Korvette K130 (Braunschweig-Klasse)
Die einsatzfähige Nato Verteidigung durch Korvetten und Schnellbooten in der Ostsee werden also 3 Polnische Schnellboote und 5 (10) deutsche Korvetten sein. Alles andere trägt keine Seezielflugkörper. Die Polen haben zwar RBS und NSM beschafft oder bestellt. Aber diese dienen hauptsächlich bei langgestützten Einheiten. Und ex. US Fregatten der Polen aus dem Kalten Krieg sind auch nur (noch) für Begleitaufgaben im Atlantik geeignet. Die dänischen Korvetten sind auch nicht eskalationsfähig. Im Gegensatz zur niederländischen Holland-Klasse können die Dänen diese nicht zum "Seekrieg aufrüsten". Sie könnten als Kommandoschiffe in Minensuchverbänden fungieren.

(26.08.2018, 14:36)NielsKar schrieb: Finnland ersetzt aber die RBS 15 Mk2, nicht die Mk3, und die nehmen Garbiel wohl nur weil Israel die besonders günstig verkauft, um einen Erstkunden als Referenz für den Export zu bekommen. Ich bezweifle, dass die Gabriel dem Mk3 überlegen ist, und die angesprochene Barak 8 Luftabwehrrakete ist wohl untermotorisiert (daher schlechte Manövrierbarkeit), also da nehme ich lieber ESSM Block 2.


Mir sind dann schon ein paar Korvetten (4) der Finnen recht, die einen Luftschirm sicherstellen. Die ESSM könnten nur die Niederländer nachrüsten. Aber würden die sich in der Ostsee einbringen?
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Der fehlende Luftschirm der Ostsee ist meiner Meinung nach das Hauptproblem. Die Finnen mit ihren Schnellbooten sind mit ihrer Reichweite hierfür nicht geeignet.

Ich habe in einem NATO Papier zu Anforderungen der Ostsee, wo auch die 10 Korvetten von Deutschland drin stehen (5 permanent verfügbar, deswegen 10) gelesen, dass auch permanent eine AAW Fregatte in Bereitschaft gehalten werden soll.

Ob hierfür der Scond Layer AAW ausreicht... Weiß ich nicht. Ohne ESSM2 wird's aber wohl nicht sinnvoll gehen.

Es fehlt hier dann eine kleine Fregatte wie eine Fremm in dieser Version, naja ob die Franzosen in die Ostsee kommen? Bezweifle ich.

Leider war man mit der K130 damals nicht weitsichtig genug, dieser 8 VLS Zellen für ESSM mitzugeben, zumindest die Tonnage hierfür einzuplanen.
Meine Frage wäre hier: Kann man hier Veränderungen für Los 2 vornehmen? Wie aufwendig wäre dies? Denn das TRS4D ist schon ne dicke Hose...
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Wir haben dies schon öfter besprochen. Selbst die User hier wollen nicht auf den vorderen RAM-Werfer verzichten.

Sea Ceptor wäre evtl. eine Alternativ für K130 und auch für die F125.
....Das saubere aerodynamische Design der Rakete sorgt für eine verbesserte Leistung in der Luft (bis Mach 3) und macht sie gleichzeitig sehr kompakt für die Installation an Bord von Schiffen. Sea Ceptor verwendet außerdem ein innovatives System für einen sanften vertikalen Start, das die Auswirkungen einer traditionellen "Heißstart" -Rakete auf das Schiff und die Besatzung deutlich reduziert....

Aber dann rufen alle User; bloß nicht noch ein System bei der Marine einführen. Aber grade mit den beiden genannten Schiffstypen macht sich unsere Marine lächerlich.

Aber die genauen Einbaugewichte kenne ich nicht. Aber die Reichweite liegt bei über 30 km. Das ist das dreifache der bekannten RAM Reichweite von 9 km.
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VLS für ESSM (Nachtrag: oder sonst irgendwas) beim 2. Los wird weder kommen, noch wäre es möglich ohne kritische Einbrüche von wichtigen Parametern wie Ausdauer, Geschwindigkeit, Seegangsverhalten, Manövrierfähigkeit und Standkraft (vllt. sogar Integrität der Plattform) zu erzeugen. Ein einzelnes Mk 41 bestückt mit ESSM wiegt nackt ca. 25 Tonnen und die K130 hat nur noch minimale Reserven, die das bei weitem unterschreiten. Das wäre höchstens gegangen bei einer neu entwickelten K131, aber es wurde ja wie bekannt ein 2. Los K130.

Und die Finnen sollen bitte mit was irgendeinen Luftraum über der Ostsee schützen? Die Finnischen Schnellboote der Hamina Klasse haben als AAW Bewaffnung nur läppische 8 Raketen namens Umkhonto aus Südafrika mit nur 8km Reichweite, also nur für die reine Selbstverteidigung verwendbar. Da ist jede unserer K130 mit ihren 2 RAM Werfern stärker befähigt und für einen Luftschirm braucht man wesentlich, also wirklich wesentlich mehr. Für diese Art Luftschirm eine Sachsen o.ä., da reicht auch kein ESSM 2. ESSM 2 reicht vielleicht um ein paar Tanker in nem Konvoi zu schützen, aber für mehr auch nicht.
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(30.08.2018, 20:20)NielsKar schrieb: Ein einzelnes Mk 41 bestückt mit ESSM wiegt nackt ca. 25 Tonnen

