Arbeiten Myanmars Militärs an der Atombombe?
#1
mit dieser Frage wartet die Tagesschau auf
http://www.tagesschau.de/ausland/myanmar162.html
Zitat:Sorge wegen Berichten von Überläufern

Arbeiten Myanmars Militärs an der Atombombe?

Beunruhigende Nachrichten aus Myanmar: Offenbar haben Überläufer von einem geheimen Atomprogramm des Regimes berichtet. Unterstützung komme aus Nordkorea und Russland. Auch die US-Regierung wird wegen der Zusammenarbeit zunehmend nervös.


Das Militärregime in Myanmar, dem früheren Birma, arbeitet offenbar seit längerem am Bau eines Atomreaktors und an der nuklearen Aufrüstung seiner Streitkräfte. Zeitungsberichten zufolge haben australische Wissenschaftler und thailändische Journalisten mit Überläufern aus dem Land gesprochen, die am Atomprogramm beteiligt waren. Unterstützt werde Myanmar dabei von Russland und Nordkorea, hieß es.
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Stand: 03.08.2009 17:54 Uhr
das wird weder den Chinesen noch den Indern gefallen, und den anderen ASEAN Staaten auch nicht, nehm ich mal an;
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#2
Interessanter Artikel.
Ich sehe allerdings einen deutlichen Punkt, der gegen ein Atomwaffenprogramm von Myanmar spricht:
Es hat keine auswärtigen Feinde.
Während sich Nordkorea aus Angst vor den USA und deren südkoreanischen "Marionetten" per Atombombe uninvasionierbar machte hat und sich auch genug andere Staaten die Atombombe aus Furcht vor ihren bösen Nachbarn zulegten hat das Regime in Myanmar nur die eigene Bevölkerung - und hier vor allem die ethnischen Minderheiten - als Feind.
