. Was natürlich viel Zeit kostetet.
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Macron schlägt Deutschland eine gemeinsame Produktion des Luftabwehrsystems SAMP/T NG vor
opex350 (französisch)
von Laurent Lagneau · 18. Juli 2026
[Bild: https://www.opex360.com/wp-content/uploa...221231.jpg]
Das im Oktober 2022 von Deutschland ins Leben gerufene Projekt zum Aufbau einer europaweiten mehrschichtigen Luftverteidigung [ESSI – European Sky Shield Initiative], bei dem die teilnehmenden Länder den Kauf der entsprechenden Kapazitäten gemeinsam finanzieren sollten, war von Frankreich zurückhaltend aufgenommen worden. Und das aus gutem Grund: Das französisch-italienische System SAMP/T NG [Sol-Air Moyenne Portée / Terrestre de Nouvelle Génération] war dabei außen vor geblieben.
Tatsächlich bevorzugt die ESSI das IRIS-T SLM des deutschen Unternehmens Diehl Defence, das von Israel entwickelte Arrow-3 und das amerikanische Patriot-System.
„Die Luftverteidigung unseres Kontinents ist eine strategische Frage, die Solidarität erfordert und vielfältige Auswirkungen hat. [Sie] darf sich nicht auf die Förderung einer nationalen Industrie oder von Drittindustrien auf Kosten der europäischen Souveränität beschränken“, hatte Präsident Macron im November 2022 reagiert.
Admiral Hervé Bléjean, damals Generaldirektor des Generalstabs der Europäischen Union, äußerte sich noch deutlicher. „Die Positionen Frankreichs und Deutschlands stehen sich heute in allen Fragen diametral gegenüber. Die Sky-Shield-Initiative ist ein echter Schlag ins Gesicht für Frankreich“, hatte er bei einer parlamentarischen Anhörung erklärt.
Die Ausgrenzung des SAMP/T NG ließ sich zweifellos durch die Vereinbarung zwischen MBDA Deutschland und Raytheon erklären, in Schrobenhausen [Bayern] GEM-T-Abfangraketen [Guidance Enhanced Missile] herzustellen, die vom Patriot-System eingesetzt werden. Ein System, mit dem zudem die Bundeswehr ausgerüstet ist.
Seitdem hat sich die Lage verändert, da die Beschaffung von Abfangraketen aufgrund des Krieges in der Ukraine und der US-Operationen gegen das iranische Regime komplizierter geworden ist. Da die Vereinigten Staaten zudem beabsichtigen, dem indopazifischen Raum Vorrang einzuräumen, ist nun die Rede davon, die europäische Säule der NATO zu stärken. Dies hat sich jedoch auf Ebene der Rüstungsindustrie noch nicht niedergeschlagen.
Könnte Deutschland unter diesen Umständen letztendlich einer europäischen Lösung [im Klartext: dem SAMP/T NG] für seine Luftverteidigung den Vorzug geben? Offensichtlich ist Präsident Macron dieser Meinung.
„Was die Luftabwehr betrifft, plädieren wir für europäische Souveränität und wollen bei den berühmten SAMP/T der neuen Generation vorankommen, wobei auch hier ganz klar der Wille Frankreichs besteht, gemeinsam mit Deutschland und unseren italienischen Partnern zu produzieren“, erklärte er auf der Pressekonferenz im Anschluss an den Deutsch-Französischen Verteidigungs- und Sicherheitsrat (CFADS), der am 17. Juli in Brühl [Deutschland] stattfand.
Allerdings ging der französische Präsident nicht näher auf diese „gemeinsame Produktion“ mit Deutschland ein. Wahrscheinlich geht es darum, die Industrie jenseits des Rheins [und damit MBDA Deutschland] mit der Produktion von ASTER-30-B1NT-Abfangraketen zu beauftragen, auf denen das SAMP/T NG basiert. Die Ernennung von Jean-Brice Dumont, einem Quereinsteiger aus der Sparte „Militärflugzeuge“ von Airbus, an die Spitze von MBDA könnte ein solches Vorhaben begünstigen.
