Regenerative Energien
#16
Effinzienzsteigerungen der Kraftmaschinen in Industrie aber auch für Stromerzeugung wie natürlich auch Transport haben theoretisch den größten Potential
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#17
Ich glaube das eher nicht. Die Effizienz der Kraftmaschinen wird schon seit über 200 Jahren weiterentwickelt. Da ist meiner Meinung nach nur noch wenig Potential zu holen.
Beim Stromtransport ist da schon viel eher was zu machen, denke ich.
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#18
Die Bedeutung von regenerativen Energiequellen wird in den nächsten Jahren sicher weiter steigen. Auch die Sonnenenergie wird eine entscheidende Rolle spielen. Um die Bürger über diese Form der Energiegewinnung zu informieren veranstaltet der Bundesverband der Solarwirtschaft bis Sonntag die „Woche der Sonne“. Was in diesem Rahmen geboten wird:
http://blog.123energie.de/event-tipp-im ... r-sonne-6-–15-mai-2011/
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#19
Endlich mal wieder ein richtig gut recherchierter und vor allem ausführlicher Artikel in der Welt.
Und vor allem nicht so oberflächlich, wie die sonst übliche Artikelschwemme.
Hier zum Thema Photovoltaik.

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... ergie.html

Zitat:Der große Schwindel mit der Solarenergie

Die Deutschen glauben an die Sonnenenergie, sie soll auch in Zukunft stark subventioniert werden. Aber sie ist teuer und ineffektiv.
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#20
irrtum
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#21
Erich schrieb:irrtum
Lies mal die Punkte vier bis sechs in dem Artikel und argumentier dagegen. Auf Deine Lösungsvorschläge bin ich gespannt.
Nur um das klarzustellen: ich bin für erneuerbare Energien, aber bei all dem Enthusiasmus und der Selbstbeweihräucherung der Ökostrom-Befürworter sollte man vielleicht doch zuerst in Lösungen zur Stromspeicherung investieren, bevor man wie wild Solaranlagen aufbaut.
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#22
erst einmal - und das Wichtigste vorab: natürlich kostet Solarstrom Geld, jede Enerige kostet - und wir alle wären froh, wenn es unbegrenzt Energie für umeinsonst geben würde.
Das geht aber nicht.
Die Frage ist daher nicht, "wie teuer" ist Energie z.B. aus Solarstrom, sondern konkret - was wollen wir uns alternative Energien wie z.B. Solarstrom kosten lassen. Und da gehört auch etwas "Generationendenken" dazu. Wenn die alten Pharaonen damals Atomkraftwerke gehalbt hätten (ist ja erst zwei bis dreitausend Jahre her), dann würden wir uns heute noch (!) mit den strahlenden Abfällen beschätigen müssen.
Die Frage ist also auch - was sind wir bereit zu zahlen, damit unsere Kinder, Enkel, Urenkel usw. nicht unsere Lasten tragen müssen?

Dazu muss man natürlich dann auch einbringen, dass es unterschiedliche Standorte mit unterschiedlichen Möglichkeiten gibt. Es gilt - wenn man über entsprechende Alternativen nachdenken will - die optimalsten Standorte zu nutzen.
Dazu ein ganz primitives Beispiel:
Natürlich wird niemand am Bodensee oder am Chiemsee ein Gezeitenkraftwerk einrichten, obwohl vielleicht auch da die Gezeitenkräfte mit allerfeinsten Messmethoden noch messbar sein könnten.
Und Erdwärme wird man wohl auch eher in dafür geeigneten Regionen nutzen als - sagen wir mal - in der Antarktis.
Wieviel man für die jeweiligen Alternativen zu investieren bereit ist, dass ist eine andere Frage.
Da spielt - wie bei jeder Investitionsentscheidung - Wirtschaftlichkeit auch eine Rolle, aber es gibt gerade in dieser Frage auch zusätzliche Überlegungen, ethische Maßstäbe, Fragen zur Nachhaltigkeit usw., die eine Investitionsentscheidung begründen können - und nicht nur rein wirschaftliche Aspekte.
Wieviel man bereit ist, in (vermeintlich oder real) teurere Energiearten zu investieren, ist vielfach auch eine individuelle Entscheidung, aber auch eine Frage des gesamtgesellschaftlichen Konsenses.

