(See) Segelschulschiff Gorch Fock
#1
https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig...8YkijRrbaQ

Fünfeinhalb Jahre wurde sie instand gesetzt. Nun soll bald alles fertig sein. Nach aktuellem Stand ist geplant, dass das Segelschulschiff "Gorch Fock" am 31. Mai 2021 fertig ist - und dann zurück an die Marine geht. Das teilte das Verteidigungsministerium in Berlin mit. Ziel sei, dass die "Gorch Fock" bereits im März aus dem Dock der Bremer Lürssen-Werft wieder ins Wasser komme, sagte ein Sprecher: "Die erste Ausbildungsreise soll von Kiel aus starten. Sie ist für Juli 2021 geplant und wird durch nordeuropäische Gewässer gehen."
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#2
In der Zwischenzeit hat Algerien (El Mellah) ein komplett neues Segelschulschiff mit mindestens den Kapazitäten der "Gorch Fock" erhalten, und das vermutlich für nur ein Drittel der Renovierungskosten..
Und der Oman (Shabab Oman II) hat in den letzten Jahren auch was Nettes bekommen, genau wie Peru (BAP Unión).

Edit: Und auch Indonesien (Bima Suci)
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#3
Darüber hinaus könnte man anmerken, dass die Ausbildung ohne die Gorch Fock anscheinend ja auch funktioniert hat. Die Verantwortlichen für dieses Desaster sollte man auf der Gorch Fock kielholen und dann an den Rahen aufknüpfen.
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#4
(15.01.2021, 09:04)Quintus Fabius schrieb: Darüber hinaus könnte man anmerken, dass die Ausbildung ohne die Gorch Fock anscheinend ja auch funktioniert hat.
Die Kadetten werden derzeit an Bord der "Alexander von Humboldt II" ausgebildet -hier-

Und Nachtrag zu den Neubauten von Segelschulschiffen: 2015 hat Vietnam ein ebenfalls in Polen gebautes Segelschulschiff erhalten, die "Le Quy Don"
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#5
Leute, einen NEUEN Segler baut euch jede zweitklassige werft für nen Appel und nen Ei.

Die Gorch Fock ist aber 60 Jahre alt!

Eine kaputten Porsche 356 bekommst du auch nicht für lau in den Original Zustand zurück!

Da kriegst du die GF eben nicht einfach so mal eben wiederhergestellt!
Da muss extrem viel improvisiert und exakt alt und neu verbunden werden... Das ist spezial Arbeit, die die ursprüngliche Werft verdaddelt hat, weil sie es eben NICHT konnte!
(sie war aber in der Ausschreibung die billigste und musste genommen werden... BOAH, wie ich den öffentlichen Dienst mit seinen sch... Ausschreibungs Vorschriften hasse....)

Der Name Gorch Fock war Uschi das aber wohl alles wert...

Ich hätte als BMVg drauf gesch... Und der Marine für 50-100 Mio ne nagelneue "Segel Yacht" gekauft und die GF verschrottet.
Oder ganz drauf verzichtet.
Diese blöde Marine Tradition hat das aber verhindert.

Ehrlich gesagt, keine Marine des, 21. JHDT (!) benötigt noch Segelschulschiffe
(s. Royal Navy, die hat schon lange keins mehr... Die zeigen Flagge mit echter WarPower!)

P.
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#6
(22.01.2021, 20:38)Marinefan_Hannover schrieb: Leute, einen NEUEN Segler baut euch jede zweitklassige werft für nen Appel und nen Ei.

Die Gorch Fock ist aber 60 Jahre alt!

Eine kaputten Porsche 356 bekommst du auch nicht für lau in den Original Zustand zurück!

Da kriegst du die GF eben nicht einfach so mal eben wiederhergestellt!
Da muss extrem viel improvisiert und exakt alt und neu verbunden werden... Das ist spezial Arbeit, die die ursprüngliche Werft verdaddelt hat, weil sie es eben NICHT konnte!
(sie war aber in der Ausschreibung die billigste und musste genommen werden... BOAH, wie ich den öffentlichen Dienst mit seinen sch... Ausschreibungs Vorschriften hasse....)

Der Name Gorch Fock war Uschi das aber wohl alles wert...

Ich hätte als BMVg drauf gesch... Und der Marine für 50-100 Mio ne nagelneue "Segel Yacht" gekauft und die GF verschrottet.
Oder ganz drauf verzichtet.
Diese blöde Marine Tradition hat das aber verhindert.

