(Waffe) Nah- und Nächstbereichsschutz (NNbs)
(17.02.2022, 22:36)Quintus Fabius schrieb: Und jeder FlaRakPz hat dann eine Waffenstation (mit was für einer Waffe?) welche gegen Erdfeind und Mini-Drohnen eingesetzt werden soll.

Meiner rein privaten Meinung nach wäre es besser, wenn es in jeder Gruppe dezidierte FlaK-Panzer gäbe (ohne da jetzt ein konkretes System zu benennen), der für diese Aufgabe deutlich leistungsfähiger ist als eine bloße Waffenstation auf einem ansonsten mit Flubabwehr-Raketen bewaffneten Fahrzeug.
Dabei geht es ja nur um reinen Eigenschutz gegen Kleinstbedrohungen, mehr nicht. Den echten FlaKPz muss es dann im Teilprojekt 3 geben, aber das interessiert die Luftwaffe weniger.

Zitat:Im Text heißt es ja, dass man den Schutz von drei Brigaden zzgl. Divisionstruppen bereit stellen will. Da stellt sich mir sofort die Frage, wie das genau zu verstehen ist?! Sollte man nicht stattdessen gleich den Schutz von 6 Brigaden zzgl. Divisionstruppen anstreben zzgl. zwei weiterer solcher Staffeln für die D/F Brigade und die DSK bzw. als Korps-Truppen / Reserve etc?
Man wird das anstreben, was der nationalen Ambition entspricht. Und da wir bekanntlich nicht davon ausgehen können, mittelfristig mehr als eine Division einsatzklar zu bekommen, müssen wir auch nicht mehr als das gegen Angriff aus der Luft schützen können.
Allerdings würde das natürlich voraussetzen, dass diese Systeme dann eine entsprechend höhere Einsatzbereitschaft aufweisen, ansonsten hättest du natürlich Recht und man müsste den Schutz aller Kräfte anstreben, um den der tatsächlich einsatzfähigen zu erreichen.
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Die von mir genannte Zahl von 8 solchen Einheiten ist auch nicht zufällig und nicht allein durch die Zahl der Brigaden begründet. Selbst mit nur einer einsetzbaren Division benötigt man in Wahrheit mehr solcher Verbände. Es geht dabei ja nicht nur um den Schutz der Heeres-Einheiten, dass ist zu kurz gedacht, man muss auch andere Sachen schützen. Noch darüber hinaus benötigt man eine gewisse Reserve - vor allem gegen die unweigerlich auftretenden hohen Verluste dieser Einheiten, weil diese primäre Ziele des Gegners sein werden, und auch um mit einer größeren Menge von Angreifern aus der Luft fertig zu werden als man sich dies heute so gemeinhin vorstellt, da die Drohnenkriegsführung zu Massenangriffen in heute nicht vorstellbaren Ausmaß führen wird.

Die Zahl 8 hat auch im weiteren mit der Frage der Kommando-Ebenen zu tun, und wieviele Einheiten überhaupt jeweils gleichzeitig eingesetzt werden von dem was verfügbar ist und wieviel Schutz diese Einheiten dann jeweils benötigen.
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Drohnen-Jammer sind oft teuer und/oder schwer.

Hier mal ein im Vergleich besonders günstiges System mit 6 kg. Combat Proven im aktuellen Konflikt, was meiner Meinung nach ein Wert ist:

https://www.kvertus.com/products/drone-j...on-kvsg-3/

https://www.kvertus.com/
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https://www.t-online.de/nachrichten/deut...swehr.html
Abwehr von Drohnen
Rüstungskonzern Rheinmetall testet Laserwaffe für die Bundeswehr
Mit einem neuen Laserwaffensystem sollen Drohnen gesichtet und zerstört werden: Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat den erfolgreichen Test eines Erprobungsmodells gemeldet.

Der Rüstungskonzern Rheinmetall hat erfolgreich das Erprobungsmodell einer Laserwaffe getestet, um Drohnen zu zerstören, wie das Unternehmen mitteilt. Den Waffen wird in der Kriegsführung eine große Bedeutung beigemessen, wenngleich sie bislang eher ein Schattendasein führen. Neben Russland setzen auch Staaten wie die USA, China, die Türkei und Indien auf ihre Entwicklung.

Auch Russland meldete am Donnerstag, kurz vor der Einführung eines Hochleistungslasers zum Abschuss von Drohnen und leichten Fluggeräten zu stehen.
Rheinmetall: Test lief "mehr als zufriedenstellend"

In dem Testversuch seien unterschiedliche Drohnen auf eine Entfernung von bis zu einem Kilometer zerstört worden. Diese Ergebnisse seien "mehr als zufriedenstellend". Auch die Vorführung vor Vertretern der Bundeswehr und des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr habe alle Erwartungen erfüllt.
Ziel der Untersuchung sei es, bis Ende 2022 einen mobilen Demonstrator zu erstellen, der in ein gepanzertes Transportfahrzeug integriert werden könne.
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Im aktuellen Esut Artikel ist zu lesen dass das NNbs Projekt stark beschleunigt werden soll!
man will sich im Sommer 2 Angebote vorlegen lassen… das neuere Angebot soll wohl Boxer als Basisfahrzeug für IRIS-T vorsehen… Ursache sind wohl Erkenntnisse aus dem Ukraine Krieg dass Flugabwehr Fahrzeuge auch besser gepanzert und mobiler sein sollten…
Außerdem soll das teilprojekt 3 schneller Zulaufen…spekuliert wird über Skyranger30 auf Boxer Basis
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Paywall: https://esut.de/2022/05/fachbeitraege/34...difiziert/

Die ESuT berichtet, dass sich die Angebotsfrist für NNbS-Teilprojekt 1 in den Sommer verschoben habe, weil nun ein Alternativangebot für Iris-T SLS auf Boxer erstellt werden soll.

Außerdem überlegt man wohl, die Fähigkeit zur Drohnenabwehr aus dem Teilprojekt 3 von NNbS vorzuziehen. ESuT spekuliert auf 30 oder 35mm Skyranger auf Boxer.
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