Deutschland versus Hizbollah
#1
Gehen wir mal davon aus, das die Hizbollah versucht auf Deutschland Druck auszuüben, keine Rüstungsgüter mehr an Israel zu liefern.
Im Rahmen dieser Kampagne entscheidet sich die Hizbollah schließlich, als die deutsche Haltung unnachgiebig bleibt, dazu - ähnlich wie 1992 und 1994 in Argentinien - einen Terroranschlag in Deutschland zu verüben, vielleicht gegen eine jüdische Einrichtung. Der Anschlag gelingt. Natürlich sind die weitaus meisten Opfer des Anschlags noch nicht mal jüdischen Glaubens, und das sich unter den Todesopfern auch mehrere Kinder einer Schulklasse befinden, die gerade anlässlich eines Klassenausflugs das Ziel des Anschlags besichtigten dämpft die Wut der deutschen Regierung - und Bevölkerung - auch nicht gerade.
Die deutsche Regierung reagiert mit Härte. Einrichtungen der Hizbollah oder ihr nahestehender Organisationen werden geschlossen, wobei vielleicht eine recht ansehnliche Menge an Waffen und Sprengstoff zum Vorschein kommt.
Gleichzeitig wird - vielleicht mit logistischer Hilfe aus Israel - ein Überraschungsangriff deutscher Spezialeinheiten auf eine Einrichtung der Hizbollah im Libanon verübt, während die deutsche Marine mehrere Frachter, die Waffen für die Hizbollah transportieren, aufbringt oder versenkt.
Als die Hizbollah ein deutsches Kriegsschiff vor der libanesischen Küste mit aus dem Iran importierten Seeziel-FK beschiesst entscheidet sich Deutschland zur Zerschlagung der Hizbollah - mit möglichst minimaler Unterstützung durch die NATO oder Israel.
Wie könnte eine deutsche Operation zur Zerschlagung der Hizbollah aussehen? Welche Ausrichtung bräuchte die Bundeswehr?
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#2
:?
Deutschland würde allerhöchstens ein paar Milliarden Euro an Israel überweisen und die Hoffnung ausdrücken bloß keine unverhältnismäßigen Aktionen durchzuführen.
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#3
@Nightwatch
Wir wollen hier einfach davon ausgehen das die Hizbollah Deutschland wütend genug gemacht hat um zum einen eigenmächtig gegen diese vorzugehen und sie eliminieren zu wollen.
Gehen wir auch weiter davon aus das sich Deutschland aus was für Gründen auch immer nicht hinter der NATO oder Israel "verstecken" will - quasi eine Art deutsches Falkland-Szenario an der Levante.
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#4
Man könnte da wohl genausogut über eine Invasion der Marscmenschen schreiben, aber von mir aus...

Ich sehe kaum wie eine deutsche Militäraktion im Libanon ohne Hilfe von Drittstaaten gelingen könnte.
Das finge damit an das Deutschland Nachschub über griechische und italienische Mittelmeerhäfen verbringen müsste.
Eine Nachschubkette aus Hamburg aufzubauen halte ich ob der Intesnität der Kampfhandlungen für kaum realistsch.
Weiterhin sehe ich nicht wie Deutschland ohne massive logistische Hilfe aus Israel irgendetwas zu Stande bringen würde.
Wir haben praktisch, wir haben faktisch keine amphibischen Kapazitäten und unsere Transall haben nicht die nötige Reichweite um den Libanon von Deutschland aus zu erreichen.
Das heißt wir sind weder durch Marinekräfte noch durch Fallschirmjägerverbände in der Lage einen Brückenkopf im Libanon zu etablieren, geschweige denn einen geeigneten Hafen und Flugplatz zu sichern (Beirut).
Wir bräuchten also Stützpunkte in Israel und hier fällt dein Szenario eben auseinander.
Die Israelis werden nicht dran denken sich deutsche Kampftruppen ins Land zu holen die sich dann mal im Norden versuchen können.
Denn zweifellos würde die Hisbollah ihr Raketenarsenal gegen Israel richten (würden sie auch machen wenn die Bundeswehr dort keine Stützpunkte hätte) und dann können es die Israelis auch gleich selber durchziehen.
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#5
Selbst wenn die Regierung der BRD ernsthaft kriegerische Handlungen dieser Art eröffnen wollte, so ist sie rein praktisch dazu gar nicht in der Lage.

Meiner Ansicht nach würde es aber schon beim Willen fehlen. Selbst mehrere Terroranschläge würden keine Kriegerischen Aktionen der BRD zur Folge haben.

Ohne die Zusammenarbeit mit anderen Staaten und ohne Hilfe der NATO sind wir darüber hinaus nicht handlungsfähig.

Zitat:Gleichzeitig wird - vielleicht mit logistischer Hilfe aus Israel - ein Überraschungsangriff deutscher Spezialeinheiten auf eine Einrichtung der Hizbollah im Libanon verübt,

Selbst eine solche Operation wäre nach meinem Wissensstand rein praktisch so gut wie unmöglich.

Zitat:Wir wollen hier einfach davon ausgehen das die Hizbollah Deutschland wütend genug gemacht hat um zum einen eigenmächtig gegen diese vorzugehen und sie eliminieren zu wollen

Selbst wenn wir es wollten, wir könnten es einfach gar nicht. Die Bundeswehr ist nicht in der Lage eine solche Operation auszuführen.

Man müsste also vor einer solchen Handlung überhaupt erst mal wieder die Streitkräfte aufbauen die dafür notwendig wären.

Bis man Handlungsfähig wäre, würden viele Jahre vergehen. Dein Szenario würde also über den Willen hinaus auch noch die dazu notwendigen Streitkräfte voraus setzen, womit wir schon bei zwei Annahmen sind, die beide nicht zutreffen.
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#6
Tiger schrieb:Welche Ausrichtung bräuchte die Bundeswehr?

Alles was für amphibische Operationen/Landungen nötig ist:
Flugzeug-/Hubschrauberträger, Landungsschiffe, Versorgungsschiffe, Marineinfanterie etc etc pp.
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#7
An die Möglichkeit, Truppen nicht in einer großen Landungsoperation, sondern stattdessen zunächst langsam ins Land einsickern zu lassen hat wohl noch niemand gedacht.
So könnten am Anfang Truppen - etwas Spezialeinheiten - per U-Boot oder per Frachtschiff angelandet werden. Es dürfte mehr als genug Frachtschiffe geben die gegebenenfalls verdeckt gechartert werden könnten. Zusätzlich könnten diese auch erhebliche Mengen an Waffen und Ausrüstung anlanden. Das muss natürlich nicht in einem Hafen geschehen, es geht auch nachts an der langen, wenig bewachten libanesischen Küste.
Eventuell könnten Spezialeinheiten sogar offen als Touristen oder Sportler etc. getarnt ins Operationsgebiet kommen, bevor man die Aktionen beginnt. Hat die sowjetische Spetznasz ja auch gemacht...
In dieser Phase des Einsickerns muss man sich natürlich - wenn überhaupt! - auf kleinere Kampfhandlungen beschränken: Scharfschützenattacken auf Einheiten der Hisbollah, Sprengladungen auf Pfaden die von der Hizbollah zur Verlegung von Truppen und Material genutzt werden, Anschläge auf ihre Anführer...
Dabei könnte man auch schön falsche Spuren legen.
In der Zwischenzeit könnte man die eigenen Transportkapazitäten ausbauen. Dazu könnte man auch zivile Frachtschiffe umbauen.
Kurz vor der offenen Landung von weiteren Truppen kann man zur nächsten Eskalationsphase schreiten: Einer generellen Angriffswelle von bereits im Operationsgebiet befindlichen Truppen gegen die Hizbollah.
Der geeignetste Zeitpunkt hierfür wäre wohl der Al Quds-Tag. Gerade die Paraden der Hizbollah könnten ein gutes Ziel abgeben, dabei könnte man eine große Zahl von Kämpfern ausschalten...
Daneben könnte auch die Schockwirkung maximal sein.

@Quintus Fabius
Zitat:elbst eine solche Operation wäre nach meinem Wissensstand rein praktisch so gut wie unmöglich.
Warum?
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#8
Wenns hart auf hart kommt, wie wäre es damitBig Grinie Bundeswehr klaut zeitnah ein paar Atombomben aus Ramstein (selberbauen dauert zwar n bissel länger, wäre aber auch möglich.. 8) .), bringt sie zu ner NATO Übung mit deutschen Tornados, die, sagen wir mal, in der Ägäis stattfindet, dann noch ein kleiner Abstecher mit Zusatztanks und der Südlibvanon ist nuklear geröstet...Am nächsten Tag oder selben Abend dann die Enthüllung, das die Hisbollah eh schon an ner Kernwaffe gebastelt hätte, die halt hochgegangen ist... Big Grin oder wir bezahlen noch schnell die paar
Milliarden Euro an Frankreich, übernehmen nen Teil der Force de Frappe und feuern ganz legal ein paar französische ICBMs mit so jeweils 1 Megatonne Sprengkraft (oder wie wärs mit Neutronenbomben :twisted: )auf die Hisbollah ab...
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#9
@Nelson
In der Zeit die wir bräuchten um einen Plan zu entwickeln wie man die Atombomben aus der Ramstein AFB klaut haben wir wahrscheinlich schon die ersten eigenen Bomben gebaut. :twisted:
Aber Atomwaffen brauchen wir nicht. Angst und Schrecken zu verbreiten macht mehr Spass als Overkill, und ich muss es wissen weil ich das Böse im Forum verkörpere. :twisted:
Jedenfalls danke dafür, das du mich aufgeheitert hast...
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#10
Tiger schrieb:An die Möglichkeit, Truppen nicht in einer großen Landungsoperation, sondern stattdessen zunächst langsam ins Land einsickern zu lassen hat wohl noch niemand gedacht.
So könnten am Anfang Truppen - etwas Spezialeinheiten - per U-Boot oder per Frachtschiff angelandet werden. Es dürfte mehr als genug Frachtschiffe geben die gegebenenfalls verdeckt gechartert werden könnten. Zusätzlich könnten diese auch erhebliche Mengen an Waffen und Ausrüstung anlanden. Das muss natürlich nicht in einem Hafen geschehen, es geht auch nachts an der langen, wenig bewachten libanesischen Küste...

Hallo Tiger Frachtschieffe zu nützen halte ich für falsch
und so unbewacht ist die libanesische Küste wider auch nicht das man einfach da ungestört rumfahren kan,
ok die Hisbollah hat ja keine schiffe aber C802-Raketen.

Eine art Landung auch wen sie nur in kleinen schriten erfolgt wäre von schiffen in dem fall zimlich verlustreich.

Andersrum sicht es mit verdeckten Operationen aus KSK das wäre möglich und weit aus sinvoller.
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#11
@Dhoom
Der Trick ist bei den Frachtschiffen ist der, das man sie nicht als "feindlich" erkennt. Sie sind scheinbar irgendwelche neutralen Frachtschiffe.
Wie willst du einen Feind bekämpfen wenn du ihn nicht als solchen erkennst?
Wenn du offen anlanden willst musst du natürlich die Seeziel-FK-Batterien ausschalten.
Aber bei scheinbar neutralen Frachtschiffen...und bei Nacht...
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#12
Tiger schrieb:@Dhoom
Der Trick ist bei den Frachtschiffen ist der, das man sie nicht als "feindlich" erkennt. Sie sind scheinbar irgendwelche neutralen Frachtschiffe.
Wie willst du einen Feind bekämpfen wenn du ihn nicht als solchen erkennst?
Wenn du offen anlanden willst musst du natürlich die Seeziel-FK-Batterien ausschalten.
Aber bei scheinbar neutralen Frachtschiffen...und bei Nacht...


Und genau da ist der hacken die Hisbollah hat im Libanonkrieg 2006 ganz klar gezeigt egal ob es ein isralische Korvett oder ein ägyptisches Frachtschiff ist was sich zu nache nährt wird beschossen bzw versenkt egal ob man zivil oder miliärisch unterwegs ist ,
klar kan man hier den überraschungsangriff nützen aber es wird unvermeindlich sein wen die hisbollah ernst macht das ein schiff versenkt wird oder mehrere.
Seeziel-FK-Batterien ausschalten bezweifle ich das KSK alle auf einmal vernichten kan für so was braucht man eine Luftwaffe,
und das wird schwer bzw unmöglich ohne hilfe der andern Nato Partnern.

Angenommen die Deutschen machen ernst und lassen sich durch ein paar versenkte Frachtschife nicht beirren mit den dazugehörigen Opfern.
Sie besetzen Libanon der Widerstand wächst gegen die besatzer was noch mehr opfern bringt auf beide seiten,
und am ende wird die hisbollah nicht besiegt nur zurück gedrengt das alles ist nur eine bestraffungs aktion bzw rache und die kan man auch mit der KSK,Agenten,Sabotage Aktionen usw wunderbar verbringen in dem man die Führung der hisbollah versucht auszuschalten bzw ihnen viele verluste macht.
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#13
@Dhoom
Zitat:Und genau da ist der hacken die Hisbollah hat im Libanonkrieg 2006 ganz klar gezeigt egal ob es ein isralische Korvett oder ein ägyptisches Frachtschiff ist was sich zu nache nährt wird beschossen bzw versenkt egal ob man zivil oder miliärisch unterwegs ist ,
Der israelische Flottenverband, zu dem die getroffene Korvette gehörte, hatte aber zuvor durch den Beschuss von Landzielen auf sich aufmerksam gemacht.
Der Frachter wurde unbeabsichtigt getroffen, einer der auf die israelische Korvette abgefeuerten Seeziel-FK suchte sich ganz einfach ein neues Ziel.

Zitat:Seeziel-FK-Batterien ausschalten bezweifle ich das KSK alle auf einmal vernichten kan für so was braucht man eine Luftwaffe,
und das wird schwer bzw unmöglich ohne hilfe der andern Nato Partnern.
Wie wäre es denn mit Helikoptern und mit Kampfdrohnen?

Zitat:Sie besetzen Libanon der Widerstand wächst gegen die besatzer was noch mehr opfern bringt auf beide seiten,
Die Hizbollah ist im Libanon nicht so beliebt wie es den Anschein hat.
Im Süden des Libanon ist sie sogar wegen ihrer ständigen Schikanen sehr unbeliebt.
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