USS Zumwalt (DDG 1000)
#1
http://media0.faz.net/ppmedia/aktuell/3 ... endung.jpg

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausl ... 54319.html

Zitat: USS Zumwalt Amerikas Tarnkappen-Zerstörer erstmals ausgelaufen

Für die ersten Tests auf offener See ist der neue amerikanische Zerstörer USS Zumwalt in den Atlantik gefahren. Für das feindliche Radar ist das Schiff wegen der ungewöhnlich Form nur schwer zu orten.

https://de.wikipedia.org/wiki/Zumwalt-Klasse
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#2
Ein ganz amüsanter Artikel darüber, wie sich die Zumwalt-Klasse und die Kirow-Klasse verhalten könnten, wenn sie aufeinander losgelassen würden:

http://nationalinterest.org/feature/amer...sias-17191 

Dafür, dass die Seite amerikanisch ist, mutet das Ergebnis geradezu salomonisch an: Unentschieden, weil die Amerikaner nicht dicht genug rankommen und die Russen kein Ziel finden...
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#3
Zitat:Navy gives look inside futuristic $4.4B Zumwalt destroyer

NEWPORT, R.I. — The Navy gave a first look inside the stealthy and futuristic Zumwalt destroyer on Friday during the ship's first port stop at a Rhode Island naval station.

The 610-foot-long warship has an angular shape to minimize its radar signature and cost more than $4.4 billion. It's the most expensive destroyer built for the Navy. [...] Vice Adm. Tom Rowden mans, trains and equips the surface ships of the Pacific fleet, which will include the Zumwalt. He said Friday the Zumwalt will make a significant difference.

Its advanced technology and capabilities allow it to do a range of defensive and offensive missions, and project power, wherever it is needed, and that's generating tremendous excitement within the Navy, Rowden said. [...]

And, the Zumwalt's unique and significant capability to generate power could be used in ways perhaps not even envisioned yet, such as in the testing and use of laser and directed-energy weapons systems, Rowden said.
https://www.navytimes.com/articles/navy-...-destroyer

Schneemann.
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#4
Zitat:Stealth destroyer Zumwalt sets off on voyage to new homeport

NORFOLK, Va. — With less than a week in the fleet, the Navy’s deadliest destroyer left Norfolk on Thursday for its eventual homeport. The voyage to san Diego is expected to take two months, because the crew has a lot of work to do on the way. [...]

Zumwalt entered Norfolk on Sept. 15 where she prepared for commissioning — a new coat of paint on both sides of the ship, which occupied the crew in the weeks leading up to her commissioning on Oct. 15 in Baltimore, Md. as part of the fleet week celebration. Zumwalt was originally slated to operate from Norfolk to spend more time training at sea, officials told Navy Times when the ship arrived last month. But those plans were scuttled after a mechanical problem that needed fixing.
https://www.navytimes.com/articles/steal...w-homeport

Schneemann.
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#5
Es sieht momentan danach aus - auch wenn die US Navy es offiziell noch nicht bestätigt - dass die Zumwalt-Klasse vorerst ohne Munition für ihre 155mm/L62 Geschütze auskommen muss. Es zeichnet sich ab, dass die US Navy das Long Range Land-Attack Projectile (LRLAP) streichen wird. Bei LRLAP handelt es sich um ein extra für die Geschütze der Zumwalt-Klasse entwickeltes, gelenktes Projektil mit einer Reichweite von 80mi (ca. 130km).
Das LRLAP-Programm galt als vorbildlich, weil es bei der Entwicklung keine großen Rückschläge gab und die Munition die versprochene Wirkung bei einhaltung des Kostenrahmens ablieferte. Als Sargnagel für das Programm könnte sich jetzt allerdings die Reduzierung der Anzahl der Schiffe von ursprünglich 28 auf drei Einheiten herausstellen. Durch die daraus resultierende Verringerung der Menge an benötigter Geschützmunition, liegt der Preis für ein Projektil momentan bei etwa 800.000$.
Zwar sind andere gelenkte 155mm-Projektile, wie etwa die M982 Excalibur, marktverfügbar, doch müssten diese möglicherweise navalsiert werden. Außerdem erreichen diese nicht die Reichweite von LRLAP. Ein weiteres Problem dürfte darin bestehen, dass die 300 Schuss fassenden vollautomatischen Magazine der Zumwalt-Klasse explizit für LRLAP entwickelt und gebaut wurden.

