Die Linke
#16
Zitat:Es war eine Steilvorlage für die politische Konkurrenz - aber auch bei den eigenen Genossen regt sich Unmut über das Kommunismus-Bekenntnis der Linken-Chefin Gesine Lötzsch. Sie zweifeln an ihrem politischen Instinkt und fürchten den Rückfall in tiefrote Zeiten.

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...81,00.html


Ohne Worte.. Oh Mann ..
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#17
Zitat:Applaus bei der K-Frage

Erst ein halber Rückzieher, dann eine Rechtfertigung: Nach Vorwürfen wegen einer Bemerkung über den Kommunismus sagt Linke-Chefin Lötzsch eine Podiumsdiskussion ab - und setzt sich lieber in einer Rede gegen Parteifreund Gysi zur Wehr. Das Publikum klatscht begeistert.


http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...01,00.html


Einfach weg mit der Befürwörterin von Tod und Leid eines nur auf den Papier basierenden Systems.,,
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#18
Zitat:Kommunismus-Debatte kostet Zustimmung

Deutsche Linkspartei verliert in der Wählergunst

Die Personaldebatte um die Führungsspitze der deutschen Linkspartei führt zu Einbussen in der Wählergunst. Das ergab eine Umfrage.

(ddp/Reuters) Der Führungsstreit in der deutschen Linkspartei und die von Parteichefin Gesine Lötzsch angestossene Kommunismus-Debatte kosten die Linke massiv Zustimmung bei den Wählern. In einer Forsa-Umfrage im Auftrag von «Stern» und RTL ist die Partei im Vergleich zur Vorwoche um zwei Prozentpunkte auf neun Prozent abgesackt.
http://www.nzz.ch/nachrichten/politik/i ... 70993.html

Schneemann.
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#19
Zum alltäglichen Antisemitismus unserer Linkspartei...aber war natürlich alles nur ein "Versehen"...
Zitat:Linkspartei in Duisburg

Antisemitisches Flugblatt auf der Homepage

Brisantes Flugblatt im Internetangebot der Linkspartei: Der Holocaust wird geleugnet, außerdem ist ein Symbol zu sehen, auf dem Hakenkreuz und Davidstern miteinander verbunden sind. Die Partei behauptet, das Papier sei "fälschlich veröffentlicht worden".
http://www.sueddeutsche.de/politik/link ... -1.1090155

Schneemann.
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#20
Wenigstens distanziert man sich von dem Schwachsinn. Die SPD hat da anscheinend noch Probleme mit rechtsradikalem Gedankengut innerparteilich richtig umzugehen. Selbst die CDU hat da im Fall Hohmann fixer reagiert. Oh Willy, wenn du wüsstest! :roll:
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#21
Zitat:Linke zerstreitet sich mit Zentralrat der Juden

Es kracht zwischen der Linken und dem Zentralrat der Juden: Genossen aus dem Westen würden einen "geradezu pathologischen, blindwütigen Israel-Hass ausleben", schimpft der Zentralrat. Die Linke reagiert, wie sie es am besten kann: mit heftigem Streit in den eigenen Reihen.

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...41,00.html

:mrgreen:
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#22
Hierzu auch:
Zitat:Antisemitismus-Streit der Linken

Gysi und die Antizionisten: Eine Frage des Überlebens

Der Antisemitismus-Streit der Linken führt zum Kern aller Probleme der noch immer relativ frisch vereinigten Partei. Für Gregor Gysi geht es nicht nur um das selbstverständliche Bekenntnis zum Existenzrecht Israels, sondern auch um die Existenz seiner Partei.

