Regenerative Energien
#31
@blasrohr:
Hehe, bedeutet dass dann wir dann hoffen müssen, das uns Erdogan, als Nachfolger der oströmischen Kaiser, von der vadalischen ... äh, libyschen Gefahr befreit? :lol:
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#32
http://www.ftd.de/politik/deutschland/: ... 44716.html
Zitat:19.12.2011, 16:41
Energiewende: Stoppt die Offshore-Windkraft!

Kommentar Erneuerbare Energien treiben die Strompreise hoch. Um die Verbraucher nicht noch stärker zu belasten, sollten Windanlagen auf See und die Fotovoltaik weniger subventioniert werden. von Holger Krawinkel
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#33
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 47,00.html
Zitat:14.01.2012

Ökostrom
Solarsubventionen übersteigen 100-Milliarden-Euro-Schwelle

2011 gingen in Deutschland Photovoltaik-Anlagen mit einer theoretischen Gesamtleistung von 7500 Megawatt ans Netz, so viel wie nie zuvor. Nun explodieren nach SPIEGEL-Informationen die Subventionskosten, die Zeche dürfte der Verbraucher zahlen. Das sorgt in der CDU für Zoff.
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man möge es mir nachsehen - aber ich bin vom volkswirtschaftlichen Nutzen der Solarzellen trotz Klimawandels immer noch nicht überzeugt. Im Winter sind sie mit Schnee bedeckt, und die restlichen Jahreszeiten sind zu 50 % als "nächtliche Finsternis" zu kennzeichnen.
Solarzellen bieten vor allem preiswerte Energie im mediterranen und tropischen Klima. Dort sollten sie - von mir aus auch über Subventionen untersützt - möglichst weit verbreitet werden. Nördlich der Alpen scheint mir das Klima einfach für eine größere Energieausbeute nicht rentabel genug zu sein.
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#34
da scheine ich nicht allein mit dieser Meinung zu sein
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie ... 56275.html
Zitat:18.01.2012, 15:45
Energiewende
Ölstaaten bauen auf Solarstrom


Bei 360 Sonnentagen im Jahr ist es selbst für die ölreichen Golfstaaten günstiger, Strom aus den erneuerbaren Energiequellen zu fördern. Für die gebeutelte deutsche Branche ist das ein Hoffnungsschimmer.
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Abu Dhabi verfügt über acht Prozent der weltweiten Ölreserven, sie reichen noch gut 100 Jahre. Und trotzdem: Das Emirat will zum Solarland werden.

Abu Dhabi ist nicht allein. Nach und nach lösen die Ölstaaten Europa als Boommarkt für die Solarindustrie ab. Erste kleinere Solarparks haben den Betrieb schon aufgenommen. Und ein Golfstaat nach dem anderen kündigt Großprojekte an - zur Freude deutscher, chinesischer und amerikanischer Solartechnikhersteller, die nach Alternativen zum deutschen und anderen europäischen Märkten suchen, wo immer wieder Subventionskürzungen drohen.

"2012 werden einige neue Solarparks ans Netz gehen, vor allem in Saudi-Arabien. Außerdem sind in der Region Projekte mit einer Leistung von etlichen Hundert Megawatt im Bau", sagt Sami al-Churaibi, der Chef von Enviromena. Der größte Solarparkentwickler der Region gehört mehreren Private-Equity-Firmen wie Good Energies. "Katar, Oman und Kuwait wollen Solaranlagen auf Dächer schrauben, fast alle anderen legen Programme für große Solarkraftwerke in der Wüste auf. Wir haben schließlich beides: Platz und Sonne."
Die Logik dahinter ist einfach:
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#35
http://www.ftd.de/unternehmen/industrie ... 62366.html
Zitat:31.01.2012, 20:03
Marktbereinigung
Suzlon-Chef sieht Windbranche vor Pleitewelle

Der Chef des indischen Konzerns Suzlon rechnet mit einer Marktbereinigung: Vor allem die Zahl der chinesischen Rivalen werde drastisch sinken. Der Umsatz seines Unternehmens soll derweil 2012 um 30 Prozent wachsen.

