(Luft) Kampfhubschrauber H665 Tiger
(24.02.2021, 22:14)GermanMilitaryPower schrieb: Für WideMasta mit Sicherheit Firlefanz, trotzdem für den einen oder anderen sicherlich interessant ... Wink


Quelle ist der Jahresbericht 2020 der Wehrbeauftragten, Seite 83.

https://dip21.bundestag.de/dip21/btd/19/266/1926600.pdf


Poste soetwas nicht auch noch hier, Feind liest mit.....
Meine Güte, im Ernst peinlicher geht es kaum noch. Ein Land wie Deutschland, verlegt 2 ZWEi ! Kampfhelis und nichts geht mehr.
Ich werde immer sprachloser. Zumal wahrscheinlich auch nur die Tatsache, dass diese beiden Maschinen dort flogen, nur durch aufopferungsvolles " Besorgen" und Hinbiegen der beteiligten Soldaten möglich war.
Traurig !
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(27.02.2021, 22:55)Falli75 schrieb: Poste soetwas nicht auch noch hier, Feind liest mit.....
Meine Güte, im Ernst peinlicher geht es kaum noch. Ein Land wie Deutschland, verlegt 2 ZWEi ! Kampfhelis und nichts geht mehr.
Ich werde immer sprachloser. Zumal wahrscheinlich auch nur die Tatsache, dass diese beiden Maschinen dort flogen, nur durch aufopferungsvolles " Besorgen" und Hinbiegen der beteiligten Soldaten möglich war.
Traurig !
Das ist doch nichts neues. Das wurde schon damals geschrieben und ich glaube hier auch diskutiert.
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Sollte man sich für den MK3 mal ansehen. Neue 20mm Ketten-MK für Hubschrauber namens Sky Viper von Northrop G.

https://soldat-und-technik.de/2021/03/be...auber-vor/
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- alle 51 Tiger sollen bis ins Jahr 2038 behalten werden
- Umrüstung der 33 Maschinen auf ASGARD bis 2026 abgeschlossen
- im Anschluss folgt die Umrüstung der verbleibenden Maschinen auf ASGARD
- Budget von 2021-2025 liegt bei 900 Mio. €
- absoluter Fokus auf Verfügbarkeit
- Deutschland schweigt bzgl. des Mk III

https://www.forcesoperations.com/tigre-m...en-touche/
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(24.03.2021, 12:20)GermanMilitaryPower schrieb: - alle 51 Tiger sollen bis ins Jahr 2038 behalten werden
- Umrüstung der 33 Maschinen auf ASGARD bis 2026 abgeschlossen
- im Anschluss folgt die Umrüstung der verbleibenden Maschinen auf ASGARD
- Budget von 2021-2025 liegt bei 900 Mio. €
- absoluter Fokus auf Verfügbarkeit
- Deutschland schweigt bzgl. des Mk III

https://www.forcesoperations.com/tigre-m...en-touche/

Mit dieser Aussage ist ein Typenwechsel immer offensichtlicher. Zumindest für mich! Die Franzosen sind da etwas realistischer als die eigene Presse. Sie scheinen sogar mit einem Ausstieg der Deutschen aus dem Tigerprogramm zu rechnen. Wenn man den Text ließt, sogar geschrieben steht das selbst die Anfrage in Bezug zum MK 3 vollkommen ignoriert wurde. MK 3 von Deutscher Seite aus garnicht mehr erwähnt und diskutiert wird. Für mich sind dies eindeutige und ja auch gute Signale.
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(24.03.2021, 12:20)GermanMilitaryPower schrieb: - alle 51 Tiger sollen bis ins Jahr 2038 behalten werden
- Umrüstung der 33 Maschinen auf ASGARD bis 2026 abgeschlossen
- im Anschluss folgt die Umrüstung der verbleibenden Maschinen auf ASGARD
- Budget von 2021-2025 liegt bei 900 Mio. €
- absoluter Fokus auf Verfügbarkeit
- Deutschland schweigt bzgl. des Mk III

https://www.forcesoperations.com/tigre-m...en-touche/
Nach einer halbherzigen Aussage von Bundeskanzlerin Angela Merkel Anfang Februar wurde das Kampfhubschrauberprogramm Tiger Mk3 in Deutschland nicht mehr erwähnt. Zweimal wurde das Thema sogar von den deutschen diplomatischen und militärischen Behörden während der jüngsten Anhörungen französischer Parlamentarier völlig ignoriert.

