Ist die deutsche Polizei noch ernst zu nehmen?
#1
Hallo erstmal nach langer Zeit und Glückwunsch zum neuen Forum.

Ich bin auf einen Artikel gestoßen der mich sehr nachdenklich stimmt:
Die Aachener Zeitung schreibt in ihrer Print-Ausgabe vom 26.10.:
Zitat:Eskalation in Elsassstraße: Straßengang jagt Polizisten, Versuch einer Festnahme misslingt.
Ein Polizist verfolgt einen einzelnen Straftäter und sieht sich plötzlich zehn bis 15 Personen gegenüber, die ihn beschimpfen, bedrohen und verfolgen. Dem Polizisten gelingt die Flucht, er ruft Verstärkung, doch auch die muss sich zurückziehen – weil sich auf der Gegenseite mittlerweile 50 bis 60 aggressive Personen versammelt haben.

„Da gibt es einige Leute, die wohl glauben, sie befinden sich in einem rechtsfreien Raum“, bestätigt Polizeisprecherin Sandra Schmitz auf Anfrage der AZ den äußerst bedenklichen Vorfall. „Aber das ist eine Entwicklung, die wir auf keinen Fall dulden werden.“

Seinen Anfang nimmt das Ganze am Donnerstag gegen 19 Uhr in der Elsassstraße. Ein Streifenwagen ist dort just in dem Moment unterwegs, als ein mit Haftbefehl gesuchter 20-Jähriger ein Lokal verlässt. Einer der Polizeibeamten erkennt den Mann, dieser wiederum ergreift sofort die Flucht. Der Polizist verfolgt ihn zu Fuß, wird dabei allerdings schnell selber zum Gejagten. Denn eine Gruppe von zehn bis 15 Personen, die die beiden passieren, nimmt ebenfalls die Verfolgung auf – und jagt den Polizisten. „Scheiß-Bulle“ rufen sie dem Beamten hinterher, „wir kriegen dich und hauen dich kaputt“. Dem Polizisten gelingt die Flucht, man ruft Verstärkung, mehrere Streifenwagen kommen hinzu. Die Polizei will den 20-Jährigen, der bereits mehrfach als Gewalttäter in Erscheinung getreten ist und diesmal wegen Falschgelddelikten gesucht wird, unbedingt ausfindig machen. Doch wieder ist man deutlich unterlegen: Die Beamten sehen sich mitten auf der Straße einer Gruppe von 50 bis 60 Personen gegenüber – und räumen das Feld. „Das sind Situationen, in denen man sich zum Zwecke der Deeskalation lieber erstmal zurückzieht und später zuschlägt“, sagt Schmitz. Zwei Strafanzeigen wegen Landfriedensbruchs werden sofort gestellt: gegen den 20-Jährigen und gegen einen 26-Jährigen, der der Polizei bekannt ist. Die Ermittlungen gegen die übrigen Personen laufen unter dem Stichwort „unbekannt“.


Ich verstehe das so, das die Polizei die Kontrolle über einen ganzen Stadtteil verloren hat. Und das wird sich rumsprechen mit den entsprechenden Folgen.
Warum greift die Polizei nicht mit einer Hundertschaft sofort durch?
Warum zieht sie nicht alle verfügbaren Kràfte zusammen und klärt sofort die Lage?
Wieso lässt die Polizei zu das sie ihr Gesicht verliert? Warum hat der Polizist nicht seine Waffe gezogen, wozu er jedes Recht gehabt hätte?
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#2
@Hapy
Wärst Du mal so nett, das Zitat entsprechend zu editieren:
1. Bitte Quote-Tags verwenden.
2. Darauf achten, dass keine Volltextzitate dabei sind.


Im Weiteren denke ich, dass so eine Diskussion vielleicht in einen der bestehenden Stränge (z.B. den Deutschland-Strang) integriert werden kann, was meinst Du?
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#3
Zitat:Warum greift die Polizei nicht mit einer Hundertschaft sofort durch?

