Leichte Infanterie
#1
Gliederung eines Jäger-Bataillon:

Trupp zu 3 Mann

Ein Trupp als kleinste Einheit besteht aus 1 Truppführer und 2 Soldaten.

Ein Trupp hat 3 Sturmgewehre (IAR Konzept) mit Flechette Munition, 1 Granatzielsystem (40mm Unterlaufgranatwerfer) und 1 Unterstützungswaffe (Raketenwerfer, Kommando-Mörser, Granatwerfer etc), beispielsweise:

3 Sturmgewehre (Flechette)
1 MPRS-System (40mm Unterlaufgranatwerfer)
1 Wirkmittel 90 (oder anderer Raketenwerfer)
Pike, 40mm Granaten, Handflammpatronen
Schalldämpfer



Gruppe zu 7 Mann

Eine Gruppe besteht aus 1 Gruppenführer und 2 Trupps. Der Gruppenführer erhält ein Sturmgewehr mit Unterlaufgranatwerfer und Granatzielsystem.

Die unterstellten Truppführer agieren als Stellvertreter und Dritter Mann.

Zudem können Soldaten von höheren Ebenen einer Gruppe für bestimmte Aufgaben unterstellt werden.

Eine bestimmte Bewaffnung der einzelnen Soldaten ist nicht vorgesehen, sondern die Waffen sind Gruppenbesitz und können nach Belieben untereinander getauscht werden.

7 Sturmgewehre (Flechette)
3 MPRS-Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
2 Wirkmittel 90
Pike, 40mm Granaten, Handflammpatronen
Schalldämpfer



Zug zu 15 Mann

Der Zug besteht 1 Zugführer und 2 Gruppen.

Der Zugführer verfügt über Ausbildung und Ausrüstung als Feuerleitkraft. Die unterstellten Gruppenführer agieren als Stellvertreter und Dritter Mann.

Zudem können Soldaten von höheren Ebenen einem Zug für bestimmte Aufgaben unterstellt werden.

Eine bestimmte Bewaffnung der einzelnen Soldaten ist nicht vorgesehen, sondern die Waffen sind Zugbesitz und können nach Belieben untereinander getauscht werden.

15 Sturmgewehre (Flechette)
6 MPRS-Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
4 Wirkmittel 90
Pike, 40mm Granaten, Handflammpatronen
Schalldämpfer



Kompanie zu 45 Mann

Eine Kompanie besteht aus 1 Kompanieführungszug zu 15 Mann und 2 Zügen.

Eine Kompanie verfügt über einen Führer, Stellvertreter und einen Dritten Mann. Die Führungskräfte der Kompanie verfügen alle über eine Ausbildung und die notwendige Ausrüstung als Feuerleitkräfte.

Der Kompanieführungszug setzt sich aus 3 Untereinheiten zusammen.

1 Kompanieführer

1 Sturmgewehre (Flechette)
1 MPRS-Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
Pike, 40mm Granaten, Handflammpatronen
Schalldämpfer


Führungsgruppe zu 7 Mann

In der Führungsgruppe befinden sich der Stellvertreter und Dritter Mann. Diese sind als Feuerleitkräfte ausgebildet und ausgerüstet. Die restlichen Soldaten der Führungsgruppe sind ähnlich wie eine normale Infanteriegruppe ausgerüstet, führen aber doppelt so viele Raketenwerfer.

7 Sturmgewehre (Flechette)
3 MPRS-Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
4 Wirkmittel 90
Pike, 40mm Granaten, Handflammpatronen
Schalldämpfer


Mörser-Gruppe zu 7 Mann

Die Mörsergruppe führt neben ihren Sturmgewehren insgesamt 4 schallgedämpfte Kommando-Mörser im Kaliber 60mm und die dafür notwendige Munition. Dazu kommen noch 2 Unterlaufgranatwerfer mit Granatzielsystem welche sowohl zum Einsatz von 40mm Kamera-Granaten als Einweg-Mikrodrohnen wie auch für die Entfernungsbestimmung genutzt werden.

7 Sturmgewehre (Flechette)
2 MPRS-Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
4 schallgedämpfte Kommando-Mörser
40mm Kameragranaten


Bewaffnung der Kompanie gesamt:

45 Sturmgewehre (Flechette)
18 MPRS-Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
12 Wirkmittel 90
4 schallgedämpfte Kommando-Mörser
Pike, 40mm Granaten, 40mm Kameragranaten, Handflammpatronen
Schalldämpfer
[/i]


Bataillon zu 200 Mann

Das Bataillon besteht aus 1 Bataillonsführungs-Kompanie zu 65 Mann und 3 Kompanien zu je 45 Mann. Dazu kann noch optional eine Fahrzeugkompanie mit ebenfalls 60 Mann treten, welche aber eine zusätzliche eigene Befehlsstruktur hat und nicht zur Jägertruppe gehört sondern dieser für bestimmte besondere Aufgaben unterstellt wird.

Ein Bataillon verfügt über einen Führer, Stellvertreter und einen Dritten Mann. Die Führungskräfte des Bataillon verfügen alle über eine Ausbildung und die notwendige Ausrüstung als Feuerleitkräfte.

Der Stellvertreter übernimmt dabei üblicherweise zwei Kompanien. Der Dritte Mann übernimmt üblicherweise die Dritte Kompanie und die Fahrzeug-Kompanie (insofern vorhanden und wenn diese nicht selbstständig agiert). Damit muss auch der Kompanieführer nur zwei unterstellte Unterführer befehligen.

Der Bataillonsführungs-Kompanie setzt sich aus folgenden Untereinheiten zusammen:

Bataillonsführung zu 5 Mann

In der Führungsgruppe sind der Bataillonsführer, Stellvertreter und Dritter Mann. Alle Führungskräfte der Führungsgruppe sind als Feuerleitkräfte ausgebildet und ausgerüstet. Dazu kommen noch zwei weitere Soldaten die als Fernmeldespezialisten ausgebildet sind.

5 Sturmgewehre (Flechette)

Mörser-Zug zu 15 Mann

Der Mörserzug ist abweichend zur sonstigen Gliederung in Binome aufgeteilt und führt schallgedämpfte Kommando-Mörser im Kaliber 60mm und Aufklärungsmittel für große Distanzen (Spektive mit Entfernungsmesser etc).

15 Sturmgewehre (Flechette)
6 Kommando-Mörser
3 MPRS-Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
Pike, 40mm Kameragranaten


Drohnen-Zug zu 15 Mann

Zugführer wie beide Stellvertreter sind als Feuerleitkräfte ausgebildet und ausgerüstet. Abweichend zur sonstigen Gliederung ist dieser Zug in Binome gegliedert wobei jedes davon über eine Mine-Drohne und einen Ersatz für diese verfügt. Diese werden nicht nur zur Aufklärung sondern situationsbedingt auch als Relais, als "Meldeläufer" etc verwendet. Zudem verfügt der Zug über 3 Unterlaufgranatwerfer mit Granatzielsystem und 40mm Kameragranaten.