"Wir wollen den Tiger behalten. Wir sind dabei, sie komplett auf den ASGARD*-Standard zu modifizieren", erklärte vergangene Woche der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, bei einer Anhörung in der Nationalversammlung. Der letzte Bericht über den Fortschritt der großen Rüstungsprogramme der Bundeswehr, der im vergangenen Dezember veröffentlicht wurde, bestätigte die Absicht, eine Flotte von 51 Maschinen mindestens bis 2038 zu behalten. Und für den Tiger sind für den Zeitraum 2021-2025 noch fast 900 Mio. € veranschlagt.

Mit diesem ASGARD-Standard wird der deutsche Tiger "in gewisser Weise 'umgerüstet'", ergänzt General Zorn, der vor allem "den Grad der Verfügbarkeit verbessert haben will. "Ich bin nicht zufrieden mit der Verfügbarkeit des Tigers. Wir haben keine Fortschritte gemacht, wir haben seit Jahren keine Fortschritte bei der Einsatzfähigkeit des Tigers gemacht", betonte der deutsche ECS. Der Tiger Mk3 wurde nicht erwähnt, da sich die Bedenken der deutschen Führung ausschließlich auf die Nichtverfügbarkeit des Flugzeugs konzentrierten.

Das Gleiche wurde einen Monat zuvor gesagt, diesmal vom deutschen Botschafter in Frankreich. "Die Einsatzfähigkeit des Tiger-Hubschraubers muss erhalten bleiben, aber die Frage der Verfügbarkeit muss geklärt werden", sagte Hans-Dieter Lucas am 17. Februar vor französischen Senatoren.

In der Tat sind die negativen Auswirkungen des Einsatzes in Mali zwischen März 2017 und Juni 2018 immer noch spürbar. Einige der daraus resultierenden größeren Inspektionen konnten mangels ausreichender Wartungsdocks nicht durchgeführt werden. So waren zu Beginn des vergangenen Jahres im Durchschnitt nur acht der 53 im Einsatz befindlichen Hubschrauber verfügbar. Die positiven Auswirkungen des ASGARD-Standards und des mit der Industrie vereinbarten Maßnahmenpakets werden sich erst mittelfristig bemerkbar machen. So wird der Inspektionsstau frühestens im Jahr 2022 abgebaut sein.

Der Tiger wird also im deutschen Bestand bleiben, aber bis wann eigentlich? Wird der ASGARD-Standard der letzte sein, bevor sich Deutschland aus dem Programm zurückzieht? Im Gegenteil, wird der Wunsch nach einer besseren Verfügbarkeit automatisch zur Einführung von Standard 3 führen? Und wie steht es um den Fortschritt eines Programms, das durch Spannungen in anderen Bereichen der deutsch-französischen Zusammenarbeit potenziell gefährdet ist?

Weder der deutsche Botschafter noch der Chef der Bundeswehr wollten diese Fragen beantworten, trotz der wiederholten Bedenken französischer Parlamentarier über die Zukunft der deutsch-französischen Zusammenarbeit. Trotz einer gezielten Frage der LREM-Abgeordneten Natalia Pouzyreff, die auch daran erinnerte, dass die Abgeordneten "auf die Fortsetzung des Tiger-Programms setzen".

Kein Wort also zu einem neuen Standard, dessen Erstauslieferung auf deutscher Seite dennoch für 2028 erwartet wird, zwei Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Kein Wort zu einem Programm, dessen Start sich seit Monaten verzögert und das diese Woche vom Generalstabschef des Heeres, General Thierry Burkhard, erneut verteidigt wurde.



Das hörst sich aus der französischen Sicht mehr nach Besorgnis bzgl. der Deutschen Zusammenarbeit auch in dem Projekt aus............
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Letztlich sind das alles keine Neuigkeiten, der wesentliche Stand und die Absichten sind klar, und über eine Entscheidung hinsichtlich der neuen Version des Tigers wird so oder so weder der Botschafter noch der Generalinspekteur informieren, wenn dann geschieht das über andere Kanäle. Natürlich sind "Nicht-Nachrichten" auch Nachrichten, aber zu viel würde ich da aktuell nicht hineininterpretieren. Schon gar nicht in Richtung "Typwechsel", der meines Erachtens aktuell rein aus finanziellen Gründen sowieso quasi ausgeschlossen ist. Zudem klingt genau diese Erkenntnis aus allen Nachrichten der vergangenen Wochen und Monate durch:

- ASGARD hat Priorität
- das Erhöhen der Verfügbarkeit hat Priorität
- man rechnet mit einer Einsatzzeit deutlich über 2030 hinausgehend

Wie ich hier bereits vor mehreren Monaten festgestellt habe gibt es meines Erachtens zwei sinnvolle Szenarien:
- entweder man verzichtet auf das Mark-III-Update, sorgt für eine ausreichende Unterstützung des aktuellen Stands (ASGARD), konzentriert sich auf die Verfügbarkeit und Obsoleszenzbeseitigungen und schaut sich dann ab etwa 2030 nach einem marktverfügbaren Nachfolger mit einem IOC von etwa 2035 um
- oder man vereinbart die Entwicklung des Mark-III-Updates und nutzt dieses als Basis für die Zusammenarbeit an einem Nachfolger, dessen IOC dann irgendwo um 2040 herum erfolgen könnte

Gegen die zweite Variante und alle anderen Vorschläge sprechen die hohen finanziellen Verpflichtungen bei Programmen (Marinerüstung inklusive MPA, VJTF, FCAS-Grundsatzentscheidung, usw), die sich nicht einfach verzögern lassen und damit politisch eine höhere Priorität genießen.
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Big Grin
Naja, die Rahmenbedingungen sind ja auch ...
Alle Tiger auf Mk.2 HAD aufrüsten, es muss endlich auf nen einheitliches Baulos hinauslaufen.
Evtl. bessere verfügbare Dinge aus eigenen Hause in den Heli integrieren und gut ist.
Diese furchtbare Gesch*sse ist kaum auszuhalten.
Schade das es hier niemanden in der jeweiligen Position gibt, der Ahnung hat und die notwendigen Mittel gestellt bekommt. Dann würde einiges anders laufen.
Auch muss massivst gegen Korruption vorgegangen werden.
Wer aufgrund persönlicher Dummheit/Unfähigkeit etwas verbockt - der fliegt.
Wer meint, er wäre unantastbar und kann sein Fehlverhalten auf die unteren Ränge abwalzen und nen Bauernopfer vorschieben, der sollte gleich doppelt abgestraft werden.
Es ist im Prinzip eine riesengroße Sauerei und symptomatisch für den, teils komatösen, Zustand dieses Staates.

VENOM LR (30x113mm)
TBA Telson 12 (12 ACULEUS-68-Raketen, genauer gesagt ACULEUS 68 LG) (Außenpylone)
TBA Telson 22 (22 ACULEUS-68-Raketen, genauer gesagt ACULEUS 68 LG) (Innenpylone)
Spike NLOS (Innenpylone)
Mistral 3 ATAM (1x2 Mistral-Raketen) (Außenpylone)
Dann Tiger nA1.0 (neuer Art 1.0) Cool
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(24.03.2021, 13:26)Helios schrieb: Letztlich sind das alles keine Neuigkeiten, der wesentliche Stand und die Absichten sind klar, und über eine Entscheidung hinsichtlich der neuen Version des Tigers wird so oder so weder der Botschafter noch der Generalinspekteur informieren, wenn dann geschieht das über andere Kanäle. Natürlich sind "Nicht-Nachrichten" auch Nachrichten, aber zu viel würde ich da aktuell nicht hineininterpretieren. Schon gar nicht in Richtung "Typwechsel", der meines Erachtens aktuell rein aus finanziellen Gründen sowieso quasi ausgeschlossen ist. Zudem klingt genau diese Erkenntnis aus allen Nachrichten der vergangenen Wochen und Monate durch:

- ASGARD hat Priorität
- das Erhöhen der Verfügbarkeit hat Priorität
- man rechnet mit einer Einsatzzeit deutlich über 2030 hinausgehend

Wie ich hier bereits vor mehreren Monaten festgestellt habe gibt es meines Erachtens zwei sinnvolle Szenarien:
- entweder man verzichtet auf das Mark-III-Update, sorgt für eine ausreichende Unterstützung des aktuellen Stands (ASGARD), konzentriert sich auf die Verfügbarkeit und Obsoleszenzbeseitigungen und schaut sich dann ab etwa 2030 nach einem marktverfügbaren Nachfolger mit einem IOC von etwa 2035 um
- oder man vereinbart die Entwicklung des Mark-III-Updates und nutzt dieses als Basis für die Zusammenarbeit an einem Nachfolger, dessen IOC dann irgendwo um 2040 herum erfolgen könnte

Gegen die zweite Variante und alle anderen Vorschläge sprechen die hohen finanziellen Verpflichtungen bei Programmen (Marinerüstung inklusive MPA, VJTF, FCAS-Grundsatzentscheidung, usw), die sich nicht einfach verzögern lassen und damit politisch eine höhere Priorität genießen.

