VAR - Vereinigte Arabische Emirate
#31
Dazu:
Zitat:25.03.2026 – 13:53 Uhr

Golfstaaten: Iranische Angriffe sind existenzielle Bedrohung
Die arabischen Golfstaaten warnen vor einer existenziellen Bedrohung durch iranische Angriffe auf ihre Infrastruktur. „Es besteht eine existenzielle Bedrohung für die internationale und regionale Sicherheit. Dieses aggressive Vorgehen untergräbt das Völkerrecht und die Souveränität“, sagt Kuwaits Botschafter Naser Abdullah H. M. Alhayen vor dem UN-Menschenrechtsrat in Genf.

Andere Golfstaaten erklären, die Handlungen des Iran zielten darauf ab, Terror zu verbreiten. Der Botschafter der Vereinigten Arabischen Emirate, Jamal Jama al Muscharach, verurteilt den „Versuch des Iran, die internationale Ordnung durch rücksichtsloses expansionistisches Vorgehen zu destabilisieren“. UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk erklärt, das Vorgehen des Iran könne Kriegsverbrechen darstellen. „Angriffe auf Zivilisten und zivile Infrastruktur müssen ein Ende haben. Sind sie vorsätzlich, können solche Angriffe Kriegsverbrechen darstellen“, erklärt er vor dem Rat.
Etwas sarkastisch:
Soweit man das einschätzen kann, greift der Iran doch nur die US-Stützpunkte in den Golfstaaten an. Dass es dabei zivile Opfer geben könnte ist genauso bedauerlich wie die zivilen Opfer der israelischen Angriffe in den bisherigen Libanon oder Gaza-Feldzügen ... .
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#32
Die Tartaren-Meldungen aus den Emiraten bleiben auf "maximales Gefahrenpotential":
Zitat:Finanzplatz in der Krise – Stoppt der Iran-Krieg Dubais Aufstieg?
Drohnenangriffe, Evakuierungen und Milliardenabflüsse treffen Dubais Finanzwelt spürbar. Lange galt das Emirat als sicherer Hafen im Nahen Osten – doch der Iran-Krieg beschädigt dieses Bild.


25.03.2026 - 19:34 Uhr
...

Internationale Bankhöuser wie Citi und HSBC haben ihre Filialen bis auf Weiteres geschlossen, "Diese Krise wird Dubai für immer verändern", sagte ein Finanzexprte dem Handelsblatt. "Ein Teil des Kapitals wird nicht zurückkehren."

Mehr als drei Wochen nach dem Ausbruch des Irankrieges ... herrscht im Dubai International Finance Eentre ungewwohnte Leere. Das geschäftige Viertel, in dem sonst Banker und Analysten aus aller Welt herumwuseln, ist zu einer der ruhigsten Gegenden der Stadt geworden ...

Jahrelang hatte sich Dubai das Image als sicherer Hafen im Nahen Osten aufgebaut: Es versprach Stabilität in einer instabilen Region. Neben London, New York und Hongkong wollte das Emirat zum viertgrößten Finanzplatz der Welt aufsteigen.

Doch der von Israel und den USA gestartete Irankrieg hat die Region ins Chaos gestürzt. Das Geschäftsmodell des Finanzplatzes steckt plötzlich in der Krise ....
abgesehen davon, dass die regierenden Emire den USA mit Sicherheit unendlich dankbar für diese Auswirkungen sein werden