15 Sturmgewehre (Flechette)
3 MPRS Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
12 Mini-Drohnen, 40mm Kameragranaten
Schalldämpfer


2 MG-Züge zu je 15 Mann

Diese sind abweichend von der normalen Gliederung in Binome aufgeteilt. Die MG-Züge werden wie Scharfschützen ausgebildet und ausgerüstet (Ghillie-Anzüge, Fernmelde- und Aufklärungsmittel). Statt SSG führen sie jedoch Unterlaufgranatwerfer mit PIKE und Maschinengewehre mit Schalldämpfer und dienen damit auch insbesondere einer Counter-Sniper Rolle und als Späher des Bataillon.

9 Sturmgewehre (Flechette)
6 MPRS-Systeme (40mm Unterlaufgranatwerfer)
6 LWMMG (Schalldämpfer)
Pike
Ghillie-Anzüge, Aufklärungsmittel
Schalldämpfer


Damit kommt ein Bataillon insgesamt auf eine Bewaffnung von:

12 schwere Maschinengewehre
12 Mini-Drohnen
18 Kommando-Mörser
36 Feuerleitkräfte
36 Raketenwerfer
72 Airburst-Granatwerfer
182 Sturmgewehre (Flechette)



Fahrzeug-Kompanie zu 60 Mann

Wenn eine solche von einem anderen Verband den Jägern unterstellt wird, besteht sie aus maximal 20 Fahrzeugen mit je 3 Mann Besatzung. Bei einer Transportkapazität von mindestens 10 Mann pro Fahrzeug kann so das ganze Bataillon transportiert werden. Üblicherweise aber hat nicht jedes Bataillon eine solche Kompanie, sondern der Normalfall ist, dass die ganzen Jäger-Bataillone eines Regimentes zur Fuß agieren.


Nachschub/Inst/San

Das ganze Bataillon ist einschließlich all seiner Waffen uneingeschränkt zur Fuß beweglich bzw. luftbeweglich. Auch die notwendigen Verbrauchsmittel können alle zur Fuß mitgeführt werden.

Aufgrund der Abwesenheit jeglicher Fahrzeuge sinkt der Nachschubbedarf immens ab, ebenso ist so gut wie keine Inst notwendig. Der geringe Wartungsaufwand in Bezug auf die Waffen kann durch entsprechend ausgebildete Soldaten in den Einheiten selbst erledigt werden. Der logistische Aufwand dürfte bei 10% einer vergleichbar großen mechanisierten Einheit liegen.

Die Sanitätsversorgung wird primär durch die Soldaten selbst besorgt, da bei der angedachten Kampfweise in starker Auflockerung ein geordneter Transport von Verwundeten zu einem Versorgungsraum des Bataillon nicht bzw. nur so erschwert möglich wäre, so dass bei Schwerverletzten ein Weitertransport vom Ort der Untereinheit hin zum Brigade-Versorgungsrau sinnvoller ist.

Aus diesem Grund wird die Idee eines Versorgungsraumes des Bataillons gleich ganz aufgegeben da aufgrund der Größe und Struktur die ganzen rückwärtigen Dienste wegfallen können und aufgrund der aufgelockerten Kampfweise auch wegfallen müssen.

Fahrzeuge

Wenn Fahrzeuge für den Transport des Bataillons verwendet werden bilden diese eine selbständige Kompanie und sind von der Infanterie strukturell getrennt. Sie agieren bei einer Unterstellung unter die Infanterieeinheit als Bronegruppa, behalten also ihre eigene Befehlsstruktur und können daher situativ auch unabhängig von der Infanterie agieren.

Dazu erhalten die Transportfahrzeuge eine stärkere Besatzung (Durchhaltefähigkeit) und deutlich stärkere Bewaffnung (Maschinenkanonen, PALR). Zugleich kämpfen die Transportfahrzeuge in offenen Flächen bzw. sichern die Flanken der Infanterie im durchschnittenen Gelände wo dieses an offenes Gelände angelehnt ist. Zudem verdichten sie die Panzerabwehr der Infanterie als Träger zusätzlicher PALR, welche im Bereich der offenen Flächen LOS als auch im gesamten Kampfraum des Bataillons NLOS eingesetzt werden kann.

Da ein Jäger-Bataillon nicht an Fahrzeuge gebunden ist, wird es in besonderem Maße luftbeweglich und hat zudem eine im Gelände immens erhöhte Beweglichkeit. Zudem steigt die Zahl der tatsächlich im Kampf einsetzbaren Untereinheiten und Soldaten im Verhältnis zur Gesamtzahl immens an wodurch der Anteil der Kampftruppe deutlich erhöht und der Anteil der unterstützenden und rückwärtigen Einheiten deutlich gesenkt wird.

Innerhalb der Gesamt-Struktur ist nicht für jede Jäger-Einheit eine entsprechende Fahrzeugeinheit vorgesehen, was insbesondere bedeutet, dass die Mehrheit der Jäger immer zur Fuß agieren wird und nur für besondere Aufgaben vorübergehend Fahrzeuge den Jäger-Einheiten unterstellt werden.


Nelson:

Zitat:In der skizierten Kompanie vermisse ich allerdings einige Dinge - zum ersten automatische Granatwerfer für weite Distanzen,

Granatmaschinenwaffen sind für den abgesessenen Einsatz zu schwer, und werden daher auf dieser Ebene nur von Fahrzeugen aus eingesetzt. Zudem würden 40mm HV wieder die Vereinheitlichung stören, da abgesessen nur 40mm MV zum Einsatz kommen. Im weiteren ist die Geschwindigkeit der 40mm Granaten zu langsam, um damit sich schnell bewegende Ziele ab ungefähr 400 m zu treffen. Deshalb sind 20mm Maschinenkanonen auf einer Waffenstation besser (unter Panzerschutz nachladbar).

Darüber hinaus wird die Rolle der von dir hier vermissten Granatmaschinenwaffen von den Mörsern übernommen die als Steilfeuerwaffen zudem weitergehende taktische Vorteile bieten.

Unter Verwendung von Carbon wären hier sogar Mörser im 81mm Kaliber mit einem Gewicht von nur 12 kg möglich, oder noch deutlich leichtere 60mm Mörser mit einem Gewicht von nur noch 3 bis 4 kg.

Zitat:zum zweiten scheint mir das Kaliber der schweren MG doch noch etwas zu leicht zu sein, das Kaliber 338. scheint mir doch eher in Richtung eines "Universal-MGs" ala MG 34 denn in die eines "reinrassigen" schweren MGs zu gehen.

Die Wirkung der .338 ist für die Aufgaben eines SMG ausreichend (wenn auch an der Untergrenze). Dafür wird das SMG durch dieses Kaliber auch abgesessen führbar und man hat mehr Munition bei gleichem Gewicht dabei, vom Gewicht der Waffen noch ganz zu schweigen. Der wesentliche Unterschied zwischen einem "Universal-MG" und dem von mir genannten ist die wesentlich höhere effektive Reichweite welche SMG in .338 bieten und welche diese Waffen defintiv zu SMG machen und nicht zu Universal MG.

Zitat:Hier könnte evt. das von den Amerikanern bereits erprobte Wechselsystem Granatwerfer/12,7mm sMG Abhilfe schaffen.

Das XM307 / XM312 wäre hier anstelle der SMG die erste Wahl, wenn man Granatgewehre verwendet, da dass XM307 noch ausreichend leicht ist, und die gleiche Munition verschießt wie die XM25. Man könnte dann noch Anti-Material-Granatgewehre für Scharfschützenaufgaben andenken, und auf Kompanieebene dann das XM109 führen.

