Wieder religiöser Hass in Deutschland
#16
Quintus Fabius schrieb:Bereits 2007 gab es eine Studie des Bundesinnenministerium die klar nachgewiesen hat, dass Antijüdische Vorurteile bei Muslimen in Deutschland ein vielfaches dessen was im Rest der Bevölkerung grassiert betragen, und das war vor 8 Jahren!
Und wie wurde das ermittelt? Ein Deutscher kann doch nicht offen seine Meinung (Geschichte) über die Juden sagen, Zugewanderte hingegen schon. Bei uns gibt es z.B. eine beunruhigende Tendenz zu Judenhass und Fremdenfeindlichkeit.
http://www.tagesanzeiger.ch/schweiz/sta ... y/29090099
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#17
Ich schreib' es mal so:
Der Judenhass war in Deutschland nie so ganz verschwunden - höchstens aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit.
Was sich geändert hat sind die Manifestationen: Ganz früher religiös motiviert - schon aufgrund des Konkurrenzempfindens des von Erich ach so geschätzten Christentums - später dann auch wirtschaftlich motiviert. Irgendwann kam dann über Wien der osteuropäisch geprägte, eliminatorische Antisemitismus der Nazis, und in jüngerer Zeit schließlich fand der Antisemitismus in Kritik am Staat Israel einen neuen Fixationspunkt.
Gewiss, Israel ist als staatliche Institution nicht über alle Kritik erhaben, und es steckt hier imho auch viel an enttäuschten Erwartungen drin, aber sie sprengt das Maß dessen was gesund ist. Das er auch von Immigranten befeuert wird die aufgrund ihrer Herkunft antisemitisch geprägt sind entschuldigt die Sache keineswegs. Im Gegenteil, es gießt eher Öl ins Feuer!
Das Grundproblem des Judentums hat zwei Wurzeln: Die Konkurrenz zum Christentum und Islam mit ihrem jeweiligen Absolutheitsanspruch, und der Umstand, das Religion als Identifizierungsmerkmal verwendet wird. Schaut nur mal in euren Perso!

@phantom
Zitat:das im Gegensatz zu ihren Heimatländern, wo eben trotz der Verurteilung noch so etwas wie "Terrorismus ist schlecht, aber den Westlern eins Auswischen ist gut", sicher weit verbreitet ist.
Diese Einstellung hat in den arabischen Staaten eigentlich die gleiche Ursache wie der dortige Antisemitismus: den Selbsthass.
Dieser ist auch religiös begründet, und nährt sich daraus das man sich "dem Westen", und ja, auch Israel gegenüber unterlegen fühlt. Da freut man sich dann nicht nur, wenn man "den Westlern eins Auswischen" kann, sondern auch wenn eines der Symbole ihrer Überlegenheit beschädigt wird, etwa eine Raumfähre explodiert.

@Mitleser
Zitat:Wer veröffentlicht denn z.B. noch Mohammed-Karikaturen ? Es ist die schlichte Drohung mit Gewalt, mit einfachem Aufs-Maul-Hauen oder mit dem Genickschuss, welche uns bereits alle beherrscht.
Das sind Einschüchterungserfolge, und das Böse an solchen Einschüchterungserfolgen ist das sie auf kurz oder lang nach hinten losgehen.
Das zeichnet sich schon jetzt ab. Die Wut, der Hass ist bereits da, und wenn er durchbricht...
Ich denke da an das was Ralph Peters geschrieben hat.
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#18
zu den Mohammed-Karikaturen:
http://www.greser-lenz.de/wp-content/ga ... hammed.jpg
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#19
phantom:

Ich kenne die genauen Befragungsmethoden der Studie nicht, und konnte sie auch nicht in Erfahrung bringen. Die von dir genannten Aspekte sind natürlich relevant. Da dies aber bekannt ist, sollte bei einem wissenschaftlichen Vorgehen eine solche Verfälschung berücksichtigt und durch entsprechende stochastische Methoden und besondere Formen der Fragestellung heraus rechenbar sein.

Tatsächlich waren die Fragen sehr indirekt und zum größten Teil versteckt Antisemitisch. Das Ergebnis war überwältigende Mehrheit an Antisemitischen Ansichten bei Muslimen und eine immer noch erstaunliche Zustimmung bei allen anderen. Trotzdem bildeten Antisemitische Denkweisen bei ethnischen Deutschen eine deutliche Minderheit, auch wenn selbst diese vergleichsweise erstaunlich groß war.

Trotz aller Israelkritik von Deutschen in Deutschland unter der verborgen weiter Judenhass vor sich hin gart ist der grundsätzliche Judenhass der Mehrheit aller Muslime in Deutschland definitiv Fakt und nur noch völlig verbohrte Gutmenschen können dies aufgrund ihrer ideologischen Scheuklappen nicht erkennen, weil sie es nicht erkennen wollen.

Es nützt rein gar nichts hier ala Erich relativierend die vielen Übel welche Israel gegenüber Muslimen begangen hat anzuführen. Das ist natürlich eine Erklärung woher es kommen mag, es nützt aber rein gar nichts und es ändert nichts an dem Fakt an sich! Das Problem ist ja da und alles grübeln woher es kommt nützt nichts in Bezug auf seine Lösung!