Bringt nur kurzfristig Erfolg. Die Leute verziehen sich und sobald alles wie vohrer ist, gehts auch dementsprechend weiter. Mit nur ner Hundertschaft anfahren lassen, kommste da nicht weiter. Dazu müsste man gewisse Akteure schon dingfest machen. Das ist auch nicht ganz einfach aufgrund von Bestimmungen und Gesetze. Aber in Großstädten ist das ja manchmal gegebene Praxis. Die haben Polizeikräfte für sowas auf Abruf. Aachen gehört da wohl nicht dazu.

Zitat:Warum zieht sie nicht alle verfügbaren Kràfte zusammen und klärt sofort die Lage?

Personalmangel und zwar eklatanter Personalmangel in vielen Städten. Ich selber wohne in einer Kleinstadt und wenn wirklich mal ein größerer Einsatz von Polizeikräften von nöten ist, muss man sie immer von Außen anfordern. Bis die da sind, hat sich die Sache oft von alleine erledigt. Wenn man bei größeren Angelgenheiten, reichen schon größere Schlägerein, nachts die Kräfte ohne Hilfe von Außen einsetzen würde, dann wäre die Grundversorgung der Sicherheit für die gewisse Zeit nicht mehr zu gewährleisten. Irre Ironie nicht? Aber könnt ja sein, dass in der Zeit noch was Schlimmeres passiert. Bei einen Schaden unter 6.000€ bei Einbrüchen wird hier gar nicht erst ermittelt. Auch wenn sie es eigentlich müssten. Die finden solange ne Ausrede, bis der Geschädigte oft von selbst das Handtuch wirft. Muss man schon sehr hartnäckig sein. Wenn es mal zu ner Anhäufung von Einsätzen kommt, kann es bei uns hier in manchen Fällen Stunden dauern bis die Polizei kommt, wenn sie kommt. Und hier ist nicht die Rede von kleinen banalen Einsätzen wie Ruhestörung. Die Beispiele könnte ich hier Seiten lang ausführen.

Zitat:Wieso lässt die Polizei zu das sie ihr Gesicht verliert? Warum hat der Polizist nicht seine Waffe gezogen, wozu er jedes Recht gehabt hätte?

Ja, dann hätte er eventuell Warnschüsse abgegeben. "Polizist ballert in Stadt rum." Gibt genug Zeitungen, die sich nach sowas die Finger lecken. Wenn die Warnschüsse nicht reichen wirds eng. Dann heist es entweder laufen oder schießen. Im zweiten Fall ist der Polizist dann der Dumme. Die Öffentlichkeit mag kein "Geballer" in Deutschland. Sind ja nicht bei den Barbaren in den USA. Gewisse Strömungen sind stark in Deutschland vertreten und es gibt genug "normale" Menschen, die der Polizei keine große Sympathie entgegen bringen. Das Geschrei ist ja oft rießig bei gewissen Polizeieinsätzen.

In der Gegend in der ich wohne, gibt es auch Gebiete, in denen viele Einwanderer wohnen. Meistens Immigranten aus ein und dem selben Land. Da hat die Polizei auch nichts zu suchen. Die erkennen die deutsche Autorität nicht an. Zum einen weil sie die Polizei nicht da haben wollen, oft aus Erfahrungen aus ihren Heimatland, in dem sich die Polizei völlig anders verhält wie hier. Zum anderen weil sie glauben erkannt zu haben, dass sie in ihrer Anzahl und Zusammenhalt, dem deutschen Staat Paroli bieten können. Ihre Grenzen austesten. Ich wohne in Bayern und nicht im wilden Westen wie man oben vll. vermuten möchte. Aber anscheinend ist für sowas kein Geld da Big Grin Obwohl wir ja soooo ein tolles Bundesland sind laut der pol. Führung.

Ich möchte jetzt nicht den Polizist an sich in den Dreck ziehen. Das ist eher ein Problem der Politik und der Führungsebene. Der Polizist an sich kann dafür nichts.
Aber was glaubste was in diesem Land los wäre, wenn an vieler Orts die Polizei ihrer Arbeit wirklich nachgehen würde? Auch die restlichen Abteilungen der Executive.
Wer kontrolliert denn hier schon ordentlich die Bücher vieler Geschäfte (Geldwäsche und Ähnliches)? Oder geht den ganzen Hinweisen auf Drogenhandel und organisierter Kriminalität nach? Die hamm schlicht und einfach nicht die Leute und die Zeit für sowas. Und vieler Orts will man von gewissen Dingen nichts wissen, weil einmal ins Nest gestochen, liegt ein Haufen Arbeit vor den Füßen den die Polizei so gar nicht verarbeiten kann. Der Papierkram ist immens. Hab selber Polizisten im Umfeld und es wird oft bemängelt, dass für zu viel Kleinzeugs so viel Schreibarbeit auf sie zukommt, dass für gewisse andere Dinge keine Zeit bleibt. Zeit und Personal das man locker an andere Stelle einsetzen könnte.

