(See) Korvette K130 (Braunschweig-Klasse)
(17.02.2021, 20:29)JSS schrieb: Warum sollten die Radare des 2. Loses modernisiert werden? Die werden doch gerade erst an die Werft ausgeliefert.
Abgesehen davon sollen in die Korvetten des 2. Loses TRS-04D eingerüstet werden. Quelle
Moin!
ja, das meinte ich auch so, natürlich werden keine vorhandenen Radargeräte des 2. Loses modernisiert, sondern die neueren TRS-4D Rotating verwendet.
Hierbei ist jdoch zu beachten, das die Bezeichnung 4D technisch falsch ist. D steht für Dimension.
- 1. Dimension: Die Peilung
- 2. Dimension: Die Entfernung
- 3. Dimension: Die Höhe (Bei Flugzielen)
= 3 D - Radar: Okay
- 4. Dimension ist laut HENSOLDT die Nutzung des Dopplers. Technisch ist aber hier die 4. Dimension die ZEIT.
Das geht aber nicht, es würde bedeuten, dass das TRS-4D in die Zukunft schauen könnte!!

Gruß: Uwe
Zitieren
Originalmeldung von Hensoldt:
Zitat:HENSOLDT modernisiert Marineradare
[...]
Taufkirchen, 15. Februar 2021 – Der Sensor-Lösungsanbieter HENSOLDT modernisiert die TRS-3D-Radare von zwei Korvetten der Deutschen Marine der Klasse K130 sowie eine zugehörige Landanlage. Einen Auftrag für entsprechende Elektronik-Komponenten erteilte das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw). Die Ersatz-Lieferungen werden im Laufe dieses Jahres erfolgen.
[...]
Augenscheinlich also eine Modernisierung von zwei Korvetten des ersten Loses und der Landanlage.
Zitieren
Werden evtl. die 3D zu 4D hochgerüstet ?
Zitieren
Wenn es hier um das 1. Los K130 geht und die Pressemitteilung von Hensoldt nur von "Elektronikkomponenten" spricht, deutet das doch eher auf eine Anpassung der bestehenden TRS-3D/16 hin.

Vielleicht tut man es der Norwegischen Marine gleich, die ihre TRS-3D/16 in 2019 auf die Baseline D aufgerüstet haben? Die Version auf K130 ist ja mittlerweile auch schon 15 Jahre alt.

Ein "Upgrade" auf die TRS-4D würde doch den Masseschwerpunkt deutlich nach oben verschieben, da AESA-Antennen erfahrungsgemäß deutlich schwerer sind, als passive. Zudem ist die Antenne vermutlich "nass", also wassergekühlt. Wenn man das auf dem 1. Los nachrüsten wollte, kommt das ja einem schiffbaulichen Umbau gleich, da das gesamte Kühlkonzept angepasst werden muss.
Zitieren
Wäre das dann überhaupt machbar?
Zitieren
Ich schätze mal, TRS-4D auf K130 1. Los würde funktionieren, fraglich ist, ob es wirtschaftlich ist - und welches schiffbauliche Risiko damit einher geht. Ein Upgrade auf die Baseline D ist vermutlich einfach machbar, weil die Antenne identisch aussieht. Der Großteil der Änderungen findet sicher in der Radarelektronik unter Deck statt. Ein Upgrade auf TRS-4D erfordert sicherlich Anpassungen in der Versorgung mit Kühlwasser und Kühlluft, wenn die Antenne schwerer wird, muss ggfs. das Fundament verstärkt werden.