Ich hatte ja explizit geschrieben, dass man die von mir hier angeführten 40mm Granatwaffen entsprechend durch 25mm Granatwaffen ersetzen könnte. Das würde allerdings einiges mehr kosten. An die Stelle der LWMMG würden XM307 treten, an die Stelle der IAR/MPRS würden XM25 treten und der KoFü/Spähtrupp könnte einige XM109 haben.

Aber:

eine solche Lösung wäre immens teuer. Sowohl die Waffen wie auch die Munition sind extrem teuer im Vergleich und die Frage ist, ob für die Einsatzrealität nicht Waffen mit größerer Flächenwirkung (40mm) besser geeignet sind, wenn man davon ausgeht, dass man den Gegner mit den Granatwaffen nicht nur direkt bekämpft, sondern vor allem auch niederhält!

Das hat noch einen wesentlichen Vorteil: Der Feind kann bei Verwendung solcher Waffen viel schlechter ausmachen, woher unser Feuer kommt und ist damit in der Bekämpfung unserer Kräfte deutlich behindert.

Meine Idee dazu ist ja, dass man den Gegner nicht primär mit Kugeln, sondern mit Flächenwaffen (Splitter, HE usw) niederhält.
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#2
Von den Fahrzeugen einmal abgesehen, was unterscheidet die Truppe noch von Panzergrenadieren?
Diese Jägerbataillon kommt mir sehr schwer daher, im Prinzip eigentlich schon mechanisierte anstatt leichte Infanterie.
Abseits der Straße im Gelände wird die Durchhaltefähigkeit mit diesem Ansatz und Fahrzeugmix wahrscheinlich nicht sehr hoch sein.
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#3
Rein in Bezug auf die abgesessenen Kräfte unterscheidet sich meine Struktur von der einer Panzergrenadiereinheit durch:

1 größere Gruppen

2 keine PALR bei den abgesessenen Kräften sowie weniger Panzerabwehrhandwaffen insgesamt.
Die PzGren sind dadurch erheblich schwerer, indem sie auch abgesessen PALR mitführen.

3 Dadurch dass keine lMG oder MG auf Gruppenebene vorhanden sind, sind die Gruppen beweglicher, und haben weniger Gewicht zu schleppen als wenn sie gurtgefütterte MG dabei hätten. Durch die Verwendung von IAR anstelle von Assault Rifle, DMR, lMG, MG, AMG wird die Gruppe insgesamt leichter und deutlich beweglicher.

Panzergrenadieren würde ich im Gegenzug immer noch richtige (S)MG auch auf Gruppenebene mitgeben.

4 ich habe noch kein Wort über die Schutzausrüstung verloren: Das ist jetzt natürlich eine Extrem-Position von mir, aber ich würde Jäger weder mit Schutzwesten noch mit Helmen ausrüsten sondern alle Schutzausrüstung weglassen womit immens viel Gewicht eingespart wird je Mann und die Beweglichkeit erheblich zunimmt. Panzergreandiere sollten im Gegenzug immer noch Helme und Schutzwesten haben.

5 Bronegruppa-Konzept:

Das heißt, die Fahrzeuge sind eine komplett eigene und unabhängige Einheit. Sie dienen dem Transport, sind aber explizit nicht an eine bestimmte abgesessene Einheit gebunden sondern agieren völlig unabhängig von den abgesessenen Kräften. Nach dem Absetzen können die Fahrzeuge für sich alleine daher eigene Aufgaben wahrnehmen.

Während bei den Panzergrenadieren die Fahrzeuge und die jeweilige Gruppe immer zusammen gehören und zusammen bleiben (Bindung der Gruppe ans Fahrzeug bzw umgekehrt).

6 LWMMG und Wirkmittel 90

Trotz der Reichweite eines SMG und der deutlich höheren Wirkung im Vergleich mit MMG/Universal-MG wiegt diese Waffe nur 10,8 kg und ist damit mit Zweibein schießbar, durch nur einen Mann führbar usw

Das Wirkmittel 90 (10 kg) ist leichter als die neuesten Panzerfaust 3 Varianten (15 kg) (trotz höherer Reichweite als diese) oder die Mini-Spike (17 kg). Dafür hat es eine geringere panzerbrechende Wirkung - dafür die gleiche Wirkung in Bezug auf Flächenwirkung oder gegen andere Strukturen. Die 5 kg je Raketenwerfer machen über die gesamte Kompanie einiges an Gewicht frei. Echte Kampfpanzerabwehr ist aber mit Panzerabwehrhandwaffen ohnehin nicht möglich, weshalb Jäger hier auf ein NLOS Konzept und die von den Fahrzeugen aus eingesetzte Spike setzen.

Panzergrenadiere würde ich hingegen mit der Mini-Spike ausrüsten (17 kg) (höhere Reichweite als PzF-3, höhere Wirkung).

Zitat:Diese Jägerbataillon kommt mir sehr schwer daher, im Prinzip eigentlich schon mechanisierte anstatt leichte Infanterie. Abseits der Straße im Gelände wird die Durchhaltefähigkeit mit diesem Ansatz und Fahrzeugmix wahrscheinlich nicht sehr hoch sein.

Die Diskussion könnte man auch in Bezug auf den GTK Boxer führen, der die "Jäger"truppe nun zu einer reinrassigen mittelschweren Einheit macht.

Der Terrex ist im Gegensatz zum Boxer aber deutlich geländegängiger, und er ist schwimmfähig (selbst bei Wellengang, Tests durch das USMC) und er hat mehr Platz als der Boxer im Inneren. Damit bleibt im Innenraum Platz über wenn man in jedes Fahrzeug nur eine 8 Mann Gruppe einsetzt. Wenn die Gruppen aber 10 Mann oder 12 Mann groß sind, kann immer noch 1 Fahrzeug eine Gruppe transportieren. Fällt also ein Fahrzeug aus, können andere den Verlust vom Transportraum her sogar noch kompensieren.

Abgesessen wird die Beweglichkeit und Durchhaltefähigkeit durch Vereinheitlichung der Waffen und der Kaliber erhöht: dadurch dass alle Kugelwaffen gleich sind (IAR) und alle die gleichen Magazine und das gleiche Kugelkaliber verwenden, kann man flexibel sich gegenseitig die Munition/Magazine zuschieben. Es gibt nur noch 6,5mm Grendel und 40mm Granat MV (Mörser und SMG außen vor).

Durch die Verwendung von IAR anstelle von AR, DMR, AMR, lMG, MG usw und da die IAR leichter sind als die meisten der hier genannten Waffen (Gewicht gerade mal das eines IAR) wird ebenfalls viel Gewicht für Munition frei.

7 weniger sonstiges Gepäck / Ultraleichte Ausrüstung:

alle sonstige Ausrüstung (außer den Waffen und der Munition) würde ich auf Ultraleichter Basis beschaffen und so weit wie möglich reduzieren. Abgesehen von (Nähr)flüssigkeiten sollte die Einheit auch dahin gehend ausgerüstet und ausgebildet werden, aus dem Land zu leben.

