(Allgemein) Bundeswehr – quo vadis?
Nun denn:

Zitat:Die meinerseits mit dem Generalinspekteur eingegangene Zielvereinbarung Heer gibt uns den klaren Auftrag, eine einsatzbereite Division bis 2027 sicherzustellen.

Ungeachtet der Frage ob das sinnvoll, notwendig, oder ausreichend ist und was genau diese eine Division eigentlich tun soll. Es fehlt da wie so oft der Kontext. Was exakt soll diese Division beispielsweise bei einem Konflitk um das Baltikum tun und auf welche Weise genau? Gegen welche Kräfte, in welchem Raum? usw. Mein persönlicher Eindruck ist, dass viele der aktuellen Planungen zu wenig im Kontext des Gesamtzusammenhanges stehen.

Zitat:Diese Division erfüllt nicht nur den unstrittigen operativen Bedarf, um angesichts der realen Bedrohungen in Europa glaubhafte Abschreckung und die erforderliche reaktionsfähige Sicherheitsvorsorge zu betreiben.

Zu ungenau. Noch darüber hinaus ist Abschreckung und Sicherheitsvorsorge etwas auf der strategischen Ebene. Man müsste also eigentlich schreiben: sie erfüllt einen unstrittigen strategischen Bedarf. Ob auf der operativen Ebene überhaupt noch eine Division oder gar die Divisionsstruktur sinnvoll sind müsste man überhaupt erstmal im Kontext diskutieren. Noch darüber hinaus ist die geplante Divisionsstruktur so gar nicht einsetzbar bzw. im Krieg moderneren Formen von Großkampfverbänden gerade eben auf der operativen Ebene unterlegen.

Zitat:Gleichzeitig höre ich aber auch nicht auf, zu betonen und darauf hinzuweisen, dass sich an dieser Division entscheidet, ob Deutschland abseits der 2%-Diskussion seine fähigkeitsbezogenen Bündnisbeiträge erfüllt und seine Landstreitkräfte zukünftig in der Mitte Europas von kleineren europäischen Staaten als Anlehnungsna-tion akzeptiert werden können.

Ob das sogenannte Rahmennationenkonzept aufgeht oder nicht wird nicht daran liegen ob wir eine Division haben oder nicht, sondern ob wir auf der Ebene welche diese kleineren Nationen nicht stemmen können und bei Spezialfähigkeiten welche diese kleineren Nationen so nicht vorhalten können entsprechende Kapazitäten haben. Aber ob wir noch ein paar Kampfpanzer mehr oder weniger haben ist für diese Frage irrelevant. Es verkennt völlig was die kleineren Nationen im Rahmennationenkonzept eigentlich benötigen.

Drei Heeresfliegerbrigaden (mit entsprechenden Drohnen-Regimentern) auf Korps-Ebene wären hier wesentlich besser als eine Panzerdivision mit drei mechanisierten Brigaden mit organischen Helis. Und vergleichbar teuer. Gerade wenn wir eine Metaarmee aufbauen wollen deren Großkampfverbände von kleineren Nationen gestellt werden, brauchen wir ganz andere Rüstungsschwerpunkte als selbst Panzerdivisionen aufzustellen.

Zitat:Wir müssen, insbesondere im Bereich der Führungsfähigkeit diese Rolle überzeugend wahrnehmen und ausgestalten.

Mit Nachbauten von 80er Jahre Funkgeräten .... aber mal ernsthaft: es ist nicht die Führungsfrage hier das entscheidende, sondern die Frage was für Spezialfähigkeiten wir insbesondere auf Korps-Ebene zur Unterstützung der jeweiligen nationalen Streitkräfte in Osteuropa zur Verfügung stellen können. Dessen ungeachtet setzt der Einsatz dieser Spezialfähigkeiten natürlich voraus, dass man entsprechend kompatible Kommunikationsinfrastruktur hat damit man überhaupt mit den kleineren Nationen tatsächlich interagieren kann.

