(Land) Infanterieausstattung der französischen Armee
#1
Netter Artikel über FELIN,das französische Gegenstück zum amerikanischen Land Warrior und dem deutschen IdZ.
http://www.defense-update.com/products/f/felin.htm

Zitat:FELIN Infantry Combat Suite
Sagem

FELIN is a modular infantry combat suite, offering efficient ergonomics, autonomy and weight saving. In March 2004 Sagem won the DGA contract to develop and produce up to 30,000 infantry combat suits, to field with all French Army active infantry regiments by 2010 as part of the future air/ground system of systems called BOA. The total contract worth is estimated at 800 million Euro.

FELIN systems will comprise a modified weapon system, integral sensors, wearable computer, communications and display systems, advanced uniform, protection and headgear and team allocated equipment such as ODIN mini-UAV, robotic mule and commander's specific equipment. The weight of the entire FELIN system will be 24 kg, including weaponry, energy, ammunition, water and food.

Clothing
Superior resistance, comfort and stealth will enable the soldier to move faster with extra protection. The uniforms are designed for sufficient ventilation, and are fabricated from fire retardant materials, replacing current fire retardant coveralls used AFV crews. Torso protection will be improved removable modular combat jacket which will have significantly larger protection area, provided by soft, rather than hard ballistic protection plates. It will be supplemented by ceramic inserts for extra protection of critical areas, when required by the mission or threat level. The garment's structure will be modular, allowing the soldier to adjust the weight according to the mission. The suite will also be provided in a special Nuclear, Radiological, Bacteriological and Chemical protection configuration.
......
[Bild: http://www.defense-update.com/images/felin1.jpg]
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#2
Man beachte die Britische Camouflage. Smile Eine Firma die bei FELIN mitmacht hatte das wohl noch übrig, das wurde zumindestens auf dem WAFF gesagt.
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#3
Zitat:Rob postete
Man beachte die Britische Camouflage. Smile .
Jo die ist die einzige Sache die da stört. Big Grin
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#4
Nach über 70 Jahren wird die PA MAC 50 abgelöst (Baujahr 1950). Und zum erstenmal werden alle "absteigenden Infanteristen" d.h; alle Soldaten die "ihren Transportpanzer im Einsatz verlassen" zusätzlich zum Sturmgewehr, mit der Glock 17 ausgerüstet.
Holster Blackhawk T-Series , 4 magasine gehôren zur Standardausrüstung , Viseur Laser,Schalldämpfer zur Zusatzaustattung
[Bild: https://www.defense.gouv.fr/var/dicod/st...theque.jpg]
Die Armee erhielt ihre ersten Glock-17-Pistolen und halbautomatischen SCAR-H PR-Scharfschützengewehre
VON LAURENT LAGNEAU 19. DEZEMBER 2020
OPEX360
Anfang Januar gab das französische Militärministerium bekannt, dass es 74.596 Glock 17 FR-Pistolen bestellen werde, um die PA MAC 50 (automatische Pistolen aus den Waffenfabriken von Châtellerault) aus den 1950er Jahren und die PAMAS G1 zu ersetzen [automatische Pistolen der Waffenfabriken von Saint-Etienne]. Und dass der belgische Amurer FN Herstal ausgewählt worden war, 2.237 SCAR-H PR-Präzisionsgewehre mit Tagesfernrohr, IL- und IR-Visiermodulen, Signaturreduzierer [RDS] und Präzisionsmunition im Kaliber 7,62 × 51 mm NATO zur Lagerung des FR-F2 zu liefern [Repetierbüchsen Modell F2]. Die Umsetzung dieser beiden Verträge erfolgt eindeutig mit großer Kraft. Tatsächlich wurde Ende September an den Militärschulen von Bourges eine erste Primo-Trainingseinheit organisiert, um die Aneignung des SCAR-H PR-Gewehrs durch die zukünftigen Erstnutzer zu erleichtern. Und die Armee erklärte, dass "diese erstmaligen Trainer wiederum dafür verantwortlich sein werden, andere Benutzer in den Einheiten zu schulen, die 2021 in Betrieb gehen sollen." Diese Sitzung kündigte die Lieferung der ersten Gewehre an ... Lieferung, die gerade abgeschlossen wurde. Tatsächlich erhielt die 14. Materiel Support Base [BSMAT] am 16. Dezember 150 SCAR-H PR. Darüber hinaus erhielt die 14. BSMAT 5.000 erste Exemplare der Glock-17 FR, einer „robusten, zuverlässigen und ergonomischen“ Pistole, unterstreicht das Ministerium für Streitkräfte. "Mit einem Kaliber von 9 mm misst es 114 mm für 700 g mit einem 4,5-Zoll-Lauf und einer Kapazität von 17 Schuss", sagte er. Von nun an wird sich die 14. BSMAT darauf konzentrieren, die Qualität der gelieferten Waffen zu kontrollieren und sicherzustellen, dass sie "im Logistikmanagement berücksichtigt" werden sowie ihre Verpackung für die Verteilung an Einheiten. Zur Erinnerung, 75.000 Glock-17 FR und 2.600 SCAR-H PR wurden für die Bedürfnisse der französischen Streitkräfte bestellt. Die Armee soll bis 2022 mehr als 50.000 Pistolen und 2.237 halbautomatische Gewehre erhalten.
Detected language : French
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#5
Zitat:Und zum erstenmal werden alle "absteigenden Infanteristen" d.h; alle Soldaten die "ihren Transportpanzer im Einsatz verlassen" zusätzlich zum Sturmgewehr, mit der Glock 17 ausgerüstet.

