(West-) Europäische Atom-U-Boote
#1
Im Thread SSBNs der Welt haben wir sie schon angesprochen - die Atom-U-Boote aus Europa.
Allerdings finde ich trotz Suche keinen eigenen speziellen Thread für diese U-Boote, obwohl wir solche Diskussionsstränge für brasilianische, chinesische, indische, russische und (allgemein) auch südamerikanische Systeme eingerichtet haben. Ich denke, wir in Europa sollten es uns gönnen, für unsere eigenen Systeme einen eigenen Diskussions- und informationsstrang zu haben.
Daher als Entree eine Meldung aus dem Marineforum:
http://www.marineforum.info/html/wochenschau.html
Zitat:Das Typboot der neuen britischen U-Boote ASTUTE-Klasse vermeldet auf dem Weg zur vollen operativen Einsatzbereitschaft einen weiteren „Meilenstein“.

Mit Unterstützung der US Navy absolvierte die ASTUTE im Golf von Mexiko ein erstes Schießen mit Marschflugkörpern Tomahawk. Mehrere der mehr als 1.500 km weit reichenden Landziel-Flugkörper wurden aus den Torpedorohren des „getauchten“ (Fotos lassen das Sehrohr erkennen) U-Bootes gestartet. Mit ihrem erfolgreichen Schießen hat die ASTUTE nachgewiesen, dass die neuen U-Boote dieses Typs durchaus geeignet sind, die „Strike-Fähigkeit“ der Royal Navy in die Zukunft zu tragen (und hier andere, ältere U-Boote abzulösen). Sie können ein Mix aus bis zu 38 Marschflugkörpern Tomahawk, Seeziel-FK Sub-Harpoon und Torpedos Spearfish an Bord mitnehmen und aus sechs Standard-Torpedorohren (53,3cm) verschießen.

Leider erschien die ASTUTE in der abgelaufenen Woche aber auch noch in anderem Zusammenhang in den Schlagzeilen britischer Medien. Der offizielle Jahresbericht 2011 des britischen Rechnungshofes (British National Audit Office) bemängelt die im Rahmen des Strategic Defence & Security Review (SDSR) im Oktober 2010 getroffene Entscheidung, zur Kostensenkung die Beschaffung der neuen U-Boote zeitlich zu strecken.

Was Fachleuten von Beginn an klar war, hat sich nun bestätigt: die Maßnahme ist zum Bumerang geworden, fällt eher unter das Motto „Es muss gespart werden, koste es was es wolle!“ Schon nach einem Jahr sind bei den 15 größten Rüstungsprojekten, zu denen auch das ASTUTE-Programm gehört, allein durch die verordnete zeitliche Streckung Mehrkosten von mehr als 500 Mio. Euro entstanden, von denen die Hälfte auf das Konto von ASTUTE geht. Im Verbund mit früheren ähnlichen „finanzpolitischen Eingriffen“ sind bei der Beschaffung der ASTUTE nun Kostenüberschreitungen von insgesamt mehr als 1 Mrd. Euro zu verzeichnen – dafür hätte man schon fast ein zuvor gerade mit Blick auf die Finanzlage gestrichenes achtes U-Boot der ASTUTE-Klasse bauen können.

Hohe Kosten verursacht auch die länger als eigentlich geplante Indiensthaltung älterer U-Boote der TRAFALGAR-Klasse. Die Royal Navy benötigt mindestens sieben U-Boote (SSN), um alle ständigen Aufgaben wie Patrouillen um die Heimatgewässer und in außerheimischen Gewässern (Falkland) sowie Sicherung der nuklearstrategischen U-Boote der VANGUARD-Klasse erfüllen zu können. Um diesen operativen Bedarf zu decken, können ältere U-Boote nur parallel zum Zulauf der sieben neuen ASTUTE aus dem aktiven Dienst genommen werden. So wird das letzte U-Boot der TRAFALGAR-Klasse nun bis 2022 dienen. Zugleich werden die bereits zugelaufenen neuen ASTUTE wohl auch vor deutlich höheren Einsatzbelastungen (Optempo) stehen als geplant.
(ganze Meldung, da Marineforum und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und (natürlich) im Heft
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#2
http://www.marineforum.info/html/daily_news.html
Zitat:...

22 May


UNITED KINGDOM
TRAFALGAR class submarine TRENCHANT returns to Devonport, completing a record 11-month deployment … had spent most of this time “East of Suez”.

