SPD
#31
Die SZ hat die verschiedenen Szenarien für die SPD nach der Wahl aufgelistet:

Der Tag, der die SPD verändert

Zitat:Am 27. September entscheidet sich, wer die SPD in die Zukunft führen wird - hinter Parteichef Müntefering und Kanzlerkandidat Steinmeier stehen schon Nachfolger bereit.

Das Szenario 25%-X ist sicherlich am interessantesten, aber gleichzeitig auch das deprimierenste. Wowereit, Nahles, Gabriel und Scholz als Speerspitze einer Post-Schröder-Ära. Damit ist der Stillstand vorprogrammiert. Man würde zwar sicherlich in der Opposition sich wieder etwas regenerieren und die Kooperation mit der Linken auf den Weg bringen, aber ein echter Aufbruch zu neuen Konzepten würde es nicht geben.
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#32
Und wieder einmal zeigt Genosse Clement seine wahre Parteipräferenze:

Quelle:
http://www.rp-online.de/public/article/ ... e-FDP.html

Zitat:Wolfgang Clement wirbt jetzt für die FDP

Zweieinhalb Wochen vor der Bundestagswahl setzt sich der frühere SPD-Minister und NRW-Ministerpräsident Wolfgang Clement öffentlich für die Liberalen ein. Die SPD ist verärgert.

Ehrlich gesagt - ich hab langsam Mitleid mit den Sozen. Das kleine Basismitglied muss sich doch maßlos verarscht vorkommen.
Andererseits - wie kann man als SPDler jetzt noch sauer auf Lafo sein? Man kann Oskar als Feigling bezeichnen, auch als Verräter an der Partei, aber im Gegensatz zu Clement und Schröder, hat Lafo seine Gesinnung bisher nicht an den Meistbietenden verschachert.

Liebe Genossen, rückt eure Schiebermütze zurecht, hängt euch den Brotbeutel um und macht endlich euren Frieden mit Oskar. :roll:
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#33
Die x-te Analyse zum Zustand der SPD, diesmal vom Politikblog Spiegelfechter


Zitat:Sozen, hört die Signale!
http://www.spiegelfechter.com/wordpress ... ie-signale
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#34
Realistisch aber störend:

Schwarz-rote Träume erzürnen Opposition

Zitat:"Offenbarungseid", "Bankrotterklärung": Peer Steinbrücks Bekenntnis zur Großen Koalition hat bei Grünen, FDP und Linken für Verärgerung gesorgt. Nun rudert der Finanzminister zurück - ein Stück.

Ich bin jetzt niemand der den Kadavergehorsam innerhalb deutscher Parteien befürwortet, aber in der jetzigen Situation ist das einfach überflüssig. Zumal er hier nicht einfach Realitäten anspricht, sondern wohl selbst um seinen Kopf nach einer verlorenen BTW fürchtet. Vielleicht sollte ihm die Kampa einfach was schönes schenken. 'ne Liter Propofol zB. :roll:
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#35
Ein Kommentar zum schlechten Abschneiden der SPD bei der jüngsten Bundestagswahl:
http://www.faz.net/s/RubE60152C79A424CD ... ntent.html
Zitat:Die SPD - an ihren Widersprüchen gescheitert

Von Günther Nonnenmacher
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27. September 2009 Die SPD, da helfen keine Rechenkunststücke, etwa der Hinweis auf die 20,8 Prozent bei der Europawahl im Juni, ist der große Verlierer der Bundestagswahl 2009. Die Aufholjagd des Jahres 2005 hat sich nicht wiederholen lassen – seit Monaten schwankt die Partei um die 25-Prozent-Marke, und daran hat auch der Kampf bis zur letzten Sekunde nichts geändert. Zu dem schlechtesten Ergebnis der Nachkriegszeit mag beigetragen haben, dass die SPD in einer paradoxen Wahlkampfsituation stand: Da sie eine Koalition mit der Linkspartei ausgeschlossen hatte, gab es für sie eigentlich als Regierungsoption nur eine Fortsetzung der großen Koalition. Genau diese wollte sie aber gleichzeitig beenden. Von allem anderen Unmut abgesehen, den die Sozialdemokraten auf sich gezogen hatten, mag auch dieser politische Selbstwiderspruch bei den Wählern seine Wirkung hinterlassen haben.
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#36
Und? Was nützen diese ganzen Analysen groß, wenn keine Konsequenzen gezogen werden? Steinmeier wird Fraktionsvorsitzender. Der Mann der Angie jahrelang den Kot aus dem Enddarm geleckt hat, soll nun ihr schärfster Kritiker werden? Münte klammert weiterhin am Parteivorsitz. Der Mann der zusammen mit Schörder die SPD dahin gebracht hat, wo sie heute ist, soll sie weiterhin anführen?

