(Allgemein) Bundeswehr – quo vadis?
Versuch aber da jemandem zu erklären das nicht jeder Soldat ein Funkgerät braucht und auch nicht jedes Fahrzeug . Oder das es wenig produktiv ist das jedes gefechtsfahrzeug um sich herum ein Funknetzwerk aufbaut . Schau dir mal die Geräte an die für digitalen Funk innfahrzeuge eingebaut werden. Und da sind wir bei Stufe VS - nfd
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Ja absolut richtig. Wir hatten das ja schon mal, genau darüber haben wir ja schon mal diskutiert. Und ich schrieb bereits damals, dass auch bei der Bundeswehr da noch viel Luft nach oben ist und dass auch die Bundeswehr hier deutlich besser werden muss, weil dies eine der primären Anforderungen im modernen Krieg ist.

Ich wollte nur darauf hinaus, dass wir im Vergleich zu anderen NATO Armeen nicht so schlecht sind wie diese. Und insbesondere die USA sind da verblüffend schlecht. Aber auch wenn die Ansätze richtig und gut sind, natürlich gibt es da noch Luft nach oben. Die wir dringend einnehmen müssen.
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Nur geht es bei uns mit schnellem Schritt in die verkehrte Richtung . Die Sache mit dem gläsernen gefechtsfeld wird völlig verkehrt angegangen . Anstatt darauf hinzuarbeiten alles auf dem gefechtsfeld sehen zu wollen , sollte man sich darauf beschränken den Gegner zu sehen . Ich muss nicht sehen wo jeder einzelne meiner Soldaten sich zu jedem Zeitpunkt aufhält. Das gleiche gilt auch für alle Fahrzeuge .
Dazu kommt die Anzahl an Geräten. Was ich im zivilen alles in einem Smartphone habe , also GPS , Laptop/tablet , Kamera und Funkverbindung sind alles einzelne Geräte beim Militär .
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Exakt so ist es. Das beklage ich ja schon seit über 10 Jahren so hier im Forum (wenns überhaupt langt), dass die vernetzte Kriegsführung sich bei uns in einer falschen Richtung entwickelt - und insbesondere die Idee falsch ist, fortwährend ständig jeden einzelnen Soldaten "auf dem Schirm" zu haben.

Das ganze hat aber über den elektronischen Fußabdruck hinaus noch ein weiteres Problem: solche Systeme werden immer missbraucht für Mikromanagement. Sie laufen damit völlig der Auftragstaktik als Idee zuwieder, sie führen immer dazu, dass die höheren Führungsebenen viel zu weit nach unten mitführen wollen.

Überspitzt: Statt dem strategischen Unteroffizier haben wir dann den taktischen General.

Nun kann man erklären, dem sei ja gar nicht so, dass sei eine Sache der Ausbildung, man werde das nicht missbrauchen, es geht um Freund/Feind Identifizierung usw. usf. aber die Realität ist eine andere. Von oben wird dann viel zu weit nach unten zu viel Steuerung betrieben - Mikromanagment. Mit allen Nachteilen welche das mit sich bringt.

Der Versuch alles zu kontrollieren führt dazu, dass alles langsamer wird und dass die Stäbe immer größer werden und sich immer noch mehr aufblähen. Mein primärer Grund, warum beispielsweise US Stäbe so extrem schlecht sind oder auch warum russische Stäbe darin sehr viel schlechter sind als ukrainische liegt genau an diesem Übermaß an Führung. Führung als Selbstzweck.

Und größere Stäbe werden gerade eben durch diese Technik notwendig, weil man sonst eben nicht "alles auf dem Gefechtsfeld sehen" kann. Also benötigt der Stab mehr Technik, aber auch mehr Personal. Nun führt dies dazu (Jarvins Paradox), dass die Stäbe insgesamt langsamer werden in allem, statt schneller.

Die vernetzte Kriegsführung führt zu übergroßen Stäben, die wiederum alles verlangsamen. Während eigentlich alles schneller werden müsste.

Buchempfehlung in diesem Kontext:

Something Rotten: Land Command in the 21st Century von Jim Storr

Die eigentliche Idee von Digitalisierung und Vernetzung war, die Geschwindigkeit zu erhöhen. Die Ukraine zeigt teilweise, wie das geht. In den NATO Armeen, und auch bei der Bundeswehr führt das ganze aber zum Gegenteil und man wird langsamer. Das ist kontraintuitiv, stellt aber ein größeres militärisches Problem dar als vieles andere. Es ist ein größeres militärisches Problem als mangelnde oder veraltete Ausrüstung. Stichwort Ausrüstung:

Zitat:Dazu kommt die Anzahl an Geräten. Was ich im zivilen alles in einem Smartphone habe , also GPS , Laptop/tablet , Kamera und Funkverbindung sind alles einzelne Geräte beim Militär .

