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Zitat:...
+++ 10:21 Mit dieser Pipeline umgehen die Emirate die Straße von Hormus +++
Die Blockade der Straße von Hormus setzt die Ölstaaten im Nahen Osten unter Druck. Viele sind auf die wichtige Route angewiesen. Nur Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate haben Alternativen über Pipelines – und können einen Teil ihres Öls auch ohne die Meerenge exportieren. Und genau da soll für die Emirate jetzt der Schlüssel liegen: Für volle Unabhängigkeit in Sachen Öllieferungen.
...
ebenso hier (Video)
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Zitat: ...
+++ 06:47 London bringt kostengünstigere Drohnenabwehr in Nahen Osten +++
Vom Iran angegriffene Golfstaaten und deren Verbündete schießen mit teils sündhaft teuren Abfangraketen vergleichsweise spottbillige Drohnen ab - dieses Problem geht Großbritannien nun an. Das Verteidigungsministerium in London teilt mit, seine Kampfflugzeuge im Nahen Osten vom Typ Typhoon würden mit neuen und kostengünstigen Raketen speziell zur Drohnenabwehr ausgerüstet. Damit sei die präzise Zerstörung von Zielen möglich - und das "zu einem Bruchteil der Kosten der Raketen, die aktuell dafür genutzt werden". Das Waffensystem sei innerhalb weniger Monate von ersten Tests zur Auslieferung in den Nahen Osten gegangen, heißt es weiter. Es werde der Luftwaffe helfen, "bei viel geringeren Kosten viel mehr Drohnen abzuschießen", sagt Verteidigungsminister Luke Pollard.
...
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Zitat:+++ 13:46 Abu Dhabi meldet Drohnenangriff auf Atomkraftwerk +++
Bei einem Drohnenangriff in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist an einem Atomkraftwerk ein Feuer ausgebrochen. Ein Stromgenerator der Anlage in der Wüstenregion westlich von Abu Dhabi sei in Brand geraten, teilt das Medienbüro der Hauptstadt mit. Der Brand habe die Sicherheit der Anlage aber nicht gefährdet und der Betrieb laufe normal, heißt es. Auch Verletzte habe es nicht gegeben. Der Verdacht richtete sich schnell gegen den Iran, der die Emirate seit Kriegsbeginn im Nahen und Mittleren Osten besonders stark angegriffen hat. Das Land meldete seit Ende Februar nahezu 3000 iranische Angriffe mit Raketen, Drohnen und Marschflugkörpern. Das Atomkraftwerk Baraka ist die wichtigste Stromquelle der Emirate und soll mit seinen vier Reaktoren etwa ein Viertel des landesweiten Strombedarfs decken.
ich erinnere mich an Diskussionen, warum der Iran trotz seiner Vorräte an fossilen Energien unbedingt ein Atomkraftwerk wolle, das sei doch schon Beweis für seine bösen Absichten - bei Abu Dhabi ist das nie hinterfragt worden.
Aber der Vorfall selbst zeigt: Atomkraftwerke sind Terrorziele, jeder Staat, der keine solchen Kraftwerke hat, sollte froh sein. Mit dezentralen regenerativen Energien ist man deutlich weniger angreifbar.
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Russland plant bestimmt schon eine Rakete gegen Balkonkraftwerke.
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(17.05.2026, 17:57)Kongo Erich schrieb: Mit dezentralen regenerativen Energien ist man deutlich weniger angreifbar.
Naja die Ukraine hat immer noch flächendeckende Stromversorgung und das bei einem Energiemix der zu ca. 50-60% aus Kernkraft, 25% aus fossilen Energien und weniger als 20% aus regenerativen Quellen besteht, wobei da schon Wasserkraft eingeschlossen ist.
Solange man den regenerativ gewonnenen Strom nicht sinnvoll zwischenspeichern kann sind fossile- und/oder Kernkraftwerke unerlässlich.
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Die Ukraine hängt am Europäischen Stromnetz.
Ansonsten, die recht selektive Berichterstattung hier unterschlägt Wesentliches.
Während des Irankrieges verlegte Israel eine Iron Dome Batterie inklusive einiger Dutzend Soldaten in die Emirate. Ein historisches Novum.
In first official confirmation, US envoys say Israel sent Iron Dome to UAE
https://www.timesofisrael.com/in-first-o...me-to-uae/
Netanyahu schaute während des Krieges auch höchstpersönlich in den UAE vorbei
https://www.timesofisrael.com/netanyahu-...akthrough/
https://apnews.com/article/israel-uae-ne...0fba759836
Die UAE flogen während des Irans Luftangriffe auf den Iran
UAE targeted Iran's Lavan Island refinery during secret attacks against Islamic regime - report
https://www.jpost.com/middle-east/iran-n...cle-895845
Und un gibt es auch einen Bericht, dass die Emirate und Israel ihre Rüstungspolitischen Beziehungen deutlich ausweiten werden.
UAE and Israel established fund for joint defence acquisition, sources say
https://www.middleeasteye.net/news/uae-a...ources-say
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(18.05.2026, 21:25)Nightwatch schrieb: Die Ukraine hängt am Europäischen Stromnetz.
Ansonsten, die recht selektive Berichterstattung hier unterschlägt Wesentliches.
Während des Irankrieges verlegte Israel eine Iron Dome Batterie inklusive einiger Dutzend Soldaten in die Emirate. Ein historisches Novum.
... as Erste (Stromentz der Ukraine) hat mit den VAE nichts zu tun,
das Zweite haben wir schon längst hier gepostet ...
(28.04.2026, 17:24)Kongo Erich schrieb: Dieses Bündnis hat mehr bewirkt als man so wahrnimmt:
Abwehr iranischer Raketen und ist also nicht unterschlagen.
Der Thread dort scheint mir auch der richtigere zu sein, weil er speziell auf die militärische Zusammenarbeit zwischen Israel und den VAE eingeht, während es sich hier mehr um die allgemeine Sicherheitspolitik und Wirtschaft nur der VAR handelt.
Spezialthreads sollten immer gegenüber allgemeinen und wesentlich breiter gefächerten Diskussionen vorgehen. Du würdest spezielle Meldungen zu einem Flugzeugträger der US-Navy ja auch nicht unter dem Oberthema "NATO" posten. Und das ist dann auch nicht selektiv.
(18.05.2026, 21:25)Nightwatch schrieb: ...
Ansonsten, die recht selektive Berichterstattung hier unterschlägt Wesentliches.
...
Netanyahu schaute während des Krieges auch höchstpersönlich in den UAE vorbei
https://www.timesofisrael.com/netanyahu-...akthrough/
https://apnews.com/article/israel-uae-ne...0fba759836
... was von israelischer Seite behauptet, aber von den VAE stantepede dementiert worden ist.
https://www.welt.de/politik/ausland/arti...esuch.html
https://orf.at/stories/3429954/
https://live.deutsche-boerse.com/nachric...be8c50fee9
- die Aussage der israelischen Medien ist daher zunächst nichts weiter als eine heftig umstrittene, einseitige Behauptung
(18.05.2026, 21:25)Nightwatch schrieb: ...
Die UAE flogen während des Irans Luftangriffe auf den Iran
UAE targeted Iran's Lavan Island refinery during secret attacks against Islamic regime - report
https://www.jpost.com/middle-east/iran-n...cle-895845
... das ist im speziellen Thread zum aktuellen Golfkrieg längst gemeldet (Du kennst den Thread, beteiligst Dich ja auch an den Diskussionen dort)
(18.05.2026, 21:25)Nightwatch schrieb: ...
Ansonsten, die recht selektive Berichterstattung hier unterschlägt Wesentliches.
...
Und un gibt es auch einen Bericht, dass die Emirate und Israel ihre Rüstungspolitischen Beziehungen deutlich ausweiten werden.
UAE and Israel established fund for joint defence acquisition, sources say
https://www.middleeasteye.net/news/uae-a...ources-say das würde ich wieder in den speziellen Strang zum Bündnis zwischen Israel und den VAE schreiben, weil es beide Staaten betrifft und eine konkrete Umsetzung dieser Bündnisvereinbarung ist - die im Übrigen auch weitere Staaten kooperativ einschließt.
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(19.05.2026, 10:11)Kongo Erich schrieb: das haben wir schon längst hier gepostet ... Nicht hier sondern offensichtlich in einem anderen Thread.
Ich denke es ist nicht zielführend Beiträge Entwicklungen zu solchen Nischenländern noch weiter zu verteilen.
Zitat:was von israelischer Seite behauptet, aber von den VAE stantepede dementiert worden ist.
Was nichts daran ändert das der Besuch stattgefunden hat. Warum das Dementie erfolgte wird in dem zweiten von mir verlinkten Artikel ganz gut erläutert.
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Am 19. Mai 2026 empfing Catherine Vautrin, Armeeministerin und Kriegsveteranen-Ministerin, Mohammed bin l'1ubarak Fadel al-Nazrouei, Staatsminister für Verteidigungsangelegenheiten der Vereinigten Arabischen Emirate.
* Bei diesem Treffen unterzeichneten die beiden Minister die Verlängerung des Abkommens über die Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich und bekräftigten damit die Stärke der strategischen Partnerschaft zwischen Frankreich und den Vereinigten Arabischen Emiraten sowie die hervorragende bilaterale Zusammenarbeit im Verteidigungsbereich.
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(14.05.2026, 12:24)Kongo Erich schrieb: Die Golfstaaten versuchen erst einmal in einem ersten Schritt, den Grundstück ihres Reichtums zu sichern:
Zitat:Bis zu 3,3 Millionen Barrel
VAE umgehen Straße von Hormus – mit Pipeline und Bahn und (15.05.2026, 14:34)Kongo Erich schrieb: ergänzend:
Zitat:Ausweg für Öl über Fudschaira
Emirate bauen Pipeline an der Straße von Hormus vorbei sowie (15.05.2026, 15:11)voyageur schrieb: Blockade der Straße von Hormus: Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen den Bau einer neuen Ölpipeline „beschleunigen“ ...
Die neue Pipeline wird offenbar früher fertig als gedacht. Zitat:Sultan Ahmed Al Jaber, Industrieminister und Leiter des staatlichen Energie- und Ölkonzerns Adnoc, hat nun auf einer Veranstaltung erklärt, das im vergangenen Jahr begonnene Projekt sei bereits zu 50 Prozent abgeschlossen. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters.
Die West-Ost-Pipeline sei bereits im Bau und solle 2027 in Betrieb gehen, hieß es vor wenigen Tagen vom Kronprinzen von Abu Dhabi, Khaled bin Mohamed bin Zayed Al Nahyan. Damit solle die Exportkapazität über den Hafen Fudschaira, wo sich ein bedeutendes Ölterminal befindet, verdoppelt werden.
(18.05.2026, 21:25)Nightwatch schrieb: ....
Ansonsten, die recht selektive Berichterstattung hier unterschlägt Wesentliches.
...
Netanyahu schaute während des Krieges auch höchstpersönlich in den UAE vorbei
https://www.timesofisrael.com/netanyahu-...akthrough/
https://apnews.com/article/israel-uae-ne...0fba759836
... und (19.05.2026, 10:31)Nightwatch schrieb: Zitat:das haben wir schon längst hier gepostet ...
Nicht hier sondern offensichtlich in einem anderen Thread.
Ich denke es ist nicht zielführend Beiträge Entwicklungen zu solchen Nischenländern noch weiter zu verteilen.
...
ein Blick in diesen Thread erleichtert die Erkenntnis, wer "selektiv" ist
(15.05.2026, 15:11)voyageur schrieb: „Geheimer“ Besuch in den Emiraten: Netanjahus Glücksspiel, Abu Dhabis Verlegenheit
OLJ Libanon (französisch)
Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten bestätigte, dass dieser während des Krieges gegen den Iran vom emiratischen Präsidenten diskret empfangen worden sei – eine Information, die von der Föderation umgehend dementiert wurde.... - ein Rat unter Freunden:
weniger Plattitüden posten und mehr lesen und verarbeiten!
Und damit Du Dich nicht weiter aufregen musst - ich bin ab Samstag für zwei Wochen unterwegs, Du kannst in der Zeit also auch mehr Postings von anderen Usern lesen
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(15.05.2026, 15:11)voyageur schrieb: ...
Blockade der Straße von Hormus: Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen den Bau einer neuen Ölpipeline „beschleunigen“
OLJ Libanon (französisch)
... nicht nur Öl soll durch den Bypass
aktuell dazu:
Zitat:Dubai
Neuer Hafen soll Alternative zur Straße von Hormus schaffen
Die Blockade der Meerenge im Zuge des Irankriegs belastet den Welthandel schwer. Einem Medienbericht zufolge plant der Hafenbetreiber DP World eine Ausweichmöglichkeit für Handelsschiffe.
13.07.2026 - 17:29 Uhr
Düsseldorf. Der Hafenbetreiber DP World plant offenbar den Bau eines neuen Hafens und eines Containerterminals an der Ostküste der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE). Das Projekt solle Dubais Abhängigkeit vom Hafen Dschabal Ali verringern und zugleich eine Alternative zur Straße von Hormus schaffen, berichtet die „Financial Times“ mit Verweis auf Insider.
...
Der in Dubai ansässige Hafenbetreiber führe Gespräche über den Bau eines neuen Mehrzweckhafens in Fujairah sowie eines zusätzlichen Containerterminals im bestehenden Hafen des Emirats.
...
Die Verlagerung eines Teils der Hafenkapazitäten von Dschabal Ali an die Ostküste markiere einen strategischen Kurswechsel, heißt es in dem Bericht. Dubais Aufstieg zu einem internationalen Handels- und Finanzzentrum beruhte bisher maßgeblich auf dem Wachstum von Dschabal Ali.
Die Pläne passten zu einer umfassenderen Strategie der Regierung des Emirats. Ziel sei es, die Wirtschaft widerstandsfähiger gegen mögliche Konflikte mit dem Iran aufzustellen.
Mit einem neuen Hafen am Golf von Oman könnten Containerschiffe die VAE erreichen oder verlassen, ohne die Straße von Hormus passieren zu müssen. Von dort aus ließen sich die Waren per Lkw nach Dubai, Abu Dhabi und in die Nachbarstaaten am Golf transportieren.
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zum gleichen Thema:
Zitat:"Falls etwas schiefgeht"
Dubai plant komplett neuen Hafen außerhalb des Persischen Golfs
14.07.2026, 15:02 Uhr
Dubai hat mit Jebel Ali einen der größten Häfen der Welt und eines der wichtigsten Drehkreuze für den Handel zwischen Asien, Europa und Afrika. Seit dem Beginn des Iran-Kriegs steht das Logistikzentrum allerdings praktisch still. Der Hafenbetreiber DP World arbeitet nun laut einem Bericht an einer Alternative.
...
Wie die "Financial Times" unter Berufung auf Insider aus dem Unternehmen berichtet, umfassen die Pläne einen neuen Mehrzweckhafen im Emirat Fujairah, das wie Dubai Teil der VAE ist, sowie die Erweiterung des bestehenden Hafens von Fujairah um einen Container-Terminal. Fujairah liegt am Golf von Oman, der zum indischen Ozeans gehört. Dubai dagegen liegt an der Küste des Persischen Golfs, der für Schiffe ausschließlich durch die Straße von Hormus erreichbar ist.
...
Ein Teil der Waren der Emirate wird bereits zu den existierenden Häfen am Golf von Oman umgeleitet. Auch einen Teil seines Rohöls exportiert das Land über eine Pipeline zur Ostküste außerhalb des Persischen Golfs. Die Häfen in Fujairah und Khor Fakkan sind jedoch deutlich kleiner als die Häfen von Dubai und Abu Dhabi am Persischen Golf. Seit Monaten arbeiten sie am Rande ihrer Kapazität. Der Hafenbetreiber Gulftainer aus dem Emirat Sharjah hat deshalb bereits angekündigt, den Containerhafen von Khor Fakkan für zwei Milliarden Dollar zu erweitern.
Mit der Schaffung eines komplett neuen Hafens geht der Plan von DP World noch darüber hinaus. Der FT zufolge finden derzeit Gespräche zwischen dem börsennotierten Logistikkonzern und der Regierung der VAE zur Finanzierung des Projekts statt. Ziel ist es, die Emirate für mögliche künftige Konflikte mit dem Iran abzusichern und unabhängiger von der Straße von Hormus zu machen.
...
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Während wir uns darüber zanken, wer jetzt gerade mal Schrödingers Straße sperrt und wie sie geöffnet werden kann, arbeiten andere schon längst an mehreren Alternativen:
Zitat:Risiken in der Straße von Hormus - Exporteure setzen auf Pipelines
Öl- und Gasproduzenten in der Golfregion suchen nach Alternativen zur Straße von Hormus, da der Schiffsverkehr dort erneut ins Visier geraten ist. Aber kann der Iran nicht auch die Pipelines ins Visier nehmen?
...
Die Bedeutung von Öl- und Gaspipelines
Zu Beginn des Konflikts gab es Berichte, wonach der Iran 1,7 Millionen Euro pro Schiff für die Nutzung der Wasserstraße verlangte. Zuletzt wurde gefordert, dass Schiffe eine nördliche Route durch iranische Gewässer nehmen. Gleichzeitig eskortiert die US-Marine Schiffe auf einer südlichen Route, die entlang der Küste Omans auf der gegenüberliegenden Seite der Meerenge verläuft.
Derzeit sind der Iran, der Irak, Kuwait, Katar und Bahrain auf die Straße von Hormus angewiesen, um den Großteil ihrer Ölexporte abzuwickeln. Sie suchen jetzt nach Alternativen. Einige Länder, wie Saudi-Arabien (Ost-West-Pipeline/Petroline) und die Vereinigten Arabischen Emirate (Abu Dhabi Crude Oil Pipeline), verfügen bereits über Exportrouten, die an der Meerenge vorbeiführen. Nach Angaben der Internationalen Energieagentur können diese Pipelines jedoch täglich maximal 8,8 Millionen Barrel Öl umleiten.
Neue Routen, neue Risiken
Da die bestehenden Pipelines die üblichen Transportmengen über die Straße von Hormus nicht ersetzen können, ist der Ausbau neuer Pipeline-Kapazitäten eine der wenigen verbleibenden Optionen. Solche Projekte erfordern jedoch Jahre und Investitionen in Milliardenhöhe. Zudem wären auch Pipelines, die zum Roten Meer führen, möglicherweise nicht mehr sicher, sollte sich der Konflikt über die Straße von Hormus hinaus ausweiten.
Um jedoch das Arabische Meer und die asiatischen Märkte zu erreichen, müssen Tanker, die Yanbu verlassen, die Bab-el-Mandeb-Straße passieren - eine weitere Engstelle, an der die vom Iran unterstützten Huthi-Rebellen aus dem Jemen Angriffe verüben können. Dies würde nicht nur für die betroffenen Schiffe Probleme verursachen, sondern könnte auch eine zweite Front im Krieg eröffnen und Schiffe auf dem Weg zum Suezkanal zwingen, einen Umweg um die Südspitze Afrikas zu nehmen.
Dennoch setzen die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) verstärkt auf Alternativen: Berichten zufolge wollen sie die bestehende Infrastruktur ausbauen sowie einen neuen Hafen samt Containerterminal an ihrer Ostküste errichten. Im Irak, in Jordanien, Kuwait und der Türkei sind weitere Pipelines entweder bereits in Betrieb oder befinden sich im Bau. Deren Kapazitäten sind jedoch begrenzt; sie können einen größeren Ausfall in der Straße von Hormus nicht kompensieren.
...
nun nehmen Pipelines nur eine Warensorte auf - fossile, flüssige Energieträger.
Was aber ist mit anderen Waren? Am Golf ist immerhin einer der größten Container-Umschlagplätze zwischen Europa und Asien entstanden.
Die FAZ schreibt zu weiteren Alternativen:
Zitat:Alternative Handelsrouten:
Bahnstrecken sollen die Straße von Hormus ersetzen
Von Rainer Hermann
16.07.2026, 06:50
Mit dem Wiederaufflammen der Kämpfe an der Straße von Hormus werden neue Handelsrouten dringlicher. Vor allem die Türkei und Syrien profitieren geoökonomisch von zwei Projekten. Das Nachsehen hätte Israel.
...
wobei das Hauptaugenmerk auf die Wiederbelebung der Hedschas-Bahnstrecke im Westen Saudi-Arabiens gerichtet ist. Dann allerdings besteht ein Anschluss an die Bahnstrecken, die quer durch Saudi-Arabien bis zum Golf führen, und insofern auch für die Emirate von Interesse sind.
Die arbeiten allerdings auch an einer Bahnverbindung zwischen Irak und dem Oman - und knüpfen im Irak an die Bagdad-Bahn an.
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Noch etwas zum Bypass:
Zitat:Umgehen statt umfahren – Emirate suchen dauerhaften Ausweg
Die Straße von Hormus bleibt auf absehbare Zeit ein unkalkulierbares Risiko – das zeigen auch Satellitenbilder. Die Golfstaaten bauen daher am Plan B. ...
Der Krieg ist in dieser Woche an den Golf zurückgekehrt. US-Amerikaner und Iraner griffen sich erneut gegenseitig an. Sie blockierten die Meerenge von Hormus, Raketen flogen, und US-Präsident Donald Trump drohte einmal mehr mit der „vollständigen Zerstörung“ des Irans. Eine Phase der relativen Entspannung des Konflikts ist damit vorbei – zumindest bis auf Weiteres. Und das genau zu einem Moment, an dem sich der Schiffsverkehr in der Region langsam wieder etwas zu normalisieren begann.
....
Neue Häfen, neue Pipelines
In China dürfte der Wunsch nach neuen Exportwegen am Golf daher mehr als groß sein. Und dieser Wunsch könnte bald in Erfüllung gehen. Mit Blick auf die aktuelle Situation ist ein schlichtes Akzeptieren des aktuellen Status quo – am Markt und auf dem Wasser – für die Abnehmerländer schlichtweg inakzeptabel.
Diese gestaltet sich den Satelliten- und Marktdaten zufolge so:
1. Wegen der Sicherheitslage verlassen offenbar mehr Schiffe die Meerenge, als einfahren.
2. Aufgrund der hohen Kosten für die Versicherung der Schiffe ist die Passage schlichtweg unwirtschaftlich.
Für die Ölversorgung ist der Grund jedoch zweitrangig, denn die Folgen treffen die Märkte unabhängig davon. Einerseits sorgt das geringe Angebot für dauerhaft erhöhte Preise, andererseits ist zu erwarten, dass es selbst im Fall eines raschen Kriegsendes länger dauern wird, bis sich die Lieferketten wieder normalisieren. Das ist insofern zwangsläufig, als die dafür benötigten Schiffe mit hoher Wahrscheinlichkeit auf Alternativrouten unterwegs sein werden und es Wochen dauern kann, bis sie die Golfregion erreichen und anschließend erstmalig ihre üblichen Zielhäfen anfahren.
Für die Akteure am Ölmarkt ist diese Situation nicht nur mittelfristig unzufriedenstellend, sie gefährdet ihre Margen auch langfristig. Die geografische Lage macht eine Wiederholung der aktuellen Krise zu einem dauerhaften Risiko.
Entsprechend planen auch die Golfstaaten, denn die Investitionen in ihre Länder sind eingebrochen. Um im Ausland wieder Vertrauen in ihre Volkswirtschaften aufzubauen, wollen sie neue Pipelines bauen. So erwägt Saudi-Arabien offenbar, die Kapazität seiner Ost-West-Röhre von aktuell sieben Millionen Barrel Öl auf neun Millionen Barrel zu erweitern. Sie bringt Rohöl von den Feldern am Persischen Golf zum Hafen von Yanbu am Roten Meer.
Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) bauen bereits eine zweite Röhre parallel zur Habschan-Fudschaira-Pipeline in Richtung des Golfs von Oman. Das wird die Kapazität hier von 1,8 auf 3,6 Millionen Barrel verdoppeln – schon im nächsten Jahr soll sie fertig sein. Schiffe, die den Golf von Oman anlaufen, müssen die Straße von Hormus nicht passieren. Das reduziert die Gefahr von Störaktionen durch den Iran.
Die VAE haben zuletzt gar eine Art Shuttleservice für Öl eingerichtet. Sie lassen Petroleum mit kleinen Tankern, die sich nah am Oman halten, aus dem Persischen Golf beispielsweise nach Fudschaira transportieren, um es dort auf ankernde Supertanker umzuladen. Solche bisher eher kleinen Häfen im Osten der Emirate wie Fudschaira haben in den vergangenen Monaten einen regelrechten Boom erlebt. Das hat einigen Hafenbetreibern Geschmack auf mehr gemacht.
Gulftainer aus dem neben Dubai gelegenen Emirat Schardscha etwa strebt eine Expansion des Hafens von Khor Fakkan an, der in einer östlichen Exklave des Emirats liegt. DP World aus Dubai will laut „Financial Times“ sogar einen ganz neuen Hafen am Golf von Oman errichten. Offenbar bei Dibba am nördlichen Ende der VAE-Ostküste. DP World betreibt bislang vor allem den Hafen Dschabal Ali in Dubai, den größten künstlichen Hafen der Welt.
Seit Ausbruch des Krieges war das Frachtvolumen hier um 95 Prozent eingebrochen. Die Anlagen waren zudem mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Während vor Dubai aktuell sehr viel weniger Schiffe liegen, ist der hohe Andrang vor den Häfen an der emiratischen Ostküste ungebrochen. Auch das zeigen neueste Satellitenbilder.
Durch die Neubauten im Golf von Oman könnten Schiffe die Straße von Hormus künftig umgehen. Das hat zwar seinen Preis, mit Blick auf die Pläne in Saudi-Arabien, weiter Überland-Pipelines in Richtung Mittelmeer zu bauen, dürfte das jedoch langfristig nötig sein, um überhaupt noch mit dem regionalen Nachbarn konkurrieren zu können.
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