Die Linke
#1
Über Die Linke, Nachfolger von Linkspartei, WASG, PDS, SED, SPD (Ost) und KPD (Ost)

Zitat:Wahlempfehlungen nach amerikanischem Vorbild
Initiative will bis morgen "100 Blogs für Die Linke" mobilisieren

Bisher waren politische Bekenntnisse in deutschen Blogs weniger auf ein Lob etablierter Parteien ausgerichtet. Eher ging es gegen sie – vor allem gegen SPD und CDU. In solchen, die exzessiv gegen die Piraten wetterten, wurde zwar häufig eine gewisse Tendenz zu Linkspartei sichtbar, aber bisher selten offen ausgesprochen.

Das will nun eine Initiative ändern: Bis morgen Abend sollen sich 100 Blogs explizit zur Wahl der von Oskar Lafontaine und Lothar Bisky angeführten Gruppierung bekennen. Am Freitagabend waren es allerdings lediglich sieben, der mit Abstand bekannteste davon der Spiegelfechter (Platz 16 der Blogcharts).
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Artikel: http://www.heise.de/tp/blogs/8/145931
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#2
Zitat:Stasi-Enthüllungen in Brandenburg

Vizepräsidentin des Landtags tritt zurück

Die Stasi-Vergangenheit von Linke-Politikern belastet das rot-rote Bündnis in Brandenburg. Die Vizepräsidentin des Landtags ist von ihrem Amt zurückgetreten - sie soll jahrelang Arbeitskollegen bespitzelt haben. Auch eine andere Abgeordnete hat ihr Mandat niedergelegt.
Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 99,00.html

Schneemann.
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#3
Zitat:Verstoß gegen Parteiengesetz

Linke muss knapp 300.000 Euro Strafe zahlen

Ein Fehler im Rechenschaftsbericht wird teuer für die Linke: Sie muss fast 300.000 Euro Strafe zahlen, weil sie eine Spende nicht richtig deklarierte. Dabei geht es um Gelder, die vor dem Zusammenschluss von PDS und WASG zwischen den beiden Parteien geflossen waren.
Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 05,00.html

Schneemann.
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#4
Lafontaine scheint sich wegen seiner schweren Erkrankung nun wohl doch komplett aus der Politik zurückzuziehen...
Zitat:Rückzug von Linken-Chef Lafontaine

Partei im Niemandsland

Der Rückzug von Parteichef Oskar Lafontaine stürzt die Linke in eine tiefe Krise mit offenem Ausgang: Der zankenden Partei fehlt das Personal, um die Lücke zu schließen, die der Saarländer hinterlässt. Wer soll jetzt den schwelenden Streit über den künftigen Kurs der Genossen lösen?
Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 67,00.html

Schneemann.
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#5
das könnte eine Chance für Rot - Rot - Grün sein - die SPD hat ja diese Koalition weg. Lafo abgelehnt.
Andererseits bin ich nicht sicher, ob die LINKE dann im Westen nicht wieder in der Versenkung verschwindet; Lafo war gerade der "Stimmenfänger" für die enttäuschten SPDler - und wenn die SPD selbst wieder mehr nach "links" rückt, könnte das der LINKEN ziemlich Stimmen kosten.
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#6
@Erich
Na ja, auch die LINKE lässt sich nicht auf Alt-SEDler oder enttäuschte Sozialdemokraten reduzieren.
So sollen zu ihrer Mitglieder- und Wählerschicht auch viele sogenannte Nationalbolschewiken gehören.
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#7
Erich,
ich hoffe, das genau das passiert, denn ohne diese Partei geht es Deutschland besser, allerdings, eine SPD, die noch weiter nach links rückt, ist zwar vielleicht wieder mehrheitsfähig, aber mit dem derzeitigen Personal nicht regierungsfähig. Aber um bei der LINKEN zu bleiben, Lafontaine war ihr Zugpferd im Westen, und nur mit diesen ganzen alt-SEDlern und entäuschten Wendeverlierern wird die LINKE sich von selbst erledigen, die Frage ist meiner Ansicht nach nur, wie lange das dauert. Ich hoffe, es geht schnell.
Gruß
Grammi
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#8
grammi schrieb:

a)
Zitat: allerdings, eine SPD, die noch weiter nach links rückt...
Das halte ich für eine etwas falsche Einschätzung, die SPD würde nicht „noch weiter nach links“ rücken (das würden auch schon alleine die Seeheimer verhindern), sie würde allenfalls dahin zurückkehren, wo sie vor Beginn der Schröder-Zeit war, also in die linke Mitte.

b)
Zitat:...ist zwar vielleicht wieder mehrheitsfähig, aber mit dem derzeitigen Personal nicht regierungsfähig.
Weder noch. Eigentlich könnten wir dies jetzt besser im SPD-Thread weiterführen, aber es sei kurz angemerkt, dass einige im derzeitigen Personal durchaus schon in der Regierung waren (Steinmeier) und dass die „wieder linke“ SPD m. Mn. alles andere als mehrheitsfähig werden würde, allenfalls gingen einige abgefallene Ex-SPDler vielleicht wieder zu ihr zurück.

Erich schrieb:
Zitat: Andererseits bin ich nicht sicher, ob die LINKE dann im Westen nicht wieder in der Versenkung verschwindet...
Vermutlich. Die meisten so selbstbeweihräuchernd eroberten Plätze in den Westlandtagen würden in ein, zwei Legislaturperioden verschwinden. Während sich aber die LINKE wieder als ostdeutsche Provinz- und Protestpartei formieren könnte, gäbe es im Westen aber andere Splittergruppen à la WASG oder SAV, die im Regionalen noch aktiv wären. Allerdings bleibt es abzuwarten, wohin die jüngere Wählerschaft tendiert, da sich oftmals krude Mischungen aus ehemaligen K-Grüpplern, attac-Anhängern, Grünen, Linken, Autonomen, Kommunisten und auch Antifa-Leuten auf kommunaler und regionaler Ebene herausbilden können, aus denen wiederum WASG-ähnliche Gebilde, wenn nicht gar linksradikal-kommunistische Strukturen entstehen könnten, die sich wiederum als Koalitionspartner an die LINKE andienen könnten.

Ferner:
Zitat:Nach dem Rückzug des Parteichefs

Linkspartei will Lafontaine-Nachfolge rasch klären

Die Linkspartei will bereits in wenigen Tagen eine Entscheidung über die künftige Aufstellung der Parteispitze erreichen. Thüringens Linksfraktionschef Bodo Ramelow sagte MDR Info, es werde am Montag "eine superlange Nacht von Gesprächen geben" und danach würden sich weitere anschließen. "Ich denke, bis Ende nächster Woche werden wir auch personell die Klarheit haben, wie wir an den Rostocker Parteitag rangehen werden." Der Parteitag steht im Mai an.
Link: http://www.tagesschau.de/inland/lafontaine294.html

Schneemann.
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#9
@grammi
Zitat:ich hoffe, das genau das passiert, denn ohne diese Partei geht es Deutschland besser,
Wie kommst du denn darauf, das es ohne die LINKE Deutschland besser gehen würde?
Gleiches könnte man auch von der CDU - die ich für mich als unwählbar betrachte - oder der FDP behaupten.
Nebenbei: Genug andere linke Parteien sind ideologisch bornierter erwiesen. Von unzweifelhaft extremistischen Autonomen oder auch - um mal einen Schwenk nach rechtsaußen zu machen - der NPD, die viel mehr Unfrieden gestiftet hat, ganz zu schweigen.
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#10
Zitat:ich hoffe, das genau das passiert, denn ohne diese Partei geht es Deutschland besser,
da hat Tiger recht, dieser Satz übertreibt die Bedeutung der Linke für Deutschland und schon gar für Probleme Deutschlands gewaltig
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#11
Zum Machtkampf innerhalb der LINKEN nach Lafontaines Abgang...
Zitat:Streit um künftige Führungsmannschaft

Nächster Akt im Machtkampf der Linkspartei

Was als Befreiungsschlag gedacht war, ist Fraktionschef Gysi misslungen: In den ostdeutschen Verbänden der Linkspartei regt sich Widerstand gegen die nach Ost/West und Mann/Frau quotierten Personalvorschläge. Für das designierte Spitzenduo Lötzsch/Ernst ist es noch ein weiter Weg. Heute fand der nächste Akt des Machtkampfs statt.
Link: http://www.tagesschau.de/inland/loetzschernst102.html

Schneemann.
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#12
zum Standord der Linken und zur Akzeptanz verschiedener Thesen:
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/w ... -1.1002012
Zitat:Wagenknecht und Sinn im Streitgespräch
Sinn und Sinnlichkeit


19.09.2010, 09:46

Von Harald Freiberger

Sahra Wagenknecht, eine Ikone der Linken, und Ifo-Präsident Hans-Werner Sinn, eine Hassfigur der Linken: Ein gegensätzlicheres Diskussionspaar lässt sich derzeit in Deutschland kaum denken. In Frankfurt treffen sie bei einer Diskussion über Banken und die Finanzkrise zusammen - und entdecken dabei überraschende Gemeinsamkeiten.
...

Professor Sinn untermauert seine Thesen mit Karl Marx - das hat eine gewisse Ironie, besonders wenn man weiß, wo er es tut. Zu der Podiumsdiskussion hat die Partei Die Linke eingeladen, die an diesem Wochenende in Frankfurt einen Kongress abhält. Und auf dem Podium sitzt auch deren wirtschaftspolitische Sprecherin Sahra Wagenknecht.
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#13
http://www.stern.de/politik/deutschland ... 33249.html
Zitat:11. Dezember 2010, 13:57 Uhr

Landesparteitag in Bayern:
Linken-Treffen gerät zum Eklat


Buhrufe und Protest gegen den Bundesvorsitzenden Klaus Ernst haben den Landesparteitag der bayerischen Linkspartei eingeleitet. Nachdem 77 Gegner Ernsts die Halle verlassen hatten, appellierte dieser an die 97 Verbliebenen, sich mit wichtigen Fragen zu beschäftigen.
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#14
Tja, bei unserer 3-Prozent-Truppe heißt es wohl bald "Tango down für Guido", aber bei den Linken könnte ich mir wohl auch bald ein richtiges Theater vorstellen...
Zitat:Forderung nach Nato-Auflösung

Gysi plaudert über linke Placebo-Politik

Peinliche WikiLeaks-Enthüllung: Offiziell will die Linke die Nato abschaffen. Doch Fraktionschef Gregor Gysi beruhigte US-Botschafter Philip Murphy, die Forderung sei nur vorgeschoben, um Fundis in der Partei ruhigzustellen. Das zeigt eine Geheimdepesche, die dem SPIEGEL vorliegt.

Hamburg - Auch Linken-Chef Gregor Gysi gerät durch eine Depesche von US-Botschafter Philip Murphy in Bedrängnis: Gysis Einschätzungen zur Nato-Mitgliedschaft Deutschlands, die Murphy nach einem Gespräch mit dem Politiker in die Heimat sandte, dürften in seiner Partei für Diskussionen sorgen.
Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 28,00.html

Schneemann.
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#15
Theater ja, unterhalb der Fünf-Prozent-Hürde nein

Ganz einfach weil es für das Klientel keine reale Alternative gibt. Die Linke wird ja immer gerne als Partei der Unzufriedenen und Abgehängten eingestuft. Sie ist aber vor allem das letzte Sammelbecken für die Hoffnungslosen, die halt trotz alledem noch wählen gehen, nachdem sich der Großteil ihrer Schicht schon lange in die Entpolitisierung und dem Nichtwählertum verabschiedet hat.

Wie ich zu dieser Annahme komme? Die Linke hatte ein armseliges Jahr. Die Zeiten unter Schwarz-Rot bzw. mit einer SPD unter Beck, wo sie moralische Erfolge feiern konnten sind vorbei. Dafür gab's jede Menge innerparteiliche Querelen. Trotzdem schwankt sie kontinuierlich um die 10%. Die kann ihr wohl nur eine Regierungsbeteiligung nehmen.
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