Kongo
http://www.tagesschau.de/ausland/kongo304.html
Zitat:Rebellen kündigen Vormarsch auf Kinshasa an

Nach der Einnahme der Stadt Goma im Ostkongo durch die Rebellenmiliz M23 hat der UN-Sicherheitsrat Sanktionen gegen deren Anführer verlangt. Die Rebellen drohten mit dem Vormarsch auf Kinshasa. Und die UN-Truppen im Land warten ab - sie wollen nicht in den Bürgerkrieg hineingezogen werden.
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Stand: 21.11.2012 16:38 Uhr
dieser nackten Meldung - einer Nachricht - folgt die ZEIT mit dem Versuch einer Ursachenforschung:
http://www.zeit.de/politik/ausland/2012 ... ntegration
Zitat:Datum 21.11.2012 - 16:42 Uhr
Kongos Armee zerstört sich selbst

Das kongolesische Militär integriert ehemalige Rebellen, damit sie aufhören zu kämpfen. Genau das könnte die Ursache für den Angriff auf Goma sein, analysiert A. Böhm.
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Zitat:Nachdem die Rebellen der M23 gestern Goma eingenommen haben, ist heute auch die 30 km entfernt liegende Stadt Sake erobert worden. Die kongolesische Armee hatte sich schon in der Nacht zurückgezogen. Einige Maï-Maï-Milizionäre wurden von den Rebellen zurückgeschlagen. In der Stadt gab es keine Gefechte da keinerlei Widerstand geleistet wurde. (http://www.radiookapi.net)
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http://www.spiegel.de/politik/ausland/k ... 68789.html
Zitat:22.11.2012

Kongo Rebellen rücken auf Bukavu vor

Im Kongo ist die Rebellengruppe M-23 weiter auf dem Vormarsch: Nach der Einnahme von Goma und Sake ist jetzt die strategisch wichtige Stadt Bukavu das nächste Ziel der Aufständischen.
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http://www.sueddeutsche.de/politik/konf ... -1.1532063
Zitat:Konflikt im Kongo
Afrikanische Staaten stellen Rebellen Ultimatum


24.11.2012, 16:55 Nach der Eroberung der Stadt Goma will die kongolesische Rebellengruppe M 23 den gesamten Kongo unter ihre Kontrolle bringen. Nun fordern Staatschefs angrenzender Länder die Gruppe auf, ihr Kriegstreiben zu unterlassen - und setzen eine Frist.
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das Ultimatum der afrikanischen Staaten scheint erfolgreich - die haben letzlich auch alle Probleme, ethnische Aufstände zu akzeptieren, denn dann würde der Zusammenhalt und die Existenz nahezu aller afrikanischen Staaten (zumindst südlich der Sahara) gefährdert
http://www.n24.de/news/newsitem_8418379.html
Zitat:M23 in Goma
Kongolesische Rebellen ziehen ab

Erst wollten sie die Hauptstadt Kinshasa stürmen, jetzt ziehen die M23-Rebellen aus der ostkongolesischen Stadt Goma ab. Die Einwohner sind erleichtert - die Milizionäre sollen viel geplündert haben.
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Das ist zwar richtig, aber der Hintergrund ist trotzdem eine Niederlage für den Kongo...

Zitat:Von Rückeroberung Gomas keine Spur. Kein Geringerer als Kabilas Militärgeheimdienstchef Jean-Claude Yav, aus dem engsten katangischen Machtzirkel des Präsidenten, ist nach Goma entsandt worden, um das alles zu organisieren.

Das ist natürlich für Kongos Regierung auch irgendwie peinlich, denn sie gibt damit Nord-Kivus Provinzhauptstadt auf – und zwar nicht an Rebellen, sondern an die Nachbarländer, was aus Sicht der “patriotischen” Opposition so ziemlich das Allerletzte ist und was man deshalb in Kinshasa auch mühsam zu verschweigen versucht.

Das Spektakel am Hafen von Goma, wo heute ein rostiges Boot aus Bukavu einen Haufen kongolesischer Polizeibeamte in Uniform anlandete, die dann vor einem ugandischen Brigadier salutierten, bevor klar wurde dass sie mangels weiterer Umsetzung des M23-Rückzugs leider nicht weiter nach Goma einrücken dürfen, unterstreicht auf dramatische Weise den Souveränitätsverlust, den Kongos Regierung hinnehmen mußte. Es ist der Preis dafür, dass die M23 ihre angedrohte Offensive über Goma hinaus abblies und stattdessen in den Rückzug einwilligte. Kabila hat aber seine Haut gerettet, indem er Goma hergegeben hat. Das hätte er allerdings auch tun können, indem er die Stadt einfach den Rebellen überlassen hätte. Immerhin haben ihm die Staaten der Region einen Gefallen getan, indem sie die M23 zum Rückzug zwingen wollten; sie trauen den Rebellen offenbar auch nicht so ganz über den Weg.

http://blogs.taz.de/kongo-echo/2012/11/3...tgefahren/
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Ambassador schrieb:Inzwischen gibt es einen UN-Bericht, der von klaren Beweisen gegen Ruanda im Zusammenhang mit der M-23-Meuterei spricht. ....
dazu aktuelle http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 19012.html
Zitat:In Kongo
M 23 kündigt einseitigen Waffenstillstand an
09.01.2013 · Wenige Tage vor einer zweiten Verhandlungsrunde mit der kongolesischen Regierung hat die Rebellengruppe M 23 eine Feuerpause angekündigt. Der UN-Sicherheitsrat beschäftigte sich derweil mit der Aufrüstung der UN-Mission in Kongo mit Drohnen
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Der einseitige Waffenstillstand der M23 besteht tatsächlich bereits seit 1. Dezember und ist nun erneuert worden. Wohlgemerkt hatte die M23 die Umsetzung der Versprechungen des Kongos erwartet, die den Diversen ehemaligen Gruppen gemacht wurden, die nun in der M23 organisiert sind.
Die Regierung Kongos hat es bisher abgelehnt, einen beidseitigen Waffenstillstand auszurufen, obwohl sie in der schlechteren Position waren/sind.
Offensichtlich überschätzen sich viele Militärische Führer des Kongos und geben durch ihre Berichte nach oben der Regierung eine Sicherheit, die unrealistisch ist, auf dessen Grundlagen diese aber verhandeln.
Wenn man sich in Goma aufhält, ist derzeit eine sehr gespannte Ruhe, aber jedes Signal führt zu Überlegungen, was man mitnimmt und wohin man flüchtet. Jeder sitzt auf gepackten Sachen und es hat jeder nicht nur das Gefühl, sondern weiss, das die M23 jederzeit in der Lage ist, wieder in Goma einzumarschieren und sich das nächste mal nicht von der UNO, dem Kongo und anderen an der Nase herumführen zu lassen.
Zitat:Vor Ort, in und außerhalb Goma, berichten jedoch alle Seiten über Truppenverstärkungen und darüber, dass alle Seiten zum Kampf bereit sind – egal was in Kampala gesagt wird oder nicht. Das ist, was die Menschen in Goma wahrnehmen und was ihnen Angst macht. Und dass die bloße Ankündigung “wichtiger Entscheidungen” bei den Friedensgesprächen Kriegsangst schürt, zeigt, wie wenig Vertrauen es in einen Erfolg der Gespräche von Kampala gibt.

http://blogs.taz.de/kongo-echo/2013/01/0...egt-panik/
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Da die Verhandlungen zwischen dem Kongo und den Rebellen der M23 nicht richtig vorankommen und eher danach aussehen, das die Regierung des Kongos nicht wirklich an einer Verhandlungslösung interessiert ist, wird die M23 zunehmend unruhig und Ruanda scheint dies ebenfalls zu nutzen. Der Kongo ist ein sehr zerrissenes Land ohne klare staatliche Struktur und daher ist es den Rebellen der M23 und Ruanda möglich, sich zu gruppieren, zu verstärken und dann loszuschlagen.
Zusätzlich gibt es wohl auch eine Bewegung im Südkivu, die mit der M23 zusammenarbeitet und eine Revoluton in ganz Kongo zum erklärten Ziel hat.

Zitat:Der Sprecher der Zivilgesellschaft von Nord-Kivu, Omar Kavota, hat heute die Rebellen der M23 beschuldigt, ihre Positionen rund um Goma zu verstärken. Einige Rebellen sollen sich, zusammen mit ruandischen Soldaten, nur einen Kilometer von Goma entfernt niedergelassen haben. Diese Information wird von mehreren Quellen bestätigt. So sollen zwei ruandische Bataillone in den Orten Rutagara und Bisizi im Gebiet Nyiragongo präsent sein. Auch in der Nähe des Flughafens von Goma sollen ruandische Soldaten und Milizionäre der M23 gesehen worden sein. (http://www.radiookapi.net)

http://www.kongo-kinshasa.de/news/index.php

Zitat:Aus Bukavu, Hauptstadt von Süd-Kivu, meldet sich eine angebliche neue Rebellenbewegung zur Wort. Die UFRC (Union des Forces Révolutionnaires du Congo – Union der Revolutionären Kräfte des Kongo) verkündet in ihrem “Kommuniqué Nummer 0001″ vom 20. Januar 2013 in schönstem Bürokratenfranzösisch kongolesischer Art ihre Gründung als “konsensueller Rahmen zur konkreten Umsetzung umfassender Entwicklungsstrategien für unser ganzes Land auf der Grundlage der vom Lebensstil der Bevölkerung verkörperten positiven Werte” (im Original klingt es auch nicht besser). Etwas genauer, bläst sie zur “Volksrevolution, ausgehend von der Provonz Süd-Kivu”, die “Wiederaneignung der Macht durch den Souverän” (also das Volk) “mit dem Ziel, eine neue politische Ordnung einzusetzen, die in der DR Kongo eine würdige Nation und einen würden Staat schaffen wird”.