Es könnte schlimmer sein. Die Sicherheitslage ist gut in Deutschland. Aber sie könnte um ein ganzes Stück besser sein.
Rechtsfreie Zonen sind Alltag in Deutschland. Ist auch ein Zeichen dafür, wenn Integration scheitert. Wobei die Schuld daran zum größten Teil an der Politik im Land liegt. Ich kann es einen in Russland aufgewachsenen Immigranten nicht übel nehmen, dass er kein Vertrauen in die Polizei hat. Gleiches gilt für viele andere Länder.
Das kommt davon, wenn man ein Problem wie Intregration und Zuwanderung nicht ordentlich angeht.
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#4
Gewöhnt euch dran. Es wird noch viel schlimmer kommen.
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#5
Nightwatch schrieb:Gewöhnt euch dran. Es wird noch viel schlimmer kommen.

Hab ich schon. Kenn es ja schließlich ned anders.
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#6
Hoi, werde versuchen das nächste mal alles zu beachten hunter. Sry, bin wohl aus der Übung :? :oops:

Ich selber hab auch Beruflich öfters mit der Polizei zu tun. Im positiven Sinne :wink: glücklicherweise.
Jo und Personal Mangel herrscht dort wirklich. Aber den führenden Köpfen der Polizei und Politik müsste doch klar sein das das ein totales versagen der Exicutive ist.....Und das man den Beamten und Bürgern auf der Straße helfen muss.

Oder müssen wir das jetzt selber regeln im Rahmen der Notwehr und -Hilfe?
Denkbar wäre natürlich der Einsatz gut geschulter Sicherheitsdienste, wie in der Schweiz.....

Oh man.....bin einfach frustriert.

PS: Bitte verschieb den Strang wenn du möchtest hunter. Mfg Hapy
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#7
hapy:

Zitat: Aber den führenden Köpfen der Polizei und Politik müsste doch klar sein das das ein totales versagen der Exicutive ist

Es ist vor allem ein Problem der Judikative. Warum handelt die Polizei den wie sie handelt? Weil sie keinerlei Rückendeckung durch die Judikative hat, im Gegenteil. Wenn man als Polizist ständig fürchten muss, wegen jeder Widerstandshandlung, jedem Angriff eines Gegenüber selber rechtlich belangt zu werden, es normal ist, wenn Richter einem Widerholungstäter mehr glauben als mehreren Polizisten (weil diesen einfach unterstellt wird, ohnehin immer zusammen zu halten).

Man ist bei der berechtigten Bekämpfung von Polizeigewalt und Polizeiwillkür viel zu weitgehend ins andere Extrem verfallen, so dass heute der Polizei durch diese Umstände weitgehend die Hände auf dem Rücken gefesselt sind und auch die Moral / Motivation der Polizisten zerstört wurde. Solange jeder Polizist bei jedem aggressiven Gegenüber sofort daran denken muss, dass er selbst rechtlich belangt werden kann und wird, wird der Gros der Polizei nicht mehr mit der notwendigen Aggressivität agieren.

Zitat:Denn eine Gruppe von zehn bis 15 Personen, die die beiden passieren, nimmt ebenfalls die Verfolgung auf – und jagt den Polizisten. „Scheiß-Bulle“ rufen sie dem Beamten hinterher, „wir kriegen dich und hauen dich kaputt“. Dem Polizisten gelingt die Flucht,

In einer normalen Gesellschaft müsste und sollte ein Polizeibeamter hier zur Schusswaffe greifen dürfen. Selbst das deutsche Recht würde dies theoretisch decken. Real praktisch aber reichen in vielen Städten Berlins sogar haltlose Beschwerden ohne Beweis, um dem Polizisten inzwischen ein Disziplinarverfahren einzubringen (zuvorderst Berlin).