Deine Aussage zu einem Typenwechsel kann man so nicht stehen lassen. Wenn ein Typenwechsel billiger daherkommt als die Kosten einer Aufrüstung, dann ist ein Typenwechsel durchaus diskutabel. Und genau dies wird ja auch nach diversen Medienberichten im Verteidigungsministerium verfolgt und beobachtet. Gegenwärtig ist der Frust über den Tiger dermaßen groß, dass man die Fühler in alle Himmelsrichtungen ausstreckt und Möglichkeiten auslotet. Airbus steht hier ebenfalls sehr unter Druck. Es ist für Airbus das eingetreten was sie selbst haben kommen sehen. Nämlich das durch den Deutschen Sonderweg in diesem Projekt personelle Ressourcenengpässe im Bereich Weiterentwicklung entstehen. Wenn Deutschland also in diesem Projekt weiter so verfährt wie bisher, dann ist das Projekt schlicht und ergreifend tot. Es wird andauernd Verzögerungen geben. Mal ganz zu schweigen von den Kosten die der Steuerzahler für dieses Projekt aufbringen muss. Auch beim TLVS sehen wir das die BW sich zunehmend von diesem Projekt verabschiedet und immer mehr Richtung Patriot blickt. Ich denke schon das momentan im Verteidigungsministerium einiges im Umbruch ist.
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(25.03.2021, 10:14)WideMasta schrieb: Deine Aussage zu einem Typenwechsel kann man so nicht stehen lassen. Wenn ein Typenwechsel billiger daherkommt als die Kosten einer Aufrüstung, dann ist ein Typenwechsel durchaus diskutabel.

Doch, die Aussage kann man so stehen lassen, weil sie in direktem Zusammenhang zu den finanziellen Aspekten gefallen ist, die wiederum der Grund dafür sind, dass es keine Bewegung bei den Gesprächen hinsichtlich der Aufrüstung auf den Mark-III-Standard gibt. Ich habe ja auch explizit erwähnt, dass aufgrund des vorhandenen Rüstungsbedarfs auch letzteres immer unwahrscheinlicher wird. Ob ein Typwechsel nun günstiger wäre oder nicht (ich sehe die Argumente dahingehend kritischer, aber darum soll es nicht gehen) spielt keine Rolle, wenn das Gesamtvolumen so oder so zu hoch ist und es, und das ist der wichtigste Punkt, eine Möglichkeit gibt die Entscheidung nach hinten zu verlegen.

Denn gerade weil es aufgrund der inzwischen jahrzehntelangen Vernachlässigung und Unterversorgung massive Fähigkeitsdefizite gibt findet doch zur Zeit eine Priorisierung statt, und es ist jede Möglichkeit willkommen, eine Entscheidung zugunsten der Projekte zu vertagen, bei denen das nicht mehr möglich ist.
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@Helios ist es die richtige Stelle ??

Florence Parly Ministre des Armées Interview La tribune 14 Mai 2021

La tribune (französisch) paywall

Wurden Berlins Zögern zu Beginn des Jahres auf dem Tiger Mark 3, einem wichtigen Programm für Frankreich und die Armee, das es für Auslandseinsätze einsetzt, gelöst?
Unsere deutschen Partner erzählten uns von ihrer Besorgnis über die Verfügbarkeit des Tigers, der jedoch keinen Zusammenhang mit dem Tiger Mark 3 hatte. Dies führte für einige Wochen zu einer Blockade. Um es freizuschalten, haben wir angeboten, den Deutschen unsere Methode zur Verbesserung der Verfügbarkeit des Tigers mitzuteilen, die es ihnen über OCCAR ermöglichte, sehr schnell eine Vereinbarung mit Airbus Helicopters abzuschließen. Ich halte diesen Punkt für hinter uns. Nachdem alle Verhandlungen mit Airbus Helicopters über den Tiger Mark 3-Vertrag bei OCCAR seit Ende März abgeschlossen sind, warten wir darauf, dass das Thema parallel zum spanischen Genehmigungsverfahren auf die Tagesordnung einer parlamentarischen Sitzung des Bundestages gesetzt wird .
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Ja, das ist der passende Ort dafür. Und danke für die französische Perspektiven Smile
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