Von Satelliten abgefeuerte Raketen
#1
Mal wieder eine Frage an die Kundigen:
Wären A-Waffenträger im Weltraum praktikabel ?
Natürlich ist da noch das kleine Problem, schwere Waffensysteme unbemerkt ins Weltall zu bringen bzw dort zu montieren und es gibt ja Verträge gegen die Militarisierung des Weltraums ... aber in Zeiten des Raketenabwehrhypes grübeln doch vermutlich Länder wie China schon darüber nach, ob ihnen bald keine andere Wahl bleibt als vorsorglich ein Auto mit einer A-Bombe im Kofferraum in der Nähe des Weißen Hauses zu parken, wenn sie ihre Zweitschlagfähigkeit behalten wollen.
Ist eine Stationierung im Weltall eine Option ?
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#2
Wozu Atombomben, kinetische Wirkmittel tun es da ganz genauso.

Aber mal abgesehen davon das es vertraglich untersagt ist - die ASAT Fähigkeiten der Amerikaner sind deutlich größer einzuschätzen als ihre NMD Kapazitäten.
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#3
Ja, ein Einschlag eines kompakten Körpers mit Zusatzantrieb wäre wohl nicht zu vergleichen mit dem Wiedereintritt eines ausgedienten Satelliten, da hast Du recht. Zumal so eine Waffe unempfindlicher gegen Abwehrmaßnahmen wäre als eine A-Bombe.
Trotz ausgeklügelter ASAT-Fähigkeiten würde ein erfolgreicher Erstschlag angesichts solcher Waffen aber nochmal unwahrscheinlicher. Für einen solchen muss ja das Zweitschlagpotential des Gegners auf ein Minimum (eben jenes, welches mit NMD handhabbar erscheint) reduziert werden, wenn das gleichzeitig auch noch im Weltraum stattfinden soll wird es schwieriger denk ich mal.

Was die Verträge angeht: Das Beispiel ABM-Vertrag zeigt doch, wie flüchtig so was sein kann.
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#4
A-Waffen in Weltraum machen vor allem als ASAT und EMP Waffe einen Sinn. Mich würde es sogar wundern wenn die Russen oder Rot Chinesen nicht heimlich auf einigen ihrer Militärischen oder “Zivilen“ Satelliten Atombomben montiert hätten. Nicht als Erst oder Zweitschalgswaffe sondern als bewehrtes ASAT Mittel gegen die Westlichen Satelliten Konstellationen (GPS, Milstar, AEHF etc.). Es ist ja leider keim Geheimnis das ein Großteil der Militärischen Überlegenheit der USA (noch) auf die besagten Satelliten Konstellationen beruht.

Zudem ist es viel einfacher und effektiver Atomwaffen auf der Erde vor einen Erstschalg zu verstecken, am besten Unterwasser (SSBN, SSGN) oder in Tunnel tief unter der Erde (Wie es die Rot Chinesen ja machen). Der Erdnahe Weltraum ist nämlich leer und somit viel zu leicht zu überwachen, man führt ja sogar Buch über jedes in Erdnahmen Rum herumtreibende Objekt (von Hammer aufwärts angefangen). Da eine große Anzahl von Atomwaffen zu verstecken dürfte, währe an sich unmöglich und auch noch extrem teuer.

Was Weltraum Waffen generell anbelangt, so finde ich genau wie Nightwatch das Kinetische Waffen viel interessanter sind. Gutes Beispiel für ist das “Rods from God“ bzw. hypervelocity rod bundles das auf Wolfram Stäbe setzt. Solche Kinetischen Waffen ließen sich auch ganz Konventionell in vielen Situationen einsetzten und währen zudem auch nicht von Boden aus zu bekämpfen.
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#5
revan schrieb:....
Was Weltraum Waffen generell anbelangt, so finde ich genau wie Nightwatch das Kinetische Waffen viel interessanter sind. Gutes Beispiel für ist das “Rods from God“ bzw. hypervelocity rod bundles das auf Wolfram Stäbe setzt. Solche Kinetischen Waffen ließen sich auch ganz Konventionell in vielen Situationen einsetzten und währen zudem auch nicht von Boden aus zu bekämpfen.

Wie muss man sich den Einschlag so eines Wolframpfeils vorstellen ? Was für ein Tempo hat so ein Körper wohl beim Aufprall ? Vergleichbar mit einem kompakten Meteor ?
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#6
Für die Zweitschlagfähigkeit reichen Atom-U-Boote doch eigentlich aus.
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#7
srg schrieb:Für die Zweitschlagfähigkeit reichen Atom-U-Boote doch eigentlich aus.

Es ist aber vermutlich sehr schwer zu sagen, wie gut die Standorte der Boote aufgeklärt sind. Da lässt sich keiner gern in die Karten schauen. Dann gibt es noch ABM-Maßnahmen ... alles schwer kalkulierbar, vor allem wen man die nächsten 30 Jahre im Blick haben will. Deshalb dachte ich, dass evtl Satelliten eine brauchbare Plattform für Zweitschlagwaffen sind. Andererseits hat Revan natürlich recht, exponierter als im Weltraum geht wohl kaum :wink:
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#8
Zitat:Wie muss man sich den Einschlag so eines Wolframpfeils vorstellen ? Was für ein Tempo hat so ein Körper wohl beim Aufprall ? Vergleichbar mit einem kompakten Meteor ?
Das kann ziemlich variieren, ist abhängig vom Vektor der Suborbitalen Flugbahn und der Wiedereintrittsgeschwindigkeit.

Gerechnet hat man mal mit Mach 10 für einen 6*0,3m langen Pfeil. Entspricht dann in etwa dem Equivalent von 11t TNT.
Oder ziemlich genau 21 Mk84 Sprengbomben konzentriert auf einem Bierdeckel.

Zu erwähnen ist aber, dass sich mit anderen Flugprofilen noch viel extremere Aufprallgeschwindigkeiten generieren lassen, das rentry vehicle einer ICBM etwa kann Geschwindigkeiten von jenseits Mach 25 erreichen. Nur halt mit wesentlich leichteren Nutzlasten und entsprechend geringerer Aufprallenergie.
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