Kongo
#16
http://www.taz.de/pt/2003/12/11/a0129.nf/text

UN-Mission im Kongo glaubt an den Frieden

UN-Chef William Swing nennt Entwicklung "grundsätzlich positiv" und widerspricht Berichten über Destabilisierung

Zitat:Über die Arbeit der UN-Mission im Kongo äußerte sich Swing zuversichtlich. Die "Monuc" wird in den nächsten Monaten ihre Sollstärke von 10.800 Mann erreichen, bevor sie dann im Jahr 2005 Wahlen im Kongo überwacht. Eine weitere Truppenverstärkung bis dahin schließt Swing nicht grundsätzlich aus, sieht sie aber derzeit auch nicht vor. Im Moment ist geplant, dass außer 1.000 UN-Soldaten in der Hauptstadt Kinshasa die Blauhelme komplett in den unruhigen Osten des Kongo ziehen. Bisherige Stationierungsorte im Zentrum des Landes werden bis Jahresende geschlossen; dafür gibt es dann 4.800 UN-Soldaten im Distrikt Ituri und "fast genauso viele" in den beiden Kivu-Provinzen an den Grenzen zu Ruanda und Burundi. Sie sollen dort die Demobilisierung von Milizen sowie die Repatriierung ruandischer und burundischer Rebellen leiten........
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#17
http://www.taz.de/pt/2004/01/27/a0061.nf/text

Massaker im Kongo weckt die UNO auf

Nach dem größten Massaker an Zivilisten im Kongo seit Einsetzung der Übergangsregierung will die UN-Mission durchgreifen. Im Distrikt Ituri kommt es seit Wochen immer öfter zu Milizenangriffen. Die Glaubwürdigkeit der UNO steht auf dem Spiel.

Zitat:Es war ein Massaker, wie es nach dem offiziellen Ende des Krieges in der Demokratischen Republik Kongo eigentlich nicht mehr passieren dürfte. Als ein Bootskonvoi voller Handelsgüter, rückkehrender Flüchtlinge und anderer Zivilisten auf dem Albertsee im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo den Hafen Gobu passierte, wurde er von bewaffneten Milizionären zum Anhalten aufgefordert. Die Handelswaren wurden geplündert, die 180 Passagiere an Bord getötet oder verschleppt. "Die Rebellen trennten die Männer von den Frauen und Kindern und erschossen die Männer in Gruppen von vier, fünf oder zehn", sagte Gobus Verwaltungschef Emmanuel Leku. Die rund 80 Frauen und Kinder hätten das Plündergut wegtragen müssen und seien jetzt verschwunden........
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#18
http://www.taz.de/pt/2004/02/14/a0111.nf/text

UN-Blauhelm im Kongo getötet

Zitat:Ein kenianischer Militärbeobachter der UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo ist in einem Hinterhalt getötet worden. Der Blauhelmsoldat wurde am Donnerstag in der Nähe von Katoto erschossen, ein Dorf im nordostkongolesischen Distrikt Ituri unweit der Distrikthauptstadt Bunia. Er gehörte einer UN-Patrouille an, die Berichten über Kämpfe zwischen zwei rivalisierenden Fraktionen der Rebellenbewegung UPC (Union kongolesischer Patrioten) nachgehen wollte. "Ein UN-Kampfhubschrauber eröffnete das Feuer, um die Angreifer zu zerstreuen, die die Autos des Konvois an sich nehmen wollten", erklärte Léo Salmeron, Sprecher der UN-Truppen in Ituri. Kongolesische Zeitungen sprechen in Zusammenhang mit dem Angriff von einem Risiko der Gewalteskalation auch in anderen Teilen des Kongo. Erst letzte Woche hatten UN-Truppen die militärische Kontrolle über die ostkongolesische Stadt Bukavu übernommen, nachdem dort Kämpfe zwischen rivalisierenden Armeeeinheiten ausgebrochen waren. Der in Bukavu ansässige Provinzgouverneur wurde inzwischen von Kongos Regierung abgesetzt.
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#19
Ein weiterer Brandherd der nicht gelöscht werden kann mangels Finanzen.Wo bleibt das Imperium Americanum ?
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#20
Ich hoffe die Amis kommen nicht dorthin!In Afrika sollten lieber Frankreich oder GB eingreifen!Die kennen sich besser mit den Leuten aus!
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#21
http://www.taz.de/pt/2004/02/26/a0118.nf/text

Kongo steht am Rand eines neuen Krieges

Die früheren Kriegsparteien streiten immer heftiger. Im einstigen Rebellengebiet im Ostkongo auch mit der Waffe

Zitat:In der Demokratischen Republik Kongo verschärft sich die Krise der Allparteienregierung, die das Land nach fünf Jahren Bürgerkrieg und Teilung zurück zum Frieden führen soll. Die größte einstige Rebellenbewegung RCD (Kongolesische Sammlung für Demokratie) drohte am Dienstagabend mit der Suspendierung ihrer Mitarbeit, sollte die Verhaftung eines ihrer Militärs im Ostkongo und seine Verschleppung in die Hauptstadt Kinshasa nicht rückgängig gemacht werden. Gestern setzte sie sich mit ihrer Forderung durch, aber der Zusammenhalt der Regierung hängt am seidenen Faden, da die zweitgrößte Rebellenbewegung MLC (Kongolesische Befreiungsbewegung) ihre Mitarbeit in der Regierung bereits eingeschränkt hat. In der Allparteienregierung sitzen seit Juli 2003 Kongos frühere Rebellen gemeinsam mit dem früheren Regierungslager des Staatschefs Joseph Kabila.............
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#22
http://www.taz.de/pt/2004/03/05/a0106.nf/text

Ostkongo: 3.500 neue UN-Soldaten

Zitat:Die UN-Mission in der Demokratischen Republik Kongo (Monuc) schickt 3.500 zusätzliche Soldaten in die von Unruhen erschütterte ostkongolesische Stadt Bukavu. Man werde in der Hauptstadt der Provinz Südkivu dieselben Zwangsmaßnahmen anwenden wie bereits im nordostkongolesischen Distrikt Ituri, sagte Monuc-Sprecher Hamadoun Touré am Mittwoch in Kongos Hauptstadt Kinshasa. In Bukavu bekämpfen sich seit einem Monat sporadisch rivalisierende Fraktionen des Militärs. Aus Protest hatten zivilgesellschaftliche Gruppen und bewaffnete Mayi-Mayi-Milizen von Montag bis Mittwoch einen Generalstreik in Bukavu ausgerufen, der offenbar weitgehend befolgt wurde. Die katholische Nachrichtenagentur Misna sprach am Dienstag von leeren Straßen, auf denen Jugendliche Straßensperren aus brennenden Reifen errichtet hätten und Steine lagerten, um vorbeifahrende UN-Fahrzeuge anzugreifen.
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#23
http://www.taz.de/pt/2004/03/08/a0143.nf/text

Deutschland schickt Soldaten in den Kongo

Zwei Stabsoffiziere der Bundeswehr sollen im Osten des Landes an der von Belgien geleiteten Aufstellung einer
neuen kongolesischen Armee teilnehmen. Nach der Ausbildung sollen die Soldaten in Ituri Milizen bekämpfen.

Zitat:Die Bundeswehr beteiligt sich an der militärischen Stabilisierung der Demokratischen Republik Kongo. Wie die taz am Wochenende aus gut informierten Kreisen erfuhr, werden zwei Stabsoffiziere in der ostkongolesischen Stadt Kisangani an einem belgisch geführten Programm zur Ausbildung und Bereitstellung einer neuen kongolesischen Nationalarmee teilnehmen.

Am vergangenen Freitag hatte ein Sprecher des Bundesverteidigungsministeriums gegenüber Nachrichtenagenturen eine Vorabmeldung des Kölner Stadtanzeigers bestätigt, wonach Belgien Deutschland um die Entsendung von Stabsoffizieren in den Kongo gebeten habe. Die Anfrage werde geprüft; vor einer Zusage wolle Verteidigungsminister Peter Struck sich vergewissern, ob dafür die Zustimmung des Bundestags nötig sei. Wie die taz erfuhr, steht die Zusage in Wirklichkeit längst fest und der Einsatz ist bereits beschlossene Sache.

Zwei Offiziere sind kaum mehr als Symbolik; dennoch geht ihre Entsendung über bisherige ähnliche Interventionen hinaus, die eine viel größere politische Debatte hervorgerufen hatten. So gab der Bundestag vergangenes Jahr grünes Licht für die Beteiligung der Bundeswehr an der französisch geführten EU-Militäroperation "Artemis" in der kongolesischen Stadt Bunia von Juni bis September 2003 - die Beteiligung beschränkte sich letztlich auf logistische Hilfe in Uganda. Als vor wenigen Monaten die grüne Außenstaatssekretärin laut über deutsche Stabsoffiziere bei einer eventuellen UN-Mission im Sudan nachdachte, wurde sie noch zurückgepfiffen............
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#24
http://www.taz.de/pt/2004/03/24/a0136.nf/text

Uran im Kongo beschlagnahmt

Zitat:BERLIN taz Die Behörden in der Demokratischen Republik Kongo haben zwei Koffer mit knapp 100 Kilo Uran beschlagnahmt. Der Fund in Kinshasa Anfang März wurde am Montag bekannt. Das Uran, sowohl U-235 wie auch U-238, kam aus den USA und Europa, sagte Atomspezialist Fortunat Lumu Badimayimatu. "Wir wissen nicht, wofür das Uran ist", sagte er. "Wir wissen, dass es sehr begehrt ist und bis zu 500.000 Dollar wert ist." Zum Bau einer Atombombe reiche es nicht. Der Kongo gilt als Transitland für Rohstoffschmuggel.
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#25
http://www.taz.de/pt/2004/03/30/a0123.nf/text

Ein seltsamer "Putschversuch" im Kongo

Angriffe bewaffneter Rebellen auf Militäreinrichtungen in der Hauptstadt Kinshasa von Kongos Regierungstruppen niedergeschagen. Beobachter sprechen von einer Inszenierung des kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila

Zitat:Nach heftigen Kämpfen in Teilen der Hauptstadt Kinshasa in der Nacht zum Sonntag hat die Regierung der Demokratischen Republik Kongo von einem "Putschversuch" gesprochen. Siebzehn teils verwundete "Terroristen" wurden am Sonntagabend in Kinshasa der Presse präsentiert, zusammen mit einem riesigen Arsenal an automatischen Gewehren, Raketenwerfern und Munition. Präsident Joseph Kabila rief in einer Fernsehansprache die Bevölkerung zur "Wachsamkeit" gegen "Terroristen" auf. Die Grenze zwischen der Demokratischen Republik Kongo und dem benachbarten Kongo-Brazzaville, von wo die Angreifer angeblich kamen, wurde geschlossen..........
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#26
http://de.news.yahoo.com/040504/281/40iv2.html

Kongo ringt um eine friedliche Zukunft Schwierige Aufteilung der Macht und der Kontrolle über die Rohstoffe Anhaltende Kämpfe im Osten

Zitat:In Kinshasa beklagen sich die Exrebellen, dass Sicherheitskräfte und Geheimdienstagenten noch der Kontrolle Kabilas und seiner Vertrauten unterstehen. Die einstigen Rebellenführer verfügen in der Hauptstadt lediglich jeweils über 200 Sicherheitskräfte - und einen Hubschrauber für den Notfall. Falls der Frieden kippt und sie fliehen müssen.

