Neue Atomkraftwerke
#16
Seltsam dass Leute, die selber keinen Ahnung von Kernkraft haben, darüber schimpfen dass die Leute sowenig Ahnung von Kernkraft haben ...

Dass Kernkraftwerke keinen fossilen Brennstoff nutzen ist ziemlich irrelevant.
Denn sie benutzen einen nur endlich zur Verfügung stehenden Rohstoff. Was aber offenbar vielen Kernkraft-Proponenten nicht bewusst ist.

Außerdem ist die Technologie für Deutschland mittlerweile völlig uninteressant. Wir sind mittlerweile um Generation in der Technologie hinter Frankreich und werden das nicht mehr aufholen können. Wir sollten uns auf das konzentrieren, wo wir im Moment führend sind. Und das sind, so leid es mir tut, die regenerativen Energien.
Rein wirtschaftlich wäre es völliger Unfug jetzt wieder eine Kehrtwende zu machen, unseren technologischen Vorsprung in den regenerativen Energien in Gully zu kippen und zu versuchen 20 Jahre Rückstand in der Kernenergie aufzuholen.
Die Kernkraftwerke, die jetzt noch laufen, sind Restposten. Sie laufen noch so lange der Politik-Wirtschafts-Klüngel das rauszögern kann, werfen dabei noch satte Gewinne für diese Leute ab, und werden dann nach und nach vom Netz genommen und durch anderes ersetzt.
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#17
Zitat:Denn sie benutzen einen nur endlich zur Verfügung stehenden Rohstoff. Was aber offenbar vielen Kernkraft-Proponenten nicht bewusst ist.
Ist schlicht falsch. Uran liese sich aus Meerwasser gewinne, es steht quasi unendlich zu Verfügung.

Zitat:Außerdem ist die Technologie für Deutschland mittlerweile völlig uninteressant. Wir sind mittlerweile um Generation in der Technologie hinter Frankreich und werden das nicht mehr aufholen können. Wir sollten uns auf das konzentrieren, wo wir im Moment führend sind. Und das sind, so leid es mir tut, die regenerativen Energien.
So weit sind wir hier nicht zurück, im Gegenteil. Siemens & Co bauen im Ausland munter an AKWs mit, es ist ziemlich unerheblich das das nicht im Inland geschieht. Wir sollten uns aber tatsächlich nicht um die aktuelle Kraftwerksgeneration bemühen sondern um die von Morgen. Auf diesem Gebiet sind noch erhebliche Entwicklungspotentiale vorhanden. Wir was Hochtechnologieland Nr 1 drohen hier vollkommen den Anschluss zu verpassen und bauen stattdessen Windräder und Solarzellen. Doll.

Das ganze Atomaustiegsdrama in deutschen Landen ist an Hrnrissigkeit nicht mehr zu überbieten. Das nähere Ausland ist von Atomreaktoren nahezu vollgestopft, es bringt nichts, aber auch garnichts deutsche Reaktoren östlich des Rheins abzuschalten während am Westlichen Flussufer der Franzmann Urankerne spaltet.
Das man Uraltreaktoren nicht laufen lassen sollte bis sie zusammenfallen versteht sich von selbst. Auch das regenerative Energien erhebliches Potential mitsichbringen. Aber es ist so kurzsichtig wie bescheuert daraus ein entweder oder abzuleiten.
Eine verantwortungsvolle Energiepolitik für Deutschland würde bedeuten neue Atomkraftwerke zu bauen während man gleichzeitig regenerative Energien fördert. Das Ziel muss es sein unsere geo- und energiepolitische Abhängigkeit von russischen Erdgas/öl zu verringern. Und für die Krassgrünen gilt es ja auch noch den CO2 Ausstoß zu senken, sprich unsere Kohlekraftwerke abzuschalten. Alles geht halt nicht.
Wir können nicht alles abschalten und von Sonne und Wind leben. Im Endeffekt würde es darauf hinauslaufen Strom aus dem Ausland zuzukaufen. Woher der dann genau kommt ist eh egal, da endet das Gewissen des Verbrauchers an der Steckdose.
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#18
Nightwatch schrieb:
Zitat:Denn sie benutzen einen nur endlich zur Verfügung stehenden Rohstoff. Was aber offenbar vielen Kernkraft-Proponenten nicht bewusst ist.
Ist schlicht falsch. Uran liese sich aus Meerwasser gewinne, es steht quasi unendlich zu Verfügung.