In einer Gesellschaft, in der Polizisten in manchen Städten sogar von ihrem eigenen Geld Parkscheine für den Streifenwagen ziehen und bezahlen müssen (wieder Berlin) sollte man sich nicht wundern, wenn rechtsfreie Räume entstehen.
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#8
hapy:

Zitat:Warum greift die Polizei nicht mit einer Hundertschaft sofort durch?

Weil das den Vorgesetzten seine Karriere kosten kann bzw die Karriere des Vorgesetzten beschädigen könnte. Und die Vorgesetzten der Polizei handeln nicht für das Wohl des Staates oder der Gesellschaft, sondern nur noch für ihr eigenes Wohl, also für eine möglichst gute Beurteilung und die kriegt man nicht mit negativen Presseberichten die ein solcher Einsatz zwingend zur Folge hätte.

Zitat:Warum zieht sie nicht alle verfügbaren Kràfte zusammen und klärt sofort die Lage?

Weil die Polizeiführung panische Angst vor den Medien hat und sich einnässt bei der Vorstellung, es könnte ein negativer Medienbericht über "Polizeigewalt" dabei heraus kommen. Dahinterstehend in Wahrheit aus der ökonomistischen sozialkulturellen Grundströmung welche die ganze Gesellschaft erfasst hat und die Polizeiführer ihre Behörde als - Dienstleistungsunternehmen - (sic) bezeichnen lässt! Die Kultur des Homo Ökonomikus, obwohl eine reine Illusion, hat die Polizei sehr weitgehend ergriffen. Der Idealismus stirbt selbst dort weitgehend zugunsten der Beurteilung und des eigenen Fortkommens und dieser Wahn wird mit "War schon immer so!" und "Jeder denkt nur an sich!" pseudolegitimiert.

Zitat:Warum hat der Polizist nicht seine Waffe gezogen, wozu er jedes Recht gehabt hätte?

Weil er dann seine Arbeit losgewesen wäre und weil er berechtigte Angst um seine Arbeit und Zukunft hatte. Recht haben und Recht kriegen sind in Deutschland inzwischen zwei sehr verschiedene Dinge. Zur Zeit wird das Recht auf Notwehr immer weiter von der Judikative errodiert. Die Judikative will nicht mehr zulassen, dass man selbst für sein Leben und seine Gesundheit kämpft. Man soll sich wehrlos zusammenschlagen und tottreten lassen.

Diese Kultur der Feigheit, der Angst, des "Wie ist das versichert?", "Wer ist dafür verantwortlich?!" - "Ich will haben!" hat die ganze Gesellschaft ergriffen, und somit auch die Polizei. Eine Behörde (sic), die ihren neuen Beamten in der Ausbildung mitgibt, dass sie ein Dienstleistungsunternehmen sei, ist schon systeminhärent nicht mehr in der Lage, die Sicherheit des Staates und der Nation zu gewährleisten.

Krankhafter Individualismus, Ökonomistische Sichtweisen, und die allgemeine Schwäche und Feigheit der heutigen Deutschen, vor allem ihre (schulische, gesellschaftliche) Indoktrination zur Gewaltlosigkeit bedingen diese Missstände.
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#9
Zitat:Die Beamten sehen sich mitten auf der Straße einer Gruppe von 50 bis 60 Personen gegenüber – und räumen das Feld.

Und wieder mal wird nicht geschrieben, wieviele dieser Personen keine Deutschen waren bzw "Deutsche" mit Migrationshintergrund.
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#10
Quintus Fabius schrieb:...
Und wieder mal wird nicht geschrieben, wieviele dieser Personen keine Deutschen waren bzw "Deutsche" mit Migrationshintergrund.
:roll: das ist doch völlig unerheblich :evil:
Deutsche Fußballrowdy randallieren genauso wie ausländische Fußballrowdys; die schwere einer Tat hängt nicht davon ab, welchen Pass man in der Tasche trägt oder wo die Großeltern geboren sind.
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#11
Erich schrieb::roll: das ist doch völlig unerheblich :evil:
Nö, das zeigt wo das Problem herkommt. In der Regel haben solche Mobs zu hundert Prozent einen Migrationshintergrund.