Die aktuelle TRS-3D/16 Baseline D braucht gemäß Prospekt von Hensoldt auch keine mechanische stabilisierte Plattform mehr, also fällt noch mehr Topp-Last weg, was gut für das Seegangsverhalten wäre.
Zitieren
Die Rechenweise der Marine sollte/ist, 1 Schiff(Boot) im Einsatz, 1 Schiff in der Ausbildung und 1 Schiff in der Instandsetzung. Wie kommt man dann auf 5 Boote für eine Klasse oder 4 Schiffe? 6 macht demnach Sinn. Wenn man der Marine 5 zusätzliche Korvetten zukommen lässt, hätte es dann nicht besser 6 sein sollen? Gut wenn man von drei Losen ausgeht, würde es Sinn machen, aber das 3. Los sollte ja nur das erste ersetzen. Evtl. doch nicht, weil man dringender 2 U-Boote und 2 Tanker braucht. Hätte die Marine 11 K130 und vier F125, wären also 5 Einheiten für Stabilisierungseinsätze da. Aber die vier F125 unterstützen wahrscheinlich die vier F123 bei der U-Boot Ortung. Hoffentlich ist das jeweils vierte Schiff einer Klasse nicht das Ersatzteillager.
Zitieren
(21.02.2021, 21:34)Seafire schrieb: Die Rechenweise der Marine sollte/ist, 1 Schiff(Boot) im Einsatz, 1 Schiff in der Ausbildung und 1 Schiff in der Instandsetzung. Wie kommt man dann auf 5 Boote für eine Klasse oder 4 Schiffe? 6 macht demnach Sinn. Wenn man der Marine 5 zusätzliche Korvetten zukommen lässt, hätte es dann nicht besser 6 sein sollen? Gut wenn man von drei Losen ausgeht, würde es Sinn machen, aber das 3. Los sollte ja nur das erste ersetzen. Evtl. doch nicht, weil man dringender 2 U-Boote und 2 Tanker braucht. Hätte die Marine 11 K130 und vier F125, wären also 5 Einheiten für Stabilisierungseinsätze da. Aber die vier F125 unterstützen wahrscheinlich die vier F123 bei der U-Boot Ortung. Hoffentlich ist das jeweils vierte Schiff einer Klasse nicht das Ersatzteillager.

Also bei der F125 ist der Faktor besser als 3, irgendwie bei 2,2 deshalb sollen eigentlich immer 2 im Einsatz sein. Die U-Boot Ortung der F125 funktioniert nur mit den Hubschraubern und die gibt es noch nicht. Also können die erstmal das tun wofür sie gebaut wurden.
Zitieren
https://www.bundeswehr-journal.de/2019/s...korvetten/

2.Los bekommt ja das 4er Radar, dann sollte es grundsätzlich auch auf dem 1.Los nachrüstbar sein. Aufwand - Nutzen ?
Zitieren
(21.02.2021, 21:57)Mike112 schrieb: https://www.bundeswehr-journal.de/2019/s...korvetten/

2.Los bekommt ja das 4er Radar, dann sollte es grundsätzlich auch auf dem 1.Los nachrüstbar sein. Aufwand - Nutzen ?

Das TRS 4D ist elektronisch wie mechanisch und Softwareseitig vom Hersteller ein anderes, neueres System.
Das kann nicht so einfach für die TRS-3D nachgerüstet werden.
Da muss auch am Schiff Stabilitäts mäßig viel neu berechnet werden und die Software ist nicht gegeneinander beliebig tauschbar.

Die TRS-3D Elektronik Update Hardware kann dann besser dort am TRS-3D unter Deck getauscht werden und die TRS-3D Software braucht dann nur für die neue Elektronik modifiziert werden. Die Antenne bleibt gleich, somit keine mechanischen Änderungen am Schiff erforderlich.

P.
Zitieren
Der geplante Rotationsfaktor für die F125 war/ist 2.5, das allerdings ohne Berücksichtigung der Verzögerungen beim Bau der landseitigen Ausbildungsanlage. Fehlende Besatzungsmitglieder in Mangelverwendungen können auch hineinspielen. Mit anderen Worten: Die F125er müssen die 2.5 erst noch beweisen.

Ansonsten: Wenn der Faktor nicht exakt durch 3 teilbar ist, dann wird der nächste Einsatz halt etwas später eingeplant. Bei den Problemen mit freien Werftkapazitäten ist die exakte Planung eh etwas zwischen Glück und Würfeln. Daher sollte man den Faktor 3 nicht auf die Goldwaage legen, hier handelt es sich um die Richtung eines statistischen Mittels, nicht um den konkreten Wert des Tages über jeden der 365 Tage des Jahres.
Zitieren
(22.02.2021, 11:28)Ottone schrieb: Der geplante Rotationsfaktor für die F125 war/ist 2.5, das allerdings ohne Berücksichtigung der Verzögerungen beim Bau der landseitigen Ausbildungsanlage. Fehlende Besatzungsmitglieder in Mangelverwendungen können auch hineinspielen. Mit anderen Worten: Die F125er müssen die 2.5 erst noch beweisen.

