Die Waffenkultur
#1
Die Zeitschrift: Die Waffenkultur wollte ich hier eigentlich schon seit Jahren in einem eigenen Strang würdigen. Im weiteren werde ich hier jede Ausgabe vernetzen:

http://waffenkultur.com/

Ein ebenso herrausragendes wie interessantes Werk, zu welchem ich dem Verfasser Herrn Henning Hoffmann zu tiefem Dank verpflichtet bin.

Die aktuelle Ausgabe:

http://de.calameo.com/read/0007045715baa876031fc

http://waffenkultur.com/waffenkultur_24.pdf

Insbesondere möchte ich noch Herr Hoffmann mit folgendem zitieren:

Zitat:„What is my equipment designed for?”

Diese Aussage war kürzlich in einem US-amerikanischen Forum zu lesen und steht
für die typisch amerikanische Betrachtungsweise mit ihrer Überbewertung von Ausrüstungsgegenständen. Wenn etwas nicht klappt, dann war die Ausrüstung nicht
spezialisiert genug. Dieser US-Trend hat leider auch bei uns Einzug gehalten. Anwender
denken zuviel über unwesentliche Ausrüstungsdetails nach, anstatt sich auf das zu
konzentrieren, was wirklich wichtig ist: Training.
Im besten Fall sinnvolles und
effizientes Training. Zwischen zwei gleichwertig ausgerüsteten Anwendern entscheidet
letztlich der Trainingsvorteil über Sieg oder Niederlage.

Wobei ich die Linie hier nicht einmal in der Mitte ziehen möchte, sondern behaupte,
dass selbst der schlecht Ausgerüstete aufgrund seines Trainingsvorteils obsiegen wird.


Ausrüstungsfetischisten geht es einzig darum, böse auszusehen: Man lässt sich einen
Bart wachsen, rennt ins Bodybuilding- und Tattoo-Studio und investiert 5.000 Euro,
um sein Gewehr möglichst sinnbefreit zu verbasteln, damit es am Ende genau so böse
aussieht, wie die verbastelte Kniffte des amerikanischen Schießausbilderidols XY. Der
Hang zu exaltierter Ausrüstung dient dabei lediglich zur Erhöhung des eigenen Ich
und kommt einer Art Methomanie gleich.

In Acht nehmen sollte man sich allerdings vor jemandem in Baumwollhemd und
Jeans, der eine RPK auf dem Rücken trägt und damit auch auf 600 Meter noch
Treffer anbringt.

Diese Doktrin, die Überbewertung der Ausrüstung, der Technik, der materiellen Faktoren zieht sich im Endeffekt durch das komplette westliche Militär und insbesondere auch durch die Bundeswehr!

Dabei ist die Technik, das Material also nur einer von vier wesentlichen Faktorengruppen. Um die Gliederung von Howard zu verwenden:

1 Operative Faktoren, 2 Soziale Faktoren, 3 Logistische Faktoren, 4 Technologische Faktoren

so ist festzustellen, dass die westlichen Armeen und darunter ad extremum die Bundeswehr die Faktoren 3 und 4 heillos überbewerten. Wir sind gut in Bezug auf Faktorengruppe 3 und haben einen bizarr einseitig auf Faktorengruppe 4 ausgerichteten Schwerpunkt voller Goldrandlösungen welcher schon anfängt bei 3 negativ zu wirken, und vernachlässigen sondergleichen die ebenso wesentlichen Faktorengruppen 1 und 2.

Und gerade deshalb finde ich den Namen dieser Zeitschrift so hervorragend: Waffenkultur. Den Krieg wird nicht allein mit Waffen geführt, sondern gleichrangig durch die Kultur, weshalb die jeweilige Kultur des Krieges so entscheidend für Sieg und Niederlage ist.

Unsere Niederlagen in den Kriegen der letzten Jahre waren daher keine Niederlagen der Waffen, keine militärischen Niederlagen, sie waren Niederlagen der Kultur. Die für einen Sieg notwendige Kultur des Krieges wieder zu errichten, bedarf aber vor allem anderen auch einer Kultur der Waffen im Volk selbst, und deren Voraussetzung ist wiederum auch die Fachkenntnis, also das Können (was zu Faktorengruppe 1 gehört).

Von daher ist eine Waffenkultur exakt das, was wir benötigen.
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#2
Die jeweils neuesten Ausgaben:

http://waffenkultur.com/#Die%20Waffenku ... sgabe%2028

Meiner Meinung nach verdient der Ersteller mehr als Hochachtung für seine Mühe und sein Engagement für eine positive Waffenkultur in Deutschland !

Ergänzend dazu das ebenfalls herausragend gute Netztagebuch:

http://feuerkampf-und-taktik.blogspot.de/
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