Zur Erinnerung: Das SAMP/T besteht aus einem bis sechs Abschussgeräten, von denen jedes bis zu acht ASTER-30-B1NT-Raketen abfeuern kann, einem Stromgenerator, einem Einsatzmodul und einem X-Band-Radar [GF300 oder Kronos GM HP], das mit einem Freund-Feind-Erkennungssystem verbunden ist.
Wie dem auch sei, das SAMP/T NG wird in den „Schlussfolgerungen“ des CFADS nicht erwähnt.
„Was die integrierte Luft- und Raketenabwehr betrifft, werden Frankreich und Deutschland Möglichkeiten der Zusammenarbeit im Hinblick auf souveräne europäische Verteidigungskapazitäten gegen ballistische Raketen prüfen, die neben Systemen zur dynamischen Positionierung und Frühwarnung zu den Fähigkeiten gehören, die für die Bewältigung einer Eskalation unterhalb der nuklearen Schwelle erforderlich sind“, heißt es in diesem Dokument lediglich.
Der Vorschlag von Macron erfolgte wenige Tage nach der Ankündigung in Paris, eine „integrierte Koalition gegen die Bedrohung durch ballistische Raketen“ zu gründen. Dieser gehören unter anderem Deutschland, Frankreich, Italien und das Vereinigte Königreich an, wobei die drei letztgenannten Länder an der Entwicklung des ASTER 30 beteiligt sind.
Foto: EMA
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(18.07.2026, 15:08)OPEX360 schrieb: Das SAMP/T besteht aus einem bis sechs Abschussgeräten, von denen jedes bis zu acht ASTER-30-B1NT-Raketen abfeuern kann, einem Stromgenerator, einem Einsatzmodul und einem X-Band-Radar [GF300 oder Kronos GM HP], das mit einem Freund-Feind-Erkennungssystem verbunden ist. Wie sieht es denn mit den technischen und industriellen Möglichkeiten aus, auch noch ein Hensoldt-Radar für den Einsatz der Aster30 anzupassen, evtl. sogar mit dem Ziel, für IRIS-T und SAMP/T die selben Radare zu nutzen und gemischte Batterien aufstellen zu können?
Prinzipiell würden sich die Systeme ja sehr gut ergänzen und kombinierte Batterien wären ein relevantes Verkaufsargument.
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(18.07.2026, 15:38)Broensen schrieb: evtl. sogar mit dem Ziel, für IRIS-T und SAMP/T die selben Radare zu nutzen und gemischte Batterien aufstellen zu können?
Prinzipiell würden sich die Systeme ja sehr gut ergänzen und kombinierte Batterien wären ein relevantes Verkaufsargument.
die Eingliederung von IRIS ist wohl einfacher, vorausgesetzt das die Hersteller mitspielen.
Nach den "Wissenden " in französischen Foren ist ein Hensoldt radar vorstellbar, es gibt ja schon ein italienisches und ein französisches Radar.
Der Entwicklungsaufwand wäre aber sehr gross. Die Italiener halten aber einen Anteil in Hensoldt, da könnte etwas intern möglich werden. Aber wie gesagt in jedem Fall mit Arbeit verbunden?
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(18.07.2026, 15:38)Broensen schrieb: Wie sieht es denn mit den technischen und industriellen Möglichkeiten aus, auch noch ein Hensoldt-Radar für den Einsatz der Aster30 anzupassen, evtl. sogar mit dem Ziel, für IRIS-T und SAMP/T die selben Radare zu nutzen und gemischte Batterien aufstellen zu können? Die Evolution von SAMP/T (mit ASTER 30 B0&1) auf SAMP/T NG (mit ASTER 30 B1NT) ging schon mit der Integration von GroundFire 300 einher, nach meinem Kenntnisstand vor allem deswegen, weil das vorherige Duo aus GM400 + Arabel nicht gut mit ballistischen und hypersonischen Zielen umgehen kann/konnte.
https://www.radartutorial.eu/19.kartei/0...%20300.pdf
Das TRML-4D der IRIS-T Batterien rangiert in der Leistungsfähigkeit unter beiden und dürfte leistungstechnisch nicht ausreichen, insofern dürfte das wenig Sinn machen. Im Gegensatz zur SLX ist die ASTER 30 auch eine Theatre Air Defense Weapon, die nicht nur Punktziele vor BM schützen sondern auch auf große laterale Distanzen gegen ABTs wirken soll.
