Korvette K130 (Braunschweig-Klasse)
(16.10.2016, 19:12)Helios schrieb: VLS Mk.41 halte ich für komplett unrealistisch, selbst mit größeren Umbauten. Das System sollte man gerade bei dieser Einheitengröße für eine sinnvolle Lösung schon im grundsätzlichen Entwurf berücksichtigen, ansonsten braucht es viel Glück und Zufall (und auch die Adelaide-Klasse ist da in Bezug auf die K130 keine Referenz). Wenn überhaupt, dann könnte ich mir bei einer grundsätzlich überarbeiteten Version ein doppeltes Mk.56 für insgesamt acht ESSM vorstellen, was ja auch vollkommen reichen würde. Und wenn man es richtig macht, dann halte ich sogar eine Integration unter Beibehaltung der beiden RAM-Starter für möglich (was für mich aufgrund der Leistungsfähigkeit und der Bedeutung der RAM für die K130 elementar wäre).
Nur ist genau diese grundsätzliche Überarbeitung nicht gewünscht, es soll schnell und ohne Aufwand gebaut werden. Da wird sich an der Bewaffnung nichts ändern. Ein neues Radar, vielleicht, aber darauf wetten würde ich auch nicht. Im Marineforum wurde wieder über die größten Kritikpunkte geschrieben, und genau da sind Verbesserungen auch leicht möglich: neues Kabinenlayout, neue Boote, neue IT-Infrastruktur, was noch? Gerade weil da nicht mehr kommen wird ist mir die Beschaffung ein Dorn im Auge. Das ist reine Industriepolitik, die der Marine zwar scheinbar, aber auf Dauer nicht wirklich hilft.

Stimmt alles, deshalb will die Marine auch die K132


https://www.welt.de/politik/deutschland/...gsnot.html
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Hier nochmal ne andere Quelle:
Klick mich
Zusammenfassung: Anzahl und etwaige Modifikation der Korvetten stehen nicht fest; MKS 180 wird definitiv gebaut; Die Mehrkosten für die zusätzlichen Korvetten wirken sich nicht zulasten der MKS 180 aus.

Edit: Kann die Marine eigentlich genug Personal für die Korvetten akquirieren?
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(17.10.2016, 14:51)MXVI schrieb: Edit: Kann die Marine eigentlich genug Personal für die Korvetten akquirieren?

Gerade sind die Besatzungen der vier letzten Schneelboote freigeworden. Mit denen könnte man eventuell die beiden Einheiten, die 2019 zulaufen sollen, bemannen. Und wenn demnächst die letzten drei F-122 außer Dienst gehen, dürften dort auch noch einige Seeleute übrig bleiben. Die Frage ist dann allerdings wieder, wo man die Besatzungen für die MKS 180 hernimmt (Stichwort: Mehrbesatzungskonzept)? An meinem "Zusammenkratzen" von Personal, sieht man allerdings, wie klein der Personalpool der Marine ist.
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Wenn man davon ausgehen könnte das die MKS 180 die F 123 ersetzen sollte, würde da ja auch wieder Personal frei werden, aber gut das würde der Tatsache das man auf absehbare Zeit wohl nicht genug Personal für die 5 Korvetten hätte nicht wirklich beheben. Selbst das aktuell frei werdende Personal muss dann ja auch noch umgeschult werden und 2019 ist wahrlich keine Ewigkeit entfernt.
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Die F123 haben ab 2017 alle ESSM und Harpoon und RAM Block 2 an Bord.
Über ein neues Bugsonar hatten wir schon gesprochen.

Doch zurück zu den Korvetten. Besatzungsprobleme und fehlende Drohnen?
Interessant wäre vielleicht wer die Korvetten wirklich baut.

Die Pläne hat TKMS.

http://www.kn-online.de/News/Aktuelle-Wi...tten-Bauer
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Ergänzung zur aktuellen Korvettendiskussion von AG

Schnell neue Korvetten für die Marine? SPD will Nachbesserungen

http://augengeradeaus.net/2016/10/schnel...sserungen/

Da heißt es:

Zitat:Grundsätzlich muss bei einer freihändig vergebenen Nachbestellung ohne Ausschreibung noch geprüft werden, wie die Schiffe auf den aktuellen Stand der Technik kommen. Dies gilt besonders für eine modernisierte Antriebstechnik, eine aktuelle Elektronik und Waffensystemtechnik sowie einen stabileren Schiffskörper.

Mit anderen Worten eine Art Korvette K130 Block 2. Daher ist die Frage von T.W. schon berechtigt ob es sich dann noch um das selbe Schiff dreht wenn man soviele Verbesserungen fordert. Wahlkampf läßt grüßen Smile
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(25.10.2016, 10:39)WideMasta schrieb: Daher ist die Frage von T.W. schon berechtigt ob es sich dann noch um das selbe Schiff dreht wenn man soviele Verbesserungen fordert. Wahlkampf läßt grüßen Smile

Mir gefällt bei derartigen Diskussionen dieses ständige Herumreiten auf Metaebenen in Form von Spitzfindigkeiten nicht. Natürlich sind das noch dieselben Schiffe (im Sinne der Nachbeschaffung). Alle genannten Punkte betreffen Veränderungen, die aufgrund von Problemen im laufenden Betrieb als notwendig erachtet werden oder der Vorbeugung von Obsoleszenzen dienen. Und ein großer Teil dieser Veränderungen sind bei der vorhandenen Einheiten im Nachgang bereits integriert worden (Bugstrahler, Getriebe, IT-Hardware). Insofern nichts, an was man sich ernsthaft stören könnte. Der Prozess an sich und der Sinn hinter der Nachbeschaffung, das kann man in Frage stellen.
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(25.10.2016, 11:40)Helios schrieb:
(25.10.2016, 10:39)WideMasta schrieb: Daher ist die Frage von T.W. schon berechtigt ob es sich dann noch um das selbe Schiff dreht wenn man soviele Verbesserungen fordert. Wahlkampf läßt grüßen Smile

Mir gefällt bei derartigen Diskussionen dieses ständige Herumreiten auf Metaebenen in Form von Spitzfindigkeiten nicht. Natürlich sind das noch dieselben Schiffe (im Sinne der Nachbeschaffung). Alle genannten Punkte betreffen Veränderungen, die aufgrund von Problemen im laufenden Betrieb als notwendig erachtet werden oder der Vorbeugung von Obsoleszenzen dienen. Und ein großer Teil dieser Veränderungen sind bei der vorhandenen Einheiten im Nachgang bereits integriert worden (Bugstrahler, Getriebe, IT-Hardware). Insofern nichts, an was man sich ernsthaft stören könnte. Der Prozess an sich und der Sinn hinter der Nachbeschaffung, das kann man in Frage stellen.


Und genau das in fett makierte ist es, was ich explizit meinte. Es ist politischer Natur um UvdL einen Strick zu drehen. Insofern sind die Verbesserungen eher als Kws zu verstehen. Mehr nicht aus meiner Sicht!
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(25.10.2016, 17:38)WideMasta schrieb:
(25.10.2016, 11:40)Helios schrieb:
(25.10.2016, 10:39)WideMasta schrieb: Daher ist die Frage von T.W. schon berechtigt ob es sich dann noch um das selbe Schiff dreht wenn man soviele Verbesserungen fordert. Wahlkampf läßt grüßen Smile

Mir gefällt bei derartigen Diskussionen dieses ständige Herumreiten auf Metaebenen in Form von Spitzfindigkeiten nicht. Natürlich sind das noch dieselben Schiffe (im Sinne der Nachbeschaffung). Alle genannten Punkte betreffen Veränderungen, die aufgrund von Problemen im laufenden Betrieb als notwendig erachtet werden oder der Vorbeugung von Obsoleszenzen dienen. Und ein großer Teil dieser Veränderungen sind bei der vorhandenen Einheiten im Nachgang bereits integriert worden (Bugstrahler, Getriebe, IT-Hardware). Insofern nichts, an was man sich ernsthaft stören könnte. Der Prozess an sich und der Sinn hinter der Nachbeschaffung, das kann man in Frage stellen.


Und genau das in fett makierte ist es, was ich explizit meinte. Es ist politischer Natur um UvdL einen Strick zu drehen. Insofern sind die Verbesserungen eher als Kws zu verstehen. Mehr nicht aus meiner Sicht!

Die Marine ist überfordert mit Einsätzen, die Verantwortlichen in Ministerium und Verteidigungsausschuß stecken den Kopf in den Sand. Da machen Haushaltspoliker einfach mal Wahlkreispolitik und alle diskutieren darüber, wie man das passende Formular ausfüllen müsste, bzw. daß da eventuell Getriebe eingebaut werden, die nicht funktionieren und von einer Firma sind,die es nicht mehr gibt. Kann man nicht einfach anerkennen das jemand das richtige tut?
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(25.10.2016, 19:53)ede144 schrieb:
(25.10.2016, 17:38)WideMasta schrieb:
(25.10.2016, 11:40)Helios schrieb:
(25.10.2016, 10:39)WideMasta schrieb: Daher ist die Frage von T.W. schon berechtigt ob es sich dann noch um das selbe Schiff dreht wenn man soviele Verbesserungen fordert. Wahlkampf läßt grüßen Smile

Mir gefällt bei derartigen Diskussionen dieses ständige Herumreiten auf Metaebenen in Form von Spitzfindigkeiten nicht. Natürlich sind das noch dieselben Schiffe (im Sinne der Nachbeschaffung). Alle genannten Punkte betreffen Veränderungen, die aufgrund von Problemen im laufenden Betrieb als notwendig erachtet werden oder der Vorbeugung von Obsoleszenzen dienen. Und ein großer Teil dieser Veränderungen sind bei der vorhandenen Einheiten im Nachgang bereits integriert worden (Bugstrahler, Getriebe, IT-Hardware). Insofern nichts, an was man sich ernsthaft stören könnte. Der Prozess an sich und der Sinn hinter der Nachbeschaffung, das kann man in Frage stellen.


Und genau das in fett makierte ist es, was ich explizit meinte. Es ist politischer Natur um UvdL einen Strick zu drehen. Insofern sind die Verbesserungen eher als Kws zu verstehen. Mehr nicht aus meiner Sicht!

Die Marine ist überfordert mit Einsätzen, die Verantwortlichen in Ministerium und Verteidigungsausschuß stecken den Kopf in den Sand. Da machen Haushaltspoliker einfach mal Wahlkreispolitik und alle diskutieren darüber, wie man das passende Formular ausfüllen müsste, bzw. daß da eventuell Getriebe eingebaut werden, die nicht funktionieren und von einer Firma sind,die es nicht mehr gibt. Kann man nicht einfach anerkennen das jemand das richtige tut?

Wahlkreispolitik im weitesten Sinne ist genauso wie Industriepolitik im engeren Sinne noch nie das richtige gewesen, und einen ernsthaften Bedarf für solche Politpossen auszunutzen honoriere ich nicht. Schon gar nicht wenn das Problem hausgemacht ist.
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@ede144:

Zitat:Kann man nicht einfach anerkennen das jemand das richtige tut?

Ne kann man in der Politik nicht. Besonders nicht wenn die Bundestagswahl vor der Türe steht und es um eine Bestellung in diesem Umfang geht.
Ich persönlich finde es gut das materiell nachgesteuert wird, doch sehe ich ein ganz anderes Problem. Mit welchen Besatzungen will man sie bestücken. Zauberwort Sollstärke und Rekrutierung der Bw. Was bringen neue Schiffe wenn dann der Nachwuchs fehlt?
Was mich ebenfalls an dem Beschaffungsvorhaben erfreut ist, dass dann auch bei der Munition (z.B. RBS) nachfelegt wird. Vulcano für das 76mm Geschütz wäre auch nicht schlecht. Auch die Einrüstung des RWS Hitrol wie bei der F125 wäre ergänzend nicht schlecht. Ach ja.........war da nicht auch mal was mit Drohne???? Big Grin

http://www.leonardocompany.com/documents...ev01_1.pdf
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(26.10.2016, 10:27)WideMasta schrieb: @ede144:

Zitat:Kann man nicht einfach anerkennen das jemand das richtige tut?