Das kann man auf faktisch alles übertragen, vom Chest-Rig über Anbau-Teile ans Sturmgewehr, über die Elektronik und Panzerfahrzeuge bis hin zu den Fernmeldern usw. usf. - Es fehlt:

Elegante Schlichtheit.

Alle Ausrüstung, alle Systeme, alle Technik sollten Elegant sein, Schlicht, und von Überfunktionalität befreit. Hochmoderne Technik sollte so schlicht und so wenig überladen wie möglich sein. Sie muss so konzipiert sein, dass man damit so viel wie möglich tun kann, mit möglichst wenig Funktionen.

Robuster, einfacher, mit weniger Funktionen und dennoch das technologisch beste. Stattdessen überlädt man heute alles - und insbesondere die Bundeswehr tut sich meiner Meinung nach oft mit barocker Überfunktionalität hervor.

Meiner Meinung nach ist das ein Ausfluss von Unsicherheit. Und daraus resultierendem Kontrollwahn, um damit scheinbar Sicherheit herzustellen. Es resultiert also aus der Sozialkultur, man sieht das ja auch sonst in allen Lebensbereichen, von Antragsformularen über die Art wie die Digitalisierung hierzulande verläuft bis hin zu Autos. Überladen mit Überflüssigkeiten.

Weg mit den Überflüssigkeiten. Das müsste die alles überragende Doktrin sein.
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Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der neue Wolf , 250 Ps , 9 Gang Automatik , 4 türig , preis ungefähr bei 220000 Euro. Geplant sind 5800 Stück , laufen seit Jahresanfang zu .
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(02.06.2026, 09:21)alphall31 schrieb: Ein sehr gutes Beispiel dafür ist der neue Wolf , 250 Ps , 9 Gang Automatik , 4 türig , preis ungefähr bei 220000 Euro. Geplant sind 5800 Stück , laufen seit Jahresanfang zu .

Beispiel für schlecht oder schlicht?
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Das ist schon heftig der Preis . Und gibt es nur noch geschlossen jetzt. Also Einsatz bei Infanterie ist jetzt nicht mehr . Ob Automatik für Gelände besser geeignet ist muss jeder für sich entscheiden . Aber man war wenigstens so schlau und hat nur Euro 3 Norm beschafft und er ist länger als unimog
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(02.06.2026, 16:49)alphall31 schrieb: Das ist schon heftig der Preis . Und gibt es nur noch geschlossen jetzt. Also Einsatz bei Infanterie ist jetzt nicht mehr . Ob Automatik für Gelände besser geeignet ist muss jeder für sich entscheiden . Aber man war wenigstens so schlau und hat nur Euro 3 Norm beschafft und er ist länger als unimog

Ein ziviler G Mercedes kostet auch locker 100.000€.
Und der ist kürzer und nicht militarisiert.
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Der zivile hat aber eine gehobene Austattung und größere Motorisierung .
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(03.06.2026, 05:38)alphall31 schrieb: Der zivile hat aber eine gehobene Austattung und größere Motorisierung .

Die Militarisierung dürfte mehr wert sein.
Allein ein Funkgerät kostet 5 stellig.
Vermutlich ist auch x jahre Wartung inkludiert.
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Das gehört ja nicht zum Fahrzeug
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https://www.bild.de/politik/inland/kaept...d8a4ed7836

Keine Ahnung, wo das reinpasst... leider Paywall.
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Bei 'Pioneer' gab es die Geschichte gestern kurzfristig ohne Paywall. Absolut unterirdisch, das Ganze. Kuchler soll quasi komplett die Zusammenarbeit mit seinen Stellvertretern und dem Stabschef eingestellt haben. An der Akademie hat er sich angeblich kaum jemals blicken lassen.
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Ein heißer Kandidat um mal wieder §50 I SG durchzuspielen.
Das ein gewisser Vizeadmiral a.D. aus der Kujat-Fraktion gerade für ihn in die Bresche springt ist hoffentlich nicht indikativ für irgendetwas.
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