Von Menschen produzierte Umweltkatastrophen
#1
Viele der Schäden, die von Menschen angerichtet wurden, sind bekannt - ich denke an den ausgetrockneten Aralsee oder die atomare Verseuchung diverser Testgelände. Der Thread hier soll der Sammlung entsprechender Meldungen dienen (die dann ggf. Aufnahme in die Länderdossiers finden könnten)
Ich fang mal mit dem hier an:
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 56049.html
Zitat:15.09.2012

Salton Sea Den Kaliforniern stinkt's

Alleine beim Gedanken an faulige Eier dreht sich vielen der Magen um. Im Süden Kaliforniens gehört der Geruch jedoch zunehmend zum Alltag. Quelle des Gestanks ist ein riesiges Binnenmeer, dessen Ökosystem kollabiert.
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"Wir haben mittlerweile gute Belege dafür, dass die Salton Sea für das sehr starke und ungewöhnliche Geruchsereignis verantwortlich ist", sagt Barry Wallerstein, Leiter des South Coast Air Quality Management District in einer Stellungnahme. Bei der Behörde waren mehr als 235 Gestanksbeschwerden eingegangen.

Eine Gaswolke zog übers Land

Um der Geruchsquelle auf die Spur zu kommen, hatten die Forscher Luftproben des stinkenden Gebiets analysiert. Dabei entdeckten sie eine erhöhte Konzentration an Schwefelwasserstoff in der Luft, die mit der Nähe zur Salton Sea anstieg. Das giftige Gas besitzt einen unverwechselbaren Geruch nach verfaulten Eiern. Es entsteht in der Tiefe von Gewässern, wenn Bakterien herabgesunkene Pflanzenteile ohne Sauerstoffzufuhr verwerten.

Von dort aus war das Gas vermutlich an die Oberfläche gelangt, als ein starker Sturm am Sonntag das Wasser des Sees aufgepeitscht hatte.
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Die Umweltprobleme sind vor allem menschgemacht: Zum einen ist das Wasser des Sees und seiner Zuflüsse in der Wüstenregion stark umkämpft. Aufgrund fehlender Zuflüsse trocknet der See langsam aus, der Salzgehalt des Wassers steigt dadurch kontinuierlich an. Wo das Wasser weicht, kommt stinkender Schlamm zum Vorschein. Ihre giftigen Ausdünstungen greifen die Gesundheit der Bewohner an: Die Asthmarate ist bei den Kindern in der Umgebung rund dreimal höher als in den restlichen USA, berichtet "Wired".

Für weitere Umweltprobleme sorgen hohe Konzentrationen an Düngemitteln aus der Landwirtschaft, die in das Seewasser geschwemmt werden. Sie sorgen für eine reiche Algenblüte. Immer mehr organisches Material sinkt dadurch zum Boden des Sees und verfault, immer mehr giftiger Schwefelwasserstoff entsteht - und mit ihm immer mehr Gestank.
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#2
http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/peki ... 1.17936959
Zitat:Luftverschmutzung in China

Pekings Smog erreicht Rekordwerte

Panorama Heute, 13:32
Die chinesische Hauptstadt Peking ist seit Tagen in dicken Smog eingehüllt. Am Samstag erreichten die Schadstoffwerte einen bis dahin noch nie gemessenen Rekord.
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Der international verwendete Luftqualitätsindex AQI, der die Schadstoffkonzentration abbildet und Feinstaub kleiner als 2,5 Mikrometer Durchmesser pro Kubikmeter berücksichtigt, kletterte am Samstagnachmittag in Messungen der amerikanischen Botschaft auf den bis anhin nie gemessenen Wert von 755 auf einer Skala von 1 bis 300 (mehr als 500 sieht sie eigentlich nicht vor). Als «gut» werden Werte zwischen 1 und 50 taxiert, wobei nur Werte unterhalb von 25 innerhalb von 24 Stunden gemäss der Weltgesundheitsorganisation als unbedenklich gelten. Alles über 300 gilt als «gefährlich». Der offizielle, von der Stadt Peking ermittelte Wert stoppte bei 500. Auch offiziöse Medien berichteten gross über die hohe Schadstoffbelastung, die seit Jahren zunehmende Unzufriedenheit in der Bevölkerung weckt.
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#3
Zitat:Nach Schiffshavarie