Heute laufen die Soldaten mit Riesen-Rucksäcken, Riesenwesten mit tausend Taschen rum, dass gehört alles weg. Ein einfaches Ultraleichtes Chest-Rig als Munitionsträger reicht völlig. Auch die Stiefel würde ich durch deutlich leichtere ersetzen (1 kg an den Füßen entspricht 5 kg auf dem Rücken von der Belastung her). Ultraleichte Gore-Tex Stiefel mit kurzem Schaft wiegen heute gerade mal 300 gramm.

Das Primat vom Gewicht her liegt ausschließlich bei Waffen/Munition/Flüssigkeit. Alles andere muß reduziert werden. Die Soldaten sind heute extrem überladen, aber davon ist der geringste Teil die Waffe/Mun:

Typische heutige "leichte" Infanterie:

http://www.reocities.com/drakonok/graph ... loaded.jpg

http://www.combatreform.org/overloadedconkedout.jpg

Geringe Feuerkraft - Viel zu Viel Gepäck !!

Das muß umgedreht werden: Mehr Feuerkraft !! - so wenig wie möglich Gepäck.

8 Beschaffung von ultraleichten Faltkarren die per Hand gezogen werden oder auch an die Fahrzeuge gehängt werden können zum Transport von Ausrüstung bei längeren Märschen. Dabei sollten die Räder und das Fahrgestell abnehmbar sein, so dass man diese auch als Schlitten/Travois verwenden kann.

Die imperiale japanische Armee hat im WK2 mit solchen Karren extrem gute Erfahrungen gemacht.
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#4
Das Soldaten aus dem Lande leben können sollten ist grundsätzlich goldrichtig, nur würde ich das ganze zentral organisieren, einzelne Einheiten bis hin zur Kompanie zur Fourage ausschicken und die so gesammelten Lebensmittel danach verteilen. Die zentrale Organisation hat hier den unschätzbaren Vorteil, dass sie eine für die örtliche Bevölkerung verträgliche Art und Weise - kaufen statt plündern - anwenden kann, ebenso ist eine rudimentärste Überprüfung der Lebensmittel gewährleistet. Natürlich kann und sollte man die Soldaten auch im Stile der Fremdenlegion dazu anhalten, in der Wildnis selbst den Kochtopf zu füllen, wenn Not am Mann ist. Zur Gewichtsreduktion trägt das aber weniger bei, schließlich muss der Kram so oder so noch geschleppt werden.

Gewicht an der Schutzausrüstung zu sparen halte ich ebenso für verfehlt. Gerade jetzt, wo mit zunehmendem Granateneinsatz des Gegners zu rechnen ist, die Splittergefahr also selbst in Infanteriekampf extrem hoch ist, würde ich daran nicht sparen wollen

Die Gewichtsproblematik im allgemeinen stellt sich meiner Ansicht nach für Jäger nur begrenzt. Wenn die Jäger Fahrzeuge haben, dann können sie einen Großteil ihres nicht Feuerkraftrelevanten Gepäcks dort lassen, wenn sie keine haben, werden sie früher oder später ein Lager aufschlagen müssen, in dem sie dann das Gepäck zurücklassen können.

Und da hier das Wunschkonzert herrscht: Die gesamte Frage des überschweren Gepäcks lässt sich durch die Verwendung von Exoskeletten lösen. Teuer, keine Frage, aber auch nicht schlimmer als die Absurditäten, mit denen die Luftwaffen um sich werfen.
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#5
Dem geneigten Leser wird ja ohnehin schon aufgefallen werden, dass mein Bataillon keine eigene Versorgungskompanie hat. Wie soll also die Versorgung erfolgen? Ich bin ein entschiedener Befürworter eines Push-System. Durch konsequente Anwendung eines Push System bei der Versorgung kann man bei
kleinen und kompakten Bataillonen die Versorgungskräfte weg lassen. Damit werden diese Bataillone schneller und beweglicher und können frei von der Frage der Verteilung der Nachschubgüter agieren.

Hat natürlich auch Nachteile, aber für die Frage der Beweglichkeit und Geschwindigkeit (insbesondere in größeren Szenarien) überwiegen speziell für die Jägertruppe meiner Meinung nach die Vorteile.

Nelson:

Der Schutz vor Splittern ist durch die Schutzausrüstung nur bedingt leistbar. Meiner Meinung nach ist der Schutz primär eine Illusion die vor allem psychologische Vorteile für die Soldaten bietet, aber deren reale physikalische Vorteile im Verhältnis zu Gewicht/Aufwand zu gering sind.

Zitat:Die gesamte Frage des überschweren Gepäcks lässt sich durch die Verwendung von Exoskeletten lösen. Teuer, keine Frage, aber auch nicht schlimmer als die Absurditäten, mit denen die Luftwaffen um sich werfen.

Meine Eingangs/Ausgangs Idee dazu war ja, nur Systeme zu verwenden, die real schon in Serie vorhanden sind und die schon eingesetzt wurden, womit natürlich vieles wegfällt. Daher habe ich vieles was theoretisch möglich wäre nicht eingefügt.

Exoskellete kosten viel Strom, sind störranfällig, empfindlich für EMP, zu unbeweglich/flexibel usw usf

Ein einfacher Faltkarren bietet eine noch bessere Transportleistung für diverses Zeug, dass nicht
direkt zum Kampf benötigt wird.
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#6
Nochmal zu dem Punkt: Was ist leichte Infanterie? Hier mal ein guter Artikel mit etlichen praktischen Beispielen für das Scheitern leichter Infanterie aufgrund von Überladung:

http://www.globalsecurity.org/military/ ... _chpt4.htm

Leichte Infanterie sollte meiner Meinung nach NICHT so aussehen:

http://wordwarriorsandiego.files.wordpr ... h17t7e.jpg

http://therealrevo.com/blog/wp-content/ ... daywas.jpg

http://cmsimg.marinecorpstimes.com/apps ... d-examined

http://images.fineartamerica.com/images ... verett.jpg

http://wordwarriorsandiego.files.wordpr ... vision.jpg

http://www.fototime.com/00E5BCF4A76B138/orig.jpg

http://traffic.libsyn.com/fgcastday/Vie ... _backs.jpg

http://1.bp.blogspot.com/_H8KDKpNcbYo/S ... troops.jpg

http://www.conservapedia.com/images/thu ... fantry.jpg

sondern so:

http://selousscouts.tripod.com/light_scout.jpg

http://selousscouts.tripod.com/selous6.gif

http://selousscouts.tripod.com/ss17.jpg

http://selousscouts.tripod.com/ss13.jpg

http://selousscouts.tripod.com/selous6.gif

http://4.bp.blogspot.com/_H8KDKpNcbYo/S ... ebirgs.jpg

http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... tion_1.jpg
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#7
Das man direkt vor oder im Gefecht nicht mir 30 oder 40 Kilogramm - oder noch mehr - bepackt sein sollte ist richtig. Und auch sonst ist eine geringe Traglast wünschenswert. Wobei ich Schutzwesten und Helme für sehr wichtig halte, insbesondere wenn Granaten massenweise im Spiel sind und es von Splittern nur so wimmelt.
Wenn man von Seiten der Jäger alles außer Schutzausrüstung und Waffen in den Fahrzeugen zurück lässt, sollte man auf eine im Kampf erträgliche Last kommen können.
Die leichten Infanteristen auf deinem Foto haben vor allem ein Problem: Sie sind schnell, aber sie werden auf diese Weise irgendwo einen Haufen Träger brauchen, der die ganze Munition und die schweren Waffen, welche du den Jägern geben willst, schleppen muss.
Das hohe Tragegewicht hat auch seine Vorteile: Wenn rein per pedes vorgegangen werden muss, dann ist Marios Muli über mehrere Tage oder gar Wochen eben schneller als eine Truppe, die zwar selbst nichts schleppt, dafür aber einen riesigen Tross haben muss - denn der Soldat marschiert mit dem Magen.
Wenn du hingegen möglichst schnell und ohne Fahrzeuge vorankommen musst, gib deinen Jägern Fahrräder. Die wiegen recht wenig, können vergleichsweise enorme Lasten transportieren und kommen überall dort zurecht, wo ein Jäger hinkommen sollte.
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#8
Nelson:

Zitat:Wenn du hingegen möglichst schnell und ohne Fahrzeuge vorankommen musst, gib deinen Jägern Fahrräder. Die wiegen recht wenig, können vergleichsweise enorme Lasten transportieren und kommen überall dort zurecht, wo ein Jäger hinkommen sollte.

Fahrräder kommen gerade in Jäger-Gelände nur schwer voran. Das Prinzip des Rades aber auszunützen, macht durchaus Sinn. Es gibt heute faltbare Ultraleichte Karren die man sowohl zur Fuß ziehen kann, als auch an Fahrzeuge hängen kann. Im weiteren gibt es noch ganz andere, deutlich effizientere Lösungen für die Versorgung - siehe unten !

Zitat:Wenn man von Seiten der Jäger alles außer Schutzausrüstung und Waffen in den Fahrzeugen zurück lässt, sollte man auf eine im Kampf erträgliche Last kommen können.

Nehmen wir mal allein die Stiefel, die Uniform, Rucksack und Koppel, sowie Weste und Helm. Typische Stiefel wiegen ungefähr 1 kg je Schuh, macht also schon mal 2 kg an den Füßen. Studien ergaben, dass 1 kg an den Füssen einer Belastung von 5 kg auf dem Rücken/Hüfte entspricht (ein Grund warum Rhodesier wie viele Russen im Kampfeinsatz Turnschuhe tragen anstelle von Stiefeln - und heute gibt es Ultraleicht-Stiefel die wiegen nur noch 300 gramm je Stiefel, statt 1,2 kg wie meine Gebirgsjägerstiefel je Stiefel).

Die Uniform ist unnötig schwer aufgrund der verwendeten Stoffe, der Rucksack wiegt mehrere Kilogramm (ohne jeglichen Inhalt !) und die Koppel dito viel zu schwer. Nun bedingen sich diese Dinge teilweise gegenseitig. Man erklärt, dass man so schwere Stiefel braucht, weil die Last die man trägt so groß ist. Der Rucksack muß so schwer sein, weil er so stabil sein muss, weil er so extrem beladen wird. Weste und Helm kosten nun wiederum mehrere Kilogramm Gewicht und verhindern den Abtransport von Schweiß und Körperhitze.

Ganz ohne Waffen und ganz ohne Extragepäck kommt man so schon auf eine erhebliche Belastung, und man überhitzt sehr leicht und verbraucht ein vielfaches an Wasser und Nahrung. Vor allem der Wasserverbrauch steigt bei heißen Temperaturen immens an. Das ganze Wasser und die Extranahrung müssen ebenfalls wieder mitgeführt werden usw usf

Und das ist jetzt alles noch ganz ohne Waffen, ganz ohne Extraausrüstung, ganz ohne Verbrauchsmitel usw

Zitat:Wobei ich Schutzwesten und Helme für sehr wichtig halte, insbesondere wenn Granaten massenweise im Spiel sind und es von Splittern nur so wimmelt.

Westen und Helme bieten heute primär einen psychologischen Schutz. Sie helfen den Soldaten, offensiver vorzugehen. Der tatsächliche Schutz gegen die feindliche Waffenwirkung ist aber erstaunlich gering. Meiner Meinung nach ist es besser, die Umgebung, dass Mikroterrain als Deckung gegen Splitter und Feindbeschuss zu nutzen. Die Überbetonung der Körperpanzerung heute ist vor allem ein Resultat unserer defensiven Kampfweise, der Überbetonung der Defensive.

Die völlig überladenen Helme heute behindern mehr die Bewegung des Kopfes, dass schnelle reagieren auf Feinde aus unterschiedlichen Richtungen und für was? Moderne AP Mun durchschlägt jeden dieser Helme und ob die Splitter den Helm treffen und/oder das Gesicht, die Arme und Beine gleich mit dazu ist irrelevant. Wenn man Splitter abgekommt, dann sitzen die ja nicht nur im Bereich der Weste. Von Stoffen wie Weißem Phosphor noch mal ganz abgesehen.

Zitat:Die leichten Infanteristen auf deinem Foto haben vor allem ein Problem: Sie sind schnell, aber sie werden auf diese Weise irgendwo einen Haufen Träger brauchen, der die ganze Munition und die schweren Waffen, welche du den Jägern geben willst, schleppen muss.

So schwer sind diese Waffen gar nicht, wenn man genauer hinsieht. Das Gewicht entspricht dem heutiger Waffen. Wenn ich anstelle der Waffen die ganze sonstige Ausrüstung leichter mache, dann wird das schleppen der Waffen noch viel leichter.

Träger sind somit gar nicht notwendig, im Gegenteil. Man braucht weniger Transportkapazitäten! Ich beschäftige mich seit Jahren mit dem Ultralight-Trekking und praktiziere dass selbst. Es ist erstaunlich, mit wie wenig man wie lange auskommen kann.

Die von mir gezeigte Infanterie hatte KEINE Träger! Das waren LRRP, also Fernspäher. Die agierten zum Teil wochenlang abseits jeder Versorgung, und ohne Träger und ohne Fahrzeuge. Die lebten zum Teil komplett aus dem Land. Einer von denen schleppte nicht mal Streichhölzer oder Feuerzeug mit, weil er immer und jederzeit Feuer ganz ohne Streichhölzer machen konnte.

Die von mir angedachten Jäger haben aber darüber hinaus auch noch Fahrzeuge, und diese bieten einen Transportraum für 12 Mann je Fahrzeug, transportieren aber je Fahrzeug nur 9 Mann. Der freiwerdende Transportraum ist für die Durchhaltefähigkeit ein immenser Vorteil. Heute hat sich beim Boxer schon heraus gestellt, dass der Transportraum für längere Einsätze innen zu klein ist. Da passen 8 Mann rein und 8 Mann sind drin.

Ein zusätzlicher Tross ist daher gar nicht notwendig. Indem die Ausrüstung reduziert und Ultraleicht wird, fällt jede Menge Gewicht und Stauraum weg. Indem man je Fahrzeug freien Transportraum hat, kann man diesen für den Transport zusätzlicher Verbrauchsmittel nutzen.

Zitat:Das hohe Tragegewicht hat auch seine Vorteile: Wenn rein per pedes vorgegangen werden muss, dann ist Marios Muli über mehrere Tage oder gar Wochen eben schneller als eine Truppe, die zwar selbst nichts schleppt, dafür aber einen riesigen Tross haben muss - denn der Soldat marschiert mit dem Magen

Du brauchst eben keinen Tross mehr, und zwar weil die moderne Technik diesen überflüssig macht. Beispielsweise könnte man in einem Push-System mit GPS gesteuerten Fallschirmen Versorgungsgüter jeweils exakt über der vordringenden Truppe aus der Luft abwerfen. Dadurch braucht diese auch per pedes gar keinen Tross mehr.