Das Ergebnis all dieser Ursachenforschung darf zudem in keinem Fall eine Pseudolegitimierung des islamischen Judenhasses sein!

Wenn du in bestimmte islamische Länder reist, dann liegt auf dem Nachttisch im Hotel Mein Kampf und die Protokolle der Weisen von Zion. In die gleichen Länder darfst du aber keine Bibel einführen!

Und exakt diese gleichen Länder beginnen zunehmend das Denken der Muslime in Deutschland zu vergiften und sind seit Jahren schon darin sehr erfolgreich.

Solange verbrecherische von Grund auf böse Feinde wie Saudi-Arabien in Deutschland über Moscheenbau und Islamunterricht an Einfluss auf das Denken der Muslime in Deutschland gewinnen, wird sich Judenhass unter den Muslimen in Deutschland immer noch weiter ausbreiten und immer extremere Formen annehmen.

Schon hier und heute gibt es reihenweise Gegenden in Deutschland in denen du als Jude nicht offen herum gehen kannst, ohne angegriffen zu werden. Und zwar nicht von ethnischen Deutschen, sondern von Muslimen arabischer und türkischer Abstammung.
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#20
Quintus Fabius schrieb:Ich kenne die genauen Befragungsmethoden der Studie nicht, und konnte sie auch nicht in Erfahrung bringen. Die von dir genannten Aspekte sind natürlich relevant. Da dies aber bekannt ist, sollte bei einem wissenschaftlichen Vorgehen eine solche Verfälschung berücksichtigt und durch entsprechende stochastische Methoden und besondere Formen der Fragestellung heraus rechenbar sein.
Wenn der Wille vorhanden wäre. Das Thema ist so stark belastet, dass ich da kaum an eine ergebnisoffene Befragung glauben kann.

Zitat:Es nützt rein gar nichts hier ala Erich relativierend die vielen Übel welche Israel gegenüber Muslimen begangen hat anzuführen. Das ist natürlich eine Erklärung woher es kommen mag, es nützt aber rein gar nichts und es ändert nichts an dem Fakt an sich!
Welcher Fakt? Das ist doch kein Fakt, in erster Linie haben die meisten ein Problem mit Israel und nicht mit den Juden als solches. Ich bin da einer Meinung mit @Erich ... ja, ich geh da noch weiter, das extrem protektionierte Israel ist doch das Synonym für die Ungleichbehandlung des Westens. An dem Beispiel können sie ablesen, wie minderwertig sie für uns sind. Wenn du einem Kind alles schenkst und dem anderen alles verwehrst, hast du früher oder später ein Problem.

Damit möchte ich aber nur den Part des vermeintlichen Judenhasses erklärt wissen. Dass sich da Leute derart radikalisieren, ihre eigenen Leute in die Luft sprengen, find ich völlig daneben. Aber eben, das was im Irak an der Tagesordnung war, hat euch ja nie interessiert, erst jetzt als es mal einen Anschlag in Europa gab, gerät die Welt aus den Fugen.

Zitat:Schon hier und heute gibt es reihenweise Gegenden in Deutschland in denen du als Jude nicht offen herum gehen kannst, ohne angegriffen zu werden.
Als Muslime musst du dich auch nicht in jedem Deutschen Viertel sehen lassen. Idioten gibts überall.
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#21
http://www.sueddeutsche.de/politik/gauc ... -1.2303165
Zitat:13. Januar 2015, 18:52 Gauck nach Anschlägen in Frankreich
"Was für eine Pervertierung von Religion"

"Zusammen stehen - Gesicht zeigen" - auf Initiative des Zentralrats der Muslime trafen sich etwa 10 000 Bürger in Berlin zu einer Mahnwache gegen islamistischen Terrorismus.
...

Mit einer Kranzniederlegung vor der Französischen Botschaft begann die Kundgebung, an der laut Polizei etwa 10 000 Menschen teilnahmen, davor war noch von 3000 Teilnehmern die Rede. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, gedachte im Beisein von Bundespräsident Joachim Gauck und Kanzlerin Angela Merkel der Opfer des jüngsten islamistischen Terrors.

"Wir werden es nicht zulassen, dass unser Glaube missbraucht wird. Wir werden es nicht zulassen, dass unsere Gesellschaft von Extremisten, die nur das Ziel haben, Hass und Zwietracht zu stiften, auseinandergerissen wird", sagte Mayzek in seiner Rede. Mit ihrer Tat hätten die Terroristen "die größte Gotteslästerung" begangen.

In Berlin sprachen auch Vertreter der evangelischen und der katholischen Kirche sowie der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD). Der Vizepräsident des Zentralrats der Juden, Abraham Lehrer, warnte vor einer "immer stärkeren Radikalisierung" des Islam etwa in Asien, Afrika sowie im Nahen Osten. "Die gesamte Welt, vor allem aber die Muslime selbst sind daher aufgerufen, gegen diesen Terrorismus vorzugehen", sagte Lehrer. Aber auch in Deutschland sei die muslimische Gemeinschaft gefordert. "Antisemitismus unter vor allem jungen Muslimen darf nicht einfach hingenommen werden", forderte Lehrer und rief dazu auf, den "schädlichen Einfluss vieler Fernsehsender aus dem arabischen Raum und des Internets" zu bekämpfen.

Der Zentralrat der Muslime (ZMD) hatte zusammen mit der Türkischen Gemeinde Berlin (TGB) zu der Aktion aufgerufen, um für ein friedliches Miteinander der Religionen zu werben. Ordner trugen Buttons mit dem Motto: "Zusammen stehen - Gesicht zeigen."
...
auch die Tagesschau berichtet von der Veranstaltung http://www.tagesschau.de/inland/mahnwac ... n-111.html
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#22
phantom:

Zitat:Als Muslime musst du dich auch nicht in jedem Deutschen Viertel sehen lassen. Idioten gibts überall

Da hast du allerdings absolut recht, dass ist genau so ein Unding. Beispiel diese sogenannten National befreiten Zonen in Ostdeutschland, so etwas kann und darf nicht existieren weil es direkt den Staat angreift. Hier müsste der Staat mit aller Gewalt sofort ein Ende setzen. Ich würde hier mit äußerster Härte gegen diese englische Bomberjacken und White Power (welch deutsches Wort !!) gröhlenden Grüppchen vorgehen!

Aber auch das ist nur ein Symptom des eigentlichen Problems: der immensen Schwäche unserer Nation die solchen Fehlentwicklung nicht entschlossen und kampfbereit entgegen tritt.
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#23
Quintus Fabius schrieb:...auch das ist nur ein Symptom des eigentlichen Problems: der immensen Schwäche unserer Nation die solchen Fehlentwicklung nicht entschlossen und kampfbereit entgegen tritt.
da sind wir völlig konträrer Meinung: ich bin der Überzeugung, dass Toleranz und Meinungsfreiheit einige der tragenden Säulen der Demokratie sind. Und solange nicht die Rechte anderer betroffen sind, muss es auch - extrem gesagt - völligen Idioten erlaubt sein, eine Meinung zu haben und zu äussern.
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#24
Werter Erich:

meiner Ansicht sind gerade eben die Rechte anderer in erheblichem Umfang betroffen. (dass wir völlig verschieden denken sollte offensichtlich sein).
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#25
Und welche Rechte anderer beeinträchtigt ein Muslim durch sein Muslim-Sein jetzt konkret? Etwas mehr als schwache Behauptungen hätte ich von Dir schon erwartet.
Allenfalls das Geplärr eines Muezzins vom Minarett könnte als Lärmbelästigung aufgefasst werden, aber da haben wir durch "den frommen Gotteslärm" der christlichen Kirchen ja schon genug Referenzurteile.
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#26
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... en-zu.html
Zitat:Islamhass
13:55

Angriffe auf Moscheen und Muslime nehmen zu

Die Zahl islamfeindlicher Straftaten hat zugenommen. Die Regierung zählt allein 23 Angriffe auf Moscheen im ersten Halbjahr.
Nun wird gefordert, antimuslimische Straftaten gesondert zu erfassen.
...

64 antiislamische Aufmärsche

Der Verfassungsschutz rechnet in seinem Verfassungsschutzbericht "vermehrt mit Straftaten von Rechtsextremisten mit islamfeindlicher Motivation". Insbesondere Moscheen seien als mögliche Anschlagsziele gefährdet. Die Sicherheitsbehörden beobachten auch Kundgebungen gegen eine angebliche Islamisierung Deutschlands, die von Rechtsextremisten beeinflusst oder gesteuert werden.

Im ersten Halbjahr waren dies 64 antiislamische Aufmärsche, wie aus Antworten der Bundesregierung auf parlamentarische Anfragen hervorgeht. Ein Großteil der Kundgebungen fand in Thüringen statt. ...
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#27
Das könnte durchaus der Beginn jener Dialektischen Entwicklung sein vor der ich ja seit Jahren schon warne. Meiner Ansicht werden sich die meisten Formen des Islam in Deutschland nicht integrieren können und als kultureller Fremdkörper immer stärkere Abstoßungsreaktionen hervor rufen. Umgekehrt werden diese wiederum die Kohäsion der Muslime und ihre Ablehnung der sie abstoßenden Gesellschaft verstärken etc bis hin ad extremum zum Bürgerkrieg und/oder ethnischen Säuberungen - je nachdem ob bestimmte Umstände eintreten und wann diese eintreten.
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#28
Zitat:Meiner Ansicht werden sich die meisten Formen des Islam in Deutschland nicht integrieren können ...
und wer solchen Schwachsinn von sich gibt darf sich nicht wundern, wenn er der religiösen Hetze gezeiht wird. Religiöse Toleranz ist eine der Grundvoraussetzungen unserer Kultur.
Schon der alte Fritz sagte, jeder soll nach seiner Fasson selig werden. Das gilt auch für Muslime, Buddhisten, Hindus und alle anderen Relgionen.
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