Riesiger Ölteppich bedroht das Donaudelta

Nach einer Schiffshavarie nahe dem ukrainischen Donaudelta bedroht ein riesiger Ölteppich auf dem Schwarzen Meer ein Umweltschutzgebiet. Das Öl aus dem gesunkenen Frachter habe sich bereits auf einer Fläche von mehr als fünf Quadratkilometern ausgebreitet, teilte die Umweltschutzbehörde der Ex-Sowjetrepublik örtlichen Medien zufolge am Donnerstag mit. Experten beklagen, dass die nahen ukrainischen Häfen nicht über die nötige Technik zur Abwehr einer solchen ökologischen Katastrophe verfügten. [...] Der unter moldauischer Flagge fahrende Frachter mit 2700 Tonnen Gips an Bord war bereits vor mehr als einer Woche gesunken. Elf Besatzungsmitglieder konnten sich retten. [...] Das Biosphärengebiet Donaudelta liegt zum grössten Teil auf rumänischem Staatsgebiet.
http://www.nzz.ch/aktuell/panorama/ries ... 1.18046782

...ferner eine ganz andere "Schweinerei", die zwar noch nicht zu einer Ökokatastrophe geworden ist, aber eine werden könnte...
Zitat:Schanghai

6000 tote Schweine im Huangpu

[...] Der Huangpu-Fluss versorgt große Teile Schanghais mit Trinkwasser – seit einigen Tagen machen Tausende verseuchter Schweinekadaver den Behörden zu schaffen. Aus Schanghais wichtigstem Fluss sind fast 6000 tote Schweine gefischt worden. Innerhalb von zwei Tagen habe sich die Zahl der Tierkadaver im Huangpu-Fluss verdoppelt, teilte die Stadtverwaltung am Dienstagabend auf ihrem offiziellen Mikroblog mit. Die ersten Tierleichen wurden Berichten zufolge bereits vergangenen Donnerstag gefunden. Die Herkunft der Tiere war nach wie vor unklar. Arbeiter zogen laut dem Bericht eines Fotografen der Nachrichtenagentur AFP mit langen Stangen die grau und lila angelaufenen Kadaver auf ein Boot, der Gestank von verrottetem Fleisch hing in der Luft. [...]

Bewohner der chinesischen Metropole sorgten sich indes um die Sauberkeit des Flusses, der die Trinkwasserversorgung für einen großen Teil der 23 Millionen Einwohner Schanghais sicherstellt.
http://www.faz.net/aktuell/politik/scha ... 12914.html

Schneemann.
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#4
Das Thema der Luftverschmutzung in China hatte ich ja schon mal angesprochen...
Zitat:In China, Breathing Becomes a Childhood Risk

BEIJING — The boy’s chronic cough and stuffy nose began last year at the age of 3. His symptoms worsened this winter, when smog across northern China surged to record levels. Now he needs his sinuses cleared every night with saltwater piped through a machine’s tubes. [...] Levels of deadly pollutants up to 40 times the recommended exposure limit in Beijing and other cities have struck fear into parents and led them to take steps that are radically altering the nature of urban life for their children. [...]

Analyses show little relief ahead if China does not change growth policies and strengthen environmental regulation. A Deutsche Bank report released in February said the current trends of coal use and automobile emissions meant air pollution was expected to worsen by an additional 70 percent by 2025. Some children’s hospitals in northern China reported a large number of patients with respiratory illnesses this winter, when the air pollution soared. During one bad week in January, Beijing Children’s Hospital admitted up to 9,000 patients a day for emergency visits, half of them for respiratory problems, according to a report by Xinhua
http://www.nytimes.com/2013/04/23/world ... world&_r=0

Schneemann.
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#5
Das ist mir hier ein wenig zu China lastig...

Zitat:Verseuchte Gebiete im Irak
Einsatz uranhaltiger Munition
Berlin- Die Ärzteorganisation IPPNW fordert die deutsche Bundesregierung auf, sich für wissenschaftliche Untersuchungen der mit abgereichertem Uran verseuchten Gebiete im Irak einzusetzen. Außer den Menschen im Irak könnten auch deutsche Arbeiter, die bei Hilfsorganisationen und dem Wiederaufbau im Irak tätig sind, durch diese Waffen gefährdet werden, so die IPPNW. Man müsse feststellen, wo und in welcher Menge Uranmunition von den USA und Großbritannien eingesetzt wurde.

http://archiv.ippnw.de/arc-frieden/uran ... rak-1.html
Mehr zu Uran Munition?: http://archiv.ippnw.de/arc-frieden/uranmunition.html