defense news
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#6
(07.11.2016, 15:27)Vanitas schrieb: Es sieht momentan danach aus - auch wenn die US Navy es offiziell noch nicht bestätigt - dass die Zumwalt-Klasse vorerst ohne Munition für ihre 155mm/L62 Geschütze auskommen muss. Es zeichnet sich ab, dass die US Navy das Long Range Land-Attack Projectile (LRLAP) streichen wird. Bei LRLAP handelt es sich um ein extra für die Geschütze der Zumwalt-Klasse entwickeltes, gelenktes Projektil mit einer Reichweite von 80mi (ca. 130km).
Das LRLAP-Programm galt als vorbildlich, weil es bei der Entwicklung keine großen Rückschläge gab und die Munition die versprochene Wirkung bei einhaltung des Kostenrahmens ablieferte. Als Sargnagel für das Programm könnte sich jetzt allerdings die Reduzierung der Anzahl der Schiffe von ursprünglich 28 auf drei Einheiten herausstellen. Durch die daraus resultierende Verringerung der Menge an benötigter Geschützmunition, liegt der Preis für ein Projektil momentan bei etwa 800.000$.
Zwar sind andere gelenkte 155mm-Projektile, wie etwa die M982 Excalibur, marktverfügbar, doch müssten diese möglicherweise navalsiert werden. Außerdem erreichen diese nicht die Reichweite von LRLAP. Ein weiteres Problem dürfte darin bestehen, dass die 300 Schuss fassenden vollautomatischen Magazine der Zumwalt-Klasse explizit für LRLAP entwickelt und gebaut wurden.

defense news

Da sollte man sich mal VULCANO anschauen... Die gibt's auch als 155mm Variante mit 120km Reichweite ;-)
Und vermutlich für deutlich unter 50k pro Schuss
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#7
Die Zumwalt liegt zur Zeit in der ehemaligen US-Naval Station Rodman/Balboa im Panama Kanal vor Anker. Der Grund ist ein Schaden verursacht durch Probleme mit den Wärmetauschern der Motoranlage. Dadurch kann weder die Antriebsanlage, noch die Sensorik und Waffensysteme mit Strom versorgt werden.

Defense News
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#8
Gibt es keinen Diesel dafür? Fällt die aus ist das Schiff blind?
Was machen die Lenz Pumpen?
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#9
Die Schiffe der Zumwalt-Klasse haben keine Dieselmotoren.
Das verbaute Antriebssystem-Prinzip wird Integrated Electric Propulsion (IEP) genannt. Bei den Zumwalts sieht das so aus, dass zwei Gasturbinen über Generatoren Strom erzeugen. Die Wellen der Schiffsschrauben werden aber nicht von den Gasturbinen angetrieben (es besteht auch keine direkte Verbindung zwischen den beiden Baugruppen), sondern von eigenen Elektromotoren, die mit dem von den Gasturbinen erzeugten Strom gespeist werden.
Der Vorteil ist, dass das ganze Antriebspaket viel geräuschärmer als herkömliche Antriebskombinationen betrieben werden kann. Außerdem kann dem Schiff dadurch eine viel größere Strommenge für Sensoren, Waffen, etc. zur Verfügung gestellt werden, was wichtig ist, wenn man irgendwann mal so etwas wie Railguns oder Laserwaffen einsetzen möchte, die einen extrem hohen Energiebedarf haben.
Als Backup gibt es noch zwei weitere Rolls Royce-Gasturbinen.
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#10
(22.11.2016, 22:07)Vanitas schrieb: Die Schiffe der Zumwalt-Klasse haben keine Dieselmotoren.
Das verbaute Antriebssystem-Prinzip wird Integrated Electric Propulsion (IEP) genannt. Bei den Zumwalts sieht das so aus, dass zwei Gasturbinen über Generatoren Strom erzeugen. Die Wellen der Schiffsschrauben werden aber nicht von den Gasturbinen angetrieben (es besteht auch keine direkte Verbindung zwischen den beiden Baugruppen), sondern von eigenen Elektromotoren, die mit dem von den Gasturbinen erzeugten Strom gespeist werden.
Der Vorteil ist, dass das ganze Antriebspaket viel geräuschärmer als herkömliche Antriebskombinationen betrieben werden kann. Außerdem kann dem Schiff dadurch eine viel größere Strommenge für Sensoren, Waffen, etc. zur Verfügung gestellt werden, was wichtig ist, wenn man irgendwann mal so etwas wie Railguns oder Laserwaffen einsetzen möchte, die einen extrem hohen Energiebedarf haben.
Als Backup gibt es noch zwei weitere Rolls Royce-Gasturbinen.