Ehrlich gesagt, keine Marine des, 21. JHDT (!) benötigt noch Segelschulschiffe
(s. Royal Navy, die hat schon lange keins mehr... Die zeigen Flagge mit echter WarPower!)

P.

Ja genau, die Marine mit Flugzeugträgern ohne Flugzeuge, T45 Zerstörern die in warmem Wasser Black outs haben und die MPA Fähigkeit wieder aufbauen muss Sad
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#7
Wirtschaftlich halt ich das auch für ein Desaster.

Vor allem wenn man bedenkt dass z.B. der Neubau der Alexander von Humboldt II 15Mio gekostet hat (Quelle Wiki). Aus meiner Sicht wäre ein Schiff in der Größenordnung vollkommen ausreichend gewesen und die Gorch Fock hätte ins Marinemuseum nach Wilhelmshaven gehört.

Bezüglich der Ausbildung an sich würde ich ein kleines Ausbildungsgeschwader, mit Booten in Patrouillienbootgröße, für sinnvoll halten. Dabei könnten dann die verschiedenen Stationen von den Auszubildenen durchlaufen werden könnten. Außerdem noch ein oder zwei größere Schulschiffe für nautische und technische Ausbildung und ein oder zwei kleinere Segelschiffe mit deutlich kleinerer Stammbesatzung. Die Frage ist natürlich auch, ob man dafür längere Ausbildungszeiten haben möchte.

Die Ausbildung auf der Gorch Fock sehe ich eher als eine Art teambildende Maßnahme. In der kurzen Zeit des Bordpraktikums kann das Segeln auf Großseglern nicht erlernt werden, dazu ist die Materie viel zu komplex. Die komplexen und auch gefährlicheren Aufgaben in der Takelage werden eh von der Stammbesatzung bzw. den Toppsgasten übernommen. Letztendlich bleiben dann nur "Handlangertätigkeiten und Messing putzen" übrig. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden deutlich größere Schiffe mit ca.30 - 40 Mann gesegelt. die GF hat alleine um die 80 Mann Stamm.

Ich bin aber generell schon der Meinung, dass ein Offizier oder auch Maat bzw. Bootsmann (abhängig von der Verwendungsreihe) einen Marinekutter der gerudert wird führen können muss und auch segeln können sollte. Das ist für mich nautisch/ seemännische Allgemeinbildung.
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#8
Wirtschaftlich war die Restauration absoluter Blödsinn, ein Neubau wäre deutlich günstiger gekommen. Marinetradition in Form der Großsegler halte ich aber schon für einen wichtigen Punkt, nicht unbedingt für tatsächliche nautische Ausbildungsinhalte (es geht eh eher darum das Wesen der Seefahrt zu verstehen), sondern auch mit Blick auf die Symbolik und die damit verbundene Tradition. Das Klischee vom Botschafter in Weiß funktioniert ja tatsächlich. Man muss sich nur mal anschauen, was bei entsprechenden Großveranstaltungen los ist, bei denen die Großsegler eine mittragende Rolle spielen und stets im Mittelpunkt stehen. Das sehen zum Glück nicht nur marineaffine Personen so, sondern ist auch in der breiten Bevölkerung verankert.

Was die Royal Navy angeht, die leistet sich immerhin den Luxus, ein Linienschiff nur für repräsentative Aufgaben in Schuss zu halten Wink So kann Marinetradition auch gehen. Da ist mir ein aktiver Großsegler dann doch lieber.
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#9
Welches FAHRENDE Linienschiff denn?

Die VICTORY und die BELFAST sind Museumsschiffe... Ne reine Touri Attraktion
und / Oder nur von symbolischen Wert für die eigene Marine (wie die USS CONSTITUTION)

Das ist was völlig anderes... Der Lütjens-Zerstörer in WHV Museum repräsentiert D auch nicht gerade weltweit.

Segler Nehmen an Regatten und Hafen Festen und ähnlichem teil... Das ist ne ganz andere Nummer.

Aber ist das noch zeitgemäß?

Schulisch braucht ein 21..Jhdt Marineschiff nur noch "nicht seekrank werdende und an Platz Angst leidende"
Maschinisten, Elektriker, Elektroniker, Computer,-Waffensysteme- und Netzwerkexperten.
Nautik.?? ... Meine Güte, das lernt man im Simulator und praktisch dazu auf nen Hochsee Kutter...
dann gleich ab zum Kampfschiff...nautisch dasselbe, nur größer.

Segler.? .. Reine, teure, Tradition... und Flagge zeigen.