Völlig unwirtschaftlich, um es milde auszudrücken. Wann sich da Technologiestand und Marktpreis treffen steht völlig in den Sternen.
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#19
@Nightwatch:
Die Franzosen sind mit ihren neuen Kernkraftwerken Simens schon zwei Generationen voraus.
Das was Siemens baut sind alte Konzepte mit ein bischen aufpolierter Infrastruktur. Die Expertiese, die darin steckt ist mehrere Jahrzehnte alt. Das sind Uralt-Reaktor-Typen, die neu aufgelegt wurden, vergleichbar mir den Autos der 70er, die heute in China teilweise nachgebaut werden.
Und es gibt auch heute noch Leute, die mit nem Spaten den Garten umgraben, obwohl es schon vollautomatische Traktoren gibt. Das ist aber kein Grund zu glauben, dass der gemeine Garten-Spaten der Stand der Technik ist.
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#20
Venturus schrieb:Völlig unwirtschaftlich, um es milde auszudrücken. Wann sich da Technologiestand und Marktpreis treffen steht völlig in den Sternen.
Momentan unwirtschaftlich.
Wenn das Zeug teurer wird rechnet es sich auch. Selbes Spiel wie bei den Ölsänden Kanadas.

Samun schrieb:Die Franzosen sind mit ihren neuen Kernkraftwerken Simens schon zwei Generationen voraus.
Auch die Franzosen sind noch am Anfang wenn es um Reaktoren der 4. Generation geht. Was momentan gebaut wird ist nicht wirklich interessant, entscheidend ist das was man morgen haben könnte.
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#21
@Nightwatch:
Siemens baut Reaktoren der 1./2. Generation. Und selbst mit ausgiebigem Wissenstransfer würden sie Jahrzehte brauchen um die 4. Generation überhaupt zu erreichen. Und da sprechen wir noch lange nicht davon die Technik zu kontrollieren.
Die Chinesen haben trotz ausgibigen kopierens westlicher Technik in noch keinem Bereich den Anschluss gefunden. Und Siemens wird bei beschränktem Zugriff auf solche Methoden noch weit langsamer aufholen.
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#22
Nightwatch schrieb:
Venturus schrieb:Völlig unwirtschaftlich, um es milde auszudrücken. Wann sich da Technologiestand und Marktpreis treffen steht völlig in den Sternen.
Momentan unwirtschaftlich.
Wenn das Zeug teurer wird rechnet es sich auch. Selbes Spiel wie bei den Ölsänden Kanadas.

Lies bitte meine Beiträge, bevor du auf sie antwortest. Nichts anderes steht da.

Und was diese Zukunftsprognose angeht - keine Sau weiß wann es so weit ist. Mit derselben Berechtigung kann ich behaupten, das EE bis dahin auf einem technischen Stand sind, die Uran aus Meerwasser eher als schlechten Scherz erscheinen lassen. Denn auch die EE entwickeln sich weiter. Siehe die Subventionskürzung im Solarbereich, die auch von der Empfängerseite mitgetragen wurde.
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#23
Vielleicht haben wir bis dahin die Kernfusion oder Kernspaltungsreaktoren die mit Thorium arbeiten
Die These war das Uranvorkommen endlich sind. Das ist schlicht unzutreffend.
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#24
Uranvorkommen sind praktisch tatsächlich endlich, da wir hier über eine konkrete Verwendung sprechen, bei der die Wirtschaftlichkeit das entscheidende Merkmal ist. Sonst könnte man genauso gut die Vorkommen des Mondes mit einbeziehen. Technisch im Bereich des Machbaren, aber Lichtjahre von jedweder Realität entfernt.

