Korvette K130 (Braunschweig-Klasse)
Wie von Helios zitiert: ....wird in der Marine gerade für Ostseeoperationen über ein Mehrzweckkampfboot nachgedacht (vgl. Marineforum 11/2016), es soll ein breites Einsatzspektrum von Patrouillen- und Präsenzaufgaben über Minen-/Anti-Minen-Einsätzen bis zur Spionage (aka SIGINT) abdecken können. Es sollte am besten auch ein vielversprechendes gemeinsames internationales Rüstungsprojekt ausgewählter Ostseeanrainer sein.

Lt. dort veröffentlichter Seitenansichten ( auch künftiger) Marineeinheiten wäre es kleiner als
eine K 130 Korvette.

ist dies machbar durch ...vor allem zur hochpräzisen und gleichzeitig skalierbaren Bedrohungsabwehr gegen agile und signaturarme Ziele im Nah- und Nächstbereich einzubauenden Wirklaser-Systeme die in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten.....?
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(04.11.2016, 21:38)Seafire schrieb: wird in der Marine gerade für Ostseeoperationen über ein Mehrzweckkampfboot nachgedacht (vgl. Marineforum 11/2016), es soll ein breites Einsatzspektrum von Patrouillen- und Präsenzaufgaben über Minen-/Anti-Minen-Einsätzen bis zur Spionage (aka SIGINT) abdecken können. Es sollte am besten auch ein vielversprechendes gemeinsames internationales Rüstungsprojekt ausgewählter Ostseeanrainer sein.

Das klingt mir sehr nach der eierlegenden Wollmilchsau. Das Fähigkeitsspektrum lässt erahnen, dass durch dieses neue Boot die Minenjagd-Boote der Frankental-Klasse, sowie die Flottendienstbote der Oste-Klasse ersetzt werden. Zusätzlich könnten sie wohl auch einen bedingten ersatz für die Schnellboote darstellen.
Bleibt zu hoffen, dass diese Einheiten dann wenigstens in vernünftiger Anzahl beschafft werden (mindestens 15 Einheiten), dann gäbe es wohl einen ordentlichen Fähigkeitsgewinn.
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also wenn ich es richtig verstehe hat das mehrzweckkampfboot nicht wirklich etwas mit einer k130 2.0 mit dem schwerpunkt asw zu tun wie sie helios zu beginn vorgeschlagen hat:

(01.11.2016, 15:51)Helios schrieb: Was die K130 angeht zeigen die bisherigen Erfahrungen, dass abgesehen von den aufgetauchten Problemen ([...]) die Schiffe für die ursprüngliche Konzeption sehr gut geeignet sind. Dementsprechend sollten sie auch eingesetzt, ausgestattet und ergänzt werden. Ausgestattet heißt dabei, eine realistische KWS um der sich leider verschärfenden Lage gerade im Ostseeraum gerecht zu werden ([...]), und mit "ergänzt" meine ich fünf Einheiten einer auf der K130 aufbauenden K132 mit dem Schwerpunkt ASW. Alles also konzeptionell voll auf den Einsatz hoher Intensität in Randmeeren ausgerichtet. Damit hätte man eine tatsächlich schlagkräftige Flottille für Heimatverteidigung und Bündnisschutz, die sich nicht den Kompromissen der Auslandseinsätze unterwerfen muss.


im gegenteil, augenscheinlich wird dort ja ehr ein nachfolger für die minenböcke und flottendienstboote beschrieben mit sekundärfähigkeiten als opv und asuw platform. wenn sich diese aufgaben in einer platform vereinen lassen ist das natürlich überlegenswert aber a) sind das dann wohl ehr ersatzbeschaffungen und b) würde ich das keinesfalls als verbesserte k130 vermutlich nichtmal als korvette bezeichnen wollen.
aber aktuell sind das vermutlich auch nur gedankenspiele, die eine ausführliche untersuchung benötigen bevor man zu einer ausschreibung kommen kann.

ich persönlich würde mir im operationsgebiet ostsee aber auch ein gemeinsames sicherheitskonzept und eine sehr enge zusammenarbeit aller befreundeter anrainer wünschen. entsprechend sollte man sie auch bei der projektierung neuer schiffsdesigns mit einbeziehen. das kostet aber alles zeit.