Ne kann man in der Politik nicht. Besonders nicht wenn die Bundestagswahl vor der Türe steht und es um eine Bestellung in diesem Umfang geht.
Ich persönlich finde es gut das materiell nachgesteuert wird, doch sehe ich ein ganz anderes Problem. Mit welchen Besatzungen will man sie bestücken. Zauberwort Sollstärke und Rekrutierung der Bw. Was bringen neue Schiffe wenn dann der Nachwuchs fehlt?
Was mich ebenfalls an dem Beschaffungsvorhaben erfreut ist, dass dann auch bei der Munition (z.B. RBS) nachfelegt wird. Vulcano für das 76mm Geschütz wäre auch nicht schlecht. Auch die Einrüstung des RWS Hitrol wie bei der F125 wäre ergänzend nicht schlecht. Ach ja.........war da nicht auch mal was mit Drohne???? Big Grin

http://www.leonardocompany.com/documents...ev01_1.pdf

Der Witz ist ja, ohne Dienstposten keine Leute. Ich möchte mal den Aufschrei hier erleben, wenn auf Augengeradeaus oder ähnlichen Medien gemeldet wird, die BW stellt ab Januar 17 Soldaten ein für 10 K132 und 6 MKS 180, 4 PG Btl. 2 PBtl. und 8 Flugabwehrbatterien?

Also die Marine geht auf dem Zahnfleisch, aktuelle Rüstungsprojekte dümpeln in der Bürokratie vor sich hin. Mehrere Abgeordnete versprechen der Marine Geld für 5 neue Korvetten, weil die einzige Schiffsklasse ist, die schnell neu gebaut werden kann. Anstatt Gott sei Dank jemand hat ein Einsehen, wird alles nur schlecht geredet.
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(26.10.2016, 11:03)ede144 schrieb: Anstatt Gott sei Dank jemand hat ein Einsehen, wird alles nur schlecht geredet.

Die Politik hat über Jahre verbockt, dass Militär an die Einsatzrealitäten anzupassen und entsprechend den politisch auferlegten Verpflichtungen auszustatten. Und nun sollen wir dankbar dafür sein, dass diese Fehlleistung von findigen Politikern für Wahlkampfarbeit und Lobbyunterstützung genutzt wird?
Die K130 ist ein gutes Schiff für einen engen Aufgabenbereich, aber nur ein Notnagel für jene Einsätze, die aktuell und in Zukunft geleistet werden sollen und müssen. Da spielt es auch keine Rolle wer behauptet, es wäre die einzige Option, ohne überhaupt andere Optionen in Betracht gezogen zu haben.
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Ja, sicher es wurde viel versäumt. Man hätte von Anfang an mehr Korvetten beschaffen müssen, so wie ursprünglich geplant. Auch von den F124 hätte man von Anfang an die Option ziehen müssen. Für mich hätte man auch neue Schnellboote entwickeln müssen.
Aber das ist nur meine Meinung.
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Wenn man alle Mängel der K130 für heutige Missionen so auflistet...

Zu wenig Kojen, sowohl für Spezialteams als auch extreme Belastung der eigenen Besatzung, da keine Rundum Videoüberwachung per Simone und PIN/Karten gesicherte Zugänge. Fehlen eines Fast Rescue Boat. Fehlen eines Hubschrauberhangars.

…..klingt das nach dem Forderungskatalog der F125.

Was helfen Nachbauten der K-130? Die bisherigen können zurück in die Werft und erhalten eine umfassende elektronische Nachrüstungen die bei den Neubauten bereits eingerüstet wird.

Langfristig sehe ich die Korvetten in der Nähe ihres Heimathafens.
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