- ich hab schon wieder ein Déjà-vu:
war nicht der Libanon auch einmal "die Schweiz des Nahen Ostens"? Die Credit Suisse - beispielsweise - eröffnete in der Hauptstadt eine Filiale. 1982 betrugen die Guthaben und Verpflichtungen im Libanon gemäss den Bilanzen der in der Schweiz niedergelassenen Banken und Finanzinstitute 648 bzw. 1'294 Mio. Franken, deren auf Treuhandbasis verwaltete Guthaben und Verpflichtungen beliefen sich auf 108 Mio. bzw. 3'408 Mio. Franken.
Auch dort hat die ständige Kriegsdrohung zu einem Zusammenbruch des Finanzplatzes geführt und die Zedernrepublik durch den Zusammenbruch der staatlichen Ordnung an den Rand zum „failed state“ gebracht.
Mit diesem "Negativ-Beispiel" vor Augen dürften die Golfstaaten allen Grund haben, auf eine schnelle Beendigung des Krieges und eine dauerhafte und stabile Friedensregelung hinzuarbeiten.
Zitat:Al-Busaidi, Omans Außenminister, hat Washington vorgeworfen, die Kontrolle über seine Außenpolitik verloren zu haben. Diese Woche rief er Amerikas Verbündete dazu auf, zu helfen, die USA aus dem Krieg herauszulösen. „Die größte Fehlkalkulation der amerikanischen Regierung war natürlich, dass sie sich überhaupt erst in diesen Krieg hineinziehen ließ“, sagte er. „Dies ist nicht Amerikas Krieg, und es gibt kein realistisches Szenario, in dem sowohl Israel als auch Amerika bekommen, was sie von ihm wollen.“

Es mag sein, dass Saudi Arabien in alter Rivalität nicht nur den Iran, sondern auch die Golfstaaten schwächen will, und daher auf eine Fortsetzung des Krieges drängt, und sogar selbst in den Krieg gegen den regionalen Dauerrivalen Iran eintritt.
Die Golfstaaten haben aber zumindest mittel- und langfristig massives Interesse an einer dauerhaft prosperierenden Region, und das setzt friedliche Beziehungen mit allen Staaten am Golf voraus. Der erhoffte Sicherheitsschirm durch die US-Stützpunkte hat sich für diese Staaten als extrem brüchig, durchlässig und sogar kontraproduktiv erwiesen.
Die Golfstaaten werden ihre Sicherheitsarchitektur überdenken - und sich andere Partner suchen.
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#33
Für einen Abzug der US-Stützpunkte vom Golf gibt es bereits konkrete Überlegungen:
Israel will US-Stützpunkte aus Golfstaaten ins eigene Land holen
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#34
Ich komme immer mehr zu dem deutlich ausgeprägten "Bauchgefühl", dass sich die Emirate mit Indien und anderen Partnern in der Region enger verbünden - möglicherweise auch mit Israel als "verdecktem Akteur im Hintergrund", denn der Iran macht sich gerade am Golf äußerst unbeliebt. und die US-Stützpunkte haben sich als Sicherheitsrisiko und nicht als Sicherheitsgarantie erwiesen.

Wie also wird sich die politische Situation entwickeln?

Die Emirate und andere Golfstaaten sind auf eine friedliche Entwicklung angewiesen.
Zitat: Vier Wochen nach Kriegsbeginn
Der Unmut am Golf wächst

Stand: 28.03.2026 • 05:30 Uhr

Tausende Drohnen und Raketen hat Iran seit Kriegsbeginn auf die arabischen Golfstaaten abgeschossen. Beschädigt ist vor allem ihr Geschäftsmodell - das auf dem Export von Öl und Gas basiert. ...