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Obwohl die Nachfrage nach Windrädern weltweit wachse, erwartet Tulsi Tanti, der Chef des indischen Konzerns, eine Reihe von Insolvenzen unter kleineren Anbietern - vor allem in China. "Es gibt dort 80 Hersteller. Ich denke nicht, dass sie überleben werden. Wahrscheinlich wird es dort bald nicht mehr als fünf Anbieter geben", sagte der Gründer des weltweit fünftgrößten Windradbauers der FTD.
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Die größte Nachfrage für den Suzlon-Gesamtkonzern sieht Tanti in den Entwicklungsländern, vor allem in China und Indien. Durch den Preisverfall sei die Windenergie günstig genug für diese Länder geworden. "Wind ist inzwischen in fast allen Ländern der Welt günstiger als Stromerzeugung mit Gas." Weil Suzlon wegen der Werke in China und Indien so günstig produziere, sieht Tanti das Wachstum in preissensibleren Entwicklungsländern für sich als Vorteil. Er erwarte, den Marktanteil von derzeit zehn Prozent um zwei Prozentpunkte steigern zu können.
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ich denke, China wird seine Anbieter weiter im Rennen halten und denen ausreichende staatliche Aufträge zuschanzen, genug, um auch weiterhin im Weltmarkt aktiv zu sein.
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#36
Ich denke China hat da mittel- bis längerfristig ein Problem. Je mehr die Privatwirtschaft verhältnismäßig zum Staatshaushalt wächst, desdo kleiner werden die Einflussmöglichkeiten; auch durch Subsidien. Auch in einem autokratischen Land wächst das Geld nicht auf Bäumen. Es muss irgendwoher kommen. Solange man noch direkten Zugriff auf den größten Teil der Wirtschaft hatte, war das kein Problem. Aber je mehr der unmittelbare Zugriff schwindet, desdo weniger Einflussmöglichkeiten hat man auf dem Gebiet. Am Anfang war die lokale Einführung der Marktwirtschaft in China sehr erfolgreich, aber langsam fangen auch die Nachteile an sich auszuwirken. Das manifestiert sich vor allem darin, dass man immer weniger Möglichkeiten hat Wirtschaftskrisen, wie die letzte abzufangen. Man darf sich nicht täuschen. China hat die Kurve nur knapp gekriegt. In der nächsten Krise wird das wohl nicht mehr möglich sein.

In dem Zusammenhang frage ich mich, wie andere Länder, vor allem die angesprochenen Entwicklungsländer, planen die Fluktuationen von regenerativen Energielieferanten, wie Wind und Sonne, auszugleichen. Man spricht oder schreibt zwar immer über Deutschland und seine Möglichkeiten, aber über andere Länder hört man zu dem Thema nichts.
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#37
es ist relativ natürlich, dass wir in Deutschland zu deutschen Umstellungen mehr erfahren als zu anderen Ländern, hier z.B.:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/e ... -1.1327054
Zitat:Energiewende
Ökostrom laut Studie bis 2030 billiger als Kohlestrom

05.04.2012, 18:25

Die Energiewende ist machbar, wird aber ziemlich teuer: Ein Gutachten für das Bundesumweltministerium rechnet vor, wie schnell Deutschlands Stromversorgung grün werden könnte. Die Autoren machen aber auch deutlich, welche Anstrengungen nötig sind und wo das größte Problem liegt.
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- aber auf unserer Hauptseite bemühen wir uns durchaus, auch andere Länder "in den Blick" zu nehmen,
z.B.
bei China http://www.globaldefence.net/kulturen-i ... ml?start=2
bei Indien http://www.globaldefence.net/kulturen-i ... ml?start=3
oder bei Brasilien http://www.globaldefence.net/kulturen-i ... ml?start=9
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#38
Zitat:Iran to commission 1st ME geothermal plant next year
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Yousef Armodeli noted on Tuesday that installing the 5-megawatt (MW) power plant, which is a pilot plant and the first of its kind in the Middle East, will soon be carried out and its power generation capacity will hit 50 MW after more turbines are installed.
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The official added that the Iranian private sector is supposed to produce 500 MW of renewable energy by the end of the Fifth Economic Development Plan (2015).
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The country has 87 turbines generating 180 million KW of electricity per year in the Manjil wind farm.
http://presstv.com/detail/240223.html
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#39
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/w ... 56020.html
Zitat:Strategiepapier
Die EU will den Ökostrom nicht mehr fördern