Soll heißen sofern Hensoldt dem TRML-4D kein Facelift verpasst, das die Leistung um 30-45% erhöht (bzw. an GM400 und GF300 angleicht) dürfte eine Kopplung mit SAMP/T nicht so richtig sinnvoll sein.
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Aster selbst scheint ja hinreichend flexibel zu sein, es wurden ja schon X, C und S-Band Radare verschiedenster Ausprägung als Feuerleitradare für Aster verwendet (und GM400 zählt da meines Wissens nicht zu). Die in dem Artikel genannten GF300 und Kronos GM HP sind übrigens nicht X-Band sondern S und C-Band. Arabel war X-Band. Entspnreched wäre natürlich eine ggf. etwas hochskalierte TRML-4D Version vergleichbar Kronos denkbar.
Was den geringsten Aufwand macht? Wenn das die alleinigen Maßstäbe wären würden ja auch Italien und Frankreich wirklich baugleiche Systeme verwenden. Sollte es also überhaupt dazu kommen würde ich schon ein Hensoldt System erwarten insbesondere auch da man aktuell ja schon viel an Saab usw. verloren hat. Wenn dann noch entsprechende SAM-Batterien Thales oder Leonardo-Systeme verwenden kann man sich den "nationalen Champion" irgendwann auch schenken.
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(18.07.2026, 15:52)voyageur schrieb: Der Entwicklungsaufwand wäre aber sehr gross. Das wäre wahrscheinlich die geringere Hürde, als in so einem Kernbereich ein Produkt einzuführen, das weder US-amerikanisch ist, noch eine relevante deutsche Industriebeteiligung (über Lizenzfertigung hinaus) mit sich bringt.
Und gerade da es bereits die zwei unterschiedlichen Radare gibt, müsste Deutschland auch ein eigenes bekommen, um halbwegs gleichberechtigt einsteigen zu können, wenn nicht im Gegenzug Frankreich und Italien IRIS-T einführen.
Das sind natürlich alles keine echten Gründe, aber wir kennen doch unsere Pappenheimer.
Zitat:Die Italiener halten aber einen Anteil in Hensoldt, da könnte etwas intern möglich werden. Aber wie gesagt in jedem Fall mit Arbeit verbunden?
Das predige ich hier ja schon lange, dass man aus diesem Umstand mehr machen müsste. Das könnte ja soweit gehen, dass man ähnlich wie Thales NL/FR ein gemeinsames Radar-Portfolio aufstellt, auch wenn man als Hersteller nicht vollständig integriert ist.
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(18.07.2026, 18:02)Broensen schrieb: Das sind natürlich alles keine echten Gründe, aber wir kennen doch unsere Pappenheimer.
aus einem französischen Forum
Zitat:Ich glaube, Sie unterschätzen ziemlich stark, wie komplex es ist, einem solchen System spontan ein Radar hinzuzufügen. Die gesamte Software des ME (Module Engagement] NG ist darauf ausgelegt, die bei der Projektplanung vorgesehenen Radarsysteme zu nutzen. Theoretisch könnte man viel Geld investieren und eine zusätzliche Kompatibilitätsschicht einbauen, aber das würde Monate an Entwicklung, Tests und Validierung erfordern. Wir sprechen hier nicht davon, einen MiG-29-Träger zu verkabeln, um eine AASM zu integrieren…
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(18.07.2026, 18:22)voyageur schrieb: Zitat:Theoretisch könnte man viel Geld investieren und eine zusätzliche Kompatibilitätsschicht einbauen, aber das würde Monate an Entwicklung, Tests und Validierung erfordern. Nur Monate? Na, dann ist das ja kein Problem, ich hätte mit mehreren Jahren gerechnet.
Natürlich ist das eigentlich Blödsinn, ich befürchte nur, dass es industriepolitisch erforderlich sein wird, wenn das wirklich funktionieren soll. Und ich würde mir sehr wünschen, dass es dazu kommt.
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Schauen wir mal, es stehen ja Kaufentscheidungen an
Schweiz
Luxemburg
Belgien (die sich ?? an den Niederlanden orientieren)
mal sehen ob das Bewegung bringt.
