Terroranschläge in Paris
#1
Wohl wieder Terror in Paris:

Zitat:Mindestens 18 Tote bei Angriffen in Paris

Bei einer Attacke in der Pariser Innenstadt sind Schüsse gefallen und es gab eine Explosion. Dabei sollen mindestens 18 Menschen ums Leben gekommen sein. Offenbar gibt es auch eine Geiselnahme.
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... Paris.html

Es gab wohl anscheinend auch Explosionen am Stadion. Sieht nach einer koordinierten Attacke aus.

Edit: Es gibt Meldungen das in einem Theater 100 Personen als Geiseln genommen worden. Die Zahl der Toten hat sich mittlerweile auf bislang 60 erhöht.
Viele Gerüchte momentan, es soll aktuell zu weiteren Schießereien in der Stadt kommen.


Es ist schon erstaunlich, die französische Hauptstadt ist extrem gut überwacht, die Alarmstufe war schon vor den Angriffen sehr hoch und trotzdem gelangen hier großflächige Attacken.
So wie es sich momentan darstellt erscheint es unwahrscheinlich, dass es sich hier lediglich um ein oder zwei Täter handelt. Das ist den Sicherheitsbehörden gehörig was durch die Lappen gegangen.
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#2
Es gab laut Sicherheitsbehörden wohl zwei Selbstmordanschläge während des Länderspiels.

Die Situation im Theater ist aktuell wohl extrem. Anscheinend haben Geiseln über Soziale Medien von systematischen Hinrichtungen im Gebäude berichtet. Die Zahl der Opfer wird da noch deutlich steigen.
Es gibt auch Berichte über mehrere Explosionen im Gebäude und es ist jetzt wohl Befreiungsversuch im Gange.
Angeblich soll dort ein halbes Dutzend Terroristen aktiv sein, sehr schwierige Situation für die Einsatzkräfte wenn das zutrifft.

Insgesamt soll es an sieben (!) Orten in Paris unterschiedliche Angriffe gegeben haben.

Wie schon angerissen, wenn sich der Umfang so bestätigt ist die dringlichste Frage wie sich dieses Terrorkommando formiert hat.
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#3
Die Größe des Geschehens und das Ausmaß der Koordination spricht für einen Terrorangriff der vom Ausland aus gesteuert wurde und gegen selbstradikalisierte Inlandstäter.


Die Größe und Dramatik des Geschehens gebietet meiner Meinung nach zudem einen eigenen Strang:

http://www.france24.com/en/livefeed

Man geht jetzt von mindestens 153 Toten aus, dazu wurden noch mehrere Polizeibeame von Sondereinheiten getötet. Zudem muss es mehrere Hundert Verletzte gegeben haben.

http://www.focus.de/politik/ausland/ans ... 87185.html

Es ist nur noch eine Frage der Zeit bis es in Deutschland zu gleichen Anschlägen kommt. Insbesondere da uns völlig die Kontrolle über unsere Grenzen wie auch über die hier im Land befindlichen Personen entglitten ist. Selbst das BAMF geht von mindestens 300 000 allein im Jahr 2015 nach Deutschland gekommenen Personen aus welche nicht einmal registriert wurden.

Ich bin der Überzeugung dass sich die Terroristen wenn überall jetzt die Sicherheitsmaßnahmen drastisch erhöht werden auf das schwächste Glied in der Kette stürzen werden, also auf uns.

Ansonsten bleibt mir nur noch meine Fassungslosigkeit angesichts der Ereignisse zum Ausdruck zu bringen.

Jetzt kommt es darauf an, in Treue und Waffenbrüderschaft Frankreich uneingeschränkt beizustehen. Deutsche wie Franzosen entstammen demselben Ursprung, dem Reich der Franken, dem Staat welchen Charlesmagnes geschaffen hat.

Wir müssen mit Frankreich zusammen auf diesen Angriff mit allen Mitteln reagieren ! Wir müssen den Verantwortlichen dafür den Krieg erklären und sie militärisch vernichten !