Haben die das gleiche Problem wie die Darrings?
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#11
(23.11.2016, 10:49)ede144 schrieb: Haben die das gleiche Problem wie die Darrings?

Könnte sein, zumindest ist das Antriebssystem der Darings ähnlich dem der Zumwalts. Aber mit Details hält die US Navy aus nachvollziehbaren Gründen hinter dem Berg.
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#12
Für Notstrom sollte es doch zumindest einen Diesel geben. Was machen sie Pumpen und anderes ohne Strom?
Kommunikation nur über Batterie?
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#13
Es gibt aber keinen Diesel. Wie bereits gesagt gibt es zwei kleinere Gasturbinen als Backup. Die werden sicher soviel Leistungsoutput haben, dass ein eingeschränkter Betrieb des Schiffes möglich ist.
Tatsache ist aber, dass die Zumwalt die paar Seemeilen aus dem Miraflores-See zu ihrem jetzigen Liegeplatz geschleppt wurde. Ob das eine reine Vorsichtsmaßnahme war oder auf ein grundlegenderes Problem hindeutet, ist völlig unklar.
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#14
(22.11.2016, 22:07)Vanitas schrieb: Der Vorteil ist, dass das ganze Antriebspaket viel geräuschärmer als herkömliche Antriebskombinationen betrieben werden kann. Außerdem kann dem Schiff dadurch eine viel größere Strommenge für Sensoren, Waffen, etc. zur Verfügung gestellt werden, was wichtig ist, wenn man irgendwann mal so etwas wie Railguns oder Laserwaffen einsetzen möchte, die einen extrem hohen Energiebedarf haben.

Die Größe der zur Verfügung stehenden Energiemenge ergibt sich aus der Größe der Antriebsanlage, nicht deren Auslegung. Auch mit einem traditionellen Antrieb hätte man die gleiche Energiemenge zur Verfügung stellen können.
Der eigentliche Vorteil einer Integrated Electric Propulsion ist die Trennung von Energieerzeugern und -verbrauchern, so dass beide Bestandteile optimal geplant und betrieben werden können. Daraus ergibt sich die Möglichkeit zu besonderen Schallschutzmaßnahmen, zur optimalen Positionierung der Anlagen im Schiff, zur vereinfachten Redundanz der Systeme aus all diesen Punkten auch eine deutliche Reduzierung des Arbeitsaufwandes. Zudem sorgt es für eine insgesamt höhere Leistungsfähigkeit durch einen optimierten Wirkungsgrad und zu kürzeren Reaktionszeiten, da die Gasturbinen unabhängig von der Motorleistung geregelt werden können.
Als besonderes Kriterium kommt allerdings bei der Zumwalt dann noch hinzu (es ist aber abgesehen von den Antriebsmotoren auch mit einer klassischen Auslegung realisierbar), dass das komplette Schiff nur ein Bordnetz zur Stromversorgung verwendet (Integrated Power System) und daher die Energie optimal verteilt werden kann, insbesondere natürlich im Einsatzfall und als Folge von Beschädigungen. Darin unterscheiden sich auch die aktuellen Konzeptionen im Schiffbau im Vergleich zu klassischen teilelektrischen Antrieben (die es ja schon seit einem Jahrhundert gibt).

(25.11.2016, 03:54)Vanitas schrieb: Es gibt aber keinen Diesel.

Natürlich hat auch die Zumwalt Dieselgeneratoren für die Notstromversorgung integriert, es ist allerdings unwahrscheinlich, dass diese stark genug sind um genug Energie für eine sinnvolle Nutzung des Antriebs zu erzeugen. Für eben diesen Antrieb gibt es die von dir erwähnten Hilfsgasturbinen als Sicherheitssystem.

Zitat:Tatsache ist aber, dass die Zumwalt die paar Seemeilen aus dem Miraflores-See zu ihrem jetzigen Liegeplatz geschleppt wurde. Ob das eine reine Vorsichtsmaßnahme war oder auf ein grundlegenderes Problem hindeutet, ist völlig unklar.

Ein größeres Problem ist natürlich von außen betrachtet nicht auszuschließen, allerdings kann man die Schleppernutzung nicht als Indiz dafür betrachten. Deren Einsatz ist im Falle einer Havarie in dem Fahrwasser vorgeschrieben, sofern sich aus dem Problem allgemeine Beeinträchtigungen der Manövrierbarkeit ergeben oder ergeben könnten.
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#15
Was für Stromspeicher sind eigentlich verbaut ? Ist da was erkennbar das auf geplanten Einsatz von speziellen Verbrauchern (Railgun, Laser etc) schließen ließe ?
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