(See) Korvette K130 (Braunschweig-Klasse)
(02.08.2020, 11:45)Mondgesicht schrieb: Schleppsonar auf Korvetten in der Ostsee? Das wäre auf jeden Fall eine typische Goldrandlösung.
Confused

Schleppsonare machen auf größeren Einheiten mit entsprechender Seeausdauer Sinn. Sprich: Für Schiffe, die im Nordatlantik Russen-U-Boote überwachen.

Das Schleppsonar kann dann unter eine oder auch zwei Thermoklinen, also thermische Schichten, abgelassen werden ohne befürchten zu müssen, Grundberührung zu bekommen (wie in der Ost- oder Nordsee).

Für die K130 wäre ein Bugsonar nett - mWn und laut Internet wurde das nur vorbereitet aber nicht verbaut. An dieser Stelle sei aber auch wieder die Frage gestattet, ob das nicht zu viel eierlegende Wollmilchsau wird. Bugsonar muss auch überwacht werden, in die IT eingebunden usw...

Ich würde lieber wieder eine Schiffsklasse wie die Perry oder122 sehen, ca 3000t bis 4000t Verdrängung, mit Bug- und Schleppsonar, ASROC bzw Nachfolger, einem Hubschrauber und zwei eingeschifften Drohnen.
Also mehrere Schiffe, die jeweils spezialisiert agieren und wegen fehlendem oder nur rudimentärem ASuW bzw AAW auch viel günstiger sind.

1. Ich glaube nicht das man heute noch eine F122 so bauen könnte. Entweder man lässt Fähigkeiten weg oder sie werden größer.
2. Irgendwo habe ich kürzlich gelesen, das ein Bugsonor heute eher der Fakel des Wächters im Mittelalter gleicht. Also man erregt Aufmerksamkeit und wird früher gehört, bevor man selbst den Feind bemerkt.
Deshalb wäre ein Schleppsonar auch in der Ostsee zu gebrauchen.
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(02.08.2020, 21:43)ede144 schrieb: 1. Ich glaube nicht das man heute noch eine F122 so bauen könnte. Entweder man lässt Fähigkeiten weg oder sie werden größer.
2. Irgendwo habe ich kürzlich gelesen, das ein Bugsonor heute eher der Fakel des Wächters im Mittelalter gleicht. Also man erregt Aufmerksamkeit und wird früher gehört, bevor man selbst den Feind bemerkt.
Deshalb wäre ein Schleppsonar auch in der Ostsee zu gebrauchen.
Okay. Also ein Schleppsonar wäre sicher cool.
Aber: Die Ostsee ist nur eine Pfütze und ein Schleppsonar geht auch schonmal richtig tief runter.
Außerdem wurde auf dem Grund der Ostsee alles mögliche verklappt. Das Schleppsonar würde also in recht kurzer Zeit Grundberührung haben (können).

Die Seeausdauer einer K130 ist recht gering. Man würde das Schleppsonar also wohl wirklich nur für die Ostsee / Nordsee anschaffen.
Für den Nordatlantik sind die Korvetten kaum zu gebrauchen!

Natürlich gibt es die F122 so nicht wieder. Die Perry auch nicht.
Aber: Eine mittelgroße Einheit zw. 3000t und 3500t, evtl 4000t würde Sinn machen - denn eine größere Tonnage als die kleine Korvette ist wesentlich seetauglicher und hält im Atlantik auch viel länger durch. Die soll dann aber bitte wirklich für ASW gebaut werden - Kosten!

Vielleicht war das deutlicher.
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Ich denke ein Schleppsonar kann man so konstruieren das es sich vom auftrieb her sehr neutral verhält und quasi von alleine knapp unterhalb der Oberfläche schwimmt. Die Tiefe kann dann bei Fahrt dann durch kleine Höhenruder gesteuert werden. So wäre auch eine Verwendung in der Ostsee möglich.

Es wurde ja angeblich Platz für ein sogenanntes Compact Towed Array Sonar Systems eingeplant, daher wahrscheinlich auch die Luke am Heck.

Auch mit so einem Sonar wird die K130 keine Ubootjäger werden, aber sie ist ja auf auf Aufklärung spezialisiert und dazu gehört für mich auch die Unterwasseraufklärung.
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Ist ein Bug-Sonar die Fackel des Wächters?
Die Fremm ASW Versionen ( u.a. Frankreich/Italien/USA) und die Global Combat Ship Type 26 (GB, Kanada und Australien ) beantworten die Frage mit Nein!
Nur der Royal Navy Type 31 (ein preiswertes Ergänzungsschiff) erhält nur ein Schleppsonar um den Type 26 zu unterstützen.
Demnach ist die MKS 180 kein vollwertiger U-Boot Jäger. Sie ist nur eine F125 ohne deren unzureichende Bewaffnung gegen Luftziele und..
LT. BW: “Deren Modularität ist die Konsequenz sowohl aus der Erfahrung, die die Bundeswehr mittlerweile mit teils jahrelang dauernden Stabilisierungsoperationen zur Konfliktverhütung und Krisenbewältigung besitzt – als auch aus den Anforderungen, die eine Landes- und Bündnisverteidigung in Europa an die Marine stellt.“
Also nur ein Ergänzungsschiff bei der U-Boot Jagd. Nur wenn die Hubschrauber starten können sind Torpedos zur U-Jagd möglich. Bei dieser Aufgabe wird das Ergänzungsschiff dann von den F125 ergänzt. Keine wirklichen Nachfolger für die Fregatten F122/F123.
Lt. Royal Navy: „In erster Linie dienen die 26er der strategischen Abschreckung von U-Booten und sollen auch die neuen Flugzeugträger der Queen Elizabeth-Klasse vor feindlichen U-Booten schützen. Von den Schiffen wird erwartet, dass sie das gesamte Spektrum der Operationen der Royal Navy abdecken - komplexe Kampfszenarien, Pirateriebekämpfung sowie humanitäre und Katastrophenhilfe“

Meiner Meinung nach hätten wir statt zusätzlicher Korvetten besser ein paar MEKO 200 Fregatten (wie jetz für Ägypten gebaut) beschaffen sollen…..
Aber wer bin ich?
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Unsere Korvetten sind so wie sie sind für die Randmeere, also Nord- und Ostsee, sogar in erster Linie die Ostsee, genau richtig!
Ohne Schlepp- und Bugsonar. Auch mit 10 Einheiten.
Bitte nicht vergessen, dass wir in Eckernförde die U212a haben. Ohnehin unsere (mMn) wichtigsten Einheiten. Um die Ostsee zu überwachen reicht das gemeinsam mit den drei schwedischen Booten aus.

Sollte ASW wieder wichtiger werden, plädiere ich für Fregatten, siehe oben, aber das ist hier nicht das Thema.
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