Luftkrieg im 21. Jahrhundert
Konzeptionell gibt es an dem Verfahren ja wenig zu rütteln, wie hier schon erwähnt wurde ist es seit Jahrzehnten in verschiedenster Form im Einsatz. Natürlich ist das für einen symmetrischen Krieg weitgehend ungeeignet, natürlich reduziert sich das Potenzial umso mehr, je stärker die gegnerische Luftverteidigung ausgebaut ist. Trotzdem ist die Kombination aus gefährdetem Trägerflugzeug und Abstandswaffen ein weiterhin gängiges Mittel, egal ob B-52 oder Tu-95. Das grundsätzliche Leistungsniveau ist auch mit einem modernen Transporter wie dem A400M erzielbar. Die Genauigkeit der Wirkmittel verändert sich durch die Art und Weise, wie man diese absetzt, ebenfalls nicht.

Bezogen auf die nationalen Anforderungen stellt sich aber die Frage, wie notwendig und realistisch der rein quantitative Einsatz ist? Denn da es sich nicht um ein System für den großen symmetrischen Konflikt handelt, also für die Landes- und Bündnisverteidigung, muss sich der Nutzen direkt aus den sonstigen Missionen ergeben, also Auslandseinsätzen. Und hier sehe ich ehrlich gesagt wenig Potenzial, dass große Waffenmengen (und nur dann ergeben sich ja entsprechende Vorteile) von uns irgendwann mal sinnvoll eingesetzt werden könnten. Dafür mangelt es in der Summe sowohl am militärischen Nutzen wie auch am politischen Willen.

Vorteilhaft ist natürlich, dass die entsprechenden Maschinen und die Bewaffnung vorhanden ist und es daher nur einer einer Qualifikation für den Einsatz bedarf, so dass mit relativ wenig Aufwand diese Fähigkeit hergestellt werden könnte. Bloß muss die dann auch regelmäßig trainiert werden, und braucht letztlich zur endgültigen Bewertung auch eine Einsatzerprobung. Spätestens da würde es dann sowieso scheitern.

Da wäre die Fokussierung auf quantitativ kleinere Einsätze vermutlich sinnvoller, zumal wir dafür mit dem Mako schon längst ein flexibleres (weil auch LV/BV-fähig), günstiges Einsatzmittel zur Verfügung haben könnten und werden, wenn da nicht wieder ein politischer Unsinn veranstaltet wird, mit der EuroMALE eine entsprechende unbemannte Alternative einführen. Gerade der Einsatz von letzterer ließe sich im übrigen deutlich besser verschleiern als einer A400M. Wink
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Was an dieser Stelle vllt. auch noch angemerkt werden könnte, ist, inwieweit die Nutzung, wenn man denn die Option wahrnehmen möchte, einer genau genommen spezifischen Transportmaschine für eine solche Behelfsbomberrolle hinsichtlich Auslastung und Zweckentfremdung zu gewährleisten ist. Ich stelle die Idee an sich nicht generell in Abrede, habe aber neben den bisher geäußerten Zweifeln auch noch Bedenken, was die Zweckentfremdung betrifft.

Rein logistisch dürften Transporter anderweitig sehr stark benötigt werden, wenn man in der Situation wäre, dass sogar Behelfsbomber herangezogen werden müssten. D. h. der Konflikt an sich müsste schon eine gewisse Dimension und Dramatik erreicht haben - hier dann wieder die Frage, ob der Antagonist wirklich nur eine drittklassige Miliz ist? -, um es zu rechtfertigen, Maschinen auf diese Weise einzusetzen. Wenn dies aber zutrifft, so muss man von ausgehen, dass man die Transporter, die zur Verfügung stehen, sehr stark in der Logistik einsetzen muss und jeden einzelnen entsprechend benötigt. Bezogen auf die Bundeswehr sehe ich den Spielraum aktuell zumindest nicht wirklich. (Und die Bundeswehr "borgte" sich ja nicht ohne Grund An-124 aus, um das Afghanistan-Kontingent zu versorgen.)

Schneemann.
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Elektronische Kriegsführung gegen Flugkörper aller Art:

https://www.thedrive.com/the-war-zone/39...us-reports

Zitat:Repeated attempts have been made to jam the GPS navigation systems used by U.K. Royal Air Force aircraft operating from an airbase in Cyprus, the east Mediterranean island that serves as a hub for the service’s efforts in the anti-ISIS campaign in Iraq and Syria. Two British newspapers have concluded that Russia is behind the actions and, in the past, that country has also launched electronic warfare attacks against U.S. drones in Syria, and probably also against U.S. Air Force AC-130 gunships.

Reports today in The Times and Telegraph newspapers cite “military intelligence sources” who say that the electronic warfare efforts targeted the GPS systems of RAF A400M Atlas C1 transport aircraft departing RAF Akrotiri, Cyprus, while troops were on board.
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3D Drucker zur Reperatur von Flugzeugen:

https://www.thedrive.com/the-war-zone/39...ghter-jets

Zitat:Saab Has Begun Testing 3D Printing To Repair Battle-Damaged Fighter Jets
Trials of a 3D-printed replacement part aboard a Gripen fighter could pave the way to a new concept of battle damage repair for combat aircraft.

Swedish defense and security firm Saab has begun flight-testing of 3D-printed parts on its Gripen multirole fighter as part of a battlefield damage repair trial. Starting with a single exterior hatch on the jet, the company is confident that rapidly produced spare parts will eventually be able to allow battle damage to be temporarily fixed while these aircraft are deployed at remote locations, ensuring a high operational tempo can be maintained.

Saab announced today that it has already completed a first test flight with a 3D-printed replacement exterior part. The trial at the company’s Linköping airfield on March 19 involved a two-seat Saab JAS 39D Gripen fighter with a replacement hatch fitted on the rear fuselage. Made of a nylon polymer called PA2200, the part was furnished using “additive manufacturing” — better known as 3D printing.
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