Glaubt man der Linken, so widerfährt der Partei dieser Tage ungeheures Unrecht. Den Vorwurf des Antisemitismus, zuletzt vom Zentralrat der Juden erhoben, weist sie empört zurück. Sie tut dies auch mit Verweis auf Erklärungen, in denen sich die Partei und deren Bundestagsfraktion gegen jegliche Form des Judenhasses gewandt haben. Diese Erklärungen gibt es. Misstrauisch jedoch macht, wie viel Unruhe sie in der Partei gestiftet haben. Ein Teil der Linken besteht auf dem Recht, zum Boykott israelischer Waren aufzurufen und sich im Protest auch mit Israel-Hassern zusammenzutun.
http://www.sueddeutsche.de/politik/anti ... -1.1110696

...und...
Zitat:Studie: Antisemitismus in der Linken

Linke Ausfälle gegen Israel

Israelfeindlichkeit sei in der Linken tief verankert, behauptet eine neue Studie. Fraktionschef Gysi hält das Ergebnis für "Blödsinn" - wohl auch, weil einem der Autoren womöglich die Distanz zum Thema fehlt. Doch es gibt tatsächlich starke antisemitische Strömungen in der Partei. [...]

Das Ergebnis der Studie kommt nicht überraschend, dürfte aber dennoch für Wirbel sorgen. Immer wieder sind Bundestagsabgeordnete der Linken mit harscher Kritik an Israel aufgefallen. Norman Paech etwa, Jurist und einstiger Hochschullehrer, stellte gerne das Existenzrecht Israels in Frage und die israelische Palästinenserpolitik als terroristischen Akt dar. Paech saß von 2005 bis 2009 für die Linke im Bundestag - und war ihr außenpolitischer Sprecher.

Seine Nachfolgerin in dieser Rolle, Inge Höger, vertritt ihn würdig. Zusammen mit Paech begleitete sie 2010 einen angeblichen Hilfskonvoi radikaler Islamisten, die eine israelische Seeblockade vor der Küste des Gaza-Streifens durchbrechen wollten. Mit an Bord war auch die Linken-Bundestagsabgeordnete Annette Groth. Im Februar dieses Jahres warf Höger der israelischen Regierung vor, "Unschuldige und Terroristen zu terrorisieren". Ähnlich argumentiert ihre Fraktionskollegin Christine Buchholz, die die USA und Israel für "Kriegshetzer" hält. Sie hat sich klar auf die Seite der Terrororganisation Hisbollah geschlagen.

Im Januar gründete Höger zusammen mit Paech und anderen israelkritischen Mitstreitern den "Arbeitskreis Gerechter Frieden in Nahost". In einer Erklärung des Kreises heißt es: "Bundesrepublik und EU fördern faktisch die israelische Apartheid- und Kolonialpolitik. Eine bedingungslose Solidarität mit Israel aus Gründen einer 'deutschen Staatsräson' ist daher programmatisch widersprüchlich und für DIE LINKE nicht tragbar."
http://www.sueddeutsche.de/politik/stud ... -1.1099744

Schneemann.
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#23
@Schneemann
wer die Politik Israels kritisch sieht, muss nicht zwangsläufig ein "Antisemit" sein. Und die Angaben, wo sich die Linken angeblich antisemitisch gezeigt hätten,
Zitat: ..
Immer wieder sind Bundestagsabgeordnete der Linken mit harscher Kritik an Israel aufgefallen. Norman Paech etwa, Jurist und einstiger Hochschullehrer, stellte gerne das Existenzrecht Israels in Frage und die israelische Palästinenserpolitik als terroristischen Akt dar. Paech saß von 2005 bis 2009 für die Linke im Bundestag - und war ihr außenpolitischer Sprecher.

Seine Nachfolgerin in dieser Rolle, Inge Höger, vertritt ihn würdig. Zusammen mit Paech begleitete sie 2010 einen angeblichen Hilfskonvoi radikaler Islamisten, die eine israelische Seeblockade vor der Küste des Gaza-Streifens durchbrechen wollten. Mit an Bord war auch die Linken-Bundestagsabgeordnete Annette Groth.
....
deuten nach meiner Beurteilung eher auf eine kritische Einstellung zur offiziellen Politik der israelischen Regierung gegen die Palästinenser hin, als gegen pauschalen Antisemitismus.
Natürlich, das kennen wir ja auch aus diesem Forum ... wer die Handlungen der Siedler kritisch hinterfragt ist sofort ein Freund der Hisbollah-Terroristen.
Diese "Keule" wird gern als Totschlagsargument geholt, wenn man den Gegner mundtot machen will - und dass man in der Politik den politischen Gegner gerne mal mit Totschlagspolemik in irgendwelche Ecken stellen möchte ist ja auch genug bekannt.
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#24
@Erich
Zitat:wer die Politik Israels kritisch sieht, muss nicht zwangsläufig ein "Antisemit" sein.
Richtig. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er einer ist, wenn er/sie Israel vorwirft "Terroristen zu terrorisieren" oder von "Apartheidsstaat" spricht, ist sehr hoch. Rennt er/sie dann noch in einer Reihe mit Hamas und militanten türkischen Islamistengruppen, dann ist die Beweislage schon sehr erdrückend und es wird erkennbar, dass eine Denke vertreten wird, die nicht mehr nur mit einer Ablehnung der Siedlungspolitik alleine zu erklären ist.

Schneemann.
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#25
wieso, amerikanische Unterstützung für Mudschaheddin bedeutete nichts zwangsläufig rasstisch oder wie auch immer motivierten Hass auf Russen etc., nur so ein Beispiel.
Und dass die radikalen Linken sich kompromisslos gegen "westliches" stellen, für Gegenargumente oft taub sind und eben für radikale Schritte bereit sind, das ist eben nicht ungewöhnlich... Unnatürlich wäre wenn die heutige Siedlungspolitik ihr Zorn NICHT wecken würde, das ist für Radikale so unendlich viel "Stoff"...
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#26
Schneemann schrieb:@Erich
Zitat:wer die Politik Israels kritisch sieht, muss nicht zwangsläufig ein "Antisemit" sein.
Richtig. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er einer ist, wenn er/sie Israel vorwirft "Terroristen zu terrorisieren" oder von "Apartheidsstaat" spricht, ist sehr hoch. Rennt er/sie dann noch in einer Reihe mit Hamas und militanten türkischen Islamistengruppen, dann ist die Beweislage schon sehr erdrückend und es wird erkennbar, dass eine Denke vertreten wird, die nicht mehr nur mit einer Ablehnung der Siedlungspolitik alleine zu erklären ist.

Schneemann.

....und wer gegen Nazis ist, ist mit "hoher wahrscheinlichkeit" ein Anti-Deutscher. :roll: Helauuu
Dass Ihr Israel-Fans immer diese Drohkulisse der politischen Unkorrektheit auf dem Rücken Eurer Geschichte gegenüber Euren Gegnern aufbauen müsst, scheint wirklich eine latente Abwehrreaktion zu sein, deren sachliche Grundlage Euch im Kern so scheiss egal ist. Hauptsache, der Gegner kriegt damit sinnbildlich ein Hakenkreuz und einen Osama auf die Stirn tätowiert. Je nachdem was besser passt, auch nur eines von beidem.
Ein zentraler Kritikpunkt an Israel ist tatsächlich, dass sich in der Staatsdoktrin alles um das Konzept von unterschiedlicher "Rasse" und "Religion" dreht. Auf exakt dieser ideologischen Basis wird tagtäglich Gewalt gegen Andersartige ausgeübt. Gegnern dieses Konzepts pauschal religiösen Fanatismus oder Rassismus zu unterstellen ist demnach eine Farce sondergleichen und dient nur dazu, 1) von den Hintergründen der eigenen Motivation abzulenken und 2) Kritiker zu diffamieren. Diese Strategie halte ich im Übrigen auch aus israelischer Sichtweise für gefährlich, weil ihr durch den inflationären Gebrauch der Antisemitismuskeule und der Legitimation von heutigem Unrecht mit früherem Unrecht selbst den berechtigten Bonus Eurer früheren Verfolgung weichspült.
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#27
Zitat:...und wer gegen Nazis ist, ist mit "hoher wahrscheinlichkeit" ein Anti-Deutscher.
Blödsinn. Dann kann man das Verbot von Hakenkreuzen und der Holocaust-Leugnung auch gleich als Angriff auf die Meinungsfreiheit verkaufen. Hier aber geht es um Tatsachen.
Zitat:Dass Ihr Israel-Fans immer diese Drohkulisse der politischen Unkorrektheit auf dem Rücken Eurer Geschichte gegenüber Euren Gegnern aufbauen müsst, scheint wirklich eine latente Abwehrreaktion zu sein, deren sachliche Grundlage Euch im Kern so scheiss egal ist. Hauptsache, der Gegner kriegt damit sinnbildlich ein Hakenkreuz und einen Osama auf die Stirn tätowiert. Je nachdem was besser passt, auch nur eines von beidem.
Solange sich notorische Antisemiten und Hassprediger in den Reihen der "normalen" Israel-Kritiker verstecken, mag es leider so sein, dass vielleicht manchmal zu Unrecht hinter einer Kritik oder einfach nur einer Abneigung ein grundlegender Antisemitismus vermutet wird (auch teils von Leuten wie mir). Aber die Schuld liegt dann nicht bei den Kritikern der Kritiker, sondern den Kritikern, die ihre Reihen offenbar sehr unwillentlich von solchen Juden-Hassen bereit sind zu reinigen, bzw. die sich offenbar nicht abgrenzen wollen.
Zitat:Ein zentraler Kritikpunkt an Israel ist tatsächlich, dass sich in der Staatsdoktrin alles um das Konzept von unterschiedlicher "Rasse" und "Religion" dreht.
Das ist Quatsch. Punkt.
Zitat:Gegnern dieses Konzepts pauschal religiösen Fanatismus oder Rassismus zu unterstellen ist demnach eine Farce sondergleichen und dient nur dazu, 1) von den Hintergründen der eigenen Motivation abzulenken und 2) Kritiker zu diffamieren.
Das ist richtig. Ein Großteil der Gegner dieses genannten Konzepts dürften sicherlich auch einem politischen Fanatismus aufsitzen, nicht nur einem "rassischen" oder religiösen. Deshalb sind wir aber auch bei der Linken...