HEIMATLAND!

Das wäre ja alles gar nicht so schlimm, würde die Partei nun die alten Schröder-Kamarillia vom Hof jagen. Aber nein, der einzige Wiederstand den man derzeit hört ist, daß Münte nun bitte zugunsten von Steinmeier den Parteivorsitz räumen soll. Steinmeier der neue starke Mann der die beiden wichtigsten Funktionen auf sich vereint? :roll:

Ich könnte ja noch verstehen das man nun keinen komplettten Linksrutsch vollziehen will und Steinmeier den Fraktionsvorsitz einräumt, damit Seeheimer und Teile der Netzwerker integriert bleiben. Aber zumindest Münte hätte man nach der ersten Prognose im Hinterhof des Willy-Brandt-Hauses an die Wand stellen müssen.

Die SPD liegt am Boden und diejenigen die sie jetzt retten müssten, trauen sich nichts aus der Deckung. Aber was erwartet man von Karrieristen wie Nahles und Gabriel? Oder von so farblosen Apparatschiks wie Scholz und Heil? Die SPD hat ein riesen Problem. Die erste Garnitur ist verschlissen und die zweite hat die Kampfkraft eines abgestandenen Glas lauwarmen Mineralwassers. Und ob die dritte Reihe mit Böhning und Drohsel jetzt als junge Wilde die Partei aufmischen darf stark bezweilelt werden. Die sind frühstens '13 so weit.
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#37
... ich glaub, ich muss mir nun wohl doch ein Parteibuch mal holen und mein Glück mal versuchen... :roll:
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#38
ThomasWach schrieb:... ich glaub, ich muss mir nun wohl doch ein Parteibuch mal holen und mein Glück mal versuchen... :roll:
ich hab meines vor ~ 30 Jahren gefrustet zurück gegeben
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#39
ThomasWach schrieb:... ich glaub, ich muss mir nun wohl doch ein Parteibuch mal holen und mein Glück mal versuchen... :roll:

Aus Mitleid oder hoffst du einfach bei der derzeitigen Verschleißquote in Sachen Bundesvorsitzender in den nächsten vier Jahren auch mal auf den Chefsessel im Willy-Brandt-Haus zu kommen? :wink:

Erich schrieb:ich hab meines vor ~ 30 Jahren gefrustet zurück gegeben

Passt in etwa in die Zeit des Nato-Doppelbeschluß. Sollten wir da etwa einen miesen kleinen Pazifisten in unseren Reihen haben? :lol:

Na immerhin scheint es ja jetzt etwas Bewegung zu geben. Münte zumindest scheint Richtung Hintertür gegangen zu werden.
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#40
Zitat: ich hab meines vor ~ 30 Jahren gefrustet zurück gegeben...
Ich habe keine Ahnung, welcher Partei du angehört hast oder wie alt du bist, aber ich verorte dich dann mal in den linken Flügel der SPD, eventuell sozialromantischer Gewerkschaftsflügel, der damals die Zeichen der Zeit und die Richtigkeit der Entscheidung Schmidts zur Nachrüstung vehement in Frage gestellt hat und dem schlicht infolge ideologischer Sturheit der Weitblick gefehlt hat. Heute weiß man, dass der Beschluss – eine der mutigsten Entscheidungen eines SPD-Realpolitikers und -Kanzlers – richtig war und maßgebend zum Niedergang des Ostblocks und damit auch zur Wiedervereinigung beigetragen hat.

Aber selbst heute erlangt man den Eindruck, dass du dir das nicht ganz eingestehen kannst, ja du flüchtest dich immer noch in das gedankliche Luftschloss eines sich selbst verleugnenden linken Krawalindividualismus, der vor tendenziell sektiererischem Antiamerikanismus und alternativ-naivem Verständnis- und Ausgleichsgehabe nur so strotzt. Irgendwann muss man doch mal auf den Nenner kommen...