Das überschreitet jede Grenze und muss Krieg bedeuten !!
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#4
Fragt sich nur wo man den Krieg führen soll wenn die Angreifer in dritter oder vierter Generation Franzosen waren.
Sicher drängt sich angesichts des Umfangs der Angriffe eine koordinierte Aktion von außen auf, aber angeblich sollen die Terroristen im Theater französisch gesprochen haben.
Wenn das zutrifft muss man sich endlich mal fragen was jenseits offenkundig unwirksamer Massenüberwachung getan werden kann heimische Terrorsümpfe auszutrocknen.
Es ist allerdings zu befürchten, dass Hollande darauf keine Antwort finden wird und mittelfristig andere politische Kräfte das Ruder übernehmen.

Andererseits, wenn die Angreifer von außen kommen würde das in Deutschland zu erheblichen politischen Verwerfungen führen. Mal abwarten.
Zudem, mir graut offen gesagt vor der Vorstellung, deutsche Sicherheitsbehörden müssten sich mit einer solchen Großlage auseinandersetzen.
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#5
Französisch ist in weiten Teilen Nordafrikas immer noch Standard-Sprache. Und wenn es Inländer der Dritten Generation etc waren, muss man eben endlich mal die Innenpolitik und das eigene Verhalten gegenüber den hier im Land lebenden Muslimen überdenken.

Hier bestehen in ganz Europa eigentliche immense Bring-Pflichten welche die meisten Muslime welche in Europa leben gekonnt ignorieren. Das Fest des Heiligen Martin wird in Laternenfest umbenannt, in der Schulkantine gibt es nur noch Halal Essen auch für Deutsche, Mädchen müssen weder zum Schwimm- noch zum Sportunterricht, es dürfen keine Kreuze in der Schule verschämt in der Ecke hängen, aber selbst in der Grundschule schon Mädchen in Vollschleier herum eiern etc etc

Und ein Gros dieser Personen hat eben nicht die deutsche oder französische Staatsbürgerschaft, es handelt sich stattdessen um Ausländer. Um Ausländer welche auch in der Dritten Generation noch Ausländische Staatsbürger sind. Diese Personen sollten dann auch folgerichtig dort leben wo sie so offenkundig leben wollen, nämlich in ihren islamistischen Herkunftsländern.

Die hier in Europa lebenden Muslime müssen sich jetzt entscheiden: entweder sie passen sich endlich und endgültig an, oder sie haben in Europa keinerlei Zukunft ! Und diese Bring-Pflicht müssen wird jetzt einfordern !

Aktuell:

http://www.sueddeutsche.de/politik/nach ... -1.2737288

Nach den Beschreibungen hier muss es Hintermänner geben. Zudem glaube ich nicht dass alle Attentäter bereits gefasst bzw tot sind.
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#6
Die ganze Geschichte ist eine Tragödie, aber eine, die abzusehen war (bereits im Juli haben französische Dienste ja vor größeren Anschlägen gewarnt und in Marseille auch einen verhindert). Und ich befürchte, dass es nicht der letzte Anschlag dieser Art in Europa gewesen war. Wichtig dürfte nun sein, dass wir uns mit Frankreich vertieft solidarisch zeigen und jede Art der Unterstützung anbieten. Europa muss gegenüber dieser Bedrohung zusammenstehen.