Die Gebiete in der Ukraine, Weißrussland, USA, Frankreich, Schottland, Russland, Japan, Pazifik, Afrika, ect... sind sicher nicht minder tödlich für lange Zeit.
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#6
Die Geschichten um sogenannte "Plastikmüllfelder" im Pazifik, die sich um die Strömungswirbel der Meeresdrift (etwa im Bereich des Nordpazifikwirbels) bilden, sind vllt. den meisten bekannt. Nun ergab eine Untersuchung des Meeresforschungsinstituts der Universität der Azoren, die in Zusammenarbeit mit dem Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven und der Jacobs-Universität in Bremen durchgeführt wurde, dass die Müllbelastung der Ozeane, vorzugsweise mit Plastikresten, wesentlich folgenreicher ist als bislang vermutet. Interessant an dieser Studie ist zudem, dass sie aufzeigt, dass sich der Müll nicht nur in Treibfeldern an der Oberfläche (bzw. in den Bereichen bis wenige Meter unter dieser) ansammelt, sondern nach und nach auch in die Tiefseeregionen absinkt...
Zitat:Müll verteilt sich bis in die Tiefseegräben

Eine neue Untersuchung zur Müllverteilung am Meeresboden rund um Europa zeigt: Ausmaß und Verbreitung der Verschmutzung im Atlantik und im Mittelmeer sind viel gravierender als bislang angenommen. […] Bei einer weiträumigen Studie zur Müllverteilung und -dichte auf dem Meeresboden rund um Europa fanden Forscher an allen untersuchten Stellen Abfall.

Ihre Ergebnisse veröffentlicht die internationale Gruppe um Christopher Pham vom Meeresforschungsinstitut der Universität der Azoren (Horta/Portugal) im Fachjournal "PLoS One". An der Studie waren auch das Alfred-Wegener-Institut (Awi) in Bremerhaven und die Jacobs-Universität Bremen beteiligt. […] Die höchste Mülldichte fanden die Wissenschaftler in unterseeischen Gräben wie beim Lisbon Canyon vor der Küste Portugals. Das liegt unter Umständen daran, dass diese Gräben oft die flachen Küstengewässer mit der Tiefsee verbinden. Durch sie treibt der Müll von den Küsten in tiefere und weiter abgelegene Regionen.

Plastik, vor allem Flaschen und Tüten, stellt mit 41 Prozent den Großteil des gefundenen Abfalls. Ein weiteres Drittel besteht aus Fischereimüll wie Netzen und Leinen.
http://www.welt.de/wissenschaft/umwelt/ ... aeben.html

Schneemann.
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#7
http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/arti ... f000a787d0
Zitat:19.05.2014

GALAPAGOSINSELN

Havariefrachter gefährdet Umweltparadies


QUITO | Ein auf Grund gelaufenes Schiff bedroht das einzigartige Ökosystem der Galapagosinseln. Ecuadors Umweltministerin Lorena Tapia rief den "Umwelt-Notstand" für die zum Unesco-Weltkulturerbe gehörenden Inselgruppe im Pazifischen Ozean aus, die für ihre Tier- und Pflanzenwelt weltberühmt ist. Der Galapagos-Nationalpark warnte vor möglichen Umweltschäden, "die eine Katastrophe auslösen könnten".
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#8
Ich stelle diese Meldung mal unter Vorbehalt hier hinein; genau genommen wäre die Thematik der Flutkatastrophe auf dem Balkan im Naturkatastrophen-Strang an sich besser aufgehoben, bis auf diesen Aspekt allerdings (wenn denn der geschilderte Sachverhalt stimmt)...
Zitat:Serben verursachten Rekord-Überschwemmung selbst [...]

Die katastrophalen Überschwemmungen in Serbien Mitte Mai sollen nach einem Zeitungsbericht zum großen Teil von falschen Entscheidungen der Behörden verursacht worden sein. Wie die größte Zeitung «Blic» in Belgrad berichtete, wurde die Kleinstadt Obrenovac vor den Toren Belgrads überflutet, nachdem das staatliche Wasserwirtschaftsunternehmen «Srbijavoda» eine falsche Sprengung auslöste. «Sie sprengten eine Straße und versenkten die Stadt», titelte das angesehene Blatt. In Obrenovac waren die weitaus meisten der insgesamt 24 Ertrunkenen gefunden worden.
http://www.welt.de/newsticker/dpa_nt/in ... elbst.html

Schneemann.
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#9
http://www.gmx.net/themen/wissen/tiere/ ... al.808.366
Zitat:20.06.2014, 13:51 Uhr