Zitat:Das wurde mir jüngst bei meinem Besuch bei der eFP Battle Group in Litauen deutlich vor Augen geführt. Selbst in diesem kleinen Rahmen mit hoher bündnispolitischer Bedeutung werden wir als formale Leitnation mittlerweile als das schwächste Glied im Bereich der Führungsfähigkeit identifiziert. Ergebnis: Man nimmt Deutschland durch fehlende Interoperabilität aufgrund technischer Rückständigkeit immer mehr als Hemmschuh der militärischen Performance wahr.

Es EHRT den Generalinspekteur dass diesen Fakt hier mal öffentlich ausspricht !

Fehlende Interoperabilität ist das eine, fehlende ernsthafte Fähigkeiten gerade in Unterstützungseinheiten ist das andere. Was sollen polnische Panzerverbände mit einer zusätzlichen deutschen Panzerbrigade?! Ein zusätzliches deutsches Raketenartillerie-Regiment wäre hier wesentlich nutzvoller. Und setzt natürlich voraus, dass dieses mit den Polen kommunizieren und interagieren kann etc

Zitat:Es ist ein Gebot der sicherheitspolitischen Vernunft, diese Handlungsfähigkeit im Rahmen der Bündnisverteidigung schnell herzustellen. Die von uns geforderte Ausstattung der Division 2027 ist dafür essentiell.

Den ersten Satz kann ich nur unterstreichen. Der zweite aber ist fragwürdig und viel zu sehr von Strukturextrapolierung geprägt.

Zitat:Dabei ist das Ziel, eine modern ausgestattete LV/BV-fähige Division mit ver-
gleichsweise wenig Geld zu erreichen.

Gerade in der Form wie sie jetzt geplant wird ist genau dies aber nicht möglich.

Zitat:....möchte ich einige wesentliche Projekte des Heeres exemplarisch nennen. Die umfängliche konsolidierte Nachrüstung des SPz Puma (1. Los), die Entwicklung und Beschaffung des schweren Waffenträgers Infanterie, Transportfahrzeuge (u.a. Wechselladesysteme 15 t, Sattelzugmaschinen 70 t
mit Sattelanhänger 70 t) und Container. Im besonderen Fokus stehen die Projekte zur Führungsfähigkeit (u.a. TaWAN, D-LBO, Zellulare Netze, Regeneration der Funkgeräte).

Gehen wir das mal durch: Die Führungsfähigkeit ist die größte Baustelle. Diese also zuerst und vor allem anderen. PUMA kann, muss aber nicht zwingend. Wechselladesysteme 15 t ebenso. 70 t nein und insbesondere opfere man die Waffenträger Infanterie - lies GTK Boxer mit MK. Wenn man schon erkennt wo der Schwerpunkt hin muss, dann sollte man dort auch den Schwerpunkt bilden.

Natürlich wären GTK mit MK eine feine Sache, natürlich benötigt man die 70t Schlepper für die KPz, aber: wer alles defendieren will der defendiert am Ende gar nicths. Man muss daher bestimmte Dinge auf dem Altar der zwingenden Notwendigkeit opfern.

Zitat:Wir dürfen jedoch nicht nur immer über Bedarfe sprechen, sondern müssen die notwendigen Projekte jetzt gesichert ins Geld bringen.

BW Typisch konzentriert sich der Inspekteur vor allem auf materielle Faktoren. Dabei ist noch vor allem anderen die Frage der Personalgewinnung und der Personalentwicklung die entscheidende. Technik kriegt man zur Not dann schon irgendwo noch her, aber das Personal nicht, organische Verbände nicht und insbesondere keine begabten Kriegshandwerker. Gerade in Bezug auf ihre persönlichen menschlichen Fähigkeiten aber überschätzt sich die aktuelle deutsche Offizierskaste drastisch. Sie hält die Führungsakademie für das Mekka der Militärischen Kunst und sich selbst für weit überlegen. Nichts könnte ferner der Realität sein. Wir brauchen keine Studentenbubis mehr, sondern Kriegshandwerker die tatsächlich dieses Handwerk verstehen. Es gibt natürlicih wie immer auch Ausnahmen, aber das Problem ist hier die Mehrheit, welche nicht mehr den Krieg im Mittelpunkt ihres Denkens hat.