zu dem thema beschaffung 2. los k130 gibt es auch ein bericht im aktuellen spiegel. der plan wird natürlich sehr negativ gesehen, marineexperten halten die k130 für das aufgabenprofil der zukunft für zu klein, volker rühe will explizit auch keine nachbauten der k130 sondern sieht den fokus bei den mehrzweckkampfschiffen (mks180) und falls es der etat hergibt bei modernen korvetten. grundsätzlich müssen die strategischen überlegungen im vordergrund stehen.
netter schmankerl aus dem artikel: die kojengröße der k130 entspricht nicht mehr den aktuellen bestimmungen. um das schiff so bauen zu können will man die norm nun aussetzen. klingt absurd aber das zeigt womit man zu kämpfen hat wenn man mal eben ein altes design freihändig nachbestellen möchte.

ich kann mir schon vorstellen wie das endet: erst wird das 2. los ganz schnell genehmigt und dann merkt man auf einmal wo man überall ändern will/muss (das will dann natürlich keiner vorher gewusst haben). am ende gibts dann ordentliche mehrkosten und eine deutliche verzögerung bei der lieferzeit. und wenn es ganz dumm läuft hat man dann vielleicht wieder neue probleme. und man steht immer noch mit booten da, die viele offensichtlich garnicht wollen.
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(04.11.2016, 21:38)Seafire schrieb: Lt. dort veröffentlichter Seitenansichten ( auch künftiger) Marineeinheiten wäre es kleiner als
eine K 130 Korvette.

ist dies machbar durch ...vor allem zur hochpräzisen und gleichzeitig skalierbaren Bedrohungsabwehr gegen agile und signaturarme Ziele im Nah- und Nächstbereich einzubauenden Wirklaser-Systeme die in Zukunft einen wichtigen Beitrag leisten.....?

Wirklaser werden als Einsatzsystem noch lange auf sich warten lassen und vermutlich schon aus Gründen der Energieerzeugung nichts an der aktuellen Größenstaffelung ändern.

(05.11.2016, 23:38)spooky schrieb: also wenn ich es richtig verstehe hat das mehrzweckkampfboot nicht wirklich etwas mit einer k130 2.0 mit dem schwerpunkt asw zu tun wie sie helios zu beginn vorgeschlagen hat

Ich habe die Gedanken zum Mehrzweckkampfboot hier nur deshalb erwähnt, weil der entsprechende Abschnitt im Artikel auf die Vernachlässigung der Kernkompetenz Randmeereinsätze und die Notwendigkeit von kleineren Einheiten für verschiedene Aufgaben eingeht. Und eine kleinere Einheit unter den Korvetten wird (in verschiedenen Auslegungen und als multinationales Projekt) für genauso sinnvoll erachtet wie eine weitere Aufstockung der Korvetten, Ansichten, die ich so Teile. Allerdings möchte ich den Korvetten neben den allgemeinen Aufgaben eben ein breiteres Spektrum an Spezialaufgaben übertragen, nur und ausschließlich deshalb mein Vorschlag zur K132.

Zitat:netter schmankerl aus dem artikel: die kojengröße der k130 entspricht nicht mehr den aktuellen bestimmungen. um das schiff so bauen zu können will man die norm nun aussetzen. klingt absurd aber das zeigt womit man zu kämpfen hat wenn man mal eben ein altes design freihändig nachbestellen möchte.

ich kann mir schon vorstellen wie das endet: erst wird das 2. los ganz schnell genehmigt und dann merkt man auf einmal wo man überall ändern will/muss (das will dann natürlich keiner vorher gewusst haben). am ende gibts dann ordentliche mehrkosten und eine deutliche verzögerung bei der lieferzeit. und wenn es ganz dumm läuft hat man dann vielleicht wieder neue probleme. und man steht immer noch mit booten da, die viele offensichtlich garnicht wollen.

Dieser Aktionismus nimmt zur Zeit ziemlich groteske Formen an. Während sich die einen für ihre "Vorpreschen für eine gute Sache" feiern lassen, sehen die anderen große Lücken im eigentlichen Vorschlag (nicht nur auf der von dir erwähnten Detailebene, schon die Frage wer überhaupt beauftragt werden soll ist ja zur Zeit nicht zu beantworten), während sich Dritte ins Spiel bringen, um ihren Teil vom Kuchen zu erhalten:

Zitat:Kieler Werft wirbt um Korvetten-Auftrag für die Marine

"German Naval Yards ist die einzige Werft in Deutschland, die aktuell eine Korvette auf höchstem technischen Niveau entwickelt", sagte die Geschäftsführerin. Dieses Know-how könne der Bund nutzen. "Das spart viel Zeit und Geld."