Ich schätze zudem mal, dass die Anschläge durch islamistische Heimkehrer aus dem Nahen Osten verübt wurden (was nun reine Spekulation meinerseits ist), wobei ein gewisser Teil an finanzieller Logistik möglicherweise aus dem Ausland mitkam. Allerdings ist dieses Drama, trotz der horrenden Zahl der Opfer, keine allzu große logistische Sache. Man bedenke: An drei Punkten der Stadt wurden "nur" Bomben gezündet (vor dem Stade de France, wo ja das Länderspiel stattfand), wobei vermutlich drei Attentäter selbst umkamen, an fünf anderen Punkten - die indessen eng beeinander lagen - haben die mutmaßlich fünf restlichen Terroristen relativ planlos um sich geschossen, um möglichst viele Unschuldige zu treffen. Dabei haben sie die Masse der Opfer (über 100?) bei diesem Anschlag durch die Geiselnahmen und durch die gezielte Massenexekution von Geiseln im Konzerthaus Bataclan verursacht (erinnert ein wenig an die Vorgehensweise der Terroristen im Moskauer Dubrowka-Theater 2002). Sie haben sich also einen Punkt herausgesucht, wo einfach viele Menschen auf engem Raum beieinander waren und welchen sie gut kontrollieren bzw. zumindest überschauen konnten.

D. h.: Trotz aller Schrecklichkeit des Anschlags braucht es keine allzu große Logistik hierzu. Die Terroristen haben mit einer sehr kleinen Zahl an Tätern an gut besuchten "hot spots" so viele Opfer wie möglich verursachen wollen. Genau genommen braucht man also nur ein Dutzend fanatisierte Täter und eine winzige Handvoll Finanziers und Drahtzieher.

Wichtig dürfte nun sein, dass diese Tat die Europäer zunehmend eint und auch endlich zu einem geeinten Vorgehen, ja zu einem einheitlichen, gemeinsamen politischen Denken veranlasst, ohne dass man die Grundzüge der Demokratie, des Humanismus und der Freiheit aushebelt (was in den USA nach dem 11. September ja teils geschah, wenn man an manche CIA-Aktion denkt). Damit meine ich zudem nicht gleich einen gemeinsamen Krieg - ich neige nicht dazu, nach Krieg zu rufen (man kann Kriege leichter herbeireden als man sie verhindern oder dann wieder eindämmen könnte) -, aber eine gemeinsame Planung und vor allem eine gemeinsame gefestigte Überzeugung und "Psyche".

Peter Scholl-Latour, den ich sehr schätzte und der letztes Jahr verstorben ist, meinte einmal, dass der Terror in jedem Falle uns irgendwann erreichen wird (zumindest in dieser aktuellen historischen Phase zeitweilig, womit er natürlich den nahöstlichen Umbruch und seine Folgen meinte), und dass man sich infolgedessen einerseits "grimmige Entschlossenheit, Opferbereitschaft und stoische Härte" aneignen müsste, aber auch andererseits die gemeinsamen humanistischen und demokratischen Ideale Kerneuropas verinnerlichen und vertiefen sollte. Und wenn wir dies schaffen, haben die Terroristen sowieso schon verloren.

Schneemann.
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#7
Schlimm was passiert ist. Da ihr schon vieles schon be- und geschrieben habt, möchte ich mich der möglichen Lösung widmen.

Aus meiner Sicht ist der Ansatz der NSA nicht fasch. Das Problem ist dass das Instrument nicht von allen nutzbar und kontrollierbar ist. In meinen Augen ist es nicht tragisch, wenn Computerprogramme die Kommunikation durchforsten und zwischenspeichern. Die Frage ist, was und wie man mit den Daten umgeht. Ich bin überzeugt, wenn man das Instrument staatenübergreifend nutzen, verwalten und den Missbrauch verhindern könnte, wäre auch die Akzeptanz für diesen Lösungsansatz (globalen Problem des Terrorismus) besser oder sogar weitestgehend gegeben.