....
"East of Suez" .... gegen wen wäre denn dann ein Einsatz der TRENCHANT gerichtet?
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#3
Zitat:Operating under joint command, the submarine has completed several periods of national tasking and contributed to NATO operations against terrorism and counter narcotics.

During this time the vessel has visited six different ports: Fujairah, UAE; the British Indian Ocean Territory – Diego Garcia; the Kingdom of Bahrain; Aqaba, Jordan; Souda Bay, Crete; and Gibraltar.
http://navaltoday.com/2013/05/24/uk-hms ... trol-ever/
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#4
Wozu bedarf es europäischer atomuboote? Die deutsche klasse 212 ist mal von der bewaffnung mit raketen abgesehen in der elektronischen kriegsführung und auch in der aufspürbarkeit jedem Europäischen atomuboot haushoch überlegen
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#5
z.b. weil die nationen in europa, die atom-uboote betreiben gerne ein weltweit einsetzbares uboot zur hand haben wollen. das ein modernes konventionelles uboot schwerer zu entdecken ist als ein atomuboot (zumindest wenn die randbedingungen stimmen) ist ja ein alter hut aber man verlegt eine u-212 nun mal nicht einfach so von großbritannien aus vor die falklands. mit einem atomuboot kann man das problemlos. man ist in 10-11 tagen vor ort, hat eine hohe standzeit im einsatzgebiet, eine enorme feuerkraft und kann das uboot auch komplett ohne unterstützung nach dem einsatz wieder zurückverlegen.
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#6
http://www.marineforum.info/html/body_maaw.html
Zitat: GROSSBRITANNIEN


Vor ihrem geplanten Ersatz durch Neubauten durchlaufen die vier britischen nuklearstrategischen U-Boote (SSBN) der VANGUARD-Klasse noch einmal eine Modernisierung.

Die „Deep Maintenance Period“ soll zugleich auch „Lebensverlängerung“ um einige Jahre sein, um der Regierung mehr Zeit zu geben, über die Nachfolge zu entscheiden. Um lückenlose nukleare Abschreckung (continuous at-sea deterrence) zu garantieren, können die zwischen 1993 und 1999 in Dienst gestellten U-Boote der VANGUARD-Klasse nur nach und nach parallel zu Zulauf und operativer Einsatzfähigkeit der Successor SSBN ausgemustert werden. Eigentlich sollte der erste Neubau 2024 seinen Dienst aufnehmen; im Ergebnis des Strategic Defence & Security Review (2010) wurde dieser Termin unter finanziellen Erwägungen aber auf 2028 geschoben; weitere Verzögerungen sind wohl nicht auszuschließen.

Als erstes der vier VANGUARD-U-Boote wird Typboot VANGUARD, zugleich ja auch ältestes der vier U-Boote, sein Life Extension (LIFEX) Programm 2015 beginnen. Bei Babcock in Devonport wird das U-Boot praktisch „runderneuert“. Von Rumpf über Antriebsanlage (incl. Reaktor-Neubefüllung) und andere Systeme/Anlagen bis hin zu Waffen(einsatz)systemen werden alle Komponenten des U-Bootes grundüberholt und dem Stand der Technologie angepasst. Einige der Arbeiten werden in Vorbereitung auf die eigentliche Werftliegezeit bereits während einer planmäßigen Wartungsperiode in der Naval Base Clyde beginnen. Nach Abschluss des LIFEX der VANGUARD sollen dann VICTORIOUS, VIGILANT und VENGEANCE folgen.

VANGUARD hatte übrigens erst zwischen 2002 und 2005 eine dreijährige Werftliegezeit (Long Overhaul Period and Refuel) absolviert, die ebenfalls schon Modernisierungen beinhaltete. VENGEANCE hat als letztes der vier U-Boote diesen LOP® erst im letzten Jahr begonnen. Allein dies zeigt, dass zu keiner Zeit alle vier U-Boote für nuklearstrategische Patrouillen verfügbar sind – ein Argument, das beim derzeitigen Streit um die Anzahl zu beschaffender Successor SSBN eine wesentliche Rolle spielt. Immerhin gibt es Stimmen, die für die Zukunft nur noch drei oder gar zwei solche U-Boote fordern. An der Frage, ob mit einer reduzierten Anzahl SSBN tatsächlich eine „continuous at-sea deterrence“ gewährleistet werden kann, scheiden sich derzeit die Geister.
(ganze Meldung, da MARINEFORUM und nur kurz im Netz - noch mehr news auf der hp des MF und im neuen Heft)
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#7
Unter dem Titel
Zitat:OHIO-NACHFOLGER GEPLANT