Schneemann.
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#41
Schneemann schrieb:
Zitat: ich hab meines vor ~ 30 Jahren gefrustet zurück gegeben...
Ich habe keine Ahnung, welcher Partei du angehört hast oder wie alt du bist, aber ich verorte dich dann mal in den linken Flügel der SPD, eventuell sozialromantischer Gewerkschaftsflügel, der damals die Zeichen der Zeit und die Richtigkeit der Entscheidung Schmidts zur Nachrüstung vehement in Frage gestellt hat und dem schlicht infolge ideologischer Sturheit der Weitblick gefehlt hat. Heute weiß man, dass der Beschluss – eine der mutigsten Entscheidungen eines SPD-Realpolitikers und -Kanzlers – richtig war und maßgebend zum Niedergang des Ostblocks und damit auch zur Wiedervereinigung beigetragen hat.

Aber selbst heute erlangt man den Eindruck, dass du dir das nicht ganz eingestehen kannst, ja du flüchtest dich immer noch in das gedankliche Luftschloss eines sich selbst verleugnenden linken Krawalindividualismus, der vor tendenziell sektiererischem Antiamerikanismus und alternativ-naivem Verständnis- und Ausgleichsgehabe nur so strotzt. Irgendwann muss man doch mal auf den Nenner kommen...

Schneemann.

Hab ich da was nicht mitbekommen? Herrscht Krieg zwischen euch beiden oder wieso überfällst du Erich hier so unvermittelt, bevor er überhaupt wirklich Stellung bezogen hat?
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#42
Zitat:Herrscht Krieg zwischen euch beiden...
Nein. Das nicht. Aber mir viel wie vom Blitz getroffen die bisherige Argumentationsstruktur wieder ein. Ich hatte bei Erich eigentlich die ganze Zeit einen ca. 35 Jahre alten ehem. Soziologie-Studenten vor mir, der sich heute bei "attac" engagiert und der sich gerne auf die USA einschießt und auch mal provoziert (auch weil er weiß, dass bei seinen Aussagen da manchen der Hut hochgeht). Und mit so jemand streite ich durchaus gerne und ich habe auch nichts gegen ihn (außer meiner divergierenden Meinung).

Nach dem Parteibuch-Kommentar (auch wenn dieser ein Witz sein könnte, ich kenne ihn ja nicht persönlich) war ich aber etwas verwundert. Ich kann mir nur einfach nicht vorstellen, dass das Ganze "System" hat und man tatsächlich 30 - 40 Jahre auf dem Standpunkt steht, obwohl die Welt drumherum rasend schnell sich verändert.

Schneemann.
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#43
Schneemann schrieb:Nach dem Parteibuch-Kommentar (auch wenn dieser ein Witz sein könnte, ich kenne ihn ja nicht persönlich) war ich aber etwas verwundert. Ich kann mir nur einfach nicht vorstellen, dass das Ganze "System" hat und man tatsächlich 30 - 40 Jahre auf dem Standpunkt steht, obwohl die Welt drumherum rasend schnell sich verändert.

Schneemann.

Und? Selbst wenn es so wäre - andere verharren auch auf ihrem Standpunkt und werden weger ihrer "Standfestigkeit" gelobt. Kommt halt immer auf den Blickwinkel an. Lass ihn einfach erst mal Stellung beziehen.

Und was den Nato-Doppelbeschluß angeht - der Ostblock war schon lange davor am Ende. Zumal die damaligen Spannungen '83 gleich zweimal beinah zu bösen Mißverständnissen geführt hätten. Wir hatten damals ein Schweineglück das wir jetzt hier sitzen und uns gegenseitig dissen können.
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#44
OT on:
Schneemann schrieb:
Zitat: ich hab meines vor ~ 30 Jahren gefrustet zurück gegeben...
Ich habe keine Ahnung, welcher Partei du angehört hast oder wie alt du bist, aber ich verorte dich dann mal in den linken Flügel der SPD, eventuell sozialromantischer Gewerkschaftsflügel, der damals die Zeichen der Zeit und die Richtigkeit der Entscheidung Schmidts zur Nachrüstung vehement in Frage gestellt hat und dem schlicht infolge ideologischer Sturheit der Weitblick gefehlt hat. Heute weiß man, dass der Beschluss – eine der mutigsten Entscheidungen eines SPD-Realpolitikers und -Kanzlers – richtig war und maßgebend zum Niedergang des Ostblocks und damit auch zur Wiedervereinigung beigetragen hat.