Zitat:Was bedeutet das?
Ist die UFRC nun eine Neuauflage der M23-Strategie, in Süd-Kivu eine “zweite Front” zu eröffnen? Ist sie eine autonome Radikalisierung der mit Kabila enttäuschten Kräfte in Süd-Kivu, die dem Präsidenten vorwerfen, die M23-Rebellion mit ermutigt und nicht entschlossen bekämpft zu haben? Oder ist sie gar ein auch in anderen Gegenden zu beobachtendes Phänomen, wonach mit stillschweigender Billigung der Staatsmacht neue selbsternannte bewaffnete Gruppen gegründet werden, zu deren Bekämpfung dann die korrupten FARDC-Generäle Geld und Waffen anfordern und auch mal den einen oder anderen Sieg verkünden können?

Es gehört zur komplexen, immer undurchsichtigeren Lage im Kongo, daß alle drei Hypothesen stimmen könnten – und zwar zum Teil sogar gleichzeitig. Wie immer gilt die Parole: Wait and see.

http://blogs.taz.de/kongo-echo/2013/02/0...-im-kongo/
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http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 92617.html
Zitat:Addis Abeba
Elf Staaten unterzeichnen Friedensabkommen für Kongo
24.02.2013 · Kongo sowie zehn umliegende Staaten haben ein Friedensabkommen unterzeichnet: Unter anderem erklären Ruanda, Uganda, Tansania und Sambia sowie Kongo selbst, sich künftig nicht mehr in die Konflikte der Nachbarländer einzumischen.
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Zitat:Kämpfe in Kongo

Tausende fliehen aus der Provinz Nord-Kivu

In Folge schwerer Kämpfe zwischen der kongolesischen Armee und Kräften der APCLS-Miliz fliehen Tausende Menschen aus dem Osten des Landes. Das berichtet die Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“. [...] Tausende Kongolesen seien in der Provinz Nord-Kivu auf der Flucht, darunter vor allem Frauen, Kinder und ältere Menschen, teilte die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen (MSF) am Donnerstag mit. Wer zu krank oder schwach sei, um davonzulaufen, suche Schutz in provisorischen Camps in dem Dorf Kitchanga. „In der Regenzeit wächst dort die Gefahr von verschiedenen Krankheitsausbrüchen, darunter Cholera und Lungenentzündungen“, sagte MSF-Koordinator Corry Kik.

Seit vergangenem Montag hätten die Angriffe wieder zugenommen, hieß es. Viele Häuser im Zentrum von Kitchanga seien in Brand gesetzt und zerstört worden, darunter auch das MSF-Büro. Mitarbeiter der Organisation seien rund um die Uhr im Einsatz, um Verwundeten zu helfen. Bisher seien mehr als 140 Menschen verletzt und über 85 Zivilisten getötet worden.
http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 06175.html

Schneemann.
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Zitat:Die Vereinten Nationen ergreifen im seit Jahren andauernden Kleinkrieg im Osten Kongos drastische Massnahmen. Der UNO-Sicherheitsrat verabschiedete am Donnerstag in New York einstimmig eine Resolution, die erstmals eine neue Eingreiftruppe mit einem offensiven Mandat für einen Einsatz ausstattet.

Die «Interventions-Brigade» kann demnach alleine oder gemeinsam mit der kongolesischen Armee gegen die M23-Rebellen vorgehen. In der Resolution wird indes klargestellt, dass das Mandat für ein Jahr gültig ist und eine Ausnahme darstellt, die «keinen Präzedenzfall schaffen» soll.

Quelle: http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/nah ... y/21160778

Ähh..."keinen Präzedenzfall schaffen"?
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Natürlich nicht. :roll:
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Zitat:Im Kongo entsteht das größte Wasserkraftwerk der Welt. Das afrikanische Land und seine Nachbarn einigten sich auf Oktober 2015 für den Baustart des Grand-Inga-Staudamms. Er soll halb Afrika mit Strom versorgen.

Zitat:Paris - Der Grand-Inga-Staudamm im Fluss Kongo wird alle bisherigen Bauten dieser Art übertreffen: Mit einer Leistung von 40.000 Megawatt wird er fast doppelt so groß werden wie der gigantische Drei-Schluchten-Staudamm in China.

Der Damm im Kongo soll in Zukunft die Hälfte des afrikanischen Kontinents mit Energie versorgen, teilten die Verantwortlichen bei einem Treffen in Paris mit. Vertreter des zentralafrikanischen Landes und ihre Partner aus Südafrika hatten sich am Wochenende darauf geeinigt, dass der Startschuss für den Bau des Mega-Projekts im Oktober 2015 fallen wird.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/techn...00943.html
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Confusedhock: Wow! 40.000 Megawatt ist eine gigantische Zahl für ein einzelnes Kraftwerk.
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