Dann bin ich weiter davon überzeugt, dass jeder Terrorist den man mit Drohnen tötet, eine gute Sache ist. Kriege bringen aus meiner Sicht nichts, weil es eben eine Grundströmung in der Bevölkerung geben muss, die den IS zumindest in Teilen legitimiert. Hier würde ich mir mal mehr Studien wünschen, wie verankert ein gewisses radikales Gedankengut in der Bevölkerung wie z.B. im Irak oder Syrien ist ... am besten aus verschiedenen Quellen. Wir müssen doch wissen, welche Gedankengänge in grossen Teilen der Bevölkerung zu Sympathien von IS führen, was wir tun könnten ... (Zweistaatenlösung Israel /Palestina). Wieso sich das Volk nicht mehr gegen die aus unserer Sicht, Verrückten wehrt.
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#8
Der IS hat sich zu den Anschlägen bekannt:

https://www.tagesschau.de/anschlaege-paris-111.html

Inakzeptabel.

phantom:

Zitat:Kriege bringen aus meiner Sicht nichts, weil es eben eine Grundströmung in der Bevölkerung geben muss, die den IS zumindest in Teilen legitimiert.

Die gab es bei den Nazis auch. Wenn ein bestimmter Teil der Bevölkerung diese Grundströmung trägt, ist er als Feind ebenso zu vernichten. Zudem muss unsere Politik gegenüber den Golf-Sunniten, insbesondere gegenüber Saudi-Arabien drastisch verändern. Keinerlei Waffen mehr, keinerlei Geschäfte, Abbruch aller Beziehungen. Und wir müssen unsere Politik gegenüber dem Iran verändern der als einziger islamischer Staat noch zurechnungsfähig und rational agiert.

Und die Attentäter kamen eventuell als Illegale über Deutschland:

http://www.br.de/nachrichten/schleierfa ... s-100.html

Zitat:Nach BR-Recherchen hat die bayerische Polizei kürzlich einen schwer bewaffeneten Mann festgesetzt, der offenbar auf dem Weg nach Paris war.

Zitat:Unmittelbar nach der Festnahme nahm das Bayerische Landeskriminalamt über das BKA mit den französischen Behörden Kontakt auf und informierte diese über Details der Festnahme. Paris reagierte zurückhaltend, die deutsche Polizei möge ein Rechtshilfeersuchen stellen, falls sie aus Frankreich Informationen benötige.

Zitat:Ermittlungen ergaben, dass der verhaftete 51-Jährige bei der Polizei nicht bekannt war. Er war mit seinem VW-Golf auf der Autobahn Salzburg-München bei Bad Feilnbach von den Schleierfahndern kontrolliert worden. Bei der genauen Durchsicht seines Pkw stellten die Polizisten ein professionell verbautes Versteck fest. Darin befanden sich mehrere Pistolen, Revolver, Munition, Maschinenpistolen sowie einige Kilogramm TNT-Sprengstoff. Der Mann wurde daraufhin festgenommen.

Aus den bei ihm sichergestellten Unterlagen ergeben sich - wie Ermittlerkreise berichteten - erhebliche Anzeichen dafür, dass der Mann sich auf dem Weg nach Paris war.

Ob der Mann möglicherweise sogar zum Kreis der Attentäter von Paris gehören soll, wollte der Sprecher jedoch nicht sagen. Dies sei reine Spekulation. "Waffenschmuggel ist ein gängiges Geschäft", betonte er.
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#9
Ach was, es wird einfach weitergemacht wie bisher.
Muss man sich nur das Gesülze unserer Spitzenpolitiker anhören, da wird sich auch dann nichts ändern wenn die IS Fahne über dem Reichstag weht.

Ministerpräsident Seehofer hat die Festnahme in Bayern bestätigt, ein Zusammenhang mit den Anschlägen ist aber nicht klar.
Unabhängig davon zeigt dieser Fall, dass die Handlungsverweigerung der Bundesregierung aktuell absolut verantwortungslos ist.
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#10
Quintus Fabius schrieb:Die gab es bei den Nazis auch. Wenn ein bestimmter Teil der Bevölkerung diese Grundströmung trägt, ist er als Feind ebenso zu vernichten.
Ja aber das hättest du ja auch nicht in Deutschland machen können, solang die Nazis nicht an der Regierung waren. Wenn der Feind nicht sichtbar ist (sind wir wieder beim Thema Wink) und er sich primär im Kopf manifestiert, kannst du nicht mit Militär eingreifen. Du musst warten bis er sich an einem Ort sichtbar zeigt. So wie jetzt lokal der IS, erst dann kannst du zuschlagen.