Das ist so eine weltweit zur Zeit sich fortpflanzende Fehlentwicklung die mich wirklich fasziniert. Überall schleppen de facto alle Soldaten jetzt Pistolen zusätzlich zu ihren sonstigen Schützenwaffen mit sich herum. Ein Musterbeispiel dafür was alles beim Militär frei und fern jeder Logik und jeder Einsatzerfahrung so abläuft.

Hab selber ja auch eine Pistole erhalten und sie im realen Einsatz zurück gelassen (wofür ich dann gerügt wurde), da ich jederzeit das Gewicht und den Platz für Pistole, Holster, Magazine und Magazintaschen für andere Wirkmittel eintauschen würde (in dem Fall für weitere Magazine für den Maschinenkarabiner). Das ist so interessant, wie einfach alle sich für etwas entscheiden, was real praktisch keinerlei Sinn ergibt und nur zusätzliche Kosten verursacht, zusätzliche Ausbildung benötigt, keinerlei Mehrwert hat und nur zusätzliches Gewicht und mehr Platzverbrauch bedeutet.
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#6
SCAR-H PR Scharfschützengewehre werden jetzt in Infanterieregimentern eingesetzt
OPEX 360 (französisch)
VON LAURENT LAGNEAU - 13. OKTOBER 2021
[Bild: http://www.opex360.com/wp-content/upload...211013.jpg]
Im Dezember 2020 teilte die französische Armee mit, dass die ersten Präzisionsgewehre SCAR-H PR [Precision Rifle] vom belgischen Hersteller FN Herstal an die 14. Materiel Support Base [BSMAT] ausgeliefert wurden, die damit beauftragt war, die Qualität der Gewehre sowie ihre Berücksichtigung in der Logistikverwaltung zu kontrollieren, bevor sie an die Regimenter verteilt wurden.

Zur Erinnerung: Das SCAR-H PR war ein Jahr zuvor von der französischen Beschaffungsbehörde DGA im Rahmen einer Ausschreibung ausgewählt worden, um die damals im Einsatz befindlichen FR-F2 Gewehre zu ersetzen. Dieser "Wettbewerb" sorgte für viel Gesprächsstoff wegen der Teilnahmebedingungen, wie der Verpflichtung, im vorangegangenen Geschäftsjahr einen Jahresumsatz von mindestens 50 Millionen Euro erzielt zu haben. Eine Klausel, die auf den ersten Blick bestimmte Waffenhersteller ausschloss, wie z. B. das französische Unternehmen Verney-Caron, das seinerzeit das VDC-10 vorschlug, ein Gewehr, das von dem in den Vereinigten Staaten hergestellten AR-10 abgeleitet war.

Dennoch hat die Verteilung von SCAR-H PRs an Armeeeinheiten gerade erst begonnen. Und die Regimenter der 27. Gebirgsinfanteriebrigade [BIM] werden zu den ersten gehören, die sie erhalten.

"Das neue Scharfschützengewehr SCAR-H PR wird auf der 27. BIM erstmals vorgestellt. Die Gebirgsjäger sind die ersten, die mit dieser neuen Waffe ausgerüstet werden", teilte das Heer in einer am 12. Oktober veröffentlichten Pressemitteilung mit. Das operative Ziel ist es, dieses Gewehr ab 2021 sowohl im Inland als auch bei Auslandseinsätzen einzusetzen. 2.235 Einheiten werden zwischen 2021 und 2023 ausgeliefert.

Das 16. Fußjägerbataillon [Bataillon Chasseur à Pied], das in Bitche stationiert ist und zur 2. gepanzerten Brigade gehört, erhielt seine ersten SCAR-H PR vor dem 13. BCA. "Die frühere Waffe hatte einen Bolzen, was bedeutete, dass sie bei jedem Schuss neu geladen werden musste, während sie jetzt z. B. mit einem 20-Schuss-Magazin abgefeuert werden kann, ohne dass sie neu geladen werden muss", erklärte ein Präzisionsschütze dieser Einheit gegenüber der lokalen Presse.

"Alle Regimenter in Frankreich [...] werden jetzt mit dem SCAR ausgerüstet. Wir sind ein Vorläufer im 16. Bataillon, wir werden ihn zuerst auf einem Kommandoparcours einsetzen, um zu sehen, wie er dem Gelände und der schwierigen Umgebung in den Alpen standhält", so ein Abschnittsleiter des 16. BCP.