Unterschiedliche Standorte haben, wie gesagt, unterschiedliche Vorteile und können an anderen Standorten mehr oder weniger fehlplatziert sein - Wind, Solar, Wasser ... jede Stromart hat optimale Standorte, die es primär zu nutzen gilt, wenn man die Energiepreise niedrig halten möchte.
Natürlich plädiere ich dafür, Solaranlagen primär in mediterranen Gebieten zu nutzen, Windräder an den Küsten (weil da meistens Wind weht), Wasserkraftwerke dort wo entspechendes Gefälle genutzt werden kann - aber schließt das dann aus, solche Anlagen an nicht ganz so optimalen Standorten von vorneherein auszuschließen?
Können wir uns leisten, einen unterschiedlichen Mix verschiedener Alternativen zu beschränken?
Ist es nicht sinnvoller, einen möglichst breiten Mix alternativer Energien zu nutzen?

Aber zurück zu dem Artikel und den von Dir angesprochenen Punkten 4 bis 6:
Zitat:4. Die Mär von der Autarkie
.....
Allerdings bleibt Autarkie mit Solarenergie eine teure Illusion. Denn Tatsache ist, dass Solaranlagen in diesen Breitengraden nur an 875 Stunden der 8760 Stunden eines Jahres ihre Volllast erreichen. In der übrigen Zeit herrscht Nacht, schlechtes Wetter oder Winter. An neun von zehn Stunden sind Solardachbesitzer darauf angewiesen, Strom aus dem Verbundnetz zu beziehen, wie jeder andere auch.
ich weiß nicht ob es schon aufgefallen ist, aber Nachts wird in der Regel weniger Energie benötigt als tagsüber.
Die meiste Energie wird Mittags gebraucht - wenn in den Kantinen und Retaurants zusätzlich zum normalen "Geschäftsalltag" in der Fabrik oder im Büro an der mittäglichen Verpflegung gebrutzelt wird. Ähnlich ist das in Tagesstätten, Altenheimen, Krankenhäusern - oder bei Mutti zu Hause.
Und gerade in diesen Zeiten des Spitzenbedarfs steht die Sonne meistens am höchsten und liefert den meisten Strom. Also genau in der einen von zehn oder (weil der Tag 24 Stunden hat) genauer in den 2 1/2 von 24 Stunden, in denen der Tagesbedarf am Höchsten ist.
Solarenergie scheint also durchaus geeignet, Verbrauchsspitzen mit abzudecken, oder mit anderen Worten: "Solaranlagen liefern Spitzenlaststrom".

Zitat:5. Kommunen werden geschwächt

.... Fragt man vor Ort einmal nach, ist die Begeisterung der Stadtwerke über den Fotovoltaikboom allerdings begrenzt. Zum Beispiel im nordrhein-westfälischen Froendenberg im Kreis Unna. Die Stadtwerke Froendenberg sind ein Traditionsbetrieb, der schon vor 100 Jahren damit begann, mit einem Wasserkraftwerk in der Ruhr Strom zu produzieren. Auch heute noch ist der Betrieb, der 22.000 Einwohner in 14 Ortsteilen versorgt, dem Ökostrom gegenüber aufgeschlossen: Es gibt neun Windräder, drei Laufwasserkraftwerke und 340 Fotovoltaik-Anlagen in der Stadt. Nur die Tatsache, dass die Dächer überall mit blauen Modulen belegt werden, treibt Bernd Heitmann, dem Geschäftsführer der Stadtwerke, die Sorgenfalten auf die Stirn.
erst mal hab ich gedacht - klar: das ist wie bei jedem Versorger: was man anderswo bezieht, schmälert den eigenen Gewinn, und die kommunalen Stromversorger wollen möglichst viel Strom selbst verkaufen ...
aber der Text im Artikel geht weiter
Zitat:"Fotovoltaik hat die unangenehme Eigenschaft, dass alle Anlagen bei Sonneneinstrahlung zeitgleich ans Netz gehen", sagt er. "Das erzeugt einen plötzlichen Spannungshub, der im Verteilnetz nur in begrenztem Umfang vorhanden sein darf."
moment, wir sind nicht in den Tropen. Die Sonne geht bei uns nicht auf einen Schlag auf. Sie steigt langsam üebr den Horizont - genauso, wie auch der Stromverbrauch morgens langsam ansteigt. Was H. da anspricht ist eher der Ausnahmefall: dass etwa nach einem Gewitter die Wolken schlagartig aufreissen und dann plötzlich alle Fotovoltaikanlaen schlagartig Stom liefern - aber wann ist das schon der Fall?
Es gibt eher noch ein Problem bei ständig wechselnder Bewölkung, also Wolkenfetzen, die immer wieder kurzzeitig die Sonne verdecken und dann wieder freigeben. Da sind dann tatsächlich punktuelle Spannungshube, die aber kaum das Gebiet einer ganzen Versorgungsregion gleichzeitig betreffen. Und einen kleinen, örtlich begrenzten Spannungshub kann man innerhalb einer größeren Region ausgleichen. Wenn sich einerseits eine Wolke vor die Sonne schiebt, macht die selbe Wolke an einer etwas entfernteren Stelle den Platz für intensivere Sonneneinstrahlung wieder frei. Im Übrigen gibt es wohl auch "Puffer", so etwas ähnliches wie einen "Dimmerschalter", der die Spannung nur langsam ansteigen lässt.