Die Erde liegt im Sterben

Nach den Ergebnissen internationaler Forscher steht die Erde vor einer neuen Massenausrottung.
(Video)
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#10
Ich stelle es mal hier ein; könnte natürlich auch in den Indonesien-Strang, aber ich ordne den Sachverhalt eher mal als eine eindeutig von Menschen verursachte Katastrophe ein, die noch weitere Probleme nach sich ziehen könnte. Thema ist der massive Raubbau an tropischem Regenwald in Indonesien - der übrigens als einer der artenreichsten weltweit gilt -, wobei dort die "Abholzquote" nun deutlich über jener von Brasilien liegt.
Zitat:Indonesia surpasses Brazil in deforestation rate

A new study has shown that Indonesia lost about 60,000 sq km of virgin forest - an area close to the size of Ireland - over a period of 12 years. The rate of deforestation has increased so much that Indonesia has for the first time surpassed Brazil in the rate of its clearance of tropical forests. [...] Scientists monitored the growth of deforested land in Indonesia between 2000 and 2012 using satellites. [...]

By 2012, the loss of primary forest every year in Indonesia was estimated to be higher than that in Brazil, said scientists. In that year, Indonesia lost 8,400 sq km of forest compared to Brazil which lost 4,600 sq km. [...] Indonesia has 10% of the world's plants and 12% of the world's mammals. It is known for its diverse wildlife which includes orangutans and Sumatran tigers.
http://www.bbc.com/news/world-asia-28084389

Schneemann.
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#11
Zitat:Menschengemachte Beben

Der Öl- und Gasboom erschüttert Amerika

Der der Öl- und Gasboom erschüttert die Amerikaner. In mehreren Bundesstaaten treibt das Rückpumpen der Abwässer die Zahl der Erdbeben massiv in die Höhe. Die Folgen sind gravierend.

Was Naturkatastrophen betrifft, ist der amerikanische Bundesstaat Oklahoma eher für seine zerstörerischen Tornados als für Erdbeben bekannt. In den vergangenen sechs Jahren hat aber die Erdbebenhäufigkeit in dem weit von jeder tektonischen Plattengrenze entfernt liegenden Bundesstaat exponentiell zugenommen. Inzwischen werden in Oklahoma sogar mehr Erdbeben als in Kalifornien, der klassischen Erdbebenregion Nordamerikas, registriert. [...]

Mit dieser seismischen Ruhe war es aber im Jahre 2008 vorbei, als vor allem im Landkreis Jones östlich von Oklahoma City plötzlich immer mehr kleinere Erdstöße registriert wurden. Im November 2011 wurde die Ortschaft Prague innerhalb eines Tages von zwei deutlich spürbaren Beben erschüttert. Der erste Erdstoß hatte eine Magnitude von 4,7, der zweite verursachte mit einer Magnitude von 5,7 sogar noch im 60 Kilometer entfernten Oklahoma City Schäden an Gebäuden. Inzwischen hat der immer noch anhaltende Erdbebenschwarm von Jones alle Rekorde gebrochen. [...]

Auch in Ohio, Arkansas und Texas verzeichneten Seismologen in den vergangenen Jahren eine Zunahme der Seismizität, wenngleich sie in keinem der anderen Staaten so dramatisch wie in Oklahoma war. Eine Reihe von Untersuchungen, die Art McGarr vom Geologischen Dienst der Vereinigten Staaten im Menlo Park kürzlich auf der Jahrestagung der Seismologischen Gesellschaft Amerikas in Anchorage (Alaska) zusammenfasste, deuten auf einen Zusammenhang zwischen ansteigender Seismizität und der Förderung von Erdöl und Erdgas hin.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/erde/ ... 33120.html

Diese Folgeschäden des Ölschiefer- bzw. Bergbaubooms in den Staaten erinnern auch ein wenig an deutsche Gemeinden im Ruhrgebiet und im Osten, wo nach Jahrzehnten bzw. teils gar Jahrhunderten des Bergbaus und Jahre nach dem Ende von diesem plötzlich der Boden nachgab und Trichter entstanden, weil irgendwo alte Stollen liefen oder bislang unbekannte Ausschwemmungen stattgefunden hatten.