Schneemann.
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#28
Ich muss Shahab mal beipflichten. Das ganze Konzept Israels basiert ursprünglich auf der Einheit von Religion und Volk (oder Rasse, wenn man so will). Das ist eine Tatsache. Und die Israelis tuen sich auch verdammt schwer mit Menschen die vorgeben Juden zu sein obwohl sie eben offensichtlich nicht der gleichen "Rasse" angehören als der "Mainstream".
Isreal wurde als Staat der Juden gegründet - und das bedeutet Juden als Religion und Rasse.

Und ob ein Kritiker Israel kritisiert oder ein Antisemit (Ich hasse diesen Begriff da der Sinn sich nicht mit der wörtlichen Bedeutung deckt.) ist, erkennt der geneigte Leser an den Argumenten. Und man argumentiert sinniger Weise nur gegen die Argumente des Gegenüber. Alles andere ist eh grenzwertig. Ein Argument ist ein Argument, egal von wem es kommt.
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#29
Das ist eine ellenlange und sehr emotionale Diskussion, auch von meiner Seite aus. Aber: Wir sind hier bei den Linken, deswegen will ich die Israel-Debatte wieder zurückführen. Bei Bedarf können wir aber gerne darüber im Israel-Thread diskutieren.

Schneemann.
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#30
http://www.faz.net/artikel/C30351/buerg ... 84461.html
Zitat:Bürgerliche Werte

Im bürgerlichen Lager werden die Zweifel immer größer, ob man richtig gelegen hat, ein ganzes Leben lang. Gerade zeigt sich in Echtzeit, dass die Annahmen der größten Gegner zuzutreffen scheinen.

Von Frank Schirrmacher

14. August 2011 15:15:05 ...
und das von der FAZ .... wobei anzumerken ist, dass die "Linke" eigentlich ein Konglomerat mehrerer Parteien ist - der Radikalsozialisten um Wagenknecht, den Pragmatikern, alten SED-Nostalgikern und idealistischen West-Romantikern ... einmal ganz platt und sehr polemisierend gesagt;
wenn die sich auf ein vernünftiges Programm einigen würden wäre die Linke tatsächlich eine ernst zu nehmende Größe
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