Jetzt kommen wir aber auf die Frage der Ab- oder Zwischenpufferung ....
und das leitet zu Punkt 6 über - und darauf komme ich noch zurück.

Zitat:... Mit ihren 340 Fotovoltaik-Anlagen haben die Froendenberger bereits 5,6 Megawatt ans Netz gebracht. Dabei liegt der Strombedarf in der Region, etwa an Feiertagen, oft nur halb so hoch bei rund 2,5 Megawatt.
wie jetzt - ich dachte, die Anlagen sind nicht effektiv genug, und plötzlich wird mehr als doppelt so viel Strom produziert als an Feiertagen (also zu schwächsten Nachfragezeit) benötigt wird - und was ist an den anderen Tagen, den Werktagen?

Zitat: ... So musste Heitmann etwa 25 Anträge auf Netzanschluss neuer Solaranlagen bereits ablehnen, weil dies sein Leitungsnetz in einigen Außenbereichen überlastet hätte.
auch hier wird wieder auf Punkt 6 verwiesen, abgesehen davon, dass man Leitungen auch verstärken bzw. neu bauen könnte.

Zitat:...Um dem Solar-Problem Herr zu werden, müsste das kleine Stadtwerk allein 12 bis 13 Millionen Euro in den Ausbau der Leitungsnetze vor Ort investieren. "Das entspricht der Höhe unseres gesamten Eigenkapitals", sorgt sich Heitmann. Weil die Kosten des Netzausbaus vom örtlichen Netzbetreiber zu tragen sind, müssten die Stadtwerke ihre Netznutzungsentgelte erhöhen, um die Investition tragen zu können. "Das könnte sich zum Standortnachteil für unsere Stadt auswachsen", glaubt Heitmann.....
mit dem Glauben ist das so eine Sache, da möchte ich dann eine glaubensmäßige Gegenthese aufstellen:
Wenn irgendwo ein Einsiedlerhof als Verbraucher angeschlossen werden soll, dann kann i.d.R. jede Leitung gebaut werden (und da würde sich Herr H. wohl auch für stark machen); wenn aber derselbe Hof selbst Strom einspeisen möchte, geht das mit dem Leitungsbau nicht.
Das erscheint mir irgendwie unlogisch.

Aber selbst wenn wir von dem ganz exotischen Fall ausgehen, dass dieser Einsiedlerhof auch für eine Stromversorgungsleitung zu abgelegen ist - gerade dann stellt sich die Frage, wieso dann nicht wenigstens zur Selbstversorgung auf Solarstrom zurück gegriffen werden darf?
Ich kenne übrigends ettliche Berghütten und Almen, die über ihre Solaranlage ganz froh sind - aber das sind in dem Zusammenhang wirkliche Ausnahmen.
Ich behaupte nur: dort, wo ich eine Leitung zur Versorgung legen kann, dort muss der Weg auch andersrum möglich sein.

Und im Übrigen - vielleicht hat Herr H. davon noch nichts gehört: es gibt die Möglichkeit der kommunalen Zusammenarbeit (bis hin zum Zweckverband), mit der z.B. mehrere Stadtwerke solche Fragen gemeinsam lösen können. Dann ist das mit dem Standortnachteil für die Stadt gleich mal vom Tisch.

Zitat: .... Aus Sicht des Stadtwerke-Chefs, "stimmt die Verhältnismäßigkeit nicht, wenn wir hier 12 Millionen Euro investieren müssen, damit 30 Leute dann ein paar Tausend Euro mit Solarstrom verdienen."
jetzt kommt wieder ein sehr plakatives Kostenargument, auf das ich oben schon mal eingegangen bin.
Wenn angeblich nur 30 Leute "ein paar Tausend Euro verdienen" dann frag ich mich, wieso für diese 30 Leute alleine "12 bis 13 Millionen Euro" an Investitionsaufwand erforderlich sein sollen. Die plakative Kostenargumentation stimmt nicht.
Das wird alleine dadurch deutlich, dass im gleichen Artikel - aber etwas früher - steht, dass "340 Fotovoltaik-Anlagen ... bereits 5,6 Megawatt ans Netz gebracht" haben. Moment mal, 340 Fotovoltaikanlagen - aber ein Investitonsaufwand für nur 30 Leute?
Will uns da jemand vera.... ???

Zitat:6. Das Problem der Stromspeicherung
...
also, das stimmt nun mal nicht.
Die klassische Methode ist (nicht die Batterie, sondern) die Möglichkeit, mit überschüssigem Strom einen Wasserspeicher zu füllen (Wasser lässt sich auch nach oben pumpen) und dann bei Bedarf ein entsprechendes Wasserkraftwerk zu betreiben.
Eine andere Methode hat das Fraunhofer Institut entwickelt. Da werden Strom und CO² in Methan umgewandelt - künstliche, lagerfähige Energie, die bei Bedarf wieder in Strom verwandelt werden kann - oder direkt zum Heizen, Kochen, Autofahren ... nutzbar wäre (www.fraunhofer.de)
Damit ist auch Dein Beitrag beantwortet:
hunter1 schrieb:.... bei all dem Enthusiasmus und der Selbstbeweihräucherung der Ökostrom-Befürworter sollte man vielleicht doch zuerst in Lösungen zur Stromspeicherung investieren, bevor man wie wild Solaranlagen aufbaut.
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#23
Kleiner Hinweis am Rande: Wir haben hier zwei Stränge über das Thema "regenerative Energien" (übrigens beide Male von Erich). Man könnte diese vielleicht zusammenlegen oder zumindest einen dichtmachen.

Schneemann.
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#24
Sieh an, danke für den Hinweis. Der andere Strang ist dicht. Hier noch der Link dazu:
viewtopic.php?f=20&t=5055
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#25
Danke - den andern Strang hatte ich wohl übersehen und verdrängt ... sorry
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#26
http://www.wiwo.de/politik-weltwirtscha ... ge-477112/
Zitat:Biogas-Boom Ökoenergie wird zur Plage
Christian Ramthun (Berlin) 17.08.2011 .

Der Boom von Biogasanlagen lässt den Maisanbau sprießen – ein gefundenes Fressen für Wildsauen und Ratten.
Wie die Ökoenergie zur Plage wird.

...
das ist mal wieder typisch - Biogas-Anlagen sollten biologische Abfälle in Energie verwandeln, aber nicht dazu dienen, eine gezielte Abfallproduktion aufzubauen :roll:
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#27
http://www.faz.net/artikel/C30125/windk ... 86890.html
Zitat:Windkraftanlagen
Stählerne Riesen auf Schienen
Deutschlands Strom soll künftig von Windkraftanlagen auf See kommen. Dafür sind riesige Sockelkonstruktionen nötig. Doch wie kommen die Giganten an den Zielort? Und wer sorgt für festen Stand? Neue Lösungen sind gefragt.

Von Sven Astheimer

02. Oktober 2011 ...
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#28
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/d ... -1.1176453
Zitat:Desertec-Initiative
Europäer bauen riesiges Solarkraftwerk in Marokko

28.10.2011, 20:00
Von Markus Balser

Der Traum vom Strom aus der Wüste soll schon bald Realität werden: Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" baut die europäische Desertec-Initiative in Marokko ein gewaltiges Solarkraftwerk - deutlich schneller als ursprünglich gedacht. In Europa wächst die Hoffnung, dass Solarstrom aus den Wüsten Nordafrikas grundlegende Energieprobleme löst.
...
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#29
Europa stehen harte Zeiten bevor, wenn in Folge des Klimawandels Flüchtlingsströme und Warlords durch Nordafrika ziehen. Dann müssen die ganzen neuen Kraftwerke erstmal beschützt werden, ganz zu Schweigen von den Phosphatbergwerken die zur Zeit 75% des Weltbedarfs decken.

Das Szenario erinnert mich lebhaft an Geiserich der mit seinen Vandalen mal eben Westrom von den Getreidelieferungen abschnitt. Die Folgen sind denke ich jedem Geschichtsinteressierten bekannt.

Freunde, vergesst nicht die autarke Energieerzeugung zu fördern, am besten an der Nordseeküste!
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#30
jedenfalls würde der moderne "Geiserich mit seinen Wandalen" als Beherrscher der Öl- und Gasvorräte in Libyen und im Maghreb nicht anders handeln, egal ob er über fossile Energievorräte oder ob er über Solarkraftwerke verfügt.
Letztere haben aber den Vorteil, dass sie auch der örtlichen Energieversorgung und damit der wirtschaftlichen Entwicklung vor Ort dienen können. Und darüber hinaus sitzen die Produzenten der Anlagen, mit denen dann später die eigentlichen Kollektoren gebaut werden, in Deutschland. Auch China kauft seine Fabriken hier ein.
Was nicht heissen soll, dass wir uns nicht weitestmöglichst auch der eigenen regenerativen Energien "vor der Haustür" bedienen sollten.
Und ausserdem könnten die "Flüchtlingsmassen" hinterfragt werden *klick*
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