In und um Libyen herum
#1
Bereits am 4. Juli hat es auf der Al-Watiya-Luftwaffenbasis in Libyen ordentlich geknallt.
Die dort stationierten Radare wurden wohl geblendet/gestört und kurz danach griff eine unbekannte Macht konzertiert aus der Luft an.

Türkischen Vermutungen zufolge könnten ECM von den Franzosen gekommen sein, die Kampfflugzeuge hingegen von den Vereinigten Arabischen Emiraten.
Die Franzosen sind sowieso (und zurecht) noch sauer, wegen der Geschichte mit der Fregatte im Rahmen der NATO-Operation Sea Guardian.

Eine Quelle ist HIER. Es gibt aber noch weite auf Twitter oder auf türkischen Seiten.

Das war auf jeden Fall gut organisiert und von neuer Qualität, nachdem die Türkei wochenlang mit Drohnen Boden gut gemacht hat.

Haben wir derzeit Aufklärungskapazitäten im Mittelmeer? Oste-Klasse? Bei Irini ist eine P3C dabei, aber das wäre wohl Zufall gewesen, wenn die gerade zu diesem Zeitpunkt dort gewesen wäre.
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#2
Die türkische NATO Delegation hat die Vorwürfe der Franzosen im letzten NATO Treffen mit Belegen und Fotos widerlegt. Das Illuminationsradar der türkischen Fregatte war zu keiner Zeit aktiv.

Die Franzosen sind nur sauer weil sie das libysche Öl nicht kriegen und zukünftig den Gürtel enger schnallen müssen.
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#3
(02.09.2020, 16:04)Ottoman Legacy schrieb: Die türkische NATO Delegation hat die Vorwürfe der Franzosen im letzten NATO Treffen mit Belegen und Fotos widerlegt. Das Illuminationsradar der türkischen Fregatte war zu keiner Zeit aktiv.
Hast Du dazu einen offiziellen Link?
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#4
(02.09.2020, 17:14)PKr schrieb:
(02.09.2020, 16:04)Ottoman Legacy schrieb: Die türkische NATO Delegation hat die Vorwürfe der Franzosen im letzten NATO Treffen mit Belegen und Fotos widerlegt. Das Illuminationsradar der türkischen Fregatte war zu keiner Zeit aktiv.
Hast Du dazu einen offiziellen Link?

Ja habe ich, muss ihn heraus filtern aus meinem Browserverlauf
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#5
Und ? Wo sind die Links ?
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#6
Natürlich können wir mit den Fingern auf die Großmächte oder Träumern von solcher Macht zeigen.
Dabei dürfen wir aber auch Frankreich nicht vergessen.
Die Destabilisierung im Mittelmeer und großen Teilen Nordafrikas ist auf das Versagen französischer Politik zurückzuführen. Die Militärischen Schläge gegen Gaddafi führten nicht zum Frieden, sondern zu einer Flüchtlingswelle die Europa erschüttert, sowie einem Bürgerkrieg in dem jeder seine (Öl- oder Gas-) Suppe zu kochen versucht.
Das Abkommen über die Aufteilung ihrer Einfluss- und Interessenszonen im Mittelmeer zwischen der Türkei und Libyen mag/wird ungültig sein. Ermöglicht hat den Vertrag letztlich Frankreich. Ägypten versucht nicht weiter in die Unwägbarkeit Frankreichs (z. B. MEKO statt FREMM) zu geraten, während Deutschland sich immer mehr an dessen Rockzipfel hängt.
Nun versucht Frankreich Begleitschutz für seine Flotte gegen in Türkei in Belgien zu „requirieren“ obwohl die NATO eigentlich so lange als möglich neutral bleiben will.
Natürlich ist Griechenland für mich EU und die Türkei nur NATO. Aber ich habe stärker Bindungen an die NATO als Frankreich, die erst seit 2009 wieder Vollmitglied sind.
Was machen wir uns eigentlich Sorgen über eine Pipeline? Die kann man auf- und zudrehen. Ein Krieg ist schwerer zu beenden.
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#7
(05.09.2020, 10:38)Seafire schrieb: Natürlich können wir mit den Fingern auf die Großmächte oder Träumern von solcher Macht zeigen.
Dabei dürfen wir aber auch Frankreich nicht vergessen.
Die Destabilisierung im Mittelmeer und großen Teilen Nordafrikas ist auf das Versagen französischer Politik zurückzuführen. Die Militärischen Schläge gegen Gaddafi führten nicht zum Frieden, sondern zu einer Flüchtlingswelle die Europa erschüttert, sowie einem Bürgerkrieg in dem jeder seine (Öl- oder Gas-) Suppe zu kochen versucht.
Das Abkommen über die Aufteilung ihrer Einfluss- und Interessenszonen im Mittelmeer zwischen der Türkei und Libyen mag/wird ungültig sein. Ermöglicht hat den Vertrag letztlich Frankreich. Ägypten versucht nicht weiter in die Unwägbarkeit Frankreichs (z. B. MEKO statt FREMM) zu geraten, während Deutschland sich immer mehr an dessen Rockzipfel hängt.
Nun versucht Frankreich Begleitschutz für seine Flotte gegen in Türkei in Belgien zu „requirieren“ obwohl die NATO eigentlich so lange als möglich neutral bleiben will.
Natürlich ist Griechenland für mich EU und die Türkei nur NATO. Aber ich habe stärker Bindungen an die NATO als Frankreich, die erst seit 2009 wieder Vollmitglied sind.
Was machen wir uns eigentlich Sorgen über eine Pipeline? Die kann man auf- und zudrehen. Ein Krieg ist schwerer zu beenden.