Im Süden und Zentrum des riesigen Landes liegt der Diamanten-, Kupfer- und Kobaltabbau weiter in den Händen von Kabila-Freunden. Im Norden und Osten kontrollieren die ehemaligen Rebellen die ertragreichen Gebiete. «Sie sind alle Egoisten, sie denken nur an sich selbst», klagt der Sicherheitsdienstmitarbeiter Guy. Seinen Nachnamen will er nicht nennen. «Während wir kaum etwas zu essen kriegen, bemühen sie sich um schöne Autos.»............
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#27
Spiegel PRINT - diese Woche auf Seite 114 ff
Zitat:Kongo: Krieg um Bodenschätze
Der Artikel berichtet ausführlich über den Osten Kongos, den Einfluss Ruandas und die Tätigkeit von Kindersoldaten, ehemaligen sopwjetischen Piloten und westlichen Handelsunternehmen bei der Ausbeutung der Bodenschätze des Kongo.
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#28
http://www.taz.de/pt/2004/05/19/a0207.nf/text

Postenschacher hält Warlords ruhig

Nach monatelangem lähmendem Streit in Kongos Allparteienregierung ist die Aufteilung der Macht in den elf Provinzen zwischen den ehemaligen Kriegsparteien perfekt. Jetzt kann die Wiedervereinigung des zerfallenen Landes beginnen

Zitat:Der Friedensprozess in der Demokratischen Republik Kongo hat seine wichtigste Hürde seit der Einsetzung der amtierenden Allparteienregierung im vergangenen Sommer genommen. Präsident Joseph Kabila ernannte am Montag per Dekret neue Gouverneure für die elf Provinzen des Landes. Was als bürokratischer Routineakt daherkam, war der erste praktische Schritt zur Überwindung der im Krieg 1998-2002 entstandenen Machtstrukturen von Warlords und ebnet den Weg zu den geplanten freien Wahlen 2005.............
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#29
http://derstandard.at/standard.asp?id=1674163

Ruandesische Rebellen greifen Truppen in Kongo an
Acht Tote bei sechsstündigen Gefechten am Sonntag

Zitat:Bukavu/Kongo - Hunderte ruandesische Rebellen haben im Osten Kongos mehrere Posten der Regierungstruppen angegriffen. Bei den sechsstündigen Gefechten seien am Sonntag vier Rebellen und vier kongolesische Soldaten getötet worden, sagte ein Sprecher der Streitkräfte am Montag. In der Unruheprovinz Südkiwu sind auch UNO-Friedenssoldaten stationiert. Man sei über die Kämpfe informiert, habe aber keine weiteren Einzelheiten, sagte eine Sprecherin der UNO-Mission im Kongo.

Rebellen aus dem benachbarten Ruanda halten sich seit dem Genozid in ihrem Land vor zehn Jahren im Osten des Kongo auf. In den Reihen der Aufständischen sind auch Mitglieder des aufgelösten ruandischen Heeres sowie Hutu-Extremisten, die den Völkermord anführten. Dabei wurden 1994 500.000 Menschen umgebracht, die meisten Opfer waren Angehörige der Tutsi-Minderheit. (APA/AP)
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#30
http://www.netzeitung.de/ausland/289293.html

Rebellen im Kongo planen Rückzug aus Bukavu

Aufständische im Osten Kongos haben angekündigt, aus der besetzten Stadt Bukavu abzuziehen. Gegen die Eroberung protestierten hunderttausende Menschen in der Hauptstadt Kinshasa.

Zitat:Unter dem Druck von Massenprotesten der Bevölkerung haben sich Rebellen im Kongo bereit erklärt, die von ihnen eingenommene Stadt Bukavu im Osten des Landes wieder zu verlassen.

Er habe den ersten 300 Kämpfern den Rückzug befohlen, sagte am Donnerstag Rebellenführer General Laurent Nkunda, der die Stadt am Vortag gemeinsam mit dem Kommandeur Jules Mutebutsi erobert hatte. Über eine Machtübergabe verhandelt Nkunda nun nach eigenen Angaben mit UN-Friedenssoldaten............
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