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(18.07.2026, 18:32)Broensen schrieb: Natürlich ist das eigentlich Blödsinn, ich befürchte nur, dass es industriepolitisch erforderlich sein wird, wenn das wirklich funktionieren soll. Also bei Patriot scheint es ja offensichtlich auch niemanden zu stören, dass die Radarsysteme nicht durch einen deutschen Anbieter bezogen werden. Industriebeteiligung kann vieles bedeuten, zwar auch die Verwendung nationaler Systeme, aber eben auch die Nationalisierung der Zulieferungsketten. Wenn große Teile der Produktionswertschöpfung einer deutschen Fertigungslinie in Deutschland liegen, dürfte es den Beteiligten der politischen Ebene glaube ich relativ egal sein, ob die Radar Unit dann von Hensoldt kommt oder nicht. Symbolpolitisch wird da maximal noch die Renault-Basis sauer aufstoßen, aber dann stellt man das System stattdessen eben auf einen MAN.
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(18.07.2026, 19:10)DopePopeUrban schrieb: aber dann stellt man das System stattdessen eben auf einen MAN.
oder einen Mercedes mit einem (belgischen) Aarqus Cockerill "Stern'
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(18.07.2026, 19:10)DopePopeUrban schrieb: Also bei Patriot scheint es ja offensichtlich auch niemanden zu stören, dass die Radarsysteme nicht durch einen deutschen Anbieter bezogen werden. Patriot hat zwei Sonderstellungen:
1. Das Grundsystem ist schon eingeführt.
2. Es ist ein US-Produkt.
Gerade 2. ist kein echtes Argument, zieht aber ja irgendwie immer. Da gewinnt dann die BW-Führung gegen die Rüstungslobby, denn man will ja "das Beste" haben, was immer automatisch US-Systeme sind, wenn es keine deutsche Goldrand-Alternative gibt. (Ja, wieder viel Polemik dabei, ich weiß...)
Zitat:Wenn große Teile der Produktionswertschöpfung einer deutschen Fertigungslinie in Deutschland liegen, dürfte es den Beteiligten der politischen Ebene glaube ich relativ egal sein, ob die Radar Unit dann von Hensoldt kommt oder nicht.
Gerade bei einer D/(I/)F-Kooperation, die noch dazu auf einem primär französisch gelesenen LFK basiert, wird man da die Lobby im Nacken sitzen haben und darauf Wert legen, wenigstens annähernd Augenhöhe herzustellen. Und dann kann man nicht als einziger Partner kein eigenes Radar haben, man müsste wenigstens das Kronos von Hensoldt neu anstreichen und umlabeln lassen.
Zitat:Symbolpolitisch wird da maximal noch die Renault-Basis sauer aufstoßen, aber dann stellt man das System stattdessen eben auf einen MAN.
(18.07.2026, 19:26)voyageur schrieb: oder einen Mercedes mit einem (belgischen) Aarqus Cockerill "Stern' Dabei geht es ja nicht nur um deutsch, sondern tatsächlich auch um betriebslogistische Fragen und wenn man die Möglichkeit hat, wird man immer die Fahrzeugbasis wählen, die in den jeweiligen Truppenteilen/-gattungen bereits verbreitet ist.
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(18.07.2026, 22:27)Broensen schrieb: Patriot hat zwei Sonderstellungen:
1. Das Grundsystem ist schon eingeführt.
2. Es ist ein US-Produkt.
Gerade 2. ist kein echtes Argument, zieht aber ja irgendwie immer. Da gewinnt dann die BW-Führung gegen die Rüstungslobby, denn man will ja "das Beste" haben, was immer automatisch US-Systeme sind, wenn es keine deutsche Goldrand-Alternative gibt. (Ja, wieder viel Polemik dabei, ich weiß...) Ne da ist schon ein bisschen was dran, ich weiß was du meinst. Allerdings würde ich zu den beiden Säulen US-System und DE-System noch den Umstand des „Starterpackets“ legen. Wenn ich mir die letzten größeren Projekte so angucke, sind die ersten beiden zwar durchaus ein Faktor, aber man scheint auch gerne (sofern die Option besteht) auf ganze Systemsets zurückzugreifen.