Aber selbst heute erlangt man den Eindruck, dass du dir das nicht ganz eingestehen kannst, ja du flüchtest dich immer noch in das gedankliche Luftschloss eines sich selbst verleugnenden linken Krawalindividualismus, der vor tendenziell sektiererischem Antiamerikanismus und alternativ-naivem Verständnis- und Ausgleichsgehabe nur so strotzt. Irgendwann muss man doch mal auf den Nenner kommen...

Schneemann.
Schneemann schrieb:
Zitat:Herrscht Krieg zwischen euch beiden...
Nein. Das nicht. Aber mir viel wie vom Blitz getroffen die bisherige Argumentationsstruktur wieder ein. Ich hatte bei Erich eigentlich die ganze Zeit einen ca. 35 Jahre alten ehem. Soziologie-Studenten vor mir, der sich heute bei "attac" engagiert und der sich gerne auf die USA einschießt und auch mal provoziert (auch weil er weiß, dass bei seinen Aussagen da manchen der Hut hochgeht). Und mit so jemand streite ich durchaus gerne und ich habe auch nichts gegen ihn (außer meiner divergierenden Meinung).
....

Schneemann.
:lol:
@Schneemann:
ich muss mich korrigieren - waren "gefühlte 30 Jahre", es war real aber erst vor 16 Jahren - 1993 (die Zeit vergeht doch schneller, als man glaubt), und Anlass war die "Amigo-Affäre"
im Übrigen hab ich noch nie einen Hehl draus gemacht, dass mir der "Herz Jesu Marxist" Heiner Geißler in vielen Dingen durchaus richtige Ansätze zu vertreten scheint - insofern vertrete ich durchaus auch sozialethische Positionen, die einem liberalen und auch dem gewerkschaftlichen Gedankengut sehr nahe stehen :lol:

nur ergänzend (leider hier OT)
http://www.stern.de/politik/deutschland ... 12234.html
Zitat:25. Februar 2008, 16:43 Uhr

Heiner Geißler: "Lafontaine war der klügste SPD-Mann"

Heiner Geißler, 78, war ein rauhbeiniger CDU-Generalsekretär, jetzt engagiert er sich bei Attac ....
und http://www.sueddeutsche.de/politik/901/447636/text/
Zitat:Interview mit Heiner Geißler
"Kapitalismus ist so falsch wie Kommunismus"

14.07.2008, 8:01
...
OT out:
man kann jetzt natürlich durchaus darüber spekulieren, ob der gute Heiner nicht besser bei der SPD (oder gar bei den Linken) aufgehoben wäre,
aber es ist für mich auch klar:
mit dem Duo Lafo / Schröder waren die Parteiflügel der SPD noch gemeinsam angetreten und unschlagbar,
als Schröder dann Lafo klar machte, dass "der Bundeskanzler die Richtlinien der Politik bestimmt" und Lafo damit seine (linken) Ideale als Parteivorsitzender nicht mehr vertreten konnte ist er konsequent zurück getreten - und hat damit dem rechten Flügel der SPD die Arena überlassen.
Dies führte zur "großen Koalition" - in Zeiten der Krise richtig, aber zugleich auch zum Verlust der "Trennschärfe" zwischen SPD und Union.
Nach dem Schmusekurs mit der Union wird die SPD in der Opposition wieder mehr nach links rücken - dorthin, wohin die SPD-Wähler abwandern:
http://www.sueddeutsche.de/politik/871/489260/text/
Zitat:SPD in der Krise
Rumpelstilzchen in der Hölle