Man könnte auch wieder verstärkt Maultiere und Esel einsetzen. usw usf Es gibt viele Möglichkeiten, abseits der Fahrzeuge die Infanteristen selbst unbelastet zu lassen.

Das wichtigste aber lehrt uns die Ultralight Trekking Bewegung: Man kann immens lange Strecken zurück legen mit immens wenig Gepäck !! Die Ausrüstung wird hierbei durch Können, durch bestimmte Techniken und die Verwendung spezieller Ausrüstungsteile ersetzt. Unbelastet vom Gepäck kann man dann den schwer beladenen so dermaßen davon marschieren, dass es unfassbar ist. Wie ich das erste mal Ultraleicht marschiert bin, kam ich mir als ob ich schweben würde. Die Strecke für die ich sonst einen ganzen Tag brauchte, habe ich in ein paar Stunden zurück gelegt, ohne auch nur angestrengt zu sein.

Die Marschleistungen beim Ultraleicht-Trekking erhöhen sich derart, dass du sie schwer beladen niemals erreichen kannst. Du bist eben nicht nur kurzfristig schneller, sondern gerade über mehrere Tage und Wochen ziehst du den schwer beladenen so derart uneilholbar weg, dass man es gesehen haben muss um es wirklich zu glauben.

Zum Schutz der Knöchel und zur Verhinderung des Eindringens von Dreck in den Schuh verwende ich beispielsweise Ultraleichte Stiefel von Inov-8. Damit habe ich fast 2 kg weniger an den Füßen, die ich jeden Schritt heben muss. Das entspricht einer Belastung von 10 kg an der Hüfte. Damit marschiere ich jedem mit den normalen Bundeswehrstiefeln so dermaßen davon, dass er selbst wenn er wesentlich fitter ist, nicht mithalten kann, einfach aufgrund der biomechanischen und physikalischen Gesetze.
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#9
Je leichter die Wanderausrüstung, desto besser für den Wanderer, volle Zustimmung.
Das Experten dazu in der Lage sind, mit extrem wenig Verpflegungsmaterial auszukommen überrascht mich auch keineswegs, allerdings wird das mit zunehmender Stärke des Verbandes immer schwieriger. Du kannst in den allermeisten Landstrichen der Erde eine Kompanie oder gar ein Bataillon auf dem Marsch schlicht nur durch Plünderung oder durch mitgeführte Vorräte versorgen. Wo du nicht plündern kannst, ist das "Leben aus dem Lande" für derartig große Einheiten extrem kompliziert, solltest du dabei noch ernsthaft kämpfen wollen, wird es unmöglich.

Das Fahrräder in schwerem Gelände nur schlecht vorankommen ist richtig, aber sei es drum. Malaysia und Dien Bien Phu wurden durchs Fahrrad eingenommen. Beide Geländetypen dürften den deutschen Mischwald in Sachen Schwierigkeit nicht eben unterbieten. Ein Fahrrad kann sowohl zum Transport schwerer Lasten als auch für schnelle Märsche benutzt werden, es ist leicht genug, um auf den Transportpanzer geschnallt zu werden, braucht im Gegensatz zum Muli (im Gebirge noch immer Unschlagbar) weder Wasser noch Futter noch Veterinär.

Natürlich kannst du deinen Leuten die Verpflegung heutzutage auch aus der Luft zukommen lassen. Aber wenn du die dafür nötige absolute technische Überlegenheit hast, warum setzt du dann deine Leute nicht gleich als Fallschirmjäger bzw. Luftverlastbar ein - und ersparst ihnen das marschieren?

Mehr Transportraum in den Fahrzeugen schafft natürlich eine gewisse logistische Unabhängigkeit.
Wenn du allerdings ein Fahrrad schon für zu schwerfällig erachtest, wird kein mir bekanntes Fahrzeug fähig sein, deinen Ansprüchen zu genügen.
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#10
Nelson:

Ich bin nicht gegen Fahrräder per se, aber auch Fahrräder können kaputt gehen, die Schläuche platt werden, und man kann schlicht und einfach nicht quer durch dichtes Unterholz radeln, oder steile Hänge hinauf und hinunter, quer durch Sumpf, Schnee usw usw.

Die Fahrräder wurden in Vietnam von den Commis übrigens oft vor allem als wendiger Transporter geschoben (und nicht geradelt!). Man lud also das Rad voll und schob es dann, oft sogar zu zweit (einer an der Seite am Lenker, einer schiebend hinten, ein dritter sichernd vorne weg gehend (die Viet setzten primär auf 3 Mann Trupps). Im Vergleich zu einem Karren kommt auf diese Weise ein Rad natürlich viel eher durch Unterholz etc von daher .... ja sicher - man könnte auch Räder auf diese Weise als Karren einsetzen. Die Viets nutzten sie ja primär als eine Art Karren.

Und Karren hatte ich ja bereits explizit als Transportmittel genannt. Sekundär könnte man bei geeignetem Terrain das Rad natürlich auch noch entladen und damit schnell irgendwo hin lautlos aufklären etc

Zitat:Du kannst in den allermeisten Landstrichen der Erde eine Kompanie oder gar ein Bataillon auf dem Marsch schlicht nur durch Plünderung oder durch mitgeführte Vorräte versorgen. Wo du nicht plündern kannst, ist das "Leben aus dem Lande" für derartig große Einheiten extrem kompliziert,

Eigentlich nicht, dass ist eine Frage des Könnens der Soldaten. Je mehr Soldaten in der Lage sind, sich selbst durch ihre Fähigkeiten zu versorgen, desto besser für die Logistik und für die Unabhängigkeit der Truppe und damit schon wieder für ihre Beweglichkeit. Ansonsten kann Kompaktnahrung in Form von Riegeln, festgepresstem Pulver usw für sehr lange Zeiträume reichen.

Das primäre Problem in Ländern der Dritten Welt ist im weiteren das Wasser, und nicht die Nahrung. Um Krankheiten und Ausfälle aufgrund von verschmutztem Wasser zu vermeiden, sollte jeder Soldat die für die Wasseraufbereitung notwendigen Mittel am Mann mitführen. Vor allem aber ist das keine Frage der Ausrüstung, sondern wieder der Fähigkeiten der Soldaten.

Persönlich war ich in etlichen Ländern auch nur mit einem Lifestraw unterwegs und hatte nie Probleme mit der Verdauung deswegen. Gewicht: ca 45 Gramm.

Zitat: braucht im Gegensatz zum Muli (im Gebirge noch immer Unschlagbar) weder Wasser noch Futter noch Veterinär.

Mulis und Esel kann man darüber hinaus auch noch essen. Sie können in Ländern der Dritten Welt oft vor Ort rekrutiert werden. Den Soldaten fehlt lediglich die Ausbildung im Umgang mit Tieren. Ich würde jeden Soldaten darin ausbilden, solche Tiere zu nutzen und auch zu schlachten und zu zerlegen.