ARROW wurde ja faktisch änderungslos übernommen. F123 und F128 erhalten das Saab Rundum-Sorglos-Packet obwohl es für viele dessen Systeme direkte nationale Konkurrenzprodukte gibt. Auch die F-35 kriegt eine Vollausstattung ohne jeglichen Sonderwunsch.
Vorstellen kann ich mir (sofern wir Patriot in dieser Beziehung ausschließen) beides.
Zitat:Gerade bei einer D/(I/)F-Kooperation, die noch dazu auf einem primär französisch gelesenen LFK basiert, wird man da die Lobby im Nacken sitzen haben und darauf Wert legen, wenigstens annähernd Augenhöhe herzustellen. Und dann kann man nicht als einziger Partner kein eigenes Radar haben, man müsste wenigstens das Kronos von Hensoldt neu anstreichen und umlabeln lassen.
Sicher, aber mit welchem System soll Hensoldt aufwarten können? Das TRML-4D wird nicht leistungsstark genug sein, das TRS-4D LR/rot ist zu groß und (vermutlich) kein Eigenproduktionen. Hensoldt ist eben leider nicht Thales oder Leonardo, da erwarte ich auch auf absehbare Zeit ehrlich gesagt keine wildcard für ein neues System.
Heißt um GF300 oder Kronos GM HP käme man ohnehin nicht rum. Kann aber natürlich sein, dass man die Systeme wie du angedeutet hast auf dem Papier germanisiert. Auch eine teilweise Fertigung in Deutschland könnte man hier anstreben.
Zitat:Dabei geht es ja nicht nur um deutsch, sondern tatsächlich auch um betriebslogistische Fragen und wenn man die Möglichkeit hat, wird man immer die Fahrzeugbasis wählen, die in den jeweiligen Truppenteilen/-gattungen bereits verbreitet ist.
Der BW (und mir) ja, der politischen Eben hingehe dürfte das egal sein. Die betrachtet solche Projekte sowieso nur geschlossen in sich, eine übergreifende Strategie gibt’s da maximal im BMVg und teilweise ja nicht einmal da.
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(18.07.2026, 23:11)DopePopeUrban schrieb: Sicher, aber mit welchem System soll Hensoldt aufwarten können? Das TRML-4D wird nicht leistungsstark genug sein, das TRS-4D LR/rot ist zu groß und (vermutlich) kein Eigenproduktionen. Hensoldt ist eben leider nicht Thales oder Leonardo, da erwarte ich auch auf absehbare Zeit ehrlich gesagt keine wildcard für ein neues System.
Heißt um GF300 oder Kronos GM HP käme man ohnehin nicht rum. Kann aber natürlich sein, dass man die Systeme wie du angedeutet hast auf dem Papier germanisiert. Auch eine teilweise Fertigung in Deutschland könnte man hier anstreben. Kronos und TRML-4D sind relativ vergleichbare Systeme, einzig die Antennengröße wird vermutlich bei Kronos etwas größer sein. Entsprechend bräuchte Hensoldt ihr System auch nur etwas hochskalieren um zu Kronos aufzuschließen.
Ich sehe bei allen Systemen (und gerade in Verbindung mit der Integration eines zweiten Layers) aber ein anderes Thema. Für bestimmte Bedrohung wie eben TBM wird man nicht umhin kommen das System im Sektor-Mode zu betreiben, ohne ein Zweitsystem oder "Assistenzantennen" vergleichbar LTAMDS oder ggf. bestimmte IAI-Elta Systemen bricht damit meine 360° Abdeckung nicht nur für die Üerwachung (die könnte man ggf. ja noch über ein übergeordnetes Sensornetzwerk abdecken) sondern vorallem für die Bekämpfungsmöglichkeiten meiner Batterie zusammen. Ich denke es hat sich aber gezeigt, das gerade kombinierte Angriffe mit verschieenen Wirkmitteln und idealerweise verschiedenen Angriffsvektoren erfolgsversprechender sind und das eine kontinuierliche 360° Abdeckung zumindest für bestimmte Ziele heute kein Luxus mehr ist.
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