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(17.07.2026, 16:09)Feyerabend schrieb: Ich stimme zwar nicht allem zu, aber die grobe Richtung stimmt schon.
Europa in a Nutshell:
Ich finde den Artikel auch nicht schlecht, weil er die inhärenten Bruchstellen beleuchtet. Die Schlussfolgerung finde ich vielleicht einen kleine Tick zu melodramatisch und ich würde es nicht direkt als Europa in a Nutshell titulieren. Europa ist einfach ein interessengeleiteter Zusammenschluss von Nationalstaaten. Ignore this at your own peril. Die Politik hat es ignoriert als das Projekt aufgesetzt wurde. Die unüberwindbaren Bruchstellen gleich eingebaut und wegpolitisiert. Das konnte auf Dauer nicht gutgehen. Im ursprünglichen Setup hätte die deutsche Luftfahrtindustrie Federn lassen müssen, das hätte mit 49% aber noch irgendwie klappen können, dass da wertschöpfende und substanzielle Arbeitsanteile rausgekommen wären, im geänderten Setup mit Spanien musste Dassault fürchten, seinen eigenen Konkurrenten groß zu machen. Wäre man Trappiers letzten Forderungen zur Neustrukturierung (vor allem komplette Hoheit über die Supply Chain) gefolgt, gäbe es danach ADS nicht mehr, da Dassault sicherlich alle ADS Elemente aus der Supply Chain rausgekickt hätte, um seinen Konkurrenten ein für alle Mal loszuwerden. Da hätten nur noch die Rafale Zulieferer in der Liste gestanden. Aus industrieller Sicht logisch und verständlich aber eben auch der 'Deal- Killer'. Der Politik ist es nicht mehr gelungen, dass einzufangen, weil einerseits Trappier nichts zu verlieren hatte, der baut jetzt alleine auf Frankreichs Steuerzahler Kosten Fighter. ADS wird für sich auch mehr Chancen im Scheitern gesehen haben.
Summasummarum: Ein Konstrukt, bei dem beide Industriepartner für sich das Scheitern tendenziell als die Attraktivere Lösung sehen kann nicht funktionieren. Punkt.
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Der Bericht wirkt trotz der sachlich richtigen Zusammenfassung von Ereignissen und Umständen einseitig gefärbt – es bleibt letztlich eine Frage der Interpretation.
Rückblickend wäre es eventuell sinnvoller gewesen, von Beginn an auf eine Zwei-Muster-Strategie mit maximaler Kommunalität zu setzen, um die unterschiedlichen nationalen Interessen zu harmonisieren. Die Argumente, die letztlich zum Bruch führten, wurden von deutscher Seite strategisch vorbereitet. Dennoch haben beide Seiten aktiv auf das Scheitern hingearbeitet.
Das deutsche Agieren sehe ich eher als Reaktion auf die unnachgiebige Haltung von Trappier. Strukturelle Probleme wie die völlig unterschiedlichen operativen Anforderungen der Luftwaffen bestanden zwar von Anfang an, wurden von Berlin am Ende aber gezielt instrumentalisiert, um den Abbruch herbeizuführen – vermutlich auch als diplomatische Exit-Strategie zur gegenseitigen Gesichtswahrung.
Bezüglich der ‚Black Box‘-Thematik sind beide Positionen nachvollziehbar – ein klassisches Dilemma. Man muss Trappiers Argumentation nur umdrehen: Hätte Deutschland den Großteil der Entwicklung getragen und Frankreich exklusiven Zugriff verweigert, wäre der Aufschrei groß gewesen. Wenn ein solches Projekt nach Jahren der deutschen Co-Finanzierung scheitert, steht Deutschland ohne verwertbares Know-how da – das Risiko lag also asymmetrisch bei Deutschland.
Für ein erfolgreiches bilaterales Projekt (Spanien ausgeklammert) muss der Workshare absolut ausgewogen sein. Bestimmte Kernkompetenzen dürfen exklusiv bei den jeweiligen Unternehmen bleiben, aber gemeinsam finanzierte Zukunftstechnologien müssen geteilt werden. Sobald hier von Beginn an ein strukturelles Ungleichgewicht beim Wissens- und Workshare herrscht, ist ein solches Großprojekt politisch und industriell zum Scheitern verurteilt.
Das Ganze könnte uns mit Schweden (falls man sich hierfür entscheidet) ebenfalls blühen, wenn man hier nicht bereit ist von Beginn an Tacheles zu reden und das Projekt richtig aufzieht.
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Airbus kann sich einen Einstieg beim GCAP Tempest vorstellen:
https://www.merkur.de/wirtschaft/deutsch...12590.html
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(24.07.2026, 10:02)Mic schrieb: Airbus kann sich einen Einstieg beim GCAP Tempest vorstellen:
https://www.merkur.de/wirtschaft/deutsch...12590.html
Das ist nur eine politisch korrekte Antwort. Ein Beitritt von DEU mit einem dem Bedarf und Kostenbeitrag entsprechenden Anteil würde sofort jahrelange Verhandlungen zur Folge haben.
Außerdem passt das entstehende Flugzeug hinten und vorne nicht. Spielt in der Gewichtsklasse einer FB-111, also jenseits von 50t. Eigentlich ist das eher ein Bomber ...
Das Projekt wird ein finanzielles Grab. Da sind wir besser dran, wenn wir nicht dabei sind. Es gibt eigentlich überhaupt keinen Grund, sich da anzuschließen ...
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https://thedefensepost.com/2026/07/23/ge...ible-join/
CEO Leonardo (ITA) in Farnborough 2026: Es wäre vorteilhaft, wenn Deutschland GCAP beitreten würde
- Starke industrielle Basis in DEU
- Schuldenfinanziertes Budget (kleine Spitze gg. DEU)
- Partner kennen sich von EF 2000 und Tornado
- Es gibt bisher keine offizielle Anfrage aus DEU
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Man müsste einfach fragen ob Leonardo signifikante Arbeitsanteile an Deutschland übertragen würde.
Ansonsten muss man sich gar nicht am Entwicklungsrisiko beteiligen.
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Wir sollten es tun, solange der Wunsch von Leonardo noch besteht.
Aber wir scheinen das Thema lieber auszusitzen und auf Saab zu hoffen.
Nur blöd, dass Saab die Wahl zwischen uns und Frankreich hat. Und Trappier umwirbt Saab gerade sehr intensiv.
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(24.07.2026, 15:43)Bairbus schrieb: Wir sollten es tun, solange der Wunsch von Leonardo noch besteht.
Aber wir scheinen das Thema lieber auszusitzen und auf Saab zu hoffen.
Nur blöd, dass Saab die Wahl zwischen uns und Frankreich hat. Und Trappier umwirbt Saab gerade sehr intensiv.
Mir wäre die Option Saab lieber, ich denke wir bekommen hier deutlich mehr Entwicklungs- und Arbeitsanteile und ich glaube es wäre ein Arbeitstsgemeinschaft auf Augenhöhe
Tempest ist man zu spät, Entwicklung schon deutlich vorangeschritten und dementsprechend Entwicklungsaufträge u. geistiges Eigentum hier kaum rauszuholen. Das sollte aber das Ziel sein bei der wahrscheinlich geplanten Investitionssumme von D.
Die Arbeitspakete bei 3 (mit Kanada 4?) schon beteiligten Ländern schon besprochen.
=> hier ist das Fell des Bären schon verteilt....
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(24.07.2026, 16:41)Mic schrieb: Tempest ist man zu spät, Entwicklung schon deutlich vorangeschritten und dementsprechend Entwicklungsaufträge u. geistiges Eigentum hier kaum rauszuholen. Das sollte aber das Ziel sein bei der wahrscheinlich geplanten Investitionssumme von D.
Die Arbeitspakete bei 3 (mit Kanada 4?) schon beteiligten Ländern schon besprochen.
=> hier ist das Fell des Bären schon verteilt.... Man muss halt abwägen ob man primär Industrieförderung betreiben will (und wenn ja, in welchem Bereich) oder den maximalen 'Bang for the Buck' haben will.
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(24.07.2026, 16:41)Mic schrieb: Mir wäre die Option Saab lieber, ich denke wir bekommen hier deutlich mehr Entwicklungs- und Arbeitsanteile und ich glaube es wäre ein Arbeitstsgemeinschaft auf Augenhöhe
Tempest ist man zu spät, Entwicklung schon deutlich vorangeschritten und dementsprechend Entwicklungsaufträge u. geistiges Eigentum hier kaum rauszuholen. Das sollte aber das Ziel sein bei der wahrscheinlich geplanten Investitionssumme von D.
Die Arbeitspakete bei 3 (mit Kanada 4?) schon beteiligten Ländern schon besprochen.
=> hier ist das Fell des Bären schon verteilt....
Es gibt kein Fell zum verteilen, es gibt nur die Kacke des Bären zu verteilen. Je weniger man beteiligt ist, desto besser, weil kostengünstiger. Sorry, denke halt aus Sicht des deutschen Steuerzahlers.
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Ich sehe es bei GCAP nicht so, dass das Fell schon verteilt ist.
Das Fell dieses Bären ist gigantisch groß, wenn man sich alleine die jetzigen 4 Partnerländer anguckt.
Zusätzlich potentiell alle Länder, die aktuell den EF betreiben PLUS die Länder, die eine Ergänzung zur F-35 suchen.
Das ergibt ein Potenzial von über 1000 Flugzeugen.
Natürlich starten wir spät ins Projekt, aber noch nicht zu spät.
Denn selbst ohne Verspätung, die mit Sicherheit kommen wird, sind es noch 9 Jahre bis zur Ersatzlieferung. Und die Lieferung werden sich bis 2070 oder länger strecken.
Also genau Arbeit für unsere Industrie.
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https://www.bfmtv.com/economie/entrepris...80341.html
Damit ist die Zusammenarbeit zwischen Safran und MTU beendet. Safran will sich vollständig auf das M88 Upgrade konzentrieren.
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(28.07.2026, 18:08)Pmichael schrieb: https://www.bfmtv.com/economie/entrepris...80341.html
Damit ist die Zusammenarbeit zwischen Safran und MTU beendet. Safran will sich vollständig auf das M88 Upgrade konzentrieren.
Hmhhh, heißt das, der französische NGF wird offiziell zur Rafale V5 ? Oder will man einen französischen 6th -Gen-Fighter mit dem M88+ ausrüsten?
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Trappier hat es ja auch schon quasi bestätigt, dass man sich hier erstmal auf Rafale F5 und darüber hinaus konzentrieren will.
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