Quelle: http://www.rp-online.de/politik/deutschl...-1.6376299
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Es werden definitiv dann wohl Korvetten der Klasse K130 beschafft. Es wird schon jetzt ausdrücklich von einer NACHBESCHAFFUNG gesprochen. Daher sollte es auch keine neue Ausschreibung pipapo geben! Den Rest siehe bei AG:

http://augengeradeaus.net/2016/11/noch-fuenf-korvetten/

Zitat:Der SPD-Abgeordnete Johannes Kahrs und sein CDU-Kollege Eckart Rehberg hatten Mitte Oktober zur Überraschung auch der eigenen Fraktionskollegen die Bestellung zusätzlicher Korvetten vorgeschlagen – bewusst als Nachbeschaffung der bereits vorhandenen Kriegsschiffe, um den zeitaufwändigen Prozess von Design und Ausschreibung eines neuen Projektes zu vermeiden

Und weiter:

Zitat:Auf die Problematik, ob ein unveränderter Nachbau der Korvetten möglich und sinnvoll ist, geht das Ministerium in seinem Bericht an die Parlamentarier nicht ein. Durchgängig ist von einem zweiten Los K130 die Rede
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Bekommt man mit einem Nachbau nicht wieder veraltetes Zeug, oder wie läuft das dann ab ?
Was darf bei einem Nachbau verändert werden ?
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(08.11.2016, 13:45)Monarch schrieb: Bekommt man mit einem Nachbau nicht wieder veraltetes Zeug, oder wie läuft das dann ab ?
Was darf bei einem Nachbau verändert werden ?

Zumindest die IT Technik wird neu werden. Ansonsten ist die Frage was man neu haben will. Ich glaube nicht das ein "Wettbewerber" offen gegen einen solchen Auftrag vorgehen wird.
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Bei der neuen Ausschreibung sollte die Möglichkeit von Nach Orders ohne Ausschreibung und Evolution berücksichtigt werden. Selbst alle 2 Jahre eine neue Korvette deckt so 20 Jahre ab bei 10 Einheiten alle 20 Jahre. So wären immer 2-3 Schiffe eine Evolution oder verbesserte Version.

Planung und Entwicklung bis 2023 abschließen und erstes Schiff einer neuen Schiffsklasse in diesem Bereich 2025.
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update

http://www.weser-kurier.de/bremen/bremen...94092.html

http://www.ostsee-zeitung.de/Region-Rost...-Auftraege
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Die Schienen laufen klar in Richtung weiteres Los K130! Sehr gute Entscheidung aus meiner Sicht

http://augengeradeaus.net/2016/11/neue-k...e-braucht/
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http://images.google.de/imgres?imgurl=ht...1&biw=1680

Vielleicht wird es doch noch mal was mit der Internationalen Zusammenarbeit bei Mehrzweckkampfbooten
im Ostseebereich.

Hier steht beim Entwurf für finnische Korvetten im Squadron 2020 Programm:

"Allerdings wäre TKMS ein logischer Partner für die "internationale Zusammenarbeit und Technologieteilung, die eine wichtige Rolle in dem Projekt einnimmt", und der abgestumpfte Frontmast hat eine starke Ähnlichkeit mit den Entwürfen, die für einen frühen F125 - Entwurf verwendet wurden"
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Wie angekündigt: Neue Korvetten ohne Ausschreibung

http://augengeradeaus.net/2016/12/wie-an...chreibung/
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Wie angekündigt und erwartet, klar, dass vom eigentlichen Plan nicht mehr abgerückt wird. Zumal die Meinungen dazu ja sehr breit gestreut waren. Ich halte es immer noch für einen industriepolitischen Witz, aber wir müssen nun das beste daraus machen. Und grundsätzlich sind die K130 ja durchaus gute Schiffe - wenn man sie richtig einsetzt.
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(14.12.2016, 13:05)Helios schrieb: Wie angekündigt und erwartet, klar, dass vom eigentlichen Plan nicht mehr abgerückt wird. Zumal die Meinungen dazu ja sehr breit gestreut waren. Ich halte es immer noch für einen industriepolitischen Witz, aber wir müssen nun das beste daraus machen. Und grundsätzlich sind die K130 ja durchaus gute Schiffe - wenn man sie richtig einsetzt.
Warum ist das ein industriepolitischer Witz?
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Das Thema haben wir hier doch in epischer Breite durchdiskutiert, ich sehe da keinen Grund zur Wiederholung meiner Ansichten. Wink
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