DAS NEUE STRATEGISCHE UNTERSEEBOOT DER US-NAVY
bringt Sidney E. Dean auch einen ausführlichen Teil zu einem europäischen Atom-U-Boot:
Zitat:...
Royal Navy

Zeitgleich mit den USA will auch Großbritannien vier neue SSBN beschaffen, um die gegenwärtig eingesetzten VANGUARD U-Boote abzulösen. Der 2007 eingeleitete Entwurf wurde Ende 2013 fertiggestellt. Die Beschaffungsentscheidung soll 2016 fallen, die Indienststellung des Typschiffs ist für 2028 vorgesehen. Das britische Entwicklungsprogramm wird unabhängig durch BAE durchgeführt, doch soll es auch einen Technologieaustausch mit dem amerikanischen Entwicklungsprogramm geben. Beispielsweise werden auch die neuen britischen Boote die in den USA entwickelten Nutzlastträger verwenden, die jeweils als sogenanntes „Viererpack“, bestehend aus vier miteinander verbunden Raketensilos, ausgeliefert werden. Das amerikanische U-Boot wird über vier, das britische über drei dieser Nutzlastträgersätze verfügen.

Im Mai 2011 gab der britische Verteidigungsstaatssekretär Liam Fox bekannt, dass die SUCCESSOR-Klasse auch Kernreaktoren amerikanischen Entwurfs verwenden würde, „weil diese Reaktoren günstigere Sicherheitsaussichten bieten“. Das britische Schiff soll ferner nach Erkenntnissen des britischen Fachverlages Jane’s ein X-förmiges Heckruder aufweisen. Anders als auf dem amerikanischen U-Boot sollen die Tiefenruder am Bug anstatt auf dem Turm angebracht sein. Auf dem BAE-Konzeptbild, das die Royal Navy im Dezember veröffentlichte, wirkt der Turm wesentlich stromlinienförmiger als der Turm der VANGUARD-Klasse. Allerdings warnt Jane’s davor, zu viel in das Konzeptbild hineinzulesen. „Mehrere Aspekte des veröffentlichten Bildes wirken bewusst oder zufälligerweise verzerrt, einschließlich der Platzierung des Turms Mittschiffs anstatt wie üblich in Bugnähe“, schrieb die Zeitschrift im Dezember.
Quelle im Internet (befristet) und im aktuellen Heft des MARINEFORUM
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#8
Frankreich entwickelte in den 60ern seine Nuklearstreitmacht in Eigenregie. Als maritimer Teil der Abschreckungstriade wurde die Redoutable-Klasse entwickelt (wiki -hier-), die über 16 Schächte für den Abschuß von Interkontinentalraketen verfügten. Inzwischen wurden diese Einheiten durch die Triomphant-Klasse abgelöst (wiki -hier-), die 16 Raketen mit Mehrfachsprengköpfen tragen.

Als "Wachhund" für die Atomwaffenträger wurde die "Rubis"-Klasse entwickelt, mit 2.500 to Wasserverdrängung die kleinsten Atom-U-Boote der Welt (wiki -hier-). Derzeit ist die doppelt so schwere Nachfolgeklasse "Barracuda" im Bau (wiki -hier-) und soll ab etwa 2017 zulaufen.
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#9
http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat:....
GROSSBRITANNIEN

Für das U-Boot TIRELESS ist das Ende der Dienstzeit gekommen.

Am 19. Juni wurde das fast 30 Jahre alte U-Boot im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in Plymouth aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Die TIRELESS war 1985 als drittes von insgesamt sieben nukleargetriebenen Angriffs-U-Booten (SSN) der TRAFALGAR-Klasse in Dienst gestellt worden.

...
Ersatz für die nun aus dem Dienst ausgeschiedene TIRELESS kommt mit dem neuen U-Boot ARTFUL der ASTUTE-Klasse. Die ARTFUL ist allerdings noch nicht fertig. Sie wurde erst vor einigen Wochen zu Wasser gelassen und soll erst im kommenden Jahr mit Seeerprobungen beginnen. Der Zulauf der U-Boote der neuen ASTUTE liegt um mehrere Jahre hinter dem ursprünglichen Zeitplan. Die Marineplanung sah die Ausmusterung der alten TIRELESS ursprünglich auch schon 2013 vor, aber ohne verfügbare Neubauten musste die Royal Navy kurzfristig eine Dienstzeitverlängerung verfügen. TIRELESS sollte nun noch bis 2017 zur See fahren.