Emirate sprechen von ökonomischem Terrorismus
Die Regierungen der Golfstaaten reagieren mit zunehmender Verärgerung auf die anhaltenden Angriffe aus Iran: Katar hat iranische Diplomaten ausgewiesen, Vertreter der Vereinigten Arabischen Emirate bezeichnen es inzwischen als ökonomischen Terrorismus, dass Iran damit droht, Öltanker und andere Schiffe in der Straße von Hormus zu beschießen.Lana Nusseibeh, Staatsministerin im Außenministerium der Emirate, zählt in einem Fernsehinterview auf, wie wichtig die Meerenge für die Weltwirtschaft ist: Nicht nur ein Fünftel der weltweiten Öl- und Gastransporte geht üblicherweise durch die Straße von Hormus - auch 30 Prozent der Düngemittel für die weltweite Landwirtschaft. "Im Grunde versucht Iran, der Weltwirtschaft einen Herzinfarkt zu verpassen. Wir dürfen Iran, einem staatlichen Förderer von Terrorismus, nicht erlauben, die Weltmarktpreise für Lebensmittel und Benzin zu bestimmen."
und weiter:
Zitat:...
Und in Katar betont das Außenministerium immer wieder, dass es notwendig sei, diesen Konflikt mit friedlichen Mitteln zu beenden: "Totale Vernichtung ist keine Option. Kein Volk und kein Land wird verschwinden, durch den Willen irgendeines politischen Akteurs", so Majid al-Ansari, der Sprecher des Außenministeriums auf seiner wöchentlichen Pressekonferenz in Doha.
(Quelle) - eine klare Ansage gegen die Verbalattacken eines politischen Akteurs in Washington - genauso aber auch gegen Netanjahu und Irans verbale "Auslöschungsphantasien" gegenüber Israel.

Das wird also alles nicht dazu führen, dass Israel die US-Stützpunkte am Golf übernehmen könnte - da würde man vom Regen in die Traufe kommen.
Aber Indien hat bereits gezeigt, dass es die Passage seiner Schiffe mit dem Iran vereinbaren kann. Und den Indern traue ich als aufstrebende Regionalmacht weitergehende Ambitionen zu.
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#35
Zitat:+++ 16:55 Bericht: Öleinnahmen der Golfstaaten brechen um bis zu 80 Prozent ein +++

Die Ölexporteinnahmen der Golfstaaten brechen "dramatisch" ein, berichtet Al Jazeera. Nur Oman und Saudi-Arabien, deren Häfen mehrheitlich außerhalb der Straße von Hormus liegen, treffe der Nahost-Konflikt weniger stark. In den Vereinigten Arabischen Emiraten seien die wöchentlichen Öleinnahmen auf 20 bis 30 Prozent des Vorkriegsniveaus gesunken. In Katar, Kuwait und Bahrain seien die wöchentlichen Einnahmen sogar um etwa 80 Prozent zurückgegangen.
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#36
Die einbrechenden Einnahmen legen die Nerven in den Emiraten frei. Und die Emirate haben bereits Konzsquenzen gezogen. So berichtet die Berliner Zeitung:
Zitat: Bruch mit der Ölallianz: Vereinigte Arabische Emirate verlassen Opec

Die Vereinigten Arabischen Emirate treten aus der Opec und dem erweiterten Verbund Opec+ aus. Der Schritt erschüttert die von Saudi-Arabien geführte Ölallianz mitten in der Krise mit dem Iran.

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Ölhandel durch Hormus-Blockade unter Druck
Die Nachrichtenagentur Reuters spricht von einem „historischen Energieschock“, da die Entscheidung in eine Phase wachsender Spannungen am Persischen Golf fällt. Wegen des Kriegs mit dem Iran steht insbesondere die Straße von Hormus unter Druck – eine der wichtigsten Schifffahrtsrouten für Öl und Flüssiggas weltweit. Normalerweise wird rund ein Fünftel des globalen Öl- und LNG-Handels über die Meerenge zwischen dem Iran und Oman abgewickelt.

Nach Angaben von Reuters kämpfen Produzentenstaaten der Region bereits mit Problemen beim Export ihrer Rohstoffe. Hintergrund seien die andauernden iranischen Drohungen und Angriffe auf Schiffe.

Kritik an Saudi-Arabien und den Golfstaaten
Die Emirate hatten zuletzt öffentlich ihren Unmut über andere arabische Staaten geäußert. Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des Präsidenten der Vereinigten Arabischen Emirate, kritisierte laut Reuters am Montag die Reaktion der Golfstaaten auf iranische Angriffe. „Politisch und militärisch war ihre Haltung historisch gesehen die schwächste“, sagte Gargasch bei einem Forum in der Golfregion.