Der Fehler des Westens gegen Assad und Gadaffi Stellung zu beziehen und die dortige Opposition zu unterstützen hat die Türkei natürlich in ihren Großmachtsphantasien beflügelt. Im westlichen Elfenbeinturm ist man oft nicht in der Lage einzuschätzen was danach kommt. Dass die Masse der Opposition in Syrien und Libyen sich eben aus Islamisten und Muslimbrüdern rekrutiert hat man nicht verstanden bzw. großzügig darüber hinweg gesehen. Aber aus Fehlern sollte man lernen. Noch ist es möglich die Region wieder zu stabilisieren aber nicht indem man sie Erdogan überlässt. Inzwischen muss man froh sein dass Rußland in Syrien und auch Libyen interveniert hat, sonst wäre es noch viel schlimmer geworden. Syrien wäre wohl inzwischen komplett vom IS übernommen worden hätten die Russen keine Hilfe geleistet.
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#8
(05.09.2020, 12:45)lime schrieb:
(05.09.2020, 10:38)Seafire schrieb: Natürlich können wir mit den Fingern auf die Großmächte oder Träumern von solcher Macht zeigen.
Dabei dürfen wir aber auch Frankreich nicht vergessen.
Die Destabilisierung im Mittelmeer und großen Teilen Nordafrikas ist auf das Versagen französischer Politik zurückzuführen. Die Militärischen Schläge gegen Gaddafi führten nicht zum Frieden, sondern zu einer Flüchtlingswelle die Europa erschüttert, sowie einem Bürgerkrieg in dem jeder seine (Öl- oder Gas-) Suppe zu kochen versucht.
Das Abkommen über die Aufteilung ihrer Einfluss- und Interessenszonen im Mittelmeer zwischen der Türkei und Libyen mag/wird ungültig sein. Ermöglicht hat den Vertrag letztlich Frankreich. Ägypten versucht nicht weiter in die Unwägbarkeit Frankreichs (z. B. MEKO statt FREMM) zu geraten, während Deutschland sich immer mehr an dessen Rockzipfel hängt.
Nun versucht Frankreich Begleitschutz für seine Flotte gegen in Türkei in Belgien zu „requirieren“ obwohl die NATO eigentlich so lange als möglich neutral bleiben will.
Natürlich ist Griechenland für mich EU und die Türkei nur NATO. Aber ich habe stärker Bindungen an die NATO als Frankreich, die erst seit 2009 wieder Vollmitglied sind.
Was machen wir uns eigentlich Sorgen über eine Pipeline? Die kann man auf- und zudrehen. Ein Krieg ist schwerer zu beenden.

