LRS-B (Long Range Strike Bomber)
#1
Hier soll es in Zukunft um ein sehr neues Projekt gehen und zwar um den Zukünftigen Bomber der USAF der momentan noch gar kein richtigen Namen hat daher der umständliche Themen Name. Ich nenne ihn biss ein anderer Name bzw. der Offizielle Name dafür bekannt ist einfach B3. Das USAF Magazin hat schon einige Details über den Bomber bzw. über das was er können soll wie über seine Größe und einige Design Details.

http://www.airforce-magazine.com/Featur ... omber.aspx


Zitat:The Bomber: The centerpiece of future long-range strike, the Air Force intends to procure between 80 and 100 of these aircraft at a projected unit flyaway cost of about $500 million, said one senior service official. By the mid-2020s, a flying prototype—if not the first handful of aircraft—should be in flight test.

Pentagon officials have not set specific requirements for the aircraft yet, but there is "consensus" among top Pentagon leaders that the aircraft is required. Cost will be an independent variable; officials may trade off some capabilities to achieve an affordable price. The Air Force may make an "early downselect" to a single contractor or team to reduce cost and development time. The service will make heavy use of technologies and concepts developed for the terminated next generation bomber initiative.

Development funding for the bomber from Fiscal 2012 through Fiscal 2016 will total $3.7 billion. The aircraft will have "global" range, but will be smaller than the B-2—probably of a size similar to the F-111. It will carry munitions weighing no more than about 5,000 pounds each, with a gross payload of less than 28,000 pounds. A principal weapon will be a bomb or missile capable of penetrating hardened, deeply buried targets.

Engines will be a product of Air Force Materiel Command's Adaptive Versatile Engine Technology (ADVENT) demonstrator program, which seeks more powerful and more fuel-efficient powerplants than even those on the F-22 and F-35. Two engines will power each bomber, which will not be hypersonic, but may achieve speeds just slightly above Mach 1, the supersonic threshold. However, the bomber likely will make use of a hypersonic standoff weapon in later iterations.

The aircraft will be highly stealthy, "orders of magnitude" less detectable than the F-35. It will not have defensive missiles, but will use laser and directed-energy defenses. It will have a sophisticated radar able to map the ground in fine detail. The radar will also have simultaneous function in electronic attack/electronic warfare.

The bomber will be an "adaptable" design that is able to incorporate new technologies as they emerge. In addition to an open electronics architecture, it should feature an open hardware architecture, accommodating modular, changeable capabilities depending on the mission.

The aircraft may have a variable geometry of an advanced nature; unlike the "swing wing" of the B-1 and F-111, its shape may seamlessly "morph" in flight to switch from dash speeds to loitering speeds.

Optionally manned, the aircraft in later versions will use offensive directed energy weapons and carry nuclear weapons.

The bomber will be capable of solo attacks against targets that are moderately defended; against more sophisticated air defenses, it will rely on offboard systems to help it penetrate, loiter, if necessary, and exit the battle area. These offboard capabilities will include other aircraft, systems mounted on other aircraft, satellites, and cyber weapons. The use of offboard systems is meant to avoid excessive unit cost and to distribute capabilities such that they can also serve other purposes.
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#2
Klingt ja ganz vernünfig:
- Grösse ca. die von der F-111
- Geschwindigkeit, etwas über Überschall schnell
- nur optional bemannt
- Triebwerke setzt man wahrscheinlich auch auf denen von er F-35 und F-22 auf, aber selbstverständlich auf Versionen die möglichst niedrigen Treibstoffverbrauch garantieren
- directed-energy defenses zeigt dass man von der eigenen Stealthtechnik überzeugt ist, denn diese Waffen haben eine eingeschränkte Reichweite

Nach der B-2 hat man einfach eingesehen, dass man mit den grossen Exoten unendlich viel Geld in der Entwicklung verschenkt. Und selbstverständlich den Preis mit den geringen Stückzahlen dann nochmals astronomisch steigt. Aus meiner Sicht kehrt auch hier die Vernunft beim US-Militär ein. Lieber kleinere Zellen mit etwas bescheideren absoluten Flugleistungen, dafür höhere Stückzahlen. Das war schon die Erfolgsgeschichte bei F-16/18. Gleiche Logik auch bei der F-35, wo man die Entwicklungsgelder für mindestens 5 Muster in einem vereint und das in grossen Stückzahlen fertigt. Das muss angestrebt werden, nicht den Exoten der in einem isolierten Bereich das theoretisch Machbare erreicht.
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#3
Ob sich das so gut anhört...
Sobald die Entwicklungskosten steigen werden ein paar ganze schlaue Köpfe auf die Idee kommen warum man diesen größeren Kampfjet denn überhaupt benötigt.
Könnte ja viel sinnvoller sein das Prompt Global Strike Konzept voranzutreiben und sich ansonsten auf die bestehende 5th Gen Flotte + UCAVs zu verlassen.
Schlussendlich soll ja eh der 2037 Bomber als tatsählicher Ersatz für die amerikanische Bomberflotte kommen.
Allerdings ist sicherlich positiv, das sie erprobte Technologien verwenden und sich realistische Ziele setzen.
Noch besser wäre es allerdings gewesen einfach die FB-22 zu bauen. Die kann ganz ähnliches wie jetzt vorgeschlagen und man hätte die F-22 Prodkution weiterlaufen und relativ zeitnah ganz entspannt umstellen können.
Das wäre aber wohl zu vernünftig gewesen, kann ja nicht sein das der Rüstungsindustrie ein paar Milliarden an Entwicklungskosten verloren gehen.
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#4
Nightwatch schrieb:Noch besser wäre es allerdings gewesen einfach die FB-22 zu bauen. Die kann ganz ähnliches wie jetzt vorgeschlagen und man hätte die F-22 Prodkution weiterlaufen und relativ zeitnah ganz entspannt umstellen können.
[Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...2D-119.jpg] [Bild: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/co...231%29.jpg]
Ich glaub dass es am Schluss eher so aussehen wird, denn das was den Raptor auszeichnet, braucht man alles nicht an einem Bomber. Man braucht keine hohe Manöverierfähigkeit => Leitwerke weg => man gewinnt Stealth ohne wartungsaufwändige Anstriche, man braucht keine bemannte Ausführung => man gewinnt Zuladung und Reichweite, man braucht keine Schubvektorsteuerung => man kann den Austritt viel besser gegenüber Radar und IR abschirmen, man braucht einen zentralen grossen Waffenschacht => Lufteinläufe beim Raptor nicht praktikabel.

Man sollte wie bei der F-35 versuchen, die Interessen von Navy und USAF unter einen Hut bringen. Der Bedarf für ein ähnliches Flugzeug ist ja da.
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#5
phantom schrieb:Man sollte wie bei der F-35 versuchen, die Interessen von Navy und USAF unter einen Hut bringen. Der Bedarf für ein ähnliches Flugzeug ist ja da.
Das klingt alles nach einem neuen Anlauf für die A-12.
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#6
@Nasenbaer
Wobei der "fliegende Taco" im Grunde nur die Vorteile gehabt hätte von Trägern einsetzbar und "stealthy" zu sein.
Dabei hätte die A-12 Avenger II noch nicht mal mit Schallgeschwindigkeit fliegen können, und ihre Waffenzuladung war ein schlechter Witz.
Die Beschaffung von mehr oder moderneren F/A-18 Hornet oder auch Marschflugkörpern hätte da mehr Sinn gemacht, und man hat dann ja auch anstelle der A-12 Avenger II zwei modernere Varianten der F/A-18 Hornet eingeführt. Diese neuen Varianten können sogar das dreieinhalbfache an Waffenzuladung gegenüber der A-12 Avenger II mitführen, und können sogar von Trägern aus operieren.
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#7
Tiger schrieb:@Nasenbaer
Wobei der "fliegende Taco" im Grunde nur die Vorteile gehabt hätte von Trägern einsetzbar und "stealthy" zu sein.
Dabei hätte die A-12 Avenger II noch nicht mal mit Schallgeschwindigkeit fliegen können, und ihre Waffenzuladung war ein schlechter Witz.
Die Beschaffung von mehr oder moderneren F/A-18 Hornet oder auch Marschflugkörpern hätte da mehr Sinn gemacht, und man hat dann ja auch anstelle der A-12 Avenger II zwei modernere Varianten der F/A-18 Hornet eingeführt. Diese neuen Varianten können sogar das dreieinhalbfache an Waffenzuladung gegenüber der A-12 Avenger II mitführen, und können sogar von Trägern aus operieren.
Da das Design nie abgeschlossen wurde, kann man auch nicht sagen, wie groß die Waffenzuladung gewesen wäre. Aber die Konzeption ging davon aus, daß Reichweite und Waffenzuladung größer als bei der A-6 wären, natürlich nicht komplett intern.
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#8
Tiger schrieb:@Nasenbaer
Wobei der "fliegende Taco" im Grunde nur die Vorteile gehabt hätte von Trägern einsetzbar und "stealthy" zu sein.
Was soll das heissen? :roll: Stealth ist doch das einzige was ein Bomber überlebensfähig machen kann. In Flugleistungen kann ein Bomber niemals mit einem Kampfflugzeug konkurrieren.

Nurflügler haben zudem viel Platz für Sprit. Was die geforderte hohe Reichweite in einer vergleichsweise kleinen Zelle ermöglicht. Ich denke Boeing war auf diesem Technologie-Sektoren nicht gerade up-to-date. Northrop Grumman hat(te) einfach mehr Knowhow (B-2) in diesem Bereich. Ich glaub dass sich das Konzept der X-47 bestens für einen ca. 40t Bomber erweitern lassen würde.
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#9
phantom schrieb:Stealth ist doch das einzige was ein Bomber überlebensfähig machen kann. In Flugleistungen kann ein Bomber niemals mit einem Kampfflugzeug konkurrieren.
Es gab durchaus Bomber, die für die Abfangjäger einfach zu schnell waren, die Mosquito zum Beispiel. Oder solche, die so hoch flogen, daß die Jäger nicht schnell genug steigen konnten. Man muß berücksichtigen, daß der Bomber die Initiative hat. Der Abfangjäger benötigt wesentlich bessere Flugleistungen um das auszugleichen, gleiche Flugleistungen reichen nicht aus. Hyperschallbomber, die in der äußeren Atmosphäre fliegen, werden in den USA für die nächste oder übernächste Bombergeneration diskutiert.
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#10
Ich dachte wie reden hier von einem Bomber, nicht von einem JaBo.
Ein Nachfolgemodell sowohl der B-1 als auch der B-2 zu einem überschallschnellem Stealth- Bomber wäre zielführender als ein aufgeblasener JaBo.
Benötigt wird ein Bomber der überschallschnell und in stealth mehrere Marschflugkörper aus möglichst großer Höhe abliefern kann. Die Taktik im Tiefflug das Radar zu unterfliegen ist eh tot, seit es manpads gibt; und für einen Bomber sowieso.

PS: Directed energy defenses hat die F-22 im Prinzip auch schon.
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#11
Samun schrieb:Ich dachte wie reden hier von einem Bomber, nicht von einem JaBo.
Wir reden von einem leichten/mittleren Bomber, vergleichbar mit der FB-111, für weltweite Präzisionsangriffe ohne lange Vorbereitung und Unterstützung in Zielnähe.

Samun schrieb:Ein Nachfolgemodell sowohl der B-1 als auch der B-2 zu einem überschallschnellem Stealth- Bomber wäre zielführender als ein aufgeblasener JaBo. Benötigt wird ein Bomber der überschallschnell und in stealth mehrere Marschflugkörper aus möglichst großer Höhe abliefern kann.
Wozu muß ein Marschflugkörperträger überschallschnell und stealthy sein? Es reicht, wenn die Marschflugkörper es sind. Die Kriegsschiffe der Navy reichen als Träger für Langstrecken-Marschflugkörper im Prinzip aus. Man könnte sie um einen B-52-Nachfolger als dezidierten Marschflugkörperträger ergänzen. Solch ein Bomber könnte auf Basis eines Passagier- oder Transportflugzeuges gebaut werden und würde die Marschflugkörper ausschließlich außerhalb der feindlichen Verteidigung starten.

Die B-3 ist für die Ziele zuständig, die für Marschflugkörper zu anspruchsvoll sind.

Samun schrieb:Die Taktik im Tiefflug das Radar zu unterfliegen ist eh tot, seit es manpads gibt; und für einen Bomber sowieso.
Für Bomber über Land vielleicht, für Marschflugkörper und über See noch lange nicht.
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#12
@Nasenbaer
Der Hyperschallbomber ist vermutlich genau so realistisch wie die Passagierversion von. Aber im Prinzip bin ich mit dir einig, wenn man die Geschwindigkeit soweit erhöhen kann, dass man auf Abwehrraketen-Niveau ist, funktioniert das selbstverständlich. Die Frage ist dann wie immer, wieviel Nutzlast ich bei dem physikalischen Aufwand noch tragen kann?! Oder wieviel Geld ich pro Kg Sprengstoff investieren muss damit diese Technik aufgehen kann / das mit Stealth vergleichen.

Die Höhe ist aus meiner Sicht kein Schutz, der Gegner kann ja das alles auch erreichen (sowieso schon erreicht) und dann bricht die ganze Strategie in sich zusammen. Das Ganze hatten wir ja schon mit der Hustler, Valkyire, erste B-1. Allesamt an der Raketentechnologie glorios gescheitert. Aus meiner Sicht sind die Versuche mehr als ernüchternd, auf physikalischem Weg der Raketentechnologie paroli zu bieten. Das einzige was eigentlich funktioniert hat, war die SR-71, aber die trägt nun mal ein paar Kameras und mehr nicht, die ist im engeren Sinn nicht wirklich gefährlich. Wenn man potente Waffen auf dieser Ideologie bauen würde, dann hätten die Russen (oder der potenzielle Gegner Wink) schnell einmal Abwehrraketen mit Geschwindigkeiten von vielleicht Mach 7.
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#13
Zitat:Die Taktik im Tiefflug das Radar zu unterfliegen ist eh tot, seit es manpads gibt; und für einen Bomber sowieso.
Tiefflug mit Überschall? Viel Glück da mit manpad überhaupt ein Ziel vor Gesicht zu bekommen.

Tiefflug mit massiven Einsatz der ELOKA, Su-34, ist vielleicht nur durch stealth mit Abstandswaffen zu topen.
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#14
Die FB-111 war nur ein Notbehelf um die Zeit zwischen B-52 und B-1/B-2 zu überbrücken.
Und dem Ding spezielle Fähigkeiten zuzuordnen oder sogar einer eigene Bomberklasse aufzumachen ist völlig realitätsfern. Die Aufgaben der FB-111 waren genau die selben wie die der B-52 und B-1. Nur dass sie schlechter darin war.
Außerdem waren für die FB-111 die meiste Zeit nur Eisenbomben vorgesehen. Da war nix mit Präzision. Nur kurzzzeitg wurde mal nen Luft-Boden-LFK dafür genutzt.

Und über See Tiefflug zu praktizieren ist völliger Unfug für nen Bomber, es sei denn er will Ziele auf See angreifen. Der Tiefflug kostet massiv Reichweite und konterkariert den geplanten Einsatz als Langstrecken-Bomber. Der Bomber soll als Aufgabe Hochwertziele tief in Feindesland angreifen.
Ihn hoch fliegen zu lassen hat den simplen Vorteil, dass er weit weg vom Radar ist und damit zumal mit Stealth-Eigenschaften erst spät entdeckt wird. Dass er keiner AAM mit hoher Reichweite wegfliegen kann ist logisch. Er darf erst garnicht nicht entdeckt werden.
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#15
Samun schrieb:Die FB-111 war nur ein Notbehelf um die Zeit zwischen B-52 und B-1/B-2 zu überbrücken.
Das interessiert ja nicht wirklich ob das Notbehelf war oder nicht. Dass man für diese Klasse Bedarf sieht, muss man sich zu erklären versuchen. Aus meiner Sicht hat das ganz klar mit den Kosten zu tun. Abstandswaffen sind leider extrem teuer, da möchte man lieber auf das Trägerflugzeug/Bomben zurückgreifen. Selbstverständlich würde sich der klassische grosse Bomber anbieten, dessen Kosten auf Stealth-Basis leider "unbezahlbar" sind. Und zudem glaub ich, dass man das teure Gerät kaum als Erstschlagwaffe in regionalen Konflikten einsetzen würde, dazu ist das Risiko 2 Mrd. auf einen Schlag zu versenken, viel zu gross. Aus meiner Sicht taugen diese Bomber für die allermeisten Einsätze erst was, wenn die Luftabwehr niedergekämpft wurde.

Man sucht etwas Günstigeres wo man eine akzeptable Bombenlast über sehr hohe Reichweiten ins Ziel tragen kann. Wo Verluste auch nicht derart schwer wiegen wie bei einer B-2. Etwas überlebensfähiges was nicht auf Abstandswaffen angewiesen ist (B-52), wenn die Luftabwehr noch nicht entfernt wurde. Einfach etwas Praktikables mit sehr viel Reichweite.

Zitat:Und dem Ding spezielle Fähigkeiten zuzuordnen oder sogar einer eigene Bomberklasse aufzumachen ist völlig realitätsfern. Die Aufgaben der FB-111 waren genau die selben wie die der B-52 und B-1. Nur dass sie schlechter darin war.
Die Kosten sind mit das Wichtigste an der ganzen Sache. Ein Krieg/Armee muss finanziert werden, sofern dir das entgangen ist.

Zitat:Ihn hoch fliegen zu lassen hat den simplen Vorteil, dass er weit weg vom Radar ist und damit zumal mit Stealth-Eigenschaften erst spät entdeckt wird. Dass er keiner AAM mit hoher Reichweite wegfliegen kann ist logisch. Er darf erst garnicht nicht entdeckt werden.
Da bin ich mit dir einig.
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