Dass das Dienszeitende nun doch früher kam, ist wohl vornehmlich im materiellen Zustand begründet. Nicht von ungefähr hatten britische Medien der TIRELESS auch schon den Namen „HMS TIRED“ gegeben. Schon im Mai 2000 musste das U-Boot nach einer Reaktorleckage Gibraltar als Nothafen anlaufen – und blieb dort dann zwölf Monate liegen. Im Februar 2013 zwang eine Leckage im Reaktor-Kühlsystem die TIRELESS zum „Noteinlaufen“ im schottischen Faslane und zu einer neuerlichen mehrmonatigen (und teuren) Instandsetzung ihrer Reaktoranlage.
...
(fast ganze Nachricht, da Marineforum und nur kurz im Netz)
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#10
http://www.marineforum.info/Aktuelles_H ... /maaw.html
Zitat:GROSSBRITANNIEN

Eigentlich wollte BAe Systems in Barrow-in-Furness das neue U-Boot ARTFUL schon im September in sein Element entlassen, aber das Office for Nuclear Regulation verbot damals den Stapellauf.


Untersuchungen hätten Zweifel an der strukturellen Festigkeit des Docks aufkommen lassen; die Behörde befürchtete, es könne unter dem Gewicht des neuen U-Bootes zusammenbrechen. Acht Monate später als geplant konnte die Bauwerft nun aber doch das dritte U-Boot der ASTUTE-Klasse aus der Bauhalle ausrollen und einen Tag später auch im Dock zu Wasser lassen. Nach Abschluss der Endausrüstung und ersten Tests noch an der Pier bzw. im Dock soll ARTFUL im kommenden Jahr mit Erprobungen in See beginnen. Indienststellung kann demnach wohl 2016 erwartet werden.

Die getaucht 7.800 ts verdrängenden U-Boote der ASTUTE-Klasse ersetzen bei der Royal Navy ältere Boote der SWIFTSURE- und TRAFALGAR-Klasse. Sie sind mit Torpedos Spearfish und Marschflugkörpern Tomahawk bewaffnet und sollen vor auch allem auch für „TSK-gemeinsame Operationen in flacheren Küstengewässern“ geeignet sein, auch wenn angesichts ihrer Größe wirkliche Flachwasseroperationen auszuschließen sind; die Grenze dürfte bei etwa 100m Wassertiefe liegen. Im Gegensatz zu den älteren U-Booten werden sie in ihrer gesamten 25-jährigen Dienstzeit keine Neubefüllung mit nuklearem Brennstoff benötigen.

Ende der 1990-er Jahre hatte die Royal Navy Bedarf an insgesamt zwölf ASTUTE angemeldet, musste diese Forderung dann aber unter Finanzproblemen auf sieben Einheiten zurück schrauben. Das sechste Boot, die künftige AGAMEMNON, wurde im Juli 2013 in Barrow-in-Furness auf Kiel gelegt; Baubeginn für AJAX (BauNr 7) soll 2015 sein. Hohe Kostenüberschreitungen und mehrjährige Verzögerungen hatten die Beschaffung der ASTUTE und ihrer Schwesterschiffe von Beginn an zur Zielscheibe von Kritik gemacht. Hinzu kam beim 2010 in Dienst gestellten Typboot ASTUTE eine ganze Serie von „Missgeschicken“, die dem U-Boot in britischen Medien auch schon den Namen „HMS CALAMITY“ bescherten. Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums sprach jedoch von bei einem Typboot zu erwartenden „Kinderkrankheiten“. Man sei dabei, diese zu beheben und die Erfahrungen in den Bau / die Ausrüstung der Schwesterboote einfließen zu lassen.

Inzwischen scheint das Programm auf Kurs, und mit der AMBUSH ist auch das zweite Boot in Dienst gestellt. Die mehrjährigen Verzögerungen machen allerdings für einige älterer U-Boote der TRAFALGAR-Klasse eine mehrere Jahre über die eigentlich geplanten Ausmusterungstermine hinausgehende Indiensthaltung notwendig.
ganze Nachricht, da MF und nur kurz im Netz
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#11
http://www.marineforum.info/Wochenschau ... schau.html
Zitat:Das nuklear-strategische U-Boot (SSBN) LE TRIOMPHANT hat größten Teil einer insgesamt 30 Monate dauernden Grundüberholung und Modernisierung abgeschlossen.

20 Monate hatte das U-Boot im Dock der DCNS-U-Bootwerft in Brest verbracht; Mitte April wurde es nun ausgedockt und verlegte in seinen Heimatstützpunkt Ile Longue (Bretagne). Dort sollen in den kommenden Monaten nun Restarbeiten und Erprobungen durchgeführt werden.