Die Äußerungen gelten als ungewöhnlich offen. Beobachter sehen laut Reuters darin ein weiteres Zeichen wachsender Spannungen innerhalb der Golfallianz.
Da ist vor dem Hintergrund von zwei unterschiedlichen Bündnisstrukturen - einmal mit Saudi Arabien und Pakistan - wie andererseits mit den Emiraten und Indien - durchaus mit noch mehr Rivalität zu rechnen.
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#37
Inzwischen macht der Austritt immer mehr Schlagzeilen. N-tv berichtet u.a.:
Zitat: ...Die Emirate folgen mehreren Staaten, die die Gruppe bereits verlassen haben. Grund dafür sind jüngste Entwicklungen rund um den Iran-Krieg

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben ihren Austritt aus der Ölallianz Opec und dem erweiterten Verbund Opec+ erklärt. Der Schritt werde am 1. Mai erfolgen, berichteten staatliche Medien. Im Zuge des Kriegs gegen den Iran hatten die Emirate schwere Vorwürfe gegen andere arabische Staaten erhoben.
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Dem Austritt war scharfe Kritik der VAE an anderen arabischen Staaten vorausgegangen. Das Land ... warf seinen Nachbarn vor, es während des Kriegs nicht ausreichend vor den zahlreichen iranischen Angriffen geschützt zu haben.

Anwar Gargasch, diplomatischer Berater des Präsidenten der VAE, hatte am Montag auf dem "Gulf Influencers Forum" - einem Treffen regionaler Entscheidungsträger - das Vorgehen der arabischen Staaten und der Golfregion bemängelt. Die Länder des Golf-Kooperationsrates (GCC) hätten einander zwar logistisch unterstützt, politisch und militärisch sei ihre Position jedoch "auf einem historischen Tiefpunkt" gewesen, sagte Gargasch. "Von der Arabischen Liga habe ich diese schwache Haltung erwartet und bin daher nicht überrascht, aber vom Kooperationsrat hätte ich sie nicht erwartet und bin darüber verwundert."
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#38
Der Austritt der Emirate aus der OPEC beschäftigt immer noch die Medien, vor allem die "Wirtschaftspresse", allerdings hier mit dem Fokus auf die fossilen Energien (logisch, OPEC ...).
Nur - das Zerwürfnis geht darüber hinaus.
Die FAZ schreibt dazu:
Zitat:Gründe für Opec-Austritt:
Die Emirate wollen mehr Eigenständigkeit

Der Irankrieg hat in Abu Dhabi die Haltung befördert, stärker auf die eigenen Interessen zu schauen. Die Emirate wollen eigene Wege gehen.

Die Botschaft des emiratischen Energieministers war eindeutig. Sein Land wolle sich in seinen Entscheidungen nicht mehr einschränken lassen, erklärte Suhail Al Mazrouei in mehreren Interviews, nachdem die Führung in Abu Dhabi die Bombe platzen ließ: Nach mehr als sechzig Jahren steigen die Vereinigten Arabischen Emirate aus dem Ölexporteurskartell OPEC aus – und dass schon in wenigen Tagen, nämlich zum 1. Mai. Allein könne man schneller Entscheidungen fällen als in der Gruppe, erklärte der Minister kühl. Niemand solle diesen Schritt als Affront verstehen.
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Auch das Handelsblatt befasst sich mit den Gründen für den Austritt:
Zitat: ... Die Ankündigung erfolgt nach schweren Vorwürfen der VAE gegen andere arabische Länder.

„Diese Entscheidung spiegelt die langfristige strategische und wirtschaftliche Vision der VAE sowie ihr sich wandelndes Energieprofil wider, einschließlich beschleunigter Investitionen in die heimische Energieproduktion“, heißt es in dem Bericht.

Und weiter: „Diese Entscheidung folgt auf eine umfassende Überprüfung der Produktionspolitik der VAE sowie ihrer aktuellen und zukünftigen Kapazitäten.“ Das bestätigte auch Energieminister Suhail Al Mazroui. Auf die Frage, ob sich sein Land mit Saudi-Arabien abgestimmt habe, erklärte er, das Thema sei mit keinem anderen Staat besprochen worden.