Zitat:Das Eckpunktepapier verlangt vom Heer drei Handlungslinien zu verfolgen: In der ersten Handlungslinie müssen die Weichen für den Aufbau des Kräftekontinuums von leichten, mittleren und schweren Kräften gestellt werden. Insbesondere zur Generierung der neuen Kategorie der „Mittleren Kräfte“ werden mittelfristig moderate strukturelle Entscheidungen, aber auch veränderte Schwerpunktsetzungen bei Beschaffungsvorhaben erforderlich.

Und schon geht es wieder los: man hat noch nicht mal das was ist im Griff, will aber eine neue Kategorie einführen welche veränderte Schwerpunktsetzungen zur Folge hat, obwohl man sich genau das eben nicht leisten kann. Wie wäre es mit folgendem: wir streichen die mittleren Kräfte vollständig und kannibalisieren ihre Anfänge in die schweren und leichten Kräfte und sparen uns so eine komplette Kategorie ?! Denn Fokus und Schwerpunktsetzung sehen eben anders aus als dies hier skizziert wird.

Zitat:Die Realisierung u.a. der bereits für die Division 2027 geplanten 48 Schweren Waffen-
träger Infanterie als Nukleus sowie des zukünftigen Systems „Indirektes Feuer mittlerer Reichweite“ sind dabei eine notwendige Voraussetzung, damit der Einstieg in diese neue Kräftekategorie
gelingen kann.

48 (in Worten achtundvierzig) ... die Russen bibbern schon und machen sich in die Hose. Sinnvoller wäre es diesen Nukleus vollständig zu streichen und die freiwerdenden Gelder gerade eben in das System indirektes Feuer zu invenstieren.

Zitat:Mit dem Aufbau Mittlerer Kräfte gelingt es uns, die Balance zwischen der Landes- und Bündnisverteidigung als anspruchsvollstem Einsatz und den wahrscheinlicheren Einsätzen
im Rahmen des Internationalen Krisenmanagements gleichrangig im Heer zu halten und die Last auf breitere Schultern zu verteilen.

Es gelingt eben nicht, es schwächt nur alle gleichermaßen. Die Last wird nicht auf mehr Schultern verteilt, sondern die Schultern werden dergestalt geschwächt dass sie die Last nicht mehr tragen können.

Zitat:n der zweiten Handlungslinie gilt es, Kohäsion mit Blick auf unsere Reaktions-
fähigkeit der Großverbände zu stärken. Die geplante Unterstellung der Fähigkeitskommandos ABC-Abwehr, Feldjägerwesen und CIMIC aus der Streitkräfte-basis ist bereits ein großer, erster Schritt.
Der Unterstellungswechsel wird nach derzeitigen Planungen bis April 2022 angestrebt. Ein durchaus komplexer Vorgang.

Da Komplexität und Reaktionsfähigkeit sich ein klein wenig gegenseitig ausschließen bedeutet dies zunächst mal einen Abfall der Reaktionsfähigkeit mit der Hoffnung dass diese dann später besser wird. Aufgrund der barocken Rokkoko Strukturen der BW besteht hier allerdings zu befürchten, dass die Integration dieser Einheiten dauerhaft die Komplexität der Strukturen erhöht, diese überladen und damit die Reaktionsfähigkeit eben nicht gesteigert werden kann. Der General räumt dies aber auch gleich selbst ein:

Zitat:Damit sind wir noch ein Stück vom „organize as you fight“ entfernt, haben aber schon mal signifikante Schnittstellen von außerhalb in das Heer unter einheitliche Führung verlagert.

Und da hört man schon die eigentliche Zielsetzung trapsen: nämlich mehr Macht, mehr Einfluss, mehr Mittel und mehr Planstellen für mehr Karrieren und höhere Offiziersposten fürs Heer. Passend dazu:

Zitat:Die dritte Handlungslinie verfolgt die Anpassung der Führungsorganisation. Neben dem Umbau des Kommandos in Strausberg, das zukünftig bei Bedarf auch die Rolle eines nationalen Land Component Command wahrnehmen soll, geht es vor allem um die Ausgestaltung eines Systemhauses Land, welches ....

vor allem anderen noch mehr Offiziers- und Führungsstellen generieren soll damit man schlußendlich noch mehr Generalsposten generieren kann. Aber mal ernsthaft(er): auch hier besteht erheblich die Gefahr dass sich einsatzuntaugliche Strukturen noch weiter ausbreiten und die Komplexität noch erhöht wird statt sie zu vermindern. Dies könnte nur verhindert werden wenn man eine geeignete, richtige Doktrin einführt und durchsetzt:

Zitat:Operative Leitlinien des Heeres – Zur Zukunft deutscher Landstreitkräfte 2030+

Dies könnte eine solche sein oder werden, ich habe sie aber noch nicht gelesen und kann sie daher nicht direkt kommentieren.