19.05.2012 · Die Kosten für den Ausbau erneuerbarer Energien könnten untragbar werden. Die Europäische Kommission ist dafür, die Förderprogramme für Sonnen- und Windkraft so schnell wie möglich auslaufen zu lassen.
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#40
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/d ... -1.1390068
Zitat:Desertec-Studie zu Ökostrom für Europa
Ökostrom aus der Oase


21.06.2012, 19:35 Von Markus Balser

Die Planer von Desertec haben große Visionen: 2050 könnten 90 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Energien stammen. Der Solarstrom aus Nordafrika und Nahost braucht Hunderte Milliarden Euro an Investitionen.
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... während Deutschland noch immer über die Machbarkeit der Energiewende und des Atomausstiegs diskutiert, gehen die Desertec-Planer längst viel weiter. In einer mit dem Fraunhofer Institut für System und Innovationsforschung (ISI) erarbeiteten Studie machen sie klar: Der Strombedarf nicht nur Deutschlands, sondern sogar ganz Europas könnte bis Mitte des Jahrhunderts mit Hilfe von Wüstenstrom aus Nordafrika und dem Nahen Osten fast komplett aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden.
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#41
http://www.focus.de/immobilien/energies ... 72022.html
Zitat:Energiewende
Erstmals mehr Öko-Kraftwerke als Kohlemeiler

Sonntag, 24.06.2012, 12:02

2011 sind mehr Ökostrom-Anlagen als Kohlekraftwerke gebaut worden. Trotzdem ist Kohle einer Greenpeace-Studie zufolge noch der vorherrschende Energieträger. Atomkraft spielt dagegen kaum noch eine Rolle.

Immer mehr Staaten setzen bei ihrer Stromproduktion auf Wasserkraft, Biomasse, Solar- und Windenergie. Seit 1990 wurden durch den Neubau entsprechender Anlagen 430 000 Megawatt Leistung installiert, was der Leistung von rund 400 Atomkraftwerken entspricht.
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118 Länder haben inzwischen Ausbauziele für erneuerbare Energien. Die der Deutschen Presse-Agentur vorliegende Auswertung zeigt, dass bei den Ausbauzahlen nicht nur in Deutschland Ausbaupläne in den letzten Jahren teils massiv übertroffen worden sind.

2011 wurden weltweit mehr Wind- und Solarparks, Wasserkraftwerke und Biomasseanlagen (Anteil: 39 Prozent) als Kohlekraftwerke (34 Prozent) neu gebaut oder installiert, ermittelte die Studie. Von 1990 bis 2012 gab es einen grundlegenden Wandel, so ging der Anteil der Kernenergie an neu installierten Kapazitäten auf nur noch drei Prozent zurück. „Atom spielt bei Neubauprojekten keine Rolle mehr“, sagte der die Studie koordinierte Greenpeace-Experte Sven Teske.


China zieht nach

„Die Erneuerbaren Energien kommen in die Wirtschaftlichkeit“, so Teske. China zum Beispiel habe ich fast identisches Einspeisegesetz für erneuerbare Energien wie Deutschland, zum 1. Juli trete auch in Japan ein Erneuerbare-Energien-Gesetz in Kraft. Das Land ist seit der Katastrophe von Fukushima deutlich atomkritischer geworden.