Die VAE drängen bereits seit mehreren Jahren auf höhere Förderquoten, da sie deutlich unter ihren Kapazitäten produzieren. „Die VAE hatten geplant, ihre Ölproduktion um bis zu 30 Prozent zu steigern, und das wäre innerhalb der Beschränkungen von Opec und Opec plus schwierig gewesen“, ...
und die Wirtschaftswoche analysiert:
Zitat: ...
Überlegungen über einen möglichen Austritt aus dem Ölkartell Opec soll es in den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) schon seit Jahren gegeben haben.
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Warum kommt es jetzt zu dem Schritt und mit welchen Folgen? Die wichtigsten Fragen im Überblick:---

„Es ist nicht vollkommen überraschend“, sagt Commerzbank-Analystin Thu Lan Nguyen. Bereits vor dem Krieg habe es innerhalb der Opec einen Disput über Fördermengen gegeben. Die Emirate hätten mehr produzieren wollen und können als die für sie vorgesehene Quote. Nun blicken die VAE aus Nguyens Sicht über das Ende des Iran-Kriegs hinaus, um nach Ende des Konflikts ihre Produktionskapazitäten besser auszuschöpfen und die kriegsbedingten Ausfälle zu kompensieren.

Das Baker Institute der Rice-Universität im texanischen Houston schätzte 2023, dass ein Austritt der Emirate kurzfristig zu Gewinnen führen könnte. Die emiratische Ölproduktion würde „entfesselt“ und könnte jedes Jahr zusätzliche Einnahmen in Höhe von 50 Milliarden US-Dollar bringen, hieß es seinerzeit. Zugleich drohten aber „zerbrochene Beziehungen“ mit Saudi-Arabien und ein Preiskampf an den Ölmärkten.
...
„zerbrochene Beziehungen“ mit Saudi-Arabien ... ich erinnere daran, dass Saudis und Emirate dabei sind, unterschiedliche Bündnisstrukturen aufzubauen, denen jeweils konkurrierende Staaten angehören - Pakistan (Saudis) und Indien sowie Israel (Emirate), Somalia (Saudis) und Somaliland (Emirate), Eritrea und Äthiopien, Sudanesische Regierungstruppen und Rebellen - und nicht zuletzt die beiden großen Fraktionen des Bürgerkriegs in Libyen ...

btw.:
Das "Geschäftsmodell" der Emirate war insbesondere auf ein Handels- und Touristik-Drehkreuz am Golf ausgerichtet - speziell zwischen Europa einerseits und Asien / Australien andererseits.
Wie sehr der Golfkrieg diesem Konzept geschadet hat, sieht man gerade aktuell wieder:
Zitat:Drohne trifft Treibstofflager:
Auswärtiges Amt warnt vor Reisen nach Dubai


29.04.2026, 10:55
Die Lage im Nahen Osten bleibt fragil. Flugverbindungen in die Region sind weiter beeinträchtigt. Für die Vereinigten Arabischen Emirate gilt eine Reisewarnung des Auswärtigen Amts.
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#39
Es gibt weitere Belastungen der "Wirtschaftsstandorte am Golf", die im Getöse um die Sperrung der Straße von Hormus nahezu untergehen:
Zitat:AWS-Rechenzentren in den Emiraten fallen längerfristig aus
Die Cloud-Rechenzentren von Amazon in Bahrain und den VAE müssen monatelang repariert werden. Wie groß der Umfang der Schäden durch den Iran-Krieg genau ist, teilt der Konzern nicht mit.