Zitat:Natürlich kannst du deinen Leuten die Verpflegung heutzutage auch aus der Luft zukommen lassen. Aber wenn du die dafür nötige absolute technische Überlegenheit hast, warum setzt du dann deine Leute nicht gleich als Fallschirmjäger bzw. Luftverlastbar ein - und ersparst ihnen das marschieren?

Leichte Infanterie luftzuverlasten ist technisch wieder deutlich aufwendiger und erhöht ihren logistischen Rattenschwanz. Es ist ein Riesenunterschied, eine komplette Kompanie per Fallschirm abzusetzen oder einfach nur die Lebensmittel für eine Kompanie per Fallschirm abzusetzen. Das abwerfen von Lebensmitteln könnte sogar HALO aus absolut sicherer Distanz erfolgen oder durch kleinere Einheiten, sogar durch Drohnen. Demgegenüber ist eine Luftlandung von Truppen immens viel aufwendiger und erst der Anfang des Problems, denn die gleiche Lufttransportkapazität steht dann ja nicht für die Versorgung zur Verfügung, weil sie mit der Landung gebunden ist.

Zitat:Wenn du allerdings ein Fahrrad schon für zu schwerfällig erachtest, wird kein mir bekanntes Fahrzeug fähig sein, deinen Ansprüchen zu genügen.

Da habe ich mich dann offenkundig nicht genau genug ausgedrückt: ich erachte Fahrräder nicht
per se als zu schwerfällig, sondern ich will die Infanterie ohne Fahrzeuge so schnell wie möglich machen. Und so flexibel wie möglich, mit so geringem logistischem fußabdruck wie möglich. Ein robustes Fahrrad wiegt immerhin um die 10 kg. Das ist Gewicht, dass man auch anders einsetzen kann. Für jedes Rad könnte man schon wieder ein komplettes Wirkmittel 90 mitnehmen.

Hat die Infanterie in jedem anderen Bereich so leichte Ausrüstung wie möglich, dann kann sie das Extra-Wirkmittel 90 auch ohne Fahrrad/Karren zur Fuß mitnehmen.

Mein Pladoyer ist nicht gegen Fahrräder/Fahrzeuge aller Art, sondern für eine absolute Priorität der Geschwindigkeit zur Fuß, der Beweglichkeit zur Fuß und für eine möglichst große Unabhängigkeit der leichten Infanterie von der Logistik.

Jäger sollten die Truppe sein, welche am wenigsten Logistik braucht und am längsten ohne Versorgung auskommen kann.
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#11
Tatsächlich hatte ich auch an die Einsatzart des Fahrrades, wie du es beschreibst, gedacht. Das es kaputt gehen kann ist bedauerlich, aber ein Karren kann auch kaputt gehen (wobei ich nicht weiß, aus welchem Material die Räder der Karren sind - ob nun der Schlauch eines Karren oder eines Fahrrades kaputt geht, ist ziemlich egal).
Esel und Muli vor Ort zu rekrutieren ist natürlich - begrenzt - möglich. Solange deine Leute darin ausgebildet sind, wird das funktionieren. Was schwerer wird, ist wiederum die ausreichende Menge. Wo es derartige Tiere gibt, werden sie von der Bevölkerung zur Arbeit zwingend benötigt, man kann also vor Ort nicht unbedingt genügend Tiere kaufen. Das zweite Problem ist, das man diese Tiere nicht sonderlich gut mit der Truppe verlegen kann - man bräuchte Pferdeanhänger o.ä.

Natürlich ist es von Vorteil, wenn deine Leute selbst zu ihrer Ernährung beitragen können, keine Frage. Leichte Nahrungsmittel - sogar handelsübliche Tütensuppen - sind für Reisende in abgelegenen Gebieten, also auch für Soldaten, sehr gut geeignet. Das Wasser allerdings wird stets ein Problem bleiben, egal wie gut das Reinigungsgerät ist - schlicht, weil es in vielen Gegenden selbst für die Einheimischen nur mühsam zu beschaffen ist. In weiten Teilen Afrikas gäbe es kaum einen schnelleren Weg, sich beliebt zu machen, als Wasserleitungen zu legen und Brunnen zu bohren.
Wenn du allerdings in extrem dünn besiedelten Gebiet operierst - also dort, wo sich Partisanen im Zweifelsfall gerne mal hin verdrücken - musst du deine Lebensmittel eben mitführen, denn die meisten derartigen Landstriche beherbergen aus einem einfachen Grund so wenig Leute: Kaum was zu Futtern!

Ich fasse zusammen: Möglichst viel Ausrüstung in den Fahrzeugen transportieren (und nicht alles mit ins Gefecht oder auch nur auf Patroullie schleppen), während des Fußmarsches wenn und wo irgend möglich das reine Tragegewicht reduzieren. Das ganze mit möglichst leichtgewichtiger persönlicher Ausrüstung.
Ich würde noch hinzufügen: Wenn irgend möglich, vor Ort Scouts rekrutieren und diese ausquetschen - schließlich kann man hier nicht für jedes denkbare Terrain üben.
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#12
Die muss man auch nicht verlegen, die bleiben zurück, werden an loyale Einheimische verschenkt oder geschlachtet und zu Futter verarbeitet.

Natürlich gibt es Gegenden, wo man nur sehr schwer an Tiere kommt, aber man braucht hier ja nicht jeden Spezialfall gesondert herbei konstruieren. Und: wenn man meiner Grundidee folgen würde, dass Leichte Infanterie tatsächlich ultraleicht ist, und primär zur Fuß agieren kann, dann braucht man weder Fahrräder, noch Karren, noch Mulis.

Gerade deshalb ja mein Konzept: alles zur Fuß rasant zu bewegen (Fußkavallerie). Ist man nicht abhängig von Transporten, braucht man auch keine Transportmittel, also auch keine Tiere usw

Zitat:Das Wasser allerdings wird stets ein Problem bleiben, egal wie gut das Reinigungsgerät ist - schlicht, weil es in vielen Gegenden selbst für die Einheimischen nur mühsam zu beschaffen ist.

Wo das Wasser zu wenig wird (Krieg in Wüstengebieten), haben die Partisanen das gleiche Problem. Dort löst sich jeder Partisanenkrieg sehr schnell, sobald man die Wasserquellen kontrolliert. Auf diese Weise wurden in der Wüste schon viele Partisanen vergleichsweise rasch besiegt.

Zitat:Wenn du allerdings in extrem dünn besiedelten Gebiet operierst - also dort, wo sich Partisanen im Zweifelsfall gerne mal hin verdrücken - musst du deine Lebensmittel eben mitführen, denn die meisten derartigen Landstriche beherbergen aus einem einfachen Grund so wenig Leute: Kaum was zu Futtern!

So viel braucht man selbst da gar nicht mitführen. Und den Rest kann man mit sehr wenigem Aufwand nachschieben (wenige Transportfahrzeuge notwendig). Nahrung ist nie ein Problem, absolut nicht.

Das primäre Problem ist die Munition und der Nachschub an Waffen. Lebensmittel sind demgegenüber völlig nachrangig und bedeutungslos.Die notwendige Menge Nährstoffe die ein Mann braucht ist bei Verwendung effizienter Nährmittel von Volumen und Gewicht vergleichsweise gering.