Schneemann.
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#12
Erich schrieb:Viele der Schäden, die von Menschen angerichtet wurden, sind bekannt - ich denke an den ausgetrockneten Aralsee oder die atomare Verseuchung diverser Testgelände. Der Thread hier soll der Sammlung entsprechender Meldungen dienen (die dann ggf. Aufnahme in die Länderdossiers finden könnten)
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tja, zum Aralsee gibt es weniger schöne neuere Meldungen
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... ref=plista
Zitat:Satellitenbild der Woche: Ostbecken des Aralsees erstmals seit Mittelalter trocken

Der Aralsee stirbt. Erstmals ist das östliche Becken des einst gigantischen Gewässers in diesem Sommer vollständig ausgetrocknet. Ein Satellitenbild-Vergleich zeigt das Ausmaß der Umweltkatastrophe.

Samstag, 27.09.2014 – 11:07 Uhr ...
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#13
Zitat:Ugandas Wälder verschwinden

Afrikas grüner Lunge droht der Kahlschlag

Uganda ist als grünes, fruchtbares Land am Äquator bekannt. Aber immer mehr der einst üppigen Wälder werden unkontrolliert abgeholzt. Geht das so weiter, droht der grünen Lunge Afrikas der Kahlschlag. [...] Das einst so grüne Uganda im Osten Afrikas könnte in 35 Jahren ein kahles, von Naturkatastrophen gebeuteltes Land sein, in dem kaum noch wilde Tiere leben und Ackerflächen das Landschaftsbild prägen. „Wenn unsere Wälder weiter mit der gleichen Geschwindigkeit wie bisher abgeholzt werden, dann wird 2050 kein einziger Wald mehr übrig sein“, warnt Gilbert Kadilo, der Sprecher der nationalen Forstbehörde (NFA). [...]

Uganda gehört zum sogenannten Kongo-Becken. Der äquatoriale Regenwald, der auch als grüner Gürtel Afrikas bezeichnet wird, erstreckt sich von westlichen Ländern wie Kamerun und Gabun über den Kongo bis hin zur Region der großen Seen mit Ländern wie Ruanda, Tansania und Uganda im Osten. [...]

Aber jedes Jahr nimmt laut Forstbehörde der Baumbestand in dem größtenteils von der Landwirtschaft abhängigen Land um mindestens 92.000 Hektar ab. Derzeit gibt es noch etwa 3,5 Millionen Hektar.
http://www.handelsblatt.com/technik/ene ... 76170.html

Schneemann.
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#14
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 42982.html
Zitat:Satellitenbild der Woche: Die Nordsee verfärbt sich

Türkis schimmert die Nordsee zwischen Großbritannien und Dänemark. Ein riesiger Algenteppich breitet sich aus. Das kann zum Problem werden.


Samstag, 11.07.2015 – 18:50 Uhr ...

Kräftiger Wind über der Nordsee facht die Blüte an: Er mischt das Wasser, wodurch Nährstoffe aus der Tiefe an die Oberfläche gelangen. Studien zeigen, dass besonders nach starken Winterstürmen in darauffolgenden Sommern große Algenblüte in der Nordsee herrscht.
...
ich schreib das hierher, weil ich vermute, dass Klimaänderung (Erwärmung) einerseits und eingeschwemmte Überdüngung aus Binnengewässern andererseits eine unheilvolle Allianz eingehen ...
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#15
Zitat:Rio Doce

Brasilien erlebt eine der schlimmsten Umweltkatastrophen seiner Geschichte

Der Fotograf Sebastião Salgado, geboren in Brasilien, wohnhaft in Paris, hielt sich in China auf, als er von der Katastrophe erfuhr. [...] In einem bewegenden Interview mit der Zeitung O Globo erzählte Salgado, wie er vom Bundesstaat Minas Gerais den Rio Doce flussabwärts reiste, wie er überall zu spät kam, weil die rotbraune Schlammlawine schon vor ihm da war. [...]

Der Tod kam aus der Eisenerzmine Samarco unweit der Bergbaustadt Mariana. Vor zwei Wochen brachen dort zwei Staudämme von Rückhaltebecken voller Abraum und Abwässer aus der Mine. Ungefähr 62 Millionen Kubikmeter eines toxischen Gemisches aus Arsen, Aluminium, Blei, Kupfer und Quecksilber ergossen sich in die Landschaft; die Nachrichtenagentur Reuters hat errechnet, dass dies der Füllmenge von 25 000 Olympia-Schwimmbecken entspricht. [...]

Die Fluten lösten eine Schlammlawine aus, die das Bergdorf Bento Rodrigues binnen weniger Minuten unter sich begrub. Nach offiziellen Angaben starben mindestens elf Menschen, ebenso viele werden noch vermisst. Betroffene berichten von bis zu 40 Toten.
http://www.sueddeutsche.de/panorama/rio ... -1.2754372

Schneemann.
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