Düsseldorf. Durch die Kämpfe im Nahen Osten sind mehrere Rechenzentren des weltgrößten Cloud-Anbieters Amazon Web Services (AWS) in der Region schwer beschädigt worden. Anlagen in Bahrain und den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) stünden Kunden derzeit nicht zur Verfügung, teilte die Tochter des Onlinehändlers Amazon am Donnerstag mit. Die Reparaturarbeiten würden voraussichtlich Monate dauern.
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#40
Nach überraschendem OPEC-Austritt: VAE und Katar planen Korridor mit Südkorea
Zitat: Es ist ein umfassender Vorstoß der Golfstaaten nach Asien. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben am Tag nach ihrem Austritt aus der OPEC ein neues Handelsabkommen mit Südkorea unterzeichnet. Damit sollen die Zölle auf die meisten Handelsgüter gesenkt, der Handelsaustausch intensiviert und die Wirtschaftsbeziehungen zwischen den beiden Ländern gefestigt werden sollen.

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Das Abkommen ist der erste Handelspakt Südkoreas mit einem Land des Golf-Kooperationsrates und der weiteren Region des Nahen Ostens und Nordafrikas. Und es wird zu einer Zeit geschlossen, in der Lieferketten und die allgemeine geopolitische Dynamik den Welthandel neu gestalten.

Durch das so genannte "Umfassende Wirtschaftspartnerschaftsabkommen" (CEPA) zwischen den Vereinigten Arabischen Emiraten (VAE) und Südkorea werden die Zölle auf 91,2% der zwischen den beiden Ländern gehandelten Waren abgeschafft oder gesenkt, was den Zugang zu den Märkten der jeweils anderen Seite erleichtert und die Handels- und Investitionsströme fördert.
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Katar verstärkt sein Engagement in Südkorea
Parallel dazu baut Katar auch seine eigenen wirtschaftlichen Beziehungen zu Südkorea aus und setzt damit ein deutliches Zeichen für die Annäherung Seouls an die Golfregion und den Nahen Osten.
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#41
Damit verstärkt sich eine Bewegung, die schon 2024 mit dem Beitritt zur BRICS-Vereinigung erkennbar war und jetzt mit dem Kauf von zehn C-390 von Brasilien auch konkrete Auswirkungen gebracht hat.
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#42
Wie sich die unsichere Lage auf die Wirtschaft auswirkt (jaa - Kapital ist flüchtig) beschreibt aktuell der FOCUS:
Zitat:„Iran-Krieg hat Image beschädigt” - Superreiche verlagern Milliarden: Dubais Wirtschaft leidet

Wegen des Iran-Kriegs verlagern wohlhabende Eliten ihr Vermögen von Dubai nach Singapur und in die Schweiz. Ist der Ruf des Emirats als sicherer Hafen in Gefahr?
Dubai galt lange als Oase der Stabilität in einer unbeständigen Region. Das zweitreichste Emirat der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) positionierte sich als sicherer Finanzplatz, an dem vermögende Privatpersonen Kapital parken, Geschäfte führen und langfristig planen konnten. Doch der Iran-Krieg hat auch Dubais sorgfältig aufgebautes Image beschädigt.

Börsenschock und Tourismuseinbruch
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Geld wandert ab
Dubai galt bisher als Spielwiese der Reichen und Berühmten. Doch vermögende Privatpersonen stellen das Image als sicherer Hafen zunehmend in Frage. Viele wenden sich zwei anderen Finanzzentren zu: Singapur und der Schweiz - um dort zumindest einen Teil ihres Vermögens anzulegen.
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umso wichtiger ist, dass die VAR und andere Golfstaaten die Sicherheit wieder herstellen - und das geht nur einvernehmlich mit allen Nachbarn, also auch mit dem Iran.
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#43
Die Golfstaaten versuchen erst einmal in einem ersten Schritt, den Grundstück ihres Reichtums zu sichern:
Zitat:Bis zu 3,3 Millionen Barrel
VAE umgehen Straße von Hormus – mit Pipeline und Bahn


Die Vereinigten Arabischen Emirate könnten eine wichtige Rolle bei der Umgehung der Straße von Hormus spielen. Entscheidend ist der Hafen Fudschaira.