Der Fehler des Westens gegen Assad und Gadaffi Stellung zu beziehen und die dortige Opposition zu unterstützen hat die Türkei natürlich in ihren Großmachtsphantasien beflügelt. Im westlichen Elfenbeinturm ist man oft nicht in der Lage einzuschätzen was danach kommt. Dass die Masse der Opposition in Syrien und Libyen sich eben aus Islamisten und Muslimbrüdern rekrutiert hat man nicht verstanden bzw. großzügig darüber hinweg gesehen. Aber aus Fehlern sollte man lernen. Noch ist es möglich die Region wieder zu stabilisieren aber nicht indem man sie Erdogan überlässt. Inzwischen muss man froh sein dass Rußland in Syrien und auch Libyen interveniert hat, sonst wäre es noch viel schlimmer geworden. Syrien wäre wohl inzwischen komplett vom IS übernommen worden hätten die Russen keine Hilfe geleistet.

Dass die Türkei 2015 in Al Bab ca. 10.000 IS Militanten getötet hat blendest du natürlich vollkommen aus. Ohne die Türkei wäre der IS noch immer so stark wie zu Anfang weil die Russen zu große Angst hatten ihre Wagner Söldner auf den IS im Bodenkampf anzusetzen. Das musste wieder die türkische Armee leisten die den IS in Rekordtempo zerschlagen hat.

Erdogan verdient das ganze Gebiet, denn er hat es befriedet.
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#9
(05.09.2020, 15:03)Ottoman Legacy schrieb:
(05.09.2020, 12:45)lime schrieb:
(05.09.2020, 10:38)Seafire schrieb: Natürlich können wir mit den Fingern auf die Großmächte oder Träumern von solcher Macht zeigen.
Dabei dürfen wir aber auch Frankreich nicht vergessen.
Die Destabilisierung im Mittelmeer und großen Teilen Nordafrikas ist auf das Versagen französischer Politik zurückzuführen. Die Militärischen Schläge gegen Gaddafi führten nicht zum Frieden, sondern zu einer Flüchtlingswelle die Europa erschüttert, sowie einem Bürgerkrieg in dem jeder seine (Öl- oder Gas-) Suppe zu kochen versucht.
Das Abkommen über die Aufteilung ihrer Einfluss- und Interessenszonen im Mittelmeer zwischen der Türkei und Libyen mag/wird ungültig sein. Ermöglicht hat den Vertrag letztlich Frankreich. Ägypten versucht nicht weiter in die Unwägbarkeit Frankreichs (z. B. MEKO statt FREMM) zu geraten, während Deutschland sich immer mehr an dessen Rockzipfel hängt.
Nun versucht Frankreich Begleitschutz für seine Flotte gegen in Türkei in Belgien zu „requirieren“ obwohl die NATO eigentlich so lange als möglich neutral bleiben will.
Natürlich ist Griechenland für mich EU und die Türkei nur NATO. Aber ich habe stärker Bindungen an die NATO als Frankreich, die erst seit 2009 wieder Vollmitglied sind.
Was machen wir uns eigentlich Sorgen über eine Pipeline? Die kann man auf- und zudrehen. Ein Krieg ist schwerer zu beenden.

Der Fehler des Westens gegen Assad und Gadaffi Stellung zu beziehen und die dortige Opposition zu unterstützen hat die Türkei natürlich in ihren Großmachtsphantasien beflügelt. Im westlichen Elfenbeinturm ist man oft nicht in der Lage einzuschätzen was danach kommt. Dass die Masse der Opposition in Syrien und Libyen sich eben aus Islamisten und Muslimbrüdern rekrutiert hat man nicht verstanden bzw. großzügig darüber hinweg gesehen. Aber aus Fehlern sollte man lernen. Noch ist es möglich die Region wieder zu stabilisieren aber nicht indem man sie Erdogan überlässt. Inzwischen muss man froh sein dass Rußland in Syrien und auch Libyen interveniert hat, sonst wäre es noch viel schlimmer geworden. Syrien wäre wohl inzwischen komplett vom IS übernommen worden hätten die Russen keine Hilfe geleistet.

Dass die Türkei 2015 in Al Bab ca. 10.000 IS Militanten getötet hat blendest du natürlich vollkommen aus. Ohne die Türkei wäre der IS noch immer so stark wie zu Anfang weil die Russen zu große Angst hatten ihre Wagner Söldner auf den IS im Bodenkampf anzusetzen. Das musste wieder die türkische Armee leisten die den IS in Rekordtempo zerschlagen hat.

Erdogan verdient das ganze Gebiet, denn er hat es befriedet.