P.
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#10
Es geht darum, was sich Marinen aus Tradition leisten. Und die Royal Navy verzichtet zwar auf einen fahrenden Großsegler, die HMS Victory ist aber noch immer offiziell Teil der Flotte und wird auch von der Royal Navy für nicht gerade wenig Geld unterhalten - und das rein zu repräsentativen Zwecken.

Worum es bei einem Segelschulschiff geht wurde hier schon dargelegt, das kann man gut finden oder nicht. Ich finde es gut, wichtig und richtig.
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#11
(23.01.2021, 17:33)Marinefan_Hannover schrieb: Welches FAHRENDE Linienschiff denn?

Die VICTORY und die BELFAST sind Museumsschiffe... Ne reine Touri Attraktion
und / Oder nur von symbolischen Wert für die eigene Marine (wie die USS CONSTITUTION)

Das ist was völlig anderes... Der Lütjens-Zerstörer in WHV Museum repräsentiert D auch nicht gerade weltweit.

Segler Nehmen an Regatten und Hafen Festen und ähnlichem teil... Das ist ne ganz andere Nummer.

Aber ist das noch zeitgemäß?

Schulisch braucht ein 21..Jhdt Marineschiff nur noch "nicht seekrank werdende und an Platz Angst leidende"
Maschinisten, Elektriker, Elektroniker, Computer,-Waffensysteme- und Netzwerkexperten.
Nautik.?? ... Meine Güte, das lernt man im Simulator und praktisch dazu auf nen Hochsee Kutter...
dann gleich ab zum Kampfschiff...nautisch dasselbe, nur größer.

Segler.? .. Reine, teure, Tradition... und Flagge zeigen.

P.

Dass man Nautik nur im Simulator lernt, glaube ich eher nicht. Jemand der segeln kann, damit schweife ich jetzt bewusst von der GF ab, hat ein ganz anderes Verständnis vom Wind und Seegang, als jemand der es nur 20m über der Wasserlinie an seinen Instrumenten ablesen kann und ohne diese praktisch blind ist.

Andere Nationen kochen im Bezug auf den nautischen Ausbildungstand ihrer Brückenmannschaften auch nur mit Wasser, das haben u.a. die Amerikaner bei mehreren Kollisionen im Pazifik bewiesen, teilweise sogar mit Toten.
Was nützt der kampfkräftigste AB-Zerstörer, wenn man die KVR nicht beherrscht und anwenden kann? Und das trotz Ausguck, Radar, AIS usw.
Selbst die Norweger haben mit der Havarie der Helge Ingstad ein ähnlich trauriges Kapitel geschrieben.....

Für den Decksdienst hat ein Segelschiff natürlich schon ein paar Vorteile, dabei geht es viel um Instandhaltung, Reparatur.... Wo sonst lernt man denn, wie man einen Stopper aufsetzt?
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#12
Ein Segelschulschiff zu betreiben und dort die Grundlagen zu erlernen und die Tradition hochzuhalten gehört auch zur Förderung immaterieller Werte und ist damit wesentlich für eine Armee. Von daher bin ich keineswegs gegen ein Segelschulschiff, ganz im Gegenteil. Die Tradition ist mehr als wesentlich für die Kammpfkraft !

Man hätte halt nur einfach ein neues beschaffen sollen und dieses hätte man dann Gorch Fock 2 oder Hans von Koester nennen können oder was auch immer.
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#13
(23.01.2021, 20:46)Quintus Fabius schrieb: Man hätte halt nur einfach ein neues beschaffen sollen und dieses hätte man dann Gorch Fock 2 oder Hans von Koester nennen können oder was auch immer.

Die Gorch Fock ist bereits die II., die erste liegt in Stralsund 😉 Wobei es davor sogar noch eine erstere gab, wenn auch nicht als Segelschulschiff
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#14
"Gorch Fock" erreicht Lemwerder - letzte Arbeiten stehen an

Zitat: Die "Gorch Fock" hat wieder Wasser unterm Kiel: Gestern wurde das Segelschulschiff der Marine über eine Art Fahrstuhl an der Lürssen-Werft in Berne direkt in die Weser gelassen.

Zitat: Seit fünfeinhalb Jahren wird die "Gorch Fock" bereits instand gesetzt - seit Oktober 2019 auf der Lürssen Werft. Die Kosten für die Sanierung stiegen von ursprünglich zehn auf rund 135 Millionen Euro, denn das Schiff war maroder als erwartet. Inzwischen handelt es sich fast um einen Neubau. Der Stahlrumpf ist fast komplett neu, die Masten sind neu und auch das Innenleben.

NDR (mit Video)
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