Der Hafen Fudschaira liegt östlich der Straße von Hormus am Golf von Oman. Vor dem Krieg ging etwa die Hälfte der Ölexporte der VAE per Habshan-Pipeline nach Fudschaira: 1,8 Millionen Barrel pro Tag (1 Barrel sind 159 Liter). Dort konnten sie auf Schiffe verladen werden.

VAE sollen Straße von Hormus mit Pipelines umgehen
Mit dem Bau einer neuen Pipeline von Jebel Dhanna nach Fudschaira sollen noch einmal 1,5 Millionen Barrel nach Fudschaira fließen können. Auf diese Weise, das erhofft sich Hussain Abdul-Hussain vom Thinktank Foundation for Defense of Democracies (FDD), könnten die Vereinigten Arabischen Emirate ihre volle Opec-Quote von 3,3 Millionen Barrel pro Tag leisten, ohne ein einziges Barrel durch die Straße von Hormus schicken zu müssen.

Kuwait könnte ebenfalls eine Pipeline an diesen Hub andocken und noch einmal drei Millionen Barrel pro Tag liefern.

Weitere Anschlüsse für Golfstaaten möglich
Dasselbe gelte für den Irak mit wiederum vier Millionen Barrel pro Tag – hierfür müsste jedoch ein Ausbau an Pipelines vorausgehen. Selbst Katar könnte seine "Dolphin"-Pipeline umfunktionieren und LNG nach Fudschaira liefern, allerdings müsste sich das Land vorher vom Iran und der Muslimbruderschaft lossagen.

Eisenbahnnetz ergänzt VAE-Öl-Pipelines
Darüber hinaus bauen die VAE seit Jahren ein umfangreiches Schienennetz, das alle sieben Emirate verbinden soll. Im Jahr 2023 weihte die Bahngesellschaft Etihad Rail eine Erweiterung des Streckennetzes über 900 Kilometer ein. Dieses verbindet Städte von Ghuwaifat bis Fudschairah.

Ein weiteres Eisenbahnprojekt soll die VAE außerdem mit dem Oman verknüpfen. Hafeet Rail, ein Joint Venture zwischen Etihad Rail, Oman Rail und Mubadala Investment, verkündete jüngst, dass 40 Prozent dieses Projekts fertiggestellt seien. In einer Unternehmensmeldung bezeichnete Etihad Rail das Projekt als "eines der bedeutendsten strategischen Gemeinschaftsprojekte in den Bereichen Infrastruktur, Transport und Logistik" der Region.
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Golfstaaten liefern per Lkw – und umgehen Straße von Hormus
Zitat:Wegen der Blockade der Straße von Hormus suchen die Golfstaaten alternative Lieferrouten. Zum Beispiel greifen sie auf Züge und Lkw zurück.

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Zug als Rettung wegen Hormus-Krise
Darüber hinaus entwickelt Saudi-Arabian Railways fünf neue logistische Zugstrecken, die den Güterverkehr von der Straße aufs Gleis verlegen sollen. ....

Diese Pläne fügen sich in das Großprojekt Golfbahn (GCC Railway) ein, das das Ziel verfolgt, alle sechs Mitgliedstaaten des Golf-Kooperationsrates GCC zu verknüpfen. Daraus soll ein rund 2200 Kilometer langes Schienennetz entstehen, das von Kuwait-Stadt bis nach Maskat verläuft und die Golfstaaten Saudi-Arabien, Bahrain, Katar und die Vereinigten Arabischen Emirate durchquert.

„Die Golfbahn kann sich zum Rückgrat einer zukünftigen GCC-Zollunion entwickeln“, schreibt „ORF Middle East” dazu. Es kann am Ende den Handel innerhalb des GCC steigern. Die Vereinigten Arabischen Emirate und Saudi-Arabien sind mit ihren nationalen Teilstücken der Strecke vergleichsweise weit, während Länder wie Bahrain und Kuwait teils erhebliche Verzögerungen verzeichneten.