Die französische Marine hat vier U-Boote der LE TRIOMPHANT-Klasse in Dienst, die als Eckpfeiler der nationalen nuklearen Abschreckung in ablösenden Einsätzen jeweils mehrmonatige nuklearstrategische Patrouillen durchführen. Die Entwicklung dieser getaucht 14.300 ts verdrängenden, 138m langen nukleargetriebenen U-Boote hatte als Ersatz alter SSBN der LE REDOUBTABLE-Klasse 1986 begonnen. Typboot LE TRIOMPHANT wurde 1997 in Dienst gestellt; LE TEMERAIRE folgte 1999, LE VIGILANT dann 2004. LE TERRIBLE komplettierte als viertes und letztes Boot 2010 das Vorhaben.

Etwa alle acht bis zehn Jahre muss der verbrauchte nukleare Brennstoff ersetzt werden, und die U-Boote durchlaufen bei dieser Gelegenheit immer auch eine Grundinstandsetzung und Modernisierung. Eine solche längere Werftliegezeit hatte die LE TRIOMPHANT erst 2007 abgeschlossen. Ihre nun zweite Grundüberholung fiel allerdings aus dem üblichen Rahmen. Neben der Reaktor-Neubefüllung und der Installation modernerer Elektronik, Fernmeldesysteme und auch eines neuen Gefechtsführungssystems wurde die LE TRIOMPHANT auf den neuen strategischen Flugkörper M-51 umgerüstet.

Bisher führte das U-Boot bei seinen Patrouillen bis zu 16 strategische Flugkörper M-45 (Reichweite ca. 6.000 km, 6 nukleare 100 kT Gefechtsköpfe) mit. Ursprünglich waren für die vier SSBN der LE TRIOMPHANT-Klasse Flugkörper M-5 vorgesehen (Reichweite 11.000 km, zehn GK). Deren Entwicklung fiel aber als „überteuert“ Anfang der 90er Jahre Budgetkürzungen zum Opfer. 1996 gab die Regierung dann grünes Licht für die Entwicklung einer „abgemagerten“, technologisch - und damit auch finanziell - weit weniger aufwendigen Version des M-5 - eben des M-51. Dieser 12m lange, mehr als 50 t schwere neue Flugkörper soll - mit ebenfalls sechs Gefechtsköpfen - eine Reichweite von 8.000 km haben.

Als die LE TERRIBLE 2010 in Dienst gestellt wurde wurde, war auch M-51 schon fertig entwickelt und wurde folgerichtig denn auch schon Einsatzsystem auf diesem vierten und letzten Boot der LE TRIOMPHANT-Klasse. Die drei Schwesterboote sollten dann im Rahmen ihrer planmäßigen Grundinstandsetzungen für den neuen Flugkörper umgerüstet werden. LE VIGILANT schloss diese Umrüstung bereits 2013 ab und übergab damals den Platz im DCNS-Dock in Brest an die LE TRIOMPHANT, die wiederum dort nun Platz gemacht hat für LE TEMERAIRE.

Für die vier SSBN der LE TRIOMPHANT-Klasse steht im üblichen Intervall wohl noch eine weitere Grundüberholung und Reaktor-Neubefüllung auf dem Programm. Danach erreichen die vier U-Boote aber allmählich das Ende ihrer Dienstzeit. Erste Studien und vorbereitende Designarbeiten zu einer Nachfolgeklasse haben bereits begonnen; Baubeginn könnte Mitte der 2020-er Jahre sein.
(ganze Nachricht, da MF und nur kurz im Netz - noch mehr News auf der hp des MF und demnächst im neuen Heft)
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#12
Zeit für ein weiteres Armutszeugnis der europäischen Verteidigung.

http://www.express.co.uk/news/uk/574556 ... ence-fleet

Zitat:Don’t tell Moscow: Five of Britain's six nuclear subs held up in the repair shed

Of the Royal Navy’s six hunter-killer and attack boats in service, four are in dock while a fifth has been beset by a series of problems.

The capability gap is revealed just days after Finland had to fire depth charges after reports a Russian submarine had entered its waters. Only the Astute is on active operation.

The first of the new Astute-class submarines, she has been sent back to sea after a short break following her maiden voyage last year......
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#13
http://www.marineforum.info/Daily_News/daily_news.html
Zitat:...
13 August

...
UNITED KINGDOM
Third ASTUTE class nuclear attack submarine, ARTFUL, has left BAe Systems shipyard in Barrow-in-Furness for first sea trials.

....
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