Unglaubliche Lebensläufe
#1
Die Menschheitsgeschichte hat immer wieder Einzelne Menschen hervor gebracht, deren persönliche Lebensläufe jede Phantasie übertreffen.



Graf Moritz August Benovski

wurde am 20 September 1741 in dem Dorf Benovo in der heutigen Slowakei (damals Österreich-Ungarn) geboren. Sein Vater war ein Österreichischer Adeliger Polnischer Abstammung der seine Ahnenlinie auf das älteste Adelsgeschlecht Polens bis ins 10 Jahrhundert zurück verfolgen konnte. Seine Mutter stammte wiederum aus einem der ältesten Adelsgeschlechter Ungarns und einem der damals reichsten dazu. Sein Vater diente als General der Kavallerie bei den Österreichern und auch Moritz August trat der Kavallerie bei und zog bereits als 15 Jähriger in den Siebenjährigen Krieg gegen Preußen. Dort zeichnete er sich durch selbstmörderische, geradezu irrsinnige Tapferkeit aus. Nach dem Ende des Siebenjährigen Krieges im Jahr 1763 ging er nach Lettland zu seinem Onkel erfuhr jedoch das sich sein Cousin den Familienbesitz in Österreich aneignen wollte. Darauhin kehrte er 1765 nach Österreich zurück und brachte seinen Cousin kurzerhand um. Dafür wurde er in Wien von einem Gericht als Störer des öffenlichen Friedens des Landes verwiesen. Empört trat Moritz August 1767 der neu gegründeten Polnischen Konföderation bei und kämpfte dort als Offiziere der Kavallerie gegen die Russen. 1768 wurde er dabei vom Pferd geschossen und geriet verletzt in russische Gefangenschaft. Die Russen brachten ihn nach Kazan. Von dort floh er sofort wieder nach Polen zur Fuß quer durch ganz Russland. 1769 geriet er jedoch unter starkem Fieber leidend wieder in russische Gefangenschaft und wurde diesmal von den Russen quer durch Sibirien nach Kamtschatka in ein Strafgefangenenlager gebracht.

Kamtschatka war von den Russen selbst erst kurz davor entdeckt und besetzt worden. Das Gebiet war derart abgelegen das nach der Ankunft von Moritz der Kontakt der Russischen Garnison zum Zarenreich mehrmals abbrach. Aufgrund der Isolation freundeten sich die russischen Soldaten die dorthin strafversetzt worden waren und Moritz miteinander an. Moritz übernahm innerhalb kürzester Zeit die Kontrolle über die Insassen des Lagers wie die russischen Soldaten und knüpfte sogar Kontakte zu den Einheimischen. Am 27.April 1771 brachte er die Einheimischen Stämme dazu, daß russische Fort anzugreifen und Moritz tötete den Kommandanten Nilow worauf die russischen Soldaten sich seinem Kommando unterstellten.

Moritz ließ nun Schiffe aus Treibholz und Teilen des Forts bauen. Mit diesen Schiffen erkundete er die Küsten Kamtschatkas. Dabei traf er auf das russische Schiff St.Peter das er enterte und übernahm. Mit diesem Schiff und den ihm inzwischen blind ergebenen Russischen Soldaten des Fort segelte er darauf hin nach Süden nach Japan. Die wenigen Insassen des Lagers die er noch bis dahin mitgeschleppt hatte setzte er auf einer Insel der Kurilen aus. Bei einem Sturm wurde er jedoch nach Nordwesten abgetrieben und stieß dort auf Land, das er aber nicht betrat. Später behauptete Moritz er sei damit in Wahrheit der erste Europäer gewesen der Alaska erreicht hatte, tatsächlich aber handelte es sich um die Kommandorski Inseln. An der Küste Japans angekommen bot er den Japanern seine Dienste an, wurde aber von ihnen zunächst abgewiesen. Er traf dort allerdings einen Holländer mit guten Kontakten zum Clan der Tokugawa und brachte den Holländer dazu als Übersetzer und Bote für ihn zu agieren. Mit gefälschten Unterlagen und einem frei erfundenen Bericht über Russische Truppen und Kriegsschiffe nördlich von Japan die sich zur Eroberung Hokkaidos bereit machen würden, brachte er die Tokugawa dazu japanische Truppen nach Norden zu schicken um dem vermeintlichen russischen Angriff zuvor zu kommen. Die falschen Informationen von Moritz führten dazu, daß die Japaner eine ständige Präsenz an der Küste von Nord-Hokkaido errichteten und erstmals selbst Expeditionen nach Süd-Sachalin und auf die Kurilen entsandten. Danach segelte er dann von Japan aus nach Taiwan an dessen Küsten er mehrere chinesische Siedlungen plünderte und zerstörte. Auf dem Weg zum chinesischen Festland gelang es ihm ein spanisches Schiff zu entern. Am 12. September 1771 erreichte er mit beiden Schiffen Macao wo er seine Beute aus Taiwan verkaufte. Von Macao aus reiste er dann nach Indien und heuerte dort mehrere französische Schiffe an. Mit diesen reiste er dann nach Madagaskar das damals noch unabhängig war und von mehreren einheimischen Königreichen beherrscht wurde. Auf Madagaskar gelang es ihm eines dieser Königreiche unter seine Kontrolle zu bringen. Daraufhin reiste er nach Frankreich und kam dort Ende 1772 an. Dort erfuhr er, daß er von der polnischen Konföderation in Abwesenheit zum General der Kavallerie ernannt worden war. Ohne eine Audienz zu haben ging er einfach schnurstracks zum König von Frankreich und machte Louis dem XV den Vorschlag, für ihn Madagaskar zu erobern. Auf den Rat des Herzog d Eguillon ernannte der französische König Moritz zum offiziellen Statthalter von Madagaskar, gab ihm den Titel eines französischen Grafen und schickte ihn am 02.Februar 1774 mit einigen Schiffe und einer Truppe von Freiwilligen dorthin. Die Russen die mit Moritz von Kamtschatka geflohen waren, dienten ihm zu diesem Zeitpunkt immer noch als seine persönliche Truppe.

Bis 1776 gelang es ihm in dutzenden Kämpfen die Stämme von Madagaskar zu vereinen und die Könige von Madagaskar riefen ihn zum Ampansacabe, also zum Kaiser von Madagaskar aus. Als Kaiser führte er die lateinische Schrift ein, verließ aber gelangweilt die Insel schon am 14 Dezember 1776 wieder. Nach seiner Rückkehr nach Frankreich wurde Moritz 1777 zum General der französichen Armee ernannt und erhielt den Orden des Heiligen Louis. 1778 erhielt er eine Begnadigung der Österreichischen Kaiserin Maria Theresia und wurde auch von ihr zum Grafen ernannt. Erst zu dieser Zeit wurde sich Moritz seiner inzwischen internationalen Berühmtheit bewusst. Er ging nun nach Österreich und arbeitete dort einen umfangreichen militärisch-politischen Plan aus, um Österreich einen Zugang zum Mittelmeer zu verschaffen. Außerdem bot er Österreich an, das Madagaskar eine Österreichische Kolonie werden könnte. Nebenbei versuchte er auch noch im Bayerischen Erbfolgekrieg zu kämpfen, schaffte es aber nicht mehr in Kampfhandlungen verwickelt zu werden. Zu seinem eigenen größten Bedauern.

1779 ging Moritz nach Paris zurück und wurde dort ein persönicher und enger Freund von Benjamin Franklin. Aufgrund dessen ging er noch 1779 nach Amerika und känpfte dort auf der Seite der Amerikanischen Revolutionsarmee. Im Unabhängigkeitskrieg nahm er dabei an mehreren Schlachten teil bei denen ihm ein Ohr abgeschossen wurde. Er lernte in dieser Zeit auch George Washington kennen. 1780 zog er wieder nach Europa um dort eine Legion von Freiwilligen für den Unabhängigkeitskrieg zu rekrutieren. Das Ende des Krieges 1781 machte diesen Plan jedoch hinfällig. Moritz kam jedoch gerade noch rechtzeitig zurück nach Amerika, um dort zusammen mit den Blauen Husaren der französischen Kavallerie die Britische Kapitulation in Yorktown zu überwachen. 1782 gründete Moritz eine eigene Firma für den Handel zwischen Amerika, Europa und Afrika. 1784 gab er jedoch seine Aktivitäten als Kaufmann wieder auf und kehrte nach Madagaskar zurück. Dort setzte er binnem kurzen seine Herrschaft wieder durch und machte sich dann daran die Franzosen aus Madagaskar zu vertreiben. Er wollte nun ein eigenes Kaiserreich begründen und eine Neue Dynastie. Bei seinen Kämpfen gegen französische Soldaten wurde er am 23. Mai 1786 von einem unbekannten französichen Soldaten erschossen. Nach seinem Tod gelang es Frankreich wieder die Kontrolle über die Insel zu übernehmen.
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#2
Hiroo Onoda

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-41722034.html

http://en.wikipedia.org/wiki/Hiroo_Onoda

Was bei Wiki noch nicht erwähnt wird ist, daß Onoda bei seinem Dienst auf den Phillipinen als erster Japaner die US Flotte sichtete und ihre Position per Funk durchgab und durch diesen Funkspruch die Kamikaze Angriffe auf die US Schiffe auslöste. Onodas Funkspruch löste also die Angriffe aus, die dann dutzende von US Kriegsschiffen versenkten.

Selbst noch nach 1970 versuchte Onoda seinen Befehlen gemäß ernsthaft Guerillakrieg zu führen was auch noch in den letzten Jahren auf den Phillipinen regelmäßig zu Schießereien führte und zum Tod seines letzten ihm verbliebenen Kameraden im Jahr 1972. Im Gegensatz zu den Ausführungen bei Wiki wusste aber Onoda schon seit 1952 das der Krieg aus war und das Japan diesen Krieg verloren hatte. Dennoch befolgte er einfach die letzten ihm erteilten Befehle. Erst als diese von seinen damaligen Vorgesetzten persönlich widerrufen wurden gab er auf.

Desweiteren wurde er später in Brasilien von Räubern überfallen die ihn mit einem Messer bedrohten. Er tötete die beiden Räuber dann mit seinem eigenen Messer.

Und das krasseste überhaupt: der Mann lebt immer noch. Eine lebende Legende.
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#3
Ibn Battuta: Ein Mann, der zu seiner Zeit (14.Jh.) eine unglaubliche Reise unternommen hat. Einmal quer durch die gesamte damalige muslimische Welt und wieder zurück.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ibn_Battuta
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#4
Eine für mich außergewöhnliche Person:
http://en.wikipedia.org/wiki/Srinivasa_Ramanujan
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 73462.html
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#5
Jemand der gegen alle Wiederstände für seine Überzeugungen gekämpft hat. Der Kampf ist noch nicht entschieden: http://en.wikipedia.org/wiki/Jean-Bertrand_Aristide
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#6
Wessen Lebenslauf mich beeindruckt:
http://www.piueventi.it/wp-content/uplo ... hedral.jpg
Sverre Sigurdsson, König von Norwegen.
Sverre, der auf den Färöern aufgewachsen war, erfuhr mit etwa 24 Jahren das er der Sohn eines früheren Königs, nämlich von Sigurd II. Haraldsson, sei. Er ging daraufhin nach Norwegen, wo er das Kommando über die Birkebeiner, eine eigentlich bereits geschlagene Rebellengruppe, übernahm. Diese Birkebeiner standen im Kampf gegen die Bagler-Fraktion des Adels und der Kirche - "Bagler" bedeutet Krummstab - und waren als arme Schlucker, quasi Lumpenproletariat bekannt. Ihr Name rührte daher das sie sich Birkenrinde um ihre Beine wickelten.
Sverre ging mit den Birkebeinern zu einer Guerillataktik über, gewann eine Flotte und Verbündete und konnte in mehreren Land- und Seeschlachten - besonders 1185 bei Fimreite - den Thron für sich erobern.

Ebenfalls beeindruckend, mit ähnlicher Vita:
http://upload.wikimedia.org/wikipedia/c ... ry_VII.jpg
http://en.wikipedia.org/wiki/Henry_VII_of_England
Henry Tudor, später bekannt als Heinrich VII von England und Begründer der Tudor-Dynastie.
Henry Tudors Anspruch auf den englischen Thron stand aufgrund seiner Abstammung - mütterlicherseits von Johann von Ghent - auf reichlich dünnem Eis, aber trotzdem konnte er in etwas was eigentlich eine Art Himmelfahrtskommando war sich den englischen Thron sichern und die Rosenkriege beenden.
Imho einer der fähigsten Könige von England!
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#7
Wie wäre es mit Mahatma Gandhi? Der hat 1947 das britische Empire durch die Unabhängigkeit des indischen Subkontinents (also mit Indien, Pakistan und dem heutigen Bangla-Desh) ins Mark getroffen, ohne auch nur einen einzigen Schuss abgegeben zu haben.
Übrigens gefolgt von Birma und Sri Lanka (1948) usw usw ....
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#8
http://www.haaretz.com/israel-news/1.711115

Sollte das stimmen, wäre es mal wirklich in die Kategorie UNGLAUBLICH einzustufen !

Zitat:We can now report — based on interviews with former Mossad officers and with Israelis who have access to the Mossad’s archived secrets from half a century ago — that Krug was murdered as part of an Israeli espionage plot to intimidate the German scientists working for Egypt.

Moreover, the most astounding revelation is the Mossad agent who fired the fatal gunshots: Otto Skorzeny, one of the Israeli spy agency’s most valuable assets, was a former lieutenant colonel in Nazi Germany’s Waffen-SS and one of Adolf Hitler’s personal favorites among the party’s commando leaders. The Führer, in fact, awarded Skorzeny the army’s most prestigious medal, the Knight’s Cross of the Iron Cross, for leading the rescue operation that plucked his friend Benito Mussolini out from the hands of his captors.

But that was then. By 1962, according to our sources — who spoke only on the promise that they not be identified — Skorzeny had a different employer. The story of how that came to be is one of the most important untold tales in the archives of the Mossad, the agency whose full name, translated from Hebrew, is “The Institute for Intelligence and Special Missions.”

Key to understanding the story is that the Mossad had made stopping German scientists then working on Egypt’s rocket program one of its top priorities. For several months before his death, in fact, Krug, along with other Germans who were working in Egypt’s rocket-building industry, had received threatening messages. When in Germany, they got phone calls in the middle of the night, telling them to quit the Egyptian program. When in Egypt, some were sent letter bombs — and several people were injured by the explosions.

Krug, as it happens, was near the top of the Mossad’s target list.

During the war that ended 17 years earlier, Krug was part of a team of superstars at Peenemünde, the military test range on the coast of the Baltic Sea, where top German scientists toiled in the service of Hitler and the Third Reich. The team, led by Wernher von Braun, was proud to have engineered the rockets for the Blitz that nearly defeated England. Its wider ambitions included missiles that could fly a lot farther, with greater accuracy and more destructive power.

According to Mossad research, a decade after the war ended, von Braun invited Krug and other former colleagues to join him in America. Von Braun, his war record practically expunged, was leading a missile development program for the United States. He even became one of the fathers of the NASA space exploration program. Krug opted for another, seemingly more lucrative option: joining other scientists from the Peenemünde group — led by the German professor Wolfgang Pilz, whom he greatly admired — in Egypt. They would set up a secret strategic missile program for that Arab country.

In the Israelis’ view, Krug had to know that Israel, the country where so many Holocaust survivors had found refuge, was the intended target of his new masters’ military capabilities. A committed Nazi would see this as an opportunity to continue the ghastly mission of exterminating the Jewish people.

The threatening notes and phone calls, however, were driving Krug crazy. He and his colleagues knew that the threats were from Israelis. It was obvious. In 1960, Israeli agents had kidnapped Adolf Eichmann, one of the chief administrators of the Holocaust, in far-off Argentina. The Israelis astonishingly smuggled the Nazi to Jerusalem, where he was put on trial. Eichmann was hanged on May 31, 1962.

It was reasonable for Krug to feel that a Mossad noose might be tightening around his neck, too. That was why he summoned help: a Nazi hero who was considered the best of the best in Hitler’s heyday.

On the day he vanished, according to our new information from reliable sources, Krug left his office to meet Skorzeny, the man he felt would be his savior.

Skorzeny, then 54 years old, was quite simply a legend. A dashing, innovative military man who grew up in Austria — famous for a long scar on the left side of his face, the result of his overly exuberant swordplay while fencing as a youth— he rose to the rank of lieutenant colonel in Nazi Germany’s Waffen-SS. Thanks to Skorzeny’s exploits as a guerrilla commander, Hitler recognized that he had a man who would go above and beyond, and stop at nothing, to complete a mission.

The colonel’s feats during the war inspired Germans and the grudging respect of Germany’s enemies. American and British military intelligence labeled Skorzeny “the most dangerous man in Europe.”

Krug contacted Skorzeny in the hope that the great hero — then living in Spain — could create a strategy to keep the scientists safe.

The two men were in Krug’s white Mercedes, driving north out of Munich, and Skorzeny said that as a first step he had arranged for three bodyguards. He said they were in a car directly behind and would accompany them to a safe place in a forest for a chat. Krug was murdered, then and there, without so much as a formal indictment or death sentence. The man who pulled the trigger was none other than the famous Nazi war hero. Israel’s espionage agency had managed to turn Otto Skorzeny into a secret agent for the Jewish state.
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