Wenn du jetzt das Land besetzen würdest, würde der IS einfach untertauchen und sich einfach auf Terroranschläge verlegen und deine Glaubwürdigkeit beim "Lösen" des Problems unterwandern. Jetzt der Vergleich zu den Nazis ... die kamen ja an die Macht und das ganze Volk hat dann mitgemacht, dann ist es für eine aussenstehende Armee viel einfacher einzugreifen, zumal Deutschland schon viele Länder besetzt hat und dort alles Deutsche leicht vom Rest getrennt/bekämpft werden konnte. Das ist aber nicht der Fall beim IS.

Beispiel: Ich versteh einfach nicht, wenn der IS ein Dorf besetzt, dass die Leute diese IS-Typen nicht an Behörden oder die Armee verraten ... da muss doch entweder eine Sympathie oder Angst vor Verrat bestehen. Die haben doch selbst Angst, dass die Armee/Polizei/Behörden mit solchen Leuten unterwandert ist und ihr Verrat dem IS gemeldet wird, und sie dann getötet werden.

Das hat Analogien zur Mafia, wo man auch deshalb nichts melden kann, weil der Staat auch durch die Mafia unterwandert war.
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#11
Zitat:Ach was, es wird einfach weitergemacht wie bisher.
Diese Einschätzung teile ich leider. Hat sich in London etwas geändert? Oder in Madrid? Oder in Mumbai? Moment mal, was war in diesen Städten schon wieder? Wir vergessen schnell. Und sind zu bequem. Boston?

In ein paar Monaten erinnert sich ausser den direkt Betroffenen keiner mehr daran.
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#12
Zitat:Syrischer Pass bei einem der Attentäter entdeckt


Bei der Leiche eines der Attentäter hat die französische Polizei einen syrischen Pass gefunden. Dies erklärten Ermittler. Der Angreifer hatte sich am Stade de France in die Luft gesprengt.
http://www.welt.de/politik/article14884 ... unden.html


Wenn sich das bestätigt... so manchem im Kanzleramt geht da jetzt wohl die Düse. Wie wird man das bloß wieder umdeuten können?
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#13
@Nightwatch

Ich hätte zwar zunächst eher auf einen nordafrikanischen IS-Ableger bzw. z. B. Algerienfranzosen getippt, aber spielt es eine Rolle, dass einer der Täter einen syrischen Pass hatte? Angesichts der Tatsache, dass der IS eine dementsprechende Machtbasis in Syrien hat, überrascht dies ja nun nicht wirklich - eher könnte es ein Beleg dafür sein, dass der IS dahinter steckt und dass das Bekennerschreiben echt ist.

Ich wette aber fast, dass in ein paar Jahren wilde Verschwörungstheorien darüber angestellt werden, wonach der ganze Anschlag womöglich eine "false flag"-Operation war mit dem Ziel, die NATO in Syrien aktiv werden lassen zu können.

Zu den Folgen: Präsident Hollande scheint zu einer harten Reaktion entschlossen:
Zitat:Terror in Frankreich: Hollande spricht von Krieg

"Wir werden gnadenlos reagieren": Frankreichs Präsident Hollande wählt drastische Worte im Kampf gegen den Terror. Der Papst spricht gar vom Dritten Weltkrieg. Rechtfertigen die Anschläge einen Nato-Bündnisfall? [...]

"Es ist ein Akt der absoluten Barbarei", begangen durch "eine Armee von Terroristen", erklärte François Hollande nach dem Treffen des Nationalen Verteidigungsrats während einer kurzen TV-Ansprache. "Es ist ein Angriff des 'Islamischen Staates', wir werden gnadenlos reagieren - auf allen Ebenen, in Abstimmung mit unseren Partnern", so der Staatschef. Später sagte er direkt, was er meint: "Konfrontiert mit Krieg muss die Nation angemessene Maßnahmen ergreifen." [...]