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Kopie hier

Damit ist aber die Restitution der Entwicklung aus den letzten Jahrzehnten - Stichwort: Handel und Tourismus - mit der Bestrebung, von Gas und Öl unabhängig zu werden, nocht nicht gelungen.
Dass diese Bypass-Möglichkeiten nach der Aera der fossilen Energien noch eine wesentliche Bedeutung haben, kann sein. Touristische Erschließung und Bahn schließen sich nicht aus. Und in der Region gibt es ja auch noch andere Bodenschätze.
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#44
(jaa - Kapital ist flüchtig)
(08.05.2026, 21:30)Kongo Erich schrieb: Wie sich die unsichere Lage auf die Wirtschaft auswirkt ... beschreibt aktuell der FOCUS:
Zitat: ... verlagern wohlhabende Eliten ihr Vermögen von Dubai nach Singapur und in die Schweiz ....
jetzt nennt die Wirtschaftswoche noch einige andere Länder:
Zitat:Bye-bye Dubai! Wohin es die Superreichen jetzt zieht
Der Iran-Krieg gefährdet das Image des Emirats als sicherer Hafen. Plötzlich werden Länder wie Indien, Thailand und Kasachstan attraktiver.
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ergänzend:
Zitat:Ausweg für Öl über Fudschaira
Emirate bauen Pipeline an der Straße von Hormus vorbei
15.05.2026, 14:06 Uhr

Im Iran-Krieg ist Fudschaira eine lebenswichtige Versorgungsader für die Vereinigten Arabischen Emirate. Die Hafenstadt befindet sich außerhalb der Straße von Hormus am Golf von Oman. Der staatliche Ölkonzern Adnoc baut jetzt eine Pipeline dorthin.

Die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) wollen ihre Abhängigkeit bei Öllieferungen durch die Straße von Hormus verringern und beschleunigen daher den Bau einer neuen Ölpipeline. Der Kronprinz habe den staatlichen Ölkonzern Adnoc angewiesen, das Projekt "West-East Pipeline" voranzutreiben, teilt die Pressestelle der Regierung in Abu Dhabi mit. Der Bau der Pipeline hat demzufolge bereits begonnen.

Die Röhre soll 2027 in Betrieb gehen und die Ölfelder der Emirate mit dem Hafen von Fudschaira verbinden.
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Adnoc besitzt bereits eine 406 Kilometer lange Pipeline von seinen Ölfeldern nach Fudschaira. Darüber können die VAE den Angaben zufolge 1,5 Millionen Barrel Öl täglich exportieren. Die Verbindung ist somit eine lebenswichtige Versorgungsader für die Ölwirtschaft der Emirate. Die Pipeline kann jedoch weniger als die Hälfte der üblichen Exportmengen von Adnoc befördern. Mit der neuen Röhre sollen sich die Kapazitäten auf 3 Millionen Barrel täglich verdoppeln.
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#45
„Geheimer“ Besuch in den Emiraten: Netanjahus Glücksspiel, Abu Dhabis Verlegenheit
OLJ Libanon (französisch)
Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten bestätigte, dass dieser während des Krieges gegen den Iran vom emiratischen Präsidenten diskret empfangen worden sei – eine Information, die von der Föderation umgehend dementiert wurde.

Blockade der Straße von Hormus: Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen den Bau einer neuen Ölpipeline „beschleunigen“
OLJ Libanon (französisch)
AFP / 15. Mai 2026 um 14:02 Uhr
[Bild: https://s.lorientlejour.com/storage/atta...58266.jpeg]

Der Massengutfrachter „Galaxy Globe“ und der Öltanker „Luojiashan“ vor Anker in Maskat, Oman, am 9. März 2026. Illustrationsfoto REUTERS / Benoit Tessier
Die Vereinigten Arabischen Emirate werden den Bau einer neuen Ölpipeline beschleunigen, teilten die Behörden in Abu Dhabi am Freitag mit, während die Kontrolle der für den weltweiten Handel mit Kohlenwasserstoffen strategisch wichtigen Straße von Hormus durch den Iran die Exporte aus der Golfregion beeinträchtigt.
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