Ach deine Fake News sind wirklich nur zum Lachen Big Grin
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#10
In Libyen wurde die Freilassung von mehr als 100 Gefangenen, die seit Beginn der fehlgeschlagenen Offensive von Marschall Khalifa Haftar zur Eroberung der Hauptstadt im Jahr 2019 festgehalten wurden, am Mittwoch, dem 31. März, vor Ort und von den Vereinten Nationen begrüßt.
RFI (französisch)
Auf Initiative einer lokalen Dialoggruppe wurden diese Kriegsgefangenen am Mittwoch, dem 31. März, freigelassen. Alle in Weiß gekleidet in traditionellen libyschen Outfits. Sie wurden von den „Ululationen“ ihrer Familien begrüßt.
[Bild: https://s.rfi.fr/media/display/c2a6a610-...ity_0.webp]
Die Zeremonie, die in der 70 km von Tripolis entfernten Stadt Zawiya im Westen Libyens stattfand, war von einem wichtigen Sicherheitsapparat umgeben. Die Geste wird als erster Schritt zur erhofften nationalen Versöhnung gesehen. Es wurde gefordert, alle Gefangenen freizulassen. Sehr junge Leute Die freigelassenen Gefangenen sind alle sehr junge, unerfahrene Menschen. Sie begannen den Krieg und gehörten der Brigade 107 der libyschen Nationalarmee an, die von Khalifa Haftar angeführt wurde, während sie alle aus Westlibyen stammten. Hauptsächlich aus zwei Städten: Sabrata und Sorman.
Während seiner Rede forderte der Vorsitzende des Präsidialrates, Mohamed al-Manfi, "Fortschritte beim Wiederaufbau des Landes". Für ihn steht die nationale Versöhnung ganz oben auf der Prioritätenliste des Präsidialrates. Dies ist der "Eckpfeiler für den Aufbau eines einheitlichen Zivilstaates", sagte er. Sein Vizepräsident, Moussa al-Koni, forderte andere Städte auf, dem Beispiel von Zawiya zu folgen und Gefangene aus den letzten zwei Jahren freizulassen.
Gemäß dem im vergangenen Herbst unterzeichneten politischen Abkommen von Genf sollten alle Kriegsgefangenen freigelassen werden. Im Januar 2021 hatten die beiden rivalisierenden Lager einen ersten Gefangenenaustausch gemäß dem Waffenstillstandsabkommen durchgeführt.
Neustart der militärischen Zusammenarbeit zwischen Frankreich und Libyen Nach der Wiedereröffnung der französischen Botschaft am Montag in Tripolis fand an diesem Donnerstag, dem 1. April, in der Militärbasis Boucetta in Tripolis ein Treffen zwischen dem französischen Militärattaché Oberstleutnant Thomas Billard und dem libyschen General Mohamed al-Haddad statt. Die militärische Koordination zwischen den beiden Ländern wurde diskutiert. Es war auch die Rede davon, das in der Vergangenheit zwischen den beiden Parteien unterzeichnete Abkommen zur Ausbildung libyscher Soldaten wieder aufzunehmen.