Ansonsten könnte man auch auf Seiten der EE anfangen, da jede in Zukunft vielleicht irgendwie wirtschaftlich nutzbare Form der Energiegewinnung in die Planung mit einzubeziehen (wie z.B. die Meerwasser-Osmose [funktioniert, aber eine wirtschaftliche Anwendung steht in den Sternen]).
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#25
Venturus schrieb:Uranvorkommen sind praktisch tatsächlich endlich, da wir hier über eine konkrete Verwendung sprechen, bei der die Wirtschaftlichkeit das entscheidende Merkmal ist. Sonst könnte man genauso gut die Vorkommen des Mondes mit einbeziehen. Technisch im Bereich des Machbaren, aber Lichtjahre von jedweder Realität entfernt.

Ansonsten könnte man auch auf Seiten der EE anfangen, da jede in Zukunft vielleicht irgendwie wirtschaftlich nutzbare Form der Energiegewinnung in die Planung mit einzubeziehen (wie z.B. die Meerwasser-Osmose [funktioniert, aber eine wirtschaftliche Anwendung steht in den Sternen]).
Die Urangewinnung aus Meerwasser hängt einzig und allein am Preis. Das rentiert sich mit momentaner Technik ab 300 US-$ pro Kilo. Sinken die weltweiten Uranreserven würde es sich recht schnell rechnen.
Ist aber so oder so ein Nebenkriegsschauplatz da für neuere Fissionsreaktoren überhaupt kein Uran gebraucht wird.
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#26
Stimmt, es würde nicht gebraucht. Denn bei solchen Preisen bei denen es sich rechnen würde, dürften die EE in Sachen Wirtschaftlichkeit wesentlich besser aussehen.
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#27
löscht mal.
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#28
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,751191,00.html
Zitat:...

+++ Venezuela stellt Atomprogramm ein +++

[03.50 Uhr] Als Reaktion auf die drohende nukleare Katastrophe in Japan will Venezuela sein Atomprogramm stoppen. Präsident Hugo Chavez sagte am Dienstag, die mit der Atomkraft verbundenen Gefahren seien zu groß. Er habe angeordnet, die Pläne vorerst auf Eis zu legen. Die Ereignisse in Japan veränderten die Pläne für Atomkraft in der ganzen Welt, sagte Chavez. Venezuela wollte mit russischer Hilfe ein Atomkraftwerk mit einer Leistung von 4000 Megawatt bauen.
...
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#29
Grundsätzlich gibt es im moment 3 Elemente, die für die Kerspaltung in Frage kommen; Uran, Plutonium und Thorium.
Dabei ist zu beachten, dass Plutonium relativ teuer wäre und erst in z.B. Schnellen Brütern hergestellt werden müsste.
Praktisch bleiben dabei im Moment nur Uran und Thorium über. Und von den beiden funktioniert Thorium nur in den Reaktoren der neuesten Generation. Und soweit ich weiss wird bis jetzt fast nur der alte Schrott - auch neu - gebaut, der Uran verbraucht.