Erich schrieb:Deutsche Fußballrowdy randallieren genauso wie ausländische Fußballrowdys; die schwere einer Tat hängt nicht davon ab, welchen Pass man in der Tasche trägt oder wo die Großeltern geboren sind.
Der Samstagnachmitägliche Ersatzkrieg für 90 Minuten hat nix mit rechtsfreien Räumen in unseren Großstädten zu tun. Krude Thesen...
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#12
Nightwatch schrieb:
Erich schrieb::roll: das ist doch völlig unerheblich :evil:
Nö, das zeigt wo das Problem herkommt. In der Regel haben solche Mobs zu hundert Prozent einen Migrationshintergrund....
Das Gegenteil ist richtig: in der Regel haben solche Mobs zu hundert Prozent ausschließlich deutsche Teilnehmer.
Dazu ein interessanter Link: http://www.bpb.de/politik/innenpolitik/ ... taet?p=all
Zitat:...
In den gleichen sozialen Lagen weisen ausländische Arbeitsmigranten eine größere Gesetzestreue auf als Deutsche. Geißler schlussfolgert, dass nicht der Zusammenhang von Migration und Kriminalität zu untersuchen sei, sondern die Frage, warum Migration zu mehr Gesetzestreue führe
...

Ein Viertel der polizeilich erfassten Tatverdächtigen sind Jugendliche bzw. Heranwachsende unter 21 Jahren. Unter den nichtdeutschen Tatverdächtigen liegt der Anteil dieser Altersgruppe jedoch mit 20,7 Prozent niedriger als bei den Deutschen mit 26,3 Prozent. Betrachtet man ausschließlich die Gruppe der "Gewaltdelikte", dann liegt der Anteil der unter 21-Jährigen an allen deutschen Gewaltverdächtigen mit 41,5 Prozent sogar deutlich über dem Jugendanteil an den nichtdeutschen Gewaltverdächtigten (36 Prozent). Auf eine erhöhte Kriminalitätsbelastung ausländischer Jugendlicher im Vergleich zu deutschen Jugendlichen lässt die PKS also pauschal nicht schließen.
....
ergänzend empfehle ich http://www.isoliert.de/pks.php (Universität Gesamthochschule Siegen, Fachbereich 1 Politikwissenschaft
Zitat:...
Resümee

Als grobes Resümee lässt sich festhalten, dass auf die Frage ob „Ausländer“ krimineller sind als Deutsche es unerlässlich ist, verschiedene Gruppen von „Ausländern“ und verschieden Aspekte von „Ausländerkriminalität“ voneinander zu trennen.



Die Kerngruppe des wachsenden multi- ethnischen Segments- die Arbeitsmigranten- verhalten sich nachweislich in besonderm Maße gesetzestreu. Sie werden nicht häufiger straffällig als Deutsche und halten sich besser an die Gesetze als Deutsche mit ähnlichem Sozialprofil. Ein Teil ihrer Kinder ist jedoch heute stärker kriminell gefährdet als gleichaltrige Deutsche. Bei der Gefährdung der zweiten Generation ist daher insbesondere die Sozial- und Bildungspolitik gefragt um den Abbau von sozialen Abgrenzungen (Armut, Arbeitslosigkeit) der Migrantenfamilien bessere Chancen im Bildungssystem sowie in der Berufsausbildung zu gewährleisten.

Die kleine Minderheit der Asylbewerber stellt situationsbedingt durch ihre soziopsychische Notlage eine kriminalistische Problemgruppe dar. Es ist jedoch völlig unzulässig aus ihrem Verhalten allgemeine Rückschlüsse auf die Kriminalität von Migranten zu ziehen, denn es gibt keinerlei Anhaltspunkte dafür, dass anerkannte Asylberechtigte, die aus der vorübergehenden Notsituation befreit wurden, kriminell stärker belastet sind als Arbeitsmigranten oder Deutsche.

Zu einem integrationsfördernden Umgang mit ethnischen Minderheiten gehört als die Reinigung des öffentlichen Diskurses über „Ausländer“ und „Ausländerkriminalität“ von falschen, einseitigen oder missverständlichen Aussagen, Meldungen, Begriffen und Daten, die das Vorurteil vom „kriminellen Gastarbeiter“ begünstigen.
Und in der Regel hatten die alten Germanen rote Bärte.
Nightwatch schrieb:...
Erich schrieb:Deutsche Fußballrowdy randallieren genauso wie ausländische Fußballrowdys; die schwere einer Tat hängt nicht davon ab, welchen Pass man in der Tasche trägt oder wo die Großeltern geboren sind.
Der Samstagnachmitägliche Ersatzkrieg für 90 Minuten hat nix mit rechtsfreien Räumen in unseren Großstädten zu tun. Krude Thesen...
der kleinste gemeinsame Nenner ist, dass sich die Fußballrowdys genauso ihre rechtsfreien Räume schaffen wie die Rockercliquen in den von ihnen kontrollieren Revieren.
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#13
Erich schrieb:Das Gegenteil ist richtig: in der Regel haben solche Mobs zu hundert Prozent ausschließlich deutsche Teilnehmer.
Dazu ein interessanter Link:
Das ist eine billige Vernebelungsstatistik da auf deutsch oder nichtdeutsch im Sinne der Nationalität abgestellt wird:
"Ausländer werden in der PKS ausschließlich anhand eines Merkmals, nämlich einer nichtdeutschen Staatsangehörigkeit, in der Kategorie "Nichtdeutsche" erfasst "

Mittlerweile gibt es aber leider deutlich mehr Deutsche mit Migrationshintergrund in Deutschland als echte Ausländer.
Von den gut 80 Millionen Menschen die in Deutschland leben haben über 7% keinen Deutschen Pass (6.2 Millionen) und 19% einen Migrationshintergrund (gut 15 Millionen).

Statistiken die sich mit Gewalt von Menschen mit ausländischen Wurzeln in Deutschland beschäftigen kannst du lange suchen. Aus bekannten politischen Gründen.

Erich schrieb:Als grobes Resümee lässt sich festhalten, dass auf die Frage ob „Ausländer“ krimineller sind als Deutsche es unerlässlich ist, verschiedene Gruppen von „Ausländern“ und verschieden Aspekte von „Ausländerkriminalität“ voneinander zu trennen.
Die Kerngruppe des wachsenden multi- ethnischen Segments- die Arbeitsmigranten- verhalten sich nachweislich in besonderm Maße gesetzestreu. Sie werden nicht häufiger straffällig als Deutsche und halten sich besser an die Gesetze als Deutsche mit ähnlichem Sozialprofil.
Absolut richtig, der studierte ITler aus Indien ist mit Sicherheit weniger Kriminell als der Nachwuchs des eingedeutschen Ostanatolischen Kleinbauerns.
Menschen die beruflich qualifiziert nach Deutschland kommen um hier zu arbeiten sind hochwillkommen und diese Form der Zuwanderung müssen wir stärken. Was wir absolut nicht brauchen ist Armutszuwanderung aus irgendwelchen südlichen und östlichen Ländern.
Diese ist es die rechtsfreie Räume in Deutschland dort entstehen lässt wo die Monokulturellen Ausländerquoten extrem hoch sind.
Wir brauchen eine Asylpolitik wie es sie in den angelsächischen Welt gibt. Rein kommt nur der der uns auch was nützt.

Erich schrieb:der kleinste gemeinsame Nenner ist, dass sich die Fußballrowdys genauso ihre rechtsfreien Räume schaffen wie die Rockercliquen in den von ihnen kontrollieren Revieren.
Ja am Samstag, für 90 Minuten. Montag Morgen stehen diese Leute wieder auf der Matte. Gibt schlimmeres. ZB unsere Großstädte.
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#14
Nightwatch schrieb:.... Mittlerweile gibt es aber leider deutlich mehr Deutsche mit Migrationshintergrund in Deutschland als echte Ausländer.
Von den gut 80 Millionen Menschen die in Deutschland leben haben über 7% keinen Deutschen Pass (6.2 Millionen) und 19% einen Migrationshintergrund (gut 15 Millionen).

Statistiken die sich mit Gewalt von Menschen mit ausländischen Wurzeln in Deutschland beschäftigen kannst du lange suchen. Aus bekannten politischen Gründen.
....
es ist sogar noch schimmer:
In Franfurt am Main, Stuttgart und Nürnberg sind mindestens 50 % der Jugendlichen unter 18 Jahren mit Migrationshintergrund.
Quelle: Wikipedia unter Bezug auf dem Mikrozensus 2011
Interessant nur, dass diese Städte im Städtevergleich nicht an vorderster Stelle der Kriminalitätsstatistik liegen
(Quelle)

Konkret die beiden Statistiken in Bezug gesetzt:
Stadt - Straftaten ohne Schwarzfahren u. Aufenthaltsdelikte je 100.000 EW (Gewalttaten) - Migrationshintergrund %:
Zitat:Bremen - 13.775,45 (531,8) - 25,5 % der EW, 37,8 % unter 18 Jahren
Köln - 13.424,7 (561,0) - 31,6 % der EW bzw. 42,75 % unter 18 Jahren
Berlin - 13.306,9 (558,2) - 23,9 % bzw. 37,7 %
...
Hamburg - 12.630,6 (499,6) - 27,5 % bzw. 39,1 %
Frankfurt am Main - 12.375 (470,4) - 42,7 % bzw. 56,1 %
...
Düsseldorf - 12.107,1 (425,6) - 32,5 % bzw. 45,5 %
...
Dortmund - 11.183,3 (516,6) - 28,2 % bzw. 40,2 %
Leipzig - 11.033,8 (320,7) - 7,9 % bzw. 13,1 %
...
Duisburg - 9.058,2 (407,5) - 30,1 % bzw. 43,9 %
...
Stuttgart - 8.441,6 (400,6) - 38,6 % bzw. 50,5 %
...
Nürnberg - 7.920,1 (364,3) - 26,2 % bzw. 50,0 %
...
München - 7.736,1 (301,) - 33,2 % bzw. 46,8 %
Dresden - 7.708,4 (212,6) - 7,5 % bzw. 13,6 %
...
die beweisen beweisen bestenfalls, dass der Migrationshintergrund keinen Einfluss auf die Kriminalitätsstatistik hat - wenn nicht sogar, dass ein höherer Migrationsanteil eher eine Verringerung der Kriminalitätsrate mit sich bringt. Städte mit hohem Mitgrationsanteil an der Einwohnerschaft gehören sogar zu den sichersten Städten in Deutschland.

@Moderatoren:
müsste die Diskussion nicht schon längst in das Thema "Migration und Integration" verschoben werden?
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#15
Auf die Gefahr hin, dass ich langweile ... müsste man da nicht auch mit simpler Technik dahinter. Bald gibt es ja noch hochauflösendere Handys auf dem Markt (Lumia), wo man später gezielt Bildausschnitte in guter Qualität aufzoomen kann. Mit denen könnte ein einzelner Polizist den Mob zumindest fotografieren, so kann man später beim Ermitteln die Militantesten raussuchen und gegen die gezielt vorgehen. Analog wie man es in England in den Fussballstadien gemacht hat. Sache digital dokumentieren und dann später eingreifen.

Dass man sich alleine ohne Schusswaffengebrauch gegen 50-100 wehren kann, ist illusorisch. Und Schiessen ist bei solchen Gangs (häufig auch Jugendliche) nicht wirklich eine Option. Folgenlos darf es aber nicht bleiben, sonst reisst die Sache ein. Deshalb braucht es verwertbare Unterlagen (Fotos / Personen / Köpfe) von diesen Vorfällen. Ich glaub das kann die Polizei schon handeln, ohne dass man den Bestand gross erhöhen muss. Solche Ermittlungen würde ich dann eher in Zivilkleidung durchführen, so kann man den Personen eher auch mal einzeln begegnen. In Uniform meldet man sich einfach unnötig früh an, ... Handy-Ringruf und die Meute ist schon im Anmarsch.

Uniform ist schon OK, wenn es um Prävention/Präsenz markieren geht. Aber man sollte halt auch etwas flexibel sein und die Optionen durchdenken.
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