Zitat:Nach innen gerichtet werden die OpLL LaSK für unser Führungspersonal aller
Ebenen Vorgabe und Richtschnur für die Gestaltung ihres Verantwortungsbereichs, insbesondere für Führung, Ausbildung und Erziehung, kurzum für die Prägung unserer Soldatinnen und Soldaten sein. Denn uns allen ist eines klar: eine motivierte, von ihrem Auftrag und Handeln überzeugte Truppe ist unab-
dingbare Voraussetzung für eine erfolgreiche Gestaltung der Zukunft.

So ist es. Wie schon oben geschrieben sollte die BW ihren wichtigsten Schwerpunkt auf die Soldaten selbst legen, auf die menschliche Komponente des Krieges.

Fragwürdig ist allerdings inwieweit das was diesbezüglich BW Intern gemacht wird tatsächlich die Kampfkraft erhöht und inwieweit die aktuelle Personalentwicklung der Kriegsfähigkeit dient oder diese mindert. Das hier so zu schreiben wie es der Inspekteur getan hat lässt Interpretationsspielraum in Bezug auf die reale praktische Ausgestaltung und gerade diese weicht in der BW von den Erfordernissen des Krieges drastisch ab.

Zitat:Denn nur im Verbund einer gut ausgebildeten und motivierten Truppe mit durchsetzungsfähiger, gefechtstauglicher Ausrüstung werden wir gemeinsam in einem zukünftigen Konflikt, gleich welcher
Art, bestehen können.

Vor allem aber auch muss diese Truppe deutlich innovativer, deutlich kreativer und deutlich freier im Denken und Handeln werden. Mit dem was ist wird beschämend wenig militärisch geleistet im Vergleich zu dem was damit möglich wäre. Von einer Kosten - Leistung Betrachtung aus hat die Bundeswehr eine katastrophale Bilanz. Man sollte daher diesen Satz unbedingt dadurch ergänzen, dass die Truppe wesentlich effizienter werden muss und das Fundament dieser Effizienzsteigerung vor allem anderen ein Ausbruch aus den versteinerten erstarrten tradierten Denk- und Handlungsmustern sein sollte.

Dazu muss die Truppe wesentlich innovativer werden, damit dies gelingt muss sie aufhören eine Behörde mit bewaffneten Bürokraten zu sein, muss aufhören eine Sammlung von Beamten zu sein und muss komplett mit dem Behörden/Beamtenwesen brechen.

Zitat:Schlussbemerkung

Insgesamt meiner Meinung nach ein sehr beachtenswerter und wertvolller Artikel des Inspekteurs, den ich aufgrund seiner Aussagen darin nun wesentlich mehr schätze - verbunden mit der Hoffnung dass er wesentlich besser sein möge als seine Vorgänger, zumal dies angesichts dieser Augiasställe auch zwingend notwendig sein wird, wesentlich besser sein zu müssen als es sonst notwendig wäre. Insgesamt bin ich positiv überrascht, was nicht oft der Fall ist.
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(18.10.2021, 10:06)Quintus Fabius schrieb: Ob das sogenannte Rahmennationenkonzept aufgeht oder nicht wird nicht daran liegen ob wir eine Division haben oder nicht, sondern ob wir auf der Ebene welche diese kleineren Nationen nicht stemmen können und bei Spezialfähigkeiten welche diese kleineren Nationen so nicht vorhalten können entsprechende Kapazitäten haben. Aber ob wir noch ein paar Kampfpanzer mehr oder weniger haben ist für diese Frage irrelevant. Es verkennt völlig was die kleineren Nationen im Rahmennationenkonzept eigentlich benötigen.
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Und schon geht es wieder los: man hat noch nicht mal das was ist im Griff, will aber eine neue Kategorie einführen welche veränderte Schwerpunktsetzungen zur Folge hat, obwohl man sich genau das eben nicht leisten kann. Wie wäre es mit folgendem: wir streichen die mittleren Kräfte vollständig und kannibalisieren ihre Anfänge in die schweren und leichten Kräfte und sparen uns so eine komplette Kategorie ?! Denn Fokus und Schwerpunktsetzung sehen eben anders aus als dies hier skizziert wird.