Libyen: Mehr als 100 Kriegsgefangene im Rahmen der Versöhnung freigelassen
Von La Rédaction Veröffentlicht am 1. April 2021 - 23:57:15
Journal Realites Tunesien (französsich)
Die UN-Mission in Libyen (Manul) begrüßte am Mittwochabend die Freilassung von 120 Gefangenen, die im Lager von Khalifa Haftar, dem starken Mann im Osten des Landes, gekämpft hatten und die Freilassung anderer Kriegsgefangener forderten. Manul begrüßte die "Bemühungen der Regierung der nationalen Einheit um nationale Versöhnung, die heute mit der Freilassung eingeleitet wurden" dieser Gruppe in der Stadt Zawiya (West). Sie "hofft, dass diese Initiative der Beginn der nationalen Versöhnung ist" und fordert "die Freilassung aller Häftlinge vor Beginn des heiligen Monats Ramadan", der für den 12. April geplant ist.
"Die Zukunft und Entwicklung Libyens hängen mit seiner Fähigkeit zusammen, seine Wunden durch nationale Versöhnung zu heilen", kommentierte der libysche Premierminister Abdelhamid Dbeibah auf Twitter. Die Häftlinge wurden nach einer von den Behörden der Stadt 45 Kilometer westlich von Tripolis organisierten Zeremonie freigelassen, deren Kämpfer bereits im April 2019 an der Verteidigung der Hauptstadt beteiligt waren. Mitglieder der Brigade 107, die Marschall Haftar treu ergeben waren, wurden zu Beginn der fehlgeschlagenen Offensive zur Eroberung von Tripolis in der Nähe von Zawiya von Kämpfern aus dieser westlibyschen Stadt gefangen genommen.
Der Kampf zwischen den loyalen Kräften der ehemaligen Regierung der nationalen Einheit (GNA, anerkannt von den Vereinten Nationen und mit Sitz in Tripolis) und denen des mächtigen Militärs in den Siebzigern endete im Sommer 2020. Seit Oktober wurde ein Waffenstillstand eingehalten, und nach einem von den Vereinten Nationen geleiteten Prozess wurde gerade eine neue einheitliche Regierung eingesetzt, um den Übergang bis zu den nationalen Wahlen im Dezember zu bewältigen. Die Zeremonie am Mittwoch, ein Zeichen dieses politischen Aufschwungs, wurde von langen Reden zum Thema Einheit und Versöhnung unterbrochen. *
"Baue das Land wieder auf" Abdallah Ellafi, Vizepräsident des Präsidialrates, forderte "Fortschritte beim Wiederaufbau des Landes" und befürwortete "nationale Versöhnung". "Wir dürfen unseren Kindern keinen Hass und keinen Groll übermitteln", betonte er. "Heute brauchen wir einander am meisten", sagte Moussa al-Koni, eine weitere Vizepräsidentin des Präsidialrates. Der dreiköpfige Präsidialrat wurde im Februar von 75 libyschen Beamten aller Seiten in Genf ernannt, die sich ebenfalls für Dbeibah entschieden hatten.
Umgeben von starken Sicherheitsmaßnahmen fand die Zeremonie am Mittwoch im Hauptquartier des Zawiya Olympic Club auf Initiative einer lokalen Dialoggruppe statt. Die Gefangenen, gekleidet in lange weiße Hemden und Sarouels, weiße Kopfbedeckungen auf dem Kopf, konnten dann ihre Familien finden, die an Ort und Stelle unter den Ululationen auf sie warteten. Mitglieder der Brigade 107 stammen aus dem Westen des Landes, darunter Sorman und Sabratha, 60 bzw. 70 km von der Hauptstadt entfernt. Einige waren noch minderjährig, als sie angeworben wurden, um mit Pro-Haftar-Kräften zu kämpfen.
Im Dezember 2020 und Januar 2021 hatten die rivalisierenden Lager Dutzende von Gefangenen gemäß dem Waffenstillstandsabkommen ausgetauscht, das von einer gemeinsamen Militärkommission aus fünf Mitgliedern aus jedem Lager unterstützt wurde.
* Söldner
Libyen versucht, sich aus einem Jahrzehnt des Konflikts zu befreien, seit dem Sturz des Regimes von Muammar Gaddafi im Jahr 2011, einem Chaos, das durch die Existenz rivalisierender Mächte in den letzten Jahren in Tripolitanien (West) und der Cyrenaica (Ost) gekennzeichnet ist. Die anhaltende Versöhnung wird jedoch durch die Anwesenheit von Tausenden von Söldnern und ausländischen Soldaten auf libyschem Boden behindert - von den Vereinten Nationen auf 20.000 im Dezember geschätzt -, während der Konflikt größtenteils von externen Mächten angeheizt wurde. Während des Krieges zwischen den rivalisierenden Mächten in den Jahren 2019 und 2020 unterstützte die Türkei die GNA aktiv, während die Ostseite Unterstützung von den Emiraten, Russland und Ägypten erhielt.
Zu den externen Akteuren gehörten Söldner der privaten russischen Gruppe Wagner, Anhänger des Ostlagers, Tschadier, Sudanesen und Syrer, aber auch türkische Soldaten im Rahmen eines bilateralen Abkommens mit der vorherigen Regierung in Tripolis. Die Vereinten Nationen und mehrere Länder fordern seit Monaten den Abzug dieser ausländischen Streitkräfte. In einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht empfahl UN-Generalsekretär Antonio Guterres, im Rahmen der Manul-Friedensmission in Libyen neben dem von und geleiteten „Überwachungsmechanismus“ des Waffenstillstands eine „Beobachterkomponente zur Einstellung der Feindseligkeiten“ einzurichten die Libyer.
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#11
Italian, French and German foreign ministers in Libya
itamilradar by itamilradar March 25, 2021 in French AF, German AF, Italian AF
ITAMILRadar
The foreign ministers of France, Germany and Italy met today their Libyan counterpart in Tripoli in a show of support for the war-torn country’s newly formed unity government.
[Bild: https://www.itamilradar.com/wp-content/u...24x689.png]
At 18:40 CET we can track a Compagnia Aerea italiana (Italian Secret Services linked air company) Falcon 900 EX (reg. I-TARH – callsign CPI241) descending to Rome Ciampino, a French Air Force Dassault Falcon 900EX (reg. F-RAFP – CTM0004) in flight to Paris and a German Air Force Transall C-160D (callsign GAF287) in flight to Sigonella AB.
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#12
Ägypten-Libyen: Haftar wird erneut Kairos privilegierter Verbündeter
Veröffentlicht am: 13.08.2021 - 08:03
rfi (französisch)
Kairo setzt erneut auf sein Bündnis mit Marschall Khalifa Haftar (unser Illustrationsfoto), dem starken Mann Ostlibyens, um dem Einfluss Ankaras und der Islamisten in Libyen entgegenzuwirken
. LNA War Information Division / AFP Text von: RFI Folgen 2 Minuten
Der Besuch des libyschen Marschalls Khalifa Haftar in dieser Woche in Ägypten ist laut Kairo und Washington Teil der Bemühungen der internationalen Gemeinschaft, den politischen Prozess zum Erfolg zu führen und zu den Parlamentswahlen Ende des Jahres in Libyen zu führen .
[Bild: https://s.rfi.fr/media/display/6fdcf648-...671e8.webp]
Aus Gründen der Ausgewogenheit kündigt Ägypten außerdem an, in Kürze weitere am politischen Dialog beteiligte libysche Persönlichkeiten für umfassendere Konsultationen zu empfangen. Abgesehen von den Bemühungen, bei den zukünftigen Wahlen erfolgreich zu sein, scheint die ägyptische Macht sich wieder mit ihrem ehemaligen Verbündeten verbinden zu wollen, um dem Einfluss Ankaras und der Islamisten in Libyen entgegenzuwirken.
Kairo setzt erneut auf sein Bündnis mit Marschall Khalifa Haftar, dem starken Mann Ostlibyens, um dem Einfluss Ankaras und der Islamisten in Libyen entgegenzuwirken. Tatsächlich fand Haftars überraschender Besuch in Kairo nur drei Tage nach den Erklärungen des türkischen Verteidigungsministers statt, der im Beisein des libyschen Premierministers Abdelhamid Dbeibah in Ankara bekräftigte, dass die türkischen Streitkräfte und Söldner das Land nicht verlassen würden wie in der politischen Vereinbarung festgelegt.
Vorwürfe Ägypten macht die libysche Exekutive auch für ihre mangelnde Reaktion auf die Aktionen islamistischer Milizen in Tripolis und Westlibyen verantwortlich. Laut mehreren Beobachtern drängen die türkische Position und die wachsende Rolle der Islamisten in Tripolis Kairo dazu, Haftar in seiner Rolle als "privilegierten Verbündeten in Libyen" wiederherzustellen. Senken Sie die Spannung
Wenn Kairo versucht, die erhöhten Spannungen zwischen den beiden gegnerischen Lagern abzubauen und Libyen zu Wahlen zu führen, dann deshalb, weil Khalifa Haftar, indem er sich bereit erklärt, das Spiel zu spielen, auch für Kairo die richtige Wahl sein könnte, nur für den Fall, dass das zukünftige Wahlgesetz dies zulassen würde .
Detected language : French
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#13
Vergessenes Samsung-Tablet in Libyen lüftet das Geheimnis der russischen Söldner

Das Gerät, das vermutlich einem ehemaligen Mitglied der Wagner-Gruppe gehörte, liefert neue Erkenntnisse über die Identität der Kämpfer und ihre Methoden.

OLJ / Von Stéphanie KHOURI, 30. September 2021 um 00:00 Uhr
L'Orient le jour (Libanon) franzosisch)
Ein in Libyen vergessenes Samsung-Tablet lüftet das Geheimnis der russischen Söldner
[Bild: https://s.lorientlejour.com/storage/atta...34352.jpeg]
Russische Soldaten in Deir ez-Zor, Ostsyrien, am 15. September 2017. Dominique Derda/AFP

Ukraine, Syrien, Sudan, Libyen... Und bald Mali? Seit Mitte September ist die Wagner-Gruppe im Gespräch mit der malischen Regierung wieder in den Vordergrund der internationalen Nachrichten gerückt. Ziel ist die Entsendung von tausend Kämpfern zur Ausbildung und zum Schutz des malischen Generalstabs. Die Ankündigung sorgte in den westlichen Hauptstädten für Unmut, allen voran in Paris, wo man befürchtet, dass Moskau die jüngste Verlegung französischer Truppen ausnutzt, um Einfluss in der Sahelzone zu gewinnen.
Die Nachricht ist jedoch nicht überraschend. Sie bestätigt sowohl das russische Interesse an dem Kontinent, auf dem es sich bereits mehrfach engagiert hat (in der Zentralafrikanischen Republik, im Sudan, in Libyen, aber auch in Mosambik und Madagaskar), als auch die Wachstumsstrategie, die in der Vervielfachung der Wagner-Verträge in der ganzen Welt zum Ausdruck kommt.

Während dieses Ereignis für Schlagzeilen sorgte, lag die eigentliche Neuigkeit der letzten Wochen woanders: in einem weißen Samsung-Tablet, das auf einem ehemaligen Schlachtfeld im Westen Libyens gefunden wurde. Medien, die Zugang zu seinem Inhalt hatten, darunter die BBC und das Online-Magazin Newlines, gehen davon aus, dass es von einem ehemaligen russischen Söldner benutzt wurde, der nach Libyen geschickt wurde, um an der Seite der Truppen von General Khalifa Haftar gegen die Truppen der Regierung der Nationalen Einheit (GNA) zu kämpfen. Der Besitzer des Flugzeugs soll es vergessen haben, da er das Gebiet verließ, als sich die russischen Truppen im Frühjahr 2020 von der Front in Tripolis zurückzogen.

Die Anwesenheit russischer Söldner in Libyen ist seit mehreren Jahren bekannt, vor allem dank der Aussagen von Libyern und durchgesickerter Bilder. Aber der von Experten analysierte Inhalt der Tablette liefert viele neue Informationen über diese Männer, die bereit sind, für ein paar tausend Dollar im Monat ihr Leben im Namen ihres Landes zu riskieren.
Das Werkzeug wurde für berufliche, aber auch für private Zwecke verwendet. Zu den gefundenen Daten gehören eine Bibliothek mit mehreren hundert Titeln, darunter militärische Handbücher, aber auch Kochbücher und Verführungsratgeber, von Drohnen gefilmte Videos und eine detaillierte Karte des Gebiets von Ain Zara südlich von Tripolis, wo russische Kämpfer zwischen Februar und Mai 2020 gegen die GNA kämpften.

Eine unsichtbare Armee

Die russische Söldnergruppe, die nach dem deutschen Komponisten "Wagner" benannt ist, entstand in den Jahren 2013-2014 im Zuge des Syrienkriegs und dann des Konflikts in der Ukraine, bevor sie ihre Operationen auf andere Gebiete ausweitete. Ziel ist es, ein privates Kontingent zu schaffen, das in der Lage ist, die russische Armee bei der Konsolidierung ihrer militärischen Erfolge zu unterstützen.
In Syrien, der Ukraine und Libyen sickern Bilder aus dem Einsatzgebiet durch, die die Aktivitäten der Gruppe bestätigen. Das Wissen über die Gruppe ist jedoch nach wie vor lückenhaft. Die Beweislage ist dürftig, die Identität der Kämpfer wird geheim gehalten und der Modus Operandi bleibt weitgehend unbekannt. Wagner gilt seit langem als mysteriöses Wesen, dessen Geheimnistuerei Faszination und Spekulationen auslöst.
Obwohl der Status des Söldners in Russland illegal ist und der Kreml jegliche Verbindung zu diesen "Freiwilligen", die aus freien Stücken in den Kampf ziehen, abstreitet, scheinen die Verbindungen zwischen der privaten Gruppe und den Behörden schwer zu bestreiten zu sein. Profile verkörpern diese Verbindungen, wie Dmitri Outkine, ein ehemaliger Offizier des militärischen Geheimdienstes, der als Gründer von Wagner gilt, und Evgueny Prigojine, ein russischer Milliardär, der Wladimir Putin nahe steht und die Gruppe finanziert.

Wie viele private Sicherheitsunternehmen ist auch Wagner als "unsichtbare Armee" bekannt. Die Gruppe ermöglicht es der russischen Regierung, die Kosten und Verluste im Zusammenhang mit ihren militärischen Kampagnen zu minimieren. Die Geheimhaltung, die um die Organisation herum gepflegt wird, entspricht also einem Gebot der Informationskontrolle und des Risikomanagements.

Nazi-Tätowierungen und -Parolen

In diesem Zusammenhang liefert die in Libyen gefundene Tafel unveröffentlichte Informationen über die Identität der Söldner und ihre Kampfmethoden. Den gesammelten Informationen zufolge waren sie zwischen 20 und 40 Jahre alt und stammten mehrheitlich aus Kleinstädten, die weit von den Großstädten entfernt waren und in denen die Arbeitslosenquote hoch war.
Ein Vertrag bei Wagner bietet ihnen die Aussicht auf ein Gehalt von rund 3.000 Dollar, während sie in ihren Heimatstädten durchschnittlich nur 500 Dollar erhalten, berichtet Newlines. Einige sind ehemalige Straftäter, für die es schwierig ist, in die Armee einzutreten.

Die gesammelten Informationen haben es auch ermöglicht, den Verdacht auf Kriegsverbrechen dieser hybriden Streitkräfte zu überprüfen oder zu bestätigen, die nicht zögern, die Regeln des Krieges zu brechen, indem sie beispielsweise Minen zurücklassen, die libysche Zivilisten reihenweise töten werden. Ein ehemaliger Söldner erklärte gegenüber der BBC, dass er nicht zögere, Kriegsgefangene zu töten, weil "niemand ein zusätzliches Maul zu stopfen haben will".

Es ist vor allem die ideologische Komponente, die das Bild dieser Schattenkämpfer dauerhaft verändern könnte. Seit mehreren Jahren kursieren Gerüchte über die ideologische Ausrichtung der Gruppe. Ein im Jahr 2020 veröffentlichtes Foto zeigte angeblich die Nazi-Tätowierungen von Dmitri Outkin. In Libyen wurden auch rassistische und islamfeindliche Graffiti in russischer Sprache an den Wänden von Gebäuden in Regionen gefunden, die von Wagners Soldaten erobert worden waren, wie Ain Zara.

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Die neuen Informationen bestätigen und erweitern diese Daten. Neben der militärischen Literatur wurde auch Adolf Hitlers Manifest Mein Kampf in der elektronischen Bibliothek der vergessenen Tafel in Ain Zara gefunden. Die Identifizierung der Online-Profile einiger Soldaten bestätigt dieses Bündel bereits vorhandener Anhaltspunkte: Hinweise auf den Zweiten Weltkrieg, Nazi-Tätowierungen und -Slogans, Symbole des Neuheidentums, die mit der extremen Rechten in Russland in Verbindung gebracht werden, Identifikation mit der Wikingerkultur und der Reinheit der slawischen "Rasse"...

Man muss vorsichtig sein, wenn man daraus schließt, dass Wagners Truppen ausschließlich ideologische Absichten verfolgten. Doch weit entfernt von der unfehlbaren Professionalität einer Eliteeinheit, die für ihre Schlagkraft und ihre hochentwickelte Ausrüstung gerühmt wird, erscheinen die Soldaten der Gruppe plötzlich als das, was sie sind: Männer, die von einer Ideologie durchdrungen sind, die mehr über ihre Heimatländer als über ihre Einsatzorte aussagt. Junge Menschen, die von Überzeugungen angetrieben und durch attraktive Gehälter motiviert werden.
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#14
Es ist meiner Ansicht nach verfehlt in Wagner einfach nur eine PMC zu sehen, dass ist eine Schein-PMC unter deren Dach der GRU und diverse russische Sondereinheiten operieren. Und rechtsextremistische Ansichten sind in den russischen Streitkräften inzwischen ganz allgemein vorherrschend. Tatsächliche Kontraktniki gibt es da natürlich auch, als Kanonenfutter und für die Verblendung der eigentlichen Kerntruppe.
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