Inzwischen wird darüber debattiert, ob die Nato aktiv werden muss. Der frühere Nato-General Egon Ramms hält das nicht für ausgeschlossen: "Eine ähnliche Situation hat im Jahr 2001 zum Bündnisfall geführt. Der Nato-Rat müsste auf Antrag von Frankreich entscheiden, ob das nach den Anschlägen von Paris jetzt auch der Fall ist", sagt Ramms der "Bild"-Zeitung.
http://www.spiegel.de/politik/ausland/p ... 62828.html

Schneemann.
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#14
Schneemann schrieb:@Nightwatch

Ich hätte zwar zunächst eher auf einen nordafrikanischen IS-Ableger bzw. z. B. Algerienfranzosen getippt, aber spielt es eine Rolle, dass einer der Täter einen syrischen Pass hatte?

Du würdest es angesichts der Lage nicht brisant finden wenn Terrorgruppen aus Flüchtlingsgebieten einsickern?
Politisch gesehen ist das hinter einem Angriff in Deutschland der dezidiert von Flüchtlingen ausgeübt wird ziemlich der Worst Case bei der momentanen Politik der Bundesregierung.

Schneemann schrieb:Ich wette aber fast, dass in ein paar Jahren wilde Verschwörungstheorien darüber angestellt werden, wonach der ganze Anschlag womöglich eine "false flag"-Operation war mit dem Ziel, die NATO in Syrien aktiv werden lassen zu können.
Natürlich, dass ist ja mittlerweile quasi Tradition.


Schneemann schrieb:Zu den Folgen: Präsident Hollande scheint zu einer harten Reaktion entschlossen:
Da sollte er mal die Armee in seine Vorstädte schicken, wäre effektiver als Bomben auf syrische Ölfelder zu schmeißen.
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#15
Zitat:Du würdest es angesichts der Lage nicht brisant finden wenn Terrorgruppen aus Flüchtlingsgebieten einsickern?
Nicht wirklich. Es hätte mich sogar eher überrascht, wenn es keine Algerier oder Syrer gewesen wären. Zudem würde ich auch nicht annehmen, dass diese Täter über klassische Flüchtlingsrouten gekommen sind. Ich tippe eher mal auf Südfrankreich oder eine Flugreise, möglicherweise im Kombination mit hier bzw. in der EU bereits länger lebenden Netzwerkern. Alleine der Fall in Bayern mit dem Waffen- und Sprengstofftransport, der wahrscheinlich nach Frankreich gehen sollte, weist ja auf ein ausgefeilteres Netzwerk von Hintermännern hin.
Zitat:Politisch gesehen ist das hinter einem Angriff in Deutschland der dezidiert von Flüchtlingen ausgeübt wird ziemlich der Worst Case bei der momentanen Politik der Bundesregierung.
Naja, also zu behaupten, dass der Angriff von Flüchtlingen verübt wurde, kann nicht bewiesen werden. Bislang ist es auch zu früh, darüber zu spekulieren. Ich vermute mal, es waren u. a. Syrer und vielleicht französische Syrien-Heimkehrer, die zeitweilig dort für den IS kämpften und zunehmend radikalisiert wurden. Evtl. fand diese Radikalisierung auch schon in Frankreich statt, dann folgte erst der Syrien-Aufenthalt und nun haben die Rückkehrer ihre Tat verübt. Vielleicht steht dem jetzigen Attentat also eine mehrjährige Geschichte vor mit Transfers etc.; zumindest sollen die Attentäter um die 25 alt Jahre gewesen sein (?). Könnte also gut ins Bild des Dschihad-"Touristen" passen; hatten wir ja auch schon mal im Islamistischer Terror-Strang erörtert.

Schneemann.
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