Mit einem Kaliber von 7,62x51 mm, einem Kampfgewicht von 6,75 kg [mit einem 20-Schuss-Magazin] und einer Länge von 102 cm hat das SCAR-H PR eine praktische Reichweite von 800 Metern. Mit seiner Optik soll es "Präzisionsschützen ermöglichen, dem Gegner bei Tag und Nacht überlegen zu sein". Ihre Aufgabe ist es, ihre Einheit zu schützen, die Bewegungen des Gegners durch die Optik ihrer Waffen zu beobachten und gegebenenfalls Ziele auf große Entfernung zu neutralisieren.

Foto: Armee
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#7
Meiner rein privaten Meinung nach wäre das SCAR ganz allgemein für die französischen Streitkräfte die bessere Waffe gewesen als das HK416F. Dann hätte man auf diesem System aufbauend sowohl Maschinenkarabiner als auch Sturmgewehre als auch Zielfernrohrgewehre wie jetzt das SCAR H beschaffen können und hätte damit eine deutliche Vereinheitlichung erzielt. Seit es das SCAR ohne sich mitbewegenden Spannhebel gibt und dieser vom Verschluss entkoppelt beim Schießen vorne bleibt bin ich zunehmend ein Anhänger dieses Systems.
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#8
GLOCK 17 der 5. Generation
https://www.defense.gouv.fr/terre/equipe...generation
Aktualisierung: 30/05/2021

Die neue Glock-17 FR Pistole der Armee ist Teil der 5. Generation von Glock. Sie ist für den Kombattanten unverzichtbar und verkörpert die im Militärprogrammgesetz (LPM) 2019-2025 vorgesehenen "manngroßen" Anstrengungen und ersetzt die PA MAS G1 und die PA MAC 50.

Bis 2022 werden mehr als 38.000 Glock-17 FR an Armeeeinheiten ausgeliefert.

Die halbautomatische Pistole Glock-17 FR der 5. Generation ist robust, zuverlässig, leicht und ergonomisch. Sie ist für den Einsatz bei schnellen Aktionen und zum Selbstschutz gedacht. Mit einem Kaliber von 9 mm misst sie 114 mm bei einem Gewicht von 700 g mit einem 4,5-Zoll-Lauf und einer Kapazität von 17 Patronen.

Auf diese Weise profitiert der Soldat unter allen Bedingungen von einer leichten Schussabgabe und höchster Präzision. Es ist sehr nützlich für den Soldaten, im Allgemeinen in doppelter Bewaffnung (im Duo mit dem HK 416 F).

Ausgestattet mit einer Frontverzahnung, bietet es eine zusätzliche taktile Oberfläche bei der Handhabung des Schlittens, die dem Bediener eine gute Handhabung der Waffe mit einer nassen oder verschwitzten Hand ermöglicht. Die Waffe kann sowohl von Rechts- als auch von Linkshändern bedient werden.

Diese 5. Generation ist mit dem GLOCK Marksman Barrel (GMB) ausgestattet, das durch die polygonale Züge und eine verbesserte Laufkrone eine höhere Präzision bietet.
[Video: https://youtu.be/p8hQKKC9VUc]

Technische Daten
Länge: 114 mm ;
Gewicht: 700 gr;
17 Runden;
4,5-Zoll-Lauf;
Kaliber 9 mm.

[Bild: https://www.defense.gouv.fr/var/dicod/st...theque.jpg]

Glock17 FR Ausrüstungssatz
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#9
Es ist schade dass auch Frankreich sich diesem Irrweg in den westlichen TM Streitkräften anschließt:

Zitat:Auf diese Weise profitiert der Soldat unter allen Bedingungen von einer leichten Schussabgabe und höchster Präzision. Es ist sehr nützlich für den Soldaten, im Allgemeinen in doppelter Bewaffnung (im Duo mit dem HK 416 F).

Abgesehen davon dass die Pistole, die Magazine und die Munition Platz am Mann verbrauchen und zusätzlich die Logistikkette belasten, wiegt jede Pistole voll geladen 945 Gramm, jedes Magazin geladen weitere 245 Gramm, dazu Holster, Magazintaschen und Tragevorrichtung, gesamt also kann man hier über den bloßen Platz hinaus insgesamt von 2 kg ausgehen.

Es gibt nun keine einzige Situation, überhaupt gar keine einzige, in welcher die Pistole irgendeinen taktischen Vorteil bieten würde.

Ein leeres HK416F Magazin wiegt 250 Gramm. Die Munition dazu 336 Gramm, macht zusammen 586 Gramm.

Man kann also für das gleiche Gewicht und den gleichen Aufwand welchen die Pistole verursacht nicht weniger als mindestens 3 weitere volle Magazine für das Sturmgewehr mitnehmen (1758 Gramm).

Dann hätte man statt der nutzlosen Pistole nicht weniger als 90 Schuss mehr für das Sturmgewehr.
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