28.09.2009, 17:04

Ein Kommentar von Kurt Kister

Die Wähler haben die SPD halbiert, sie entzweigeschlagen, weil sie die Partei stets mit doppeltem Gesicht anblickte. Das Führungstrio Steinmeier, Müntefering, Steinbrück wird nicht mehr lange bestehen - und die Partei wird nach links rücken.
....
und ich kann mir nicht vorstellen, dass die eher konservativen SPD-Flügelleute, die mit Schröder als Gallionsfigur jahrelang die Politik bestimmten, das kampflos machen werden - da kämpft bestimmt bald fast jeder um Einfluss (und Pfründe?):
http://www.tagesschau.de/wahl/parteien/spd662.html
Zitat:Interview zum Wahldekabel der SPD
"In der SPD wird es ein Hauen und Stechen geben"

Der SPD fehlt ein Markenkern - für viele Wähler ist sie nicht mehr die Partei der sozialen Gerechtigkeit. Sie muss sich grunderneuern, meint deshalb der Politologe Niedermayer im Gespräch mit tagesschau.de. Zuvor jedoch werde es bei den gerupften Sozialdemokraten zu einem "Hauen und Stechen" kommen.
....

Stand: 28.09.2009 08:51 Uhr
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#45
Zitat:Nein. Das nicht. Aber mir viel wie vom Blitz getroffen die bisherige Argumentationsstruktur wieder ein. Ich hatte bei Erich eigentlich die ganze Zeit einen ca. 35 Jahre alten ehem. Soziologie-Studenten vor mir, der sich heute bei "attac" engagiert und der sich gerne auf die USA einschießt und auch mal provoziert (auch weil er weiß, dass bei seinen Aussagen da manchen der Hut hochgeht). Und mit so jemand streite ich durchaus gerne und ich habe auch nichts gegen ihn (außer meiner divergierenden Meinung).

und

Zitat:aber ich verorte dich dann mal in den linken Flügel der SPD, eventuell sozialromantischer Gewerkschaftsflügel, der damals die Zeichen der Zeit und die Richtigkeit der Entscheidung Schmidts zur Nachrüstung vehement in Frage gestellt hat und dem schlicht infolge ideologischer Sturheit der Weitblick gefehlt hat. Heute weiß man, dass der Beschluss – eine der mutigsten Entscheidungen eines SPD-Realpolitikers und -Kanzlers – richtig war und maßgebend zum Niedergang des Ostblocks und damit auch zur Wiedervereinigung beigetragen hat.

Wenn wir hier schon beim Austeilen sind....

Naja, meines Erachtens hätte gerade dir und gerade angesichts solch eines exemplarischen historischen Fehlurteils (*hust* maßgebend *hust*) mal ein paar Semester Sozialtheorie/Sozialphilosophie bzw. wenigstens mal ein Kurs/Einführung in Gesellschafts- und Sozialtheorie sehr gut getan.....

@ Venturus

Nee, karrieregeil war ich eigentlich noch nie. Sei es Klassensprecher oder jetzt mal in unserem Debattierclub an der Uni, offen bewerben mag ich mich nicht. Bin doch doch kein neoliberaler Egomane! :wink:

Aber das Körnchen "Wahrheit" an meinem eher spaßig gemeinten Kommentar: Der Politik fehlt es schlicht häufig an gutem Personal, egal ob nun in der ersten Reihe, in der zweiten Reihe oder im "Hintergrund" (mein Interesse wenn ünerhaupt....). Und insbesondere tragende Konzeptionen, Weitblick usw. fehlt viel zu oft. Mir tut schlicht das Ohr und das Auge weh, wenn ich einen Mißfelder oder eine Drohsel ansehen und anhören muss (naja, gut, das Auge tut mir bei der Juso-Chefin nicht weh). Gerade der "Linken" fehlen gute Konzeptionen, die die sozialen Schieflagen einer komplexen funktional differenzierten Gesellschaft angehen bzw. diese Konzeptionen müssen erst aus der Wissenschaft und der Theorie stärker in die Politik hineingetragen werden.
Daher wäre es schon schön, wenn nicht nur Juristen, Lehrer und Selbstdarsteller in die Politik gehen, sondern auch mehr Naturwissenschaftler und "übrige" Geisteswissenschaftler.
Zudem braucht es eben auch Leute, die Ideale haben und nicht nur office-seeking für eigene Ego-Zwecke betreiben und sich dem Lobbybetrieb der Politik stets und ständig beugen....
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