Und um auch das nochmal zu wiederholen. Es wäre für Deutschland nicht wirtschaftlich wieder in die Kernspaltung einzusteigen, nachdem wir so lange raus waren. Wir sollten das tun, was wir jetzt gut können. Und das sind die erneuerbaren Energien.
Außerdem haben die erneuerbaren Energien in den letzten 10 Jahren einen Quantensprung gemacht; und zwar sowohl in der Technologie als auch in der Verbreitung. Das einzige, was faktisch immernoch nicht mehr als ein Werbe-gag ist, sind die Solarzellen. Und die werden schon theoretisch nie eine wirkliche Bedeutung für die Energiewirtschaft kriegen, weil sie im Gesamtkontext gesehen vermutlich noch nicht mal überhaupt mehr Energie produzieren, als man reinsteckt.
Aber praktisch alle anderen Technologien sind nutzungsreif und haben im Gegensatz zur Kernspaltung nicht das Problem, dass sie einen GAU auslösen könnten oder dass man nicht weiss, wohin mit den Reststoffen.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Befürworter der Kernspaltung mittlerweile mindestens so dogmatisch sind, wie die Gegner. Es geht schon lange nicht mehr darum, was für die Menschen gesund, billig, nachhaltig etc. ist; sondern es geht auf beiden Seiten nur ums Prinzip. Und das ist wirklich schade.
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#30
Samun schrieb:Grundsätzlich gibt es im moment 3 Elemente, die für die Kerspaltung in Frage kommen; Uran, Plutonium und Thorium.
Dabei ist zu beachten, dass Plutonium relativ teuer wäre und erst in z.B. Schnellen Brütern hergestellt werden müsste.
Praktisch bleiben dabei im Moment nur Uran und Thorium über. Und von den beiden funktioniert Thorium nur in den Reaktoren der neuesten Generation. Und soweit ich weiss wird bis jetzt fast nur der alte Schrott - auch neu - gebaut, der Uran verbraucht.

Und um auch das nochmal zu wiederholen. Es wäre für Deutschland nicht wirtschaftlich wieder in die Kernspaltung einzusteigen, nachdem wir so lange raus waren. Wir sollten das tun, was wir jetzt gut können. Und das sind die erneuerbaren Energien.
Außerdem haben die erneuerbaren Energien in den letzten 10 Jahren einen Quantensprung gemacht; und zwar sowohl in der Technologie als auch in der Verbreitung. Das einzige, was faktisch immernoch nicht mehr als ein Werbe-gag ist, sind die Solarzellen. Und die werden schon theoretisch nie eine wirkliche Bedeutung für die Energiewirtschaft kriegen, weil sie im Gesamtkontext gesehen vermutlich noch nicht mal überhaupt mehr Energie produzieren, als man reinsteckt.
Aber praktisch alle anderen Technologien sind nutzungsreif und haben im Gegensatz zur Kernspaltung nicht das Problem, dass sie einen GAU auslösen könnten oder dass man nicht weiss, wohin mit den Reststoffen.

Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Befürworter der Kernspaltung mittlerweile mindestens so dogmatisch sind, wie die Gegner. Es geht schon lange nicht mehr darum, was für die Menschen gesund, billig, nachhaltig etc. ist; sondern es geht auf beiden Seiten nur ums Prinzip. Und das ist wirklich schade.

Warum siehst du die Solarenergie so negativ?

Ich finde gerade, dass eine dezentrale Energieversorgung viel besser ist als eine zentrale, mit Kraftwerken und langen Leitungen.

Energie sollte am besten dort gewonnen werden, wo sie verbraucht wird.
Und als Privatperson kann man bereits heute auf Solarenergie -und nur Solarenergie- zurückgreifen (z.b. Solarworld.de).

Wenn ich jetzt ein Haus bauen würde, würde ich nochmal 20.000 in eine Solaranlage auf dem Dach reinstecken, und dann noch vielleicht 40.000 in eine Erdwärmeheizung, die per Solarstrom angetrieben wäre.

Damit wäre mein Haus energetisch komplett autark.

Und was, wenn alle kleinen Wohnhäuser Deutschlands das machen?

Dann sinken die Produktionskosten solcher Anlagen rapide und der Energiebedarf dichterer Städte und der Industrie muss dann lediglich durch Kraftwerke gedeckt werden, der Rest versorgt sich selbst.

Es gibt eben nur einen Nachteil, nämlich den für die Energiewirtschaft: Der Markt für Energieproduktion, -leitung, -verkauf sinkt rapide ab, folglich können EON, RWE und Konsorten ihren Gewinn halbieren ...


Strom muss etwas sein, was die Menschen selbst vor Ort produzieren, erst dann wird die Sache ökologisch UND billig.
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