Allein 2011 installierte China Windparks mit 18 000 Megawatt Leistung. ...
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#42
Was die Atomkraft betrifft, ist der Artikel aber sehr optimistisch, wenn nicht blauäugig. Klar werden nicht grad Kernkarftwerke im Monatstakt neu gebaut, aber dafür gibt es im Club der AKW-Besitzer neue Mitglieder (Iran) und solche, die es noch werden wollen (Türkei, Saudi-Arabien). Brasilien wird sein einziges AKW möglicherweise ausbauen. In Japan ist die Stimmung eher wieder am Kippen, in Richtung Pro-Atomstrom. Der Fukushima-Effekt hat ein Ablaufdatum.
Ich bin auch für den Atom-Ausstieg, aber man sollte von seiten der Gegner wenigstens so fair sein und nicht behaupten, dass Atomkraft im globalen Energieausbau "kaum noch eine Rolle spielt".
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#43
hunter1 schrieb:.... Brasilien wird sein einziges AKW möglicherweise ausbauen. ....
Angra III ist im Bau; die Behauptung der Autoren der Studie geht auch nur von der anteiligen Verteilung der neuen Kraftwerke aus - und da ist im Verhältnis der verschiedenen Energiearten untereinander die Atomkraft tatsächlich gegenüber anderen Energiearten weltweit deutlich zurück gegangen.
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#44
Zitat:die Behauptung der Autoren der Studie geht auch nur von der anteiligen Verteilung der neuen Kraftwerke aus - und da ist im Verhältnis der verschiedenen Energiearten untereinander die Atomkraft tatsächlich gegenüber anderen Energiearten weltweit deutlich zurück gegangen.
Schon klar, in den etablierten Atomkraft-Staaten hat es wenig Ausbau gegeben. Und in einigen Ländern denkt man ernsthaft über den Ausstieg nach, bzw. leitet ihn in die Wege (z.B. D, CH).
Was ich eigentlich sagen wollte, ist, dass es Staaten gibt, die bislang keine AKWs hatten und nun welche bauen. Zufällig sind das auch noch alles Schwellenländer, bzw. irgendetwas zwischen Schwellen- und Industrieland. Damit wird ein Signal an andere Schwellenländer ausgesandt, dass sich Atomkraft lohnt. Ergo spielt Atomkraft im globalen Energieausbau eben doch eine Rolle, prozentual über den Studienzeitraum gesehen zwar klein, aber eher zunehmend. Und genau da liegt das Problem für mich: von einer Erfolgsmeldung kann man erst reden, wenn die Anzahl der AKWs abnimmt, nicht deren prozentualer Anteil an der globalen Stromproduktion.
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#45
hunter1 schrieb:Ergo spielt Atomkraft im globalen Energieausbau eben doch eine Rolle, prozentual über den Studienzeitraum gesehen zwar klein, aber eher zunehmend. Und genau da liegt das Problem für mich: von einer Erfolgsmeldung kann man erst reden, wenn die Anzahl der AKWs abnimmt, nicht deren prozentualer Anteil an der globalen Stromproduktion.
Stimmt, die Anzahl an potenziellen Bomben bleibt gleich hoch, solang die im Betrieb sind. Aber ich denke wenn man von Anfang an auch die Entsorgungskosten für die AKWs mitrechnen würde, ist es für die wenig industrialisierte Welt im Süden, ein Schwachsinn auf diese Technik zu setzen. Solarenergie ist viel sicherer, technologisch viel einfacher und vermutlich jetzt schon kostengünstiger. Ich denke die Technik ist auch störungsresistenter, es ist ja nicht so, dass hier ein Kraftwerk Strom liefert und wenn das runtergefahren werden muss, man dann einen hohen Anteil der Gesamtenergiemenge verliert. In der Solartechnik liefern millionen Quellen Strom, das Anfällige ist hier das Netz, dass man natürlich so aufbauen müsste, dass einzelne Knoten ausfallen dürfen.

Ich denke auch wie Erich, dass wir in Zukuft viel Strom aus den südlichen Ländern kaufen werden. Das macht wirtschaftlich Sinn. Es wird mehr Player geben (die zitierten Emirate / bisherige Öllieferanten) die Solarstrom zur Hälfte des Preises den man in Europa benötigt, produzieren kann.

Also ich bin da sehr zuversichtlich, dass der Umbau schnell voranschreiten wird. Es hat wirklich fast nur Vorteile für uns Konsumenten. Wir müssen nicht alles selber produzieren, das ist wirklich eine unsinnge vorherrschende Meinung (vom Öl sind wir ja auch vollständig abhängig). Dass die bestehenden Stromerzeuger keine Freude haben und Horrorszenarien verbreiten, ist auch klar. Die können ihre Grossanlagen nicht mehr so amortisieren wie sie das gedacht haben.
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