Ansonsten: Wenn der Faktor nicht exakt durch 3 teilbar ist, dann wird der nächste Einsatz halt etwas später eingeplant. Bei den Problemen mit freien Werftkapazitäten ist die exakte Planung eh etwas zwischen Glück und Würfeln. Daher sollte man den Faktor 3 nicht auf die Goldwaage legen, hier handelt es sich um die Richtung eines statistischen Mittels, nicht um den konkreten Wert des Tages über jeden der 365 Tage des Jahres.

Mangelnde Werftkapazitäten machen den Faktor 3 der andern Schiffe auch obsolet. Der Faktor der F125 wird alleine schon dadurch besser das sie mehr Seestunden hat.
Zitieren
Zitat:Die zwischenzeitlich getroffene Richtungsentscheidung (Ergänzungsbeschaffung von weiteren fünf Korvetten zur Sicherstellung der Einsatzverfügbarkeit bei gleichzeitiger Verwertung des 1. Loses) stellt sich angesichts der gegenwärtigen Finanzlinien als vorerst nicht finanzierbar heraus. Zur Erfüllung der nationalen Ambition von insgesamt zehn Korvetten werden im Rahmen einer gesamtplanerischen Betrachtung nun Optionen zur Erreichung untersucht, welche zeitgleich einer bruchfreien Nutzung des Konstruktionsstandes der laufenden Produktionslinie des 2. Loses gerecht werden.

https://www.bmvg.de/resource/blob/491126...n-data.pdf

Quelle ist der Rüstungsbericht 2020, Seite 86.

Eventuell ist die jüngst angekündigte Modernisierung zweier Radare eine Folge dessen.
Zitieren
(23.02.2021, 16:34)GermanMilitaryPower schrieb: https://www.bmvg.de/resource/blob/491126...n-data.pdf

Quelle ist der Rüstungsbericht 2020, Seite 86.

Eventuell ist die jüngst angekündigte Modernisierung zweier Radare eine Folge dessen.


Es müssen die zur Erfüllung der NATO Quote insgesamt 10 vorhanden sein.
(Davin sind 6 in der Routine Werft, im Training etc.)
Nur 4 müssen also abgestellt werden, die immer einsatzbereit sind (40% ist ja nicht viel...)
Durch Aufrüstung von EINER Radar Komponente an 2 von den ersten 5 löst man somit keine generellen Klarstands Probleme, sondern nur durch Erhöhung der Gesamtanzahl an Schiff Verfügbarkeiten.

Werden Schiffe richtig alt, müssen Sie halt ersetzt werden.
Aber, dass nun schon K130 "alt" sind, die ca. erst 2010 in Dienst gestellt wurden....
Ersetzen die Russen jetzt auch schon Schiffe, die erst 10 Jahre alt sind ???
Hat die Ausrüstung und Kampffähigkeit der K130 eine Halbwertszeit von nur 5-10 Jahren ???
Oder wurden mal wieder nicht genügend Ersatzteile mit beschafft (s. U Boote) ?

Erklär mir das mal bitte jemand mit hohem Marine Sachverstand !

Das ist doch an sich hoffentlich was anderes, als einen 40 Jahre alten Tornado lebendig UND kampffähig zu halten....

P.
Zitieren
(23.02.2021, 20:36)Marinefan_Hannover schrieb: Hat die Ausrüstung und Kampffähigkeit der K130 eine Halbwertszeit von nur 5-10 Jahren ???
Oder wurden mal wieder nicht genügend Ersatzteile mit beschafft (s. U Boote) ?

Erklär mir das mal bitte jemand mit hohem Marine Sachverstand !
P.
Ob ich hohen Marine Sachverstand habe, mögen andere beurteilen.
Die Überlegung stammt vom MdB Gädechens -hier-
Zitieren


Gehe zu: