Luftmechanisierung vs Optionale Mechanisierung
#46
PS:

1

Zitat:Instantsetzung, Transport, Versorgung was auch immer. Auf Kampfbataillonsebene kann man ja noch drüber streiten, aber selbst auf Regimentsebene? ]

Bei den Mechanisierten Bataillonen befinden sich bereits Inst-/Logistikeinheiten auf Bataillonsebene, jeder Panzerkompanie ist beispielsweise eine Inst-/Berge/Logistikzug zugeordnet der zudem Bergepanzer führt.

Auf der Ebene der Kampfgruppe (Gemischtes Regiment) befinden sich bereits ausdrücklich Versorgungs-Logistikeinheiten. Diese sind lediglich numerisch schwächer ausgeprägt als bei dir, explizit deshalb weil 1 die Versorgung konsequent im Push-System erfolgen soll und 2 die Versorgungseinheiten wie bei dir auch überwiegend auf Brigadeebene vorhanden sind. Damit wird die Kampfgruppe nicht damit belastet und ist somit beweglicher und weniger anfällig und muß ihre "Train"Einheiten nicht sichern, was bei dir ein größeres Problem werden könnte, wenn man die Struktur der heutigen Gefechtsfelder bedenkt (große freie Räume zwischen den Großverbänden - notwendige Rundumverteidigung etc).

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Wenn ich dich richtig verstanden habe, willst du die Wiesel weiterhin neben den viele anderen Fahrzeugen, gepanzerten Fahrzeugen und verschiedenen Panzertypen die schon eingeführt wurden. Also den Erhalt des Status Quo, also der immensen Typenvielfalt. Darin sehe ich zwei Probleme:

2.1. Zur Zeit hat ein Jäger-Bataillon schon ein dutzend (wortwörtlich) verschiedener Fahrzeugtypen. Das erschwert die Logistik immens, nichts passt zum anderen. Allein schon dafür brauchst du wesentlich mehr Logistik/Inst-Truppen als ich. Noch darüber hinaus haben deine Fahrzeuge eine wesentlich geringere Transportkapazität im Schnitt, du brauchst also signifikant mehr Fahrzeuge für die gleiche Anzahl Infanterie/abgesessener Truppen. Je mehr Fahrzeuge pro Kopf, desto größer erneut die logistischen Anforderungen. In meiner Struktur habe ich beispielsweise pro Kopf signifikant weniger Fahrzeuge/Transportpanzer und letztgenannte sind innerhalb eines Bataillons alle vom gleichen Typ.

2.2. Noch darüber hinaus sind die Fahrzeuge in ihren Leistungen alle sehr verschieden. Daher kann man sie oft nur schwer zusammen einsetzen. Und das ist gerade in Bezug auf den Wiesel ein immenses Problem. Du willst Wiesel zusammen mit Radpanzern (Dingo usw) einsetzen, aber diese Fahrzeuge können nur erschwert und mit bestimmten Einschränkungen zusammen operieren. Insbesondere kann der Wiesel mit den Radpanzern, größeren Panzern/gepanzerten Fahrzeugen bei Überlandbewegungen nicht mithalten. Entweder also fällt er zurück oder er bremst den gesamten Verband aus. Ein Einheitsfahrzeug schafft hier den Vorteil, dass alle Fahrzeuge von der Leistung her zusammen passen.

2.3. Der Wiesel neigt zu erhöhtem Verschleiß, insbesondere in schwierigem Gelände. Was wiederum die Logistischen Anforderungen und die notwendige Inst erhöht.

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Du nennst den fehlenden Transport als einen Punkt: aber: ich sehe ja explizit Fahrzeuge/Transportpanzer vor, die eine hohe Transportkapazität pro Fahrzeug haben und schöpfe diese noch nicht einmal aus. Dadurch ist in jedem Transportpanzer noch Raum frei für Versorgungsgüter. Die Einheiten können daher notwendige Versorgungsgüter sogar direkt selbst mittransportieren und daher braucht man signifikant weniger Transportraum. Noch darüber hinaus strebe ich ja eine weitgehende Vereinheitlichung der Fahrzeugtypen wie der Kaliber und Wirkmittel an. Damit können diese untereinander allesamt ausgetauscht werden und die logistischen Anforderungen verringern sich.

Statt regelmäßig Mun nachschieben zu müssen (was bei dir der Fall wäre), führen die Kampftruppen auf diese Weise selbst wesentlich mehr Mun mit. Ad extremum kann man aufgrund des Bronegruppa Konzeptes die Transportpanzer auch gleich vollständig vorübergehend für Transportaufgaben verwenden. Dies bietet den immensen Vorteil dass der "Train" drastisch reduziert wird, insbesondere auf der Ebene der Kampfgruppe und der Transport der Güter darüber hinaus wesentlich besser geschützt erfolgen kann und Angriffe auf die Nachschublinien schwieriger für den Feind werden. Angesichts der zu erwartenden hybriden Kriegsführung ein wesentlicher Vorteil!

Ein GTK hat beispielsweise ca 8 Tonnen Nutzlast. Wenn er nicht an die Infanteriegruppe gebunden ist, kann er vorüber gehend auch Nachschub nachbringen. Wenn jeder Mann wesentlich mehr Munition mitführt, hält er im Gefecht viel länger durch und muß viel weniger oft nachmunitionieren. Das betrifft aber auch alle Fahrzeuge: ein GTK mit Mörser muß viel weniger oft nachmunitionieren als ein Wiesel mit Mörser, weil er viel mehr Granaten selbst mitführen kann etc etc, dadurch sinkt die notwendige Transportkapazität bei den Versorgungseinheiten erheblich.

Und je weniger Versorgungseinheiten notwendig sind, desto besser, desto weniger verbrauchen diese selbst Mittel, desto schneller ist der Verband, und desto einfacher kann man diese Einheiten schützen, was wiederum Kampftruppen für andere Aufgabe frei macht, wodurch die Kampfkraft im Verhältnis ansteigt, wodurch der Verband sich schneller durchsetzen kann, wodurch sich die Kampfdauer verkürzt, was wiederum Versorgung einspart etc etc
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