Das Mark 41 ist aber eh das falsche System, für Korvetten und für eine Nachrüstung (einfach mal mit den Australiern sprechen, und da waren die Voraussetzungen deutlich besser). Sinnvoller wäre eher eine Variante auf Basis des Mark 56, was (rein theoretisch und technisch) durchaus auch unter Beibehaltung der beiden RAM-Starter funktionieren könnte. Ich glaube, ich habe diese Variante hier auch schon einmal ausgeführt. Das Gewicht wäre allerdings mindestens grenzwertig (vier weitere RBS oder Sonar wäre dann nicht mehr möglich, die Drohne fraglich); solch eine Modifikation hätte man von Anfang an beim zweiten Los einplanen müssen, dann hätte man es auch technisch ohne allzu großen Aufwand hinbekommen. Aber das war ja nicht gewünscht, ich habe es damals schon kritisiert. Wink
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Ja ich weiß Mk 56 gibts auch noch, aber wie gesagt kommt auf jeden Fall nicht und Gewicht ist bei beiden Optionen kritisch, Mk 56 hat mit nur 12 ESSM 10,5 Tonnen Gewicht und mit 32 auch fast 25. Ja, vielleicht wenn man es von Anfang an durchgezogen hätte beim 2. Los, mit entsprechend noch längerer Zeit für die Beschaffung, dann wäre das wohl gegangen. Aber dann hätte man wohl eh gleich mit noch andere Dinge gemacht wie Rumpfverlängerung für mehr Kojen/Treibstoff etc und dazu kommt dann noch die notwendige Rumpfverstärkung, dann will man trotzdem mehr RBS und Drohne, Sonar als Option behalten etc., und vielleicht deshalb auch gleich Überarbeitung/Upgrade der Antriebsanlage aufgrund des dann höheren Gewichtes etc. Das hätte doch nie geendet und wir wären faktisch wieder bei ner K131 oder zu mindestens bei nem extrem langen Beschaffungsvorhaben mit noch höheren Kosten als eh schon, Kinderkrankheiten etc. Wir kennen doch die Marine und die ewige Suche nach der Eierlegenden Wollmilchsau.

Wie gesagt ich bin da bei euch, besser wärs, aber die Marine musste sich entscheiden. Zuschlagen bei der bewährten K130 oder pokern auf eine K131 für die Kahrs dann wahrscheinlich kein Geld mehr geklärt hätte und lange braucht bis zur Einsatzbereitschaft. Dazwischen gab es realistischerweise nichts (Umfangreiche Umbaumaßnahmen-> Keine Nachbeschaffung-> Kein Vorteil gegenüber richtiger K131)
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(30.08.2018, 20:20)NielsKar schrieb: Und die Finnen sollen bitte mit was irgendeinen Luftraum über der Ostsee schützen? Die Finnischen Schnellboote der Hamina Klasse haben als AAW Bewaffnung nur läppische 8 Raketen namens Umkhonto aus Südafrika mit nur 8km Reichweite, also nur für die reine Selbstverteidigung verwendbar. Da ist jede unserer K130 mit ihren 2 RAM Werfern stärker befähigt und für einen Luftschirm braucht man wesentlich, also wirklich wesentlich mehr. Für diese Art Luftschirm eine Sachsen o.ä., da reicht auch kein ESSM 2. ESSM 2 reicht vielleicht um ein paar Tanker in nem Konvoi zu schützen, aber für mehr auch nicht.


http://aviationweek.com/farnborough-airs...-rbs15-mk3

Finnland wählt die Gabriel-Rakete um die RBS15 auf der Stealth Hamina-Klasse zu ersetzen. Die neue Rakete, die die lokale Bezeichnung SMM2020 erhalten soll, wird auch die finnischen Squadron-2020-Korvetten ausrüsten, die im nächsten Jahrzehnt in Betrieb gehen sollen. Finnland entschied sich für die IAI-Rakete, nachdem sie Alternativen wie Kongsbergs NSM, Exacet von MBDA, Boeing's Harpoon und Saabs RBS15 in Erwägung gezogen hatte.
Laut dem finnischen Verteidigungsministerium wird die Rakete auch von Fahrzeugplattformen an Land und von Schiffen gegen Landziele nutzbar sein. Gabriel 5 und Barak 8 wurden als Teil einer kombinierten Offensiv- und Defensivsystem-Suite beschrieben, die von der IAI-Abteilung Raketen für die israelische Marine und für den Export gebaut wurde.
Klar ist die Barak 8 auf einer 2020 Korvette keine SMXY von einer Luftabwehrfregattte aber mehr als ein Umkonto.

Natürlich kommen die fünf neuen Korvetten wie die bisherigen.

Aber wir sind hier zum Gedankenaustausch. Wenn zu wenig Luftabwehr da ist, könnten fünf weitere Korvetten oder ein Teil der Boote zur Luftabwehr genutzt werden. Ohne Seezielflugkörper. Die Boote sollte ohnehin wohl nicht als Einzelgänger in den Einsatz. Außerdem werden die Starter leichter:

https://www.defensenews.com/naval/2018/0...apons-buy/

MBDA hat mit Lockheed Martin über fünf Jahre zusammengearbeitet, um eine leichte Version des MK41 Launcher für CAMM zu entwickeln, sagte er. Vor zwei Wochen wurde eine Qualifikation für einen extensiblen leichten Träger namens ExLS unterzeichnet, der auf kleinere Schiffe passen soll.
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