Zitat:Wenn irgend möglich, vor Ort Scouts rekrutieren und diese ausquetschen - schließlich kann man hier nicht für jedes denkbare Terrain üben.

Deshalb sollte man vor Ort üben, und zwar während des Einsatzes.

Intensives ständiges Training im Einsatzgebiet, während des Einsatzes halte ich für absolut wesentlich. Heute läuft es eher umgekehrt und man trainiert im Einsatz viel zu wenig bzw so gut wie gar nicht (abgesehen von etwas Pseudo-Schießausbildung auf einem Schießstand).

Gerade im Einsatzgebiet muß statt dessen intensiv trainiert und geübt werden. Diese Übungen können zugleich der Täuschung und Verdeckung der eigenen wahren Absichten dienen, also Bewegungen von Truppen die in echte Kampfeinsätze gehen tarnen.

Auch nach Kampfeinsätzen und insbesondere zwischen Kampfeinsätzen ist Training notwendig, im Einsatzgebiet.
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#13
Ein weiterer wichtiger Aspekt wäre die Verbreitung von bestimmten Fähigkeiten der Pioniere bei Infanterieeinheiten. Jede Art von Infanterie, sowie die Panzergrenadiere sollten in jeder Kompanie genügend Leute mit einer Pionierausbildung haben. So dass jede Kompanie aus den eigenen Reihen einen kleinen Kampfmittelräumzug (leicht) stellen könnte, dazu kommen noch gewisse andere Fähigkeiten.

In einer Berufsarmee kann man von länger dienenden Soldaten durchaus erwarten, dass sie weitere Fähigkeiten haben und diese ausbilden. Jeder Jäger sollte daher den Einzelkämpferlehrgang bestehen müssen, um überhaupt Jäger sein zu dürfen, darüber hinaus sollten aber in jeder Jäger-Kompanie bzw jedem Jäger-Bataillon länger dienende Soldaten auch noch eine teilweise Pionierausbildung erhalten.
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#14
Dazu müsste der Terrex ja idealerweise in Deutschland in Lizens produziert werden.
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#15
Eine Lizenzproduktion sollte völlig unproblematisch sein, zumal die Türken den Terrex seit kurzem ebenfalls in Lizenz bauen. Und auch für das USMC wurde ein Lizenzbau angeboten und evtl wird der Terrex das nächste Fahrzeug der Marines (diese Entscheidung könnten wir wiederum durch unsere beeinflussen).

Im Endeffekt geht es um einen echten Nachfolger für den Fuchs als Einheitstransportpanzer und um damit dann im Endeffekt nach dem Vorbild der Stryker-Brigaden optional mittelschwere Einheiten zu schaffen, wobei wir eben die große Chance hätten, die Fehler der Stryker-Einheiten zu vermeiden (und die Erfahrungen damit umzusetzen) und die Einheiten schlagkräftiger, flexibler, besser geschützt gegen IED und Panzerabwehrwaffen (Hardkill) und geländegängiger zu machen.

Der Boxer ist dafür zu schwer, er würde aber eine perfekte Plattform für einen echten Radschützenpanzer bieten sowie als Träger eines AMOS Systems für die Panzergrenadiere immense NLOS Feuerkraft stellen können. Daher wäre eben ein neues leichteres Fahrzeug viel besser geeignet zumal der Boxer dann die mangelnde Zahl an PUMA etwas ausgleichen könnte.

Ein Vorteil einer Beschaffung jetzt wäre zudem, dass das USMC zur Zeit ein solches neues Fahrzeug sucht und alle von mir genannten Typen (auch den Super Iveco) bereits vom USMC intensiv getestet wurden. Das USMC hat 2013 kurz pausiert aber jetzt 2014 das Programm wieder aufgenommen. Würden wir in den Terrex einsteigen (und aufgrund des Einstieg der Türken) würde das sicher auch die Entscheidung des USMC festlegen.

Im Prinzip ist das Fahrzeug selbst völlig egal, solange es bestimmte Anforderungen erfüllt:

1 Es muss konstruktionsbeding einen deutlich besseren Schutz gegen IED haben als die Standard-Transportpanzer, genau genommen muss es also eine Mischung aus einem MRAP und einem APC sein.
Idealerweise sollte das Fahrzeug einen V förmigen Boden haben und 15 kg TNT aushalten.

Die Amis haben beispielsweise Stryker und MRAP zugleich, eine sinnlose Doppelbeschaffung die sich aber aus den Umständen so ergeben hat. Unser neuer "Fuchs" sollte beide Eigenschaften miteinander vereinen.

2 Es muss schwimmfähig sein (nur bei sehr guter Leistung in allen anderen Punkten sollte hiervon abgerückt werden)

3 Das Gefechtsgewicht alles in allem muß 20 Tonnen oder weniger betragen und das Fahrzeug muss mit C-130 verladbar sein (um Lufttransport unserer Verbündeten innerhalb eines Einsatzgebietes nutzen zu können

4 das Fahrzeug muss ein ausreichend großes Aufwuchspotential haben und damit optional in der Zukunft mit deutlich schwererer Panzerung ausstattbar sein, ohne dann die Probleme des Stryker zu haben

5 Es muss einen Rundumschutz gegen maximal 12,7mm SMG AP Munition haben. Ein Schutz gegen größere Kaliber ist nicht notwendig. Den Schutz gegen PzAbwHandwaffen und PALR übernehmen Hardkillsysteme.

6 Es muss ein leichtes Hardkillsystem (Trophy LV bspw) tragen können

7 die Transportkapazität muss insgesamt mindestens 12 Mann betragen - als Mindestes also 3 Mann Fahrzeugbesatzung (Fahrer, Schütze, Kommandant) und eine 9 Mann Infanteriegruppe

8 Das Fahrzeug muss ein vollautomatisches 120mm Mörserkampfsystem aufnehmen können, idealerweise das NEMO System

9 das Fahrzeug muss ausreichend geländegängig sein, es sollte sich also aufgrund von Gewicht und Bodendruck nicht bereits in einem weicheren Acker eingraben wie der Stryker

10 das Fahrzeug muss robust und wartungsarm sein und darf keinerlei Kinderkrankheiten oder Entwicklungsprobleme mehr haben - muss also fertig entwickelt sein. Im Idealfall sollte das Fahrzeug ein Kauf von der Stange sein.

Und damit bleibt am Schluss eigentlich (fast) nur der ursprüngliche Terrex AV81 übrig.

Man beachte, dass ich zur Antriebsform nichts geschrieben habe, ob das Teil dann Ketten oder Reifen hat ist gar nicht so wichtig.

Beispielsweise würde der ebenfalls hervorragende Bronco ATC aus Singapur ebenfalls alle Kriterien erfüllen, bis auf 1, da sein Schutz gegen IED von unten deutlich schlechter ist als der eines Terrex. Dafür hat der Bronco wieder andere Vorteile wie eine extrem große Geländegängigkeit und eine Transportkapazität von 16 Mann.

Oder wir lassen uns durch die deutsche Industrie ein gleiches Fahrzeug bauen, wobei es dann interessant wäre, so viele Bauteile wie möglich mit dem Boxer GTK gleich zu haben. Im Endefffekt ein neuer Fuchs, aber basierend auf dem Boxer - dafür viel leichter und unter Berücksichtigung der oben genannten Punkte.
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