Es macht so wenig Sinn, das vom Grundgedanken her wirklich sinnvolle Rahmennationenkonzept zu verfolgen, wenn man gleichzeitig krampfhaft versucht, alles das selbst abzudecken, was die kleineren Nationen zu Genüge vorhalten. Mittlere Kräfte sind wirklich das Letzte, was der Bundeswehr aktuell fehlt.

(18.10.2021, 10:06)Quintus Fabius schrieb: damit dies gelingt muss sie aufhören eine Behörde mit bewaffneten Bürokraten zu sein, muss aufhören eine Sammlung von Beamten zu sein und muss komplett mit dem Behörden/Beamtenwesen brechen.

Das wäre doch mal ein sinnvoller Ansatz für eine echte Reformagenda eines neuen Verteidigungsministers, der keine Rücksicht mehr nehmen muss auf all den Mist, den die Union hier über 4 Legislaturen hinweg verzapft hat: Bundeswehr raus aus dem Beamtentum, rein in eine eigene Kategorie von Staatsdienern, die den besonderen Anforderungen der Materie Rechnung tragen kann.
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Das Hauptproblem war und wird immer sein, geeignete militärische Führer unter den höheren Offizieren zu identifizieren und diese an die richtigen Stellen zu bringen. Ein praktisches Beispiel:

https://www.europeafrica.army.mil/Who-We...embritzki/

Warum zur Hölle vergeudet man Brigadegeneral Sembritzki in einer solchen Verwendung und warum ist er nicht längst viel höher vom Dienstgrad her ?! Meiner Meinung nach ein Musterbeispiel dafür, wie man einen wirklich herausragenden Offizier und seine Fähigkeiten im Endeffekt verschenkt (hier mal wortwörtlich). Sicher gut für die US Army Europe, aber für uns schlecht. Genau solche Leute (wenn denn mein Eindruck und das was ich über ihn weiß so stimmt) müssten die tatsächliche Macht und weitgehende Befugnisse erhalten um frei die Armee so zu gestalten wie es notwendig ist. Im Endeffekt brauchen wir eine Art Prokonsul, dem wir tatsächlich gestatten frei nach seinen Vorstellungen die Dinge umzusetzen. Dann wird zweifelsohne nicht das heraus kommen was ich oder andere für ideal halten würden, aber es würde etwas heraus kommen was kriegsfähig ist und gleichauf ebenso gut oder besser. Beispielsweise kann man Sembritzki inzwischen fast schon als Retter der Kriegsfähigkeit unserer Gebirgsjäger betrachten und wieviele höhere Offiziere haben denn wie er eine Tapferkeitsauszeichnung für ihren persönlichen Einsatz im Gefecht ?!

https://www.bundeswehr.de/de/organisatio...-1-2964714

Wenn der jetzt heute Nacht bei mir an der Türe klingeln würde um mich aufzufordern auf der Stelle mit ihm zusammen in den Krieg zu ziehen, ich würde ohne jedes Wort einfach sofort mitkommen, der Rucksack steht ja eh immer gepackt im Flur.

Warum gibt man solchen Offizieren nicht deutlich mehr Gestaltungsspielraum und tatsächliche Macht und warum setzt man sie nicht dort ein wo sie mehr bewirken könnten ?!

Die Antwort auf die von mir gestellte Frage findet sich vielleicht (auch) hierin:

http://www.afghanistan-connection.de/shahabuddin/

In dem Artikel wird eigentlich exakt beschrieben was das wahre Problem der Bundeswehr ist und warum sie weitgehend kriegsunfähig geworden ist. Und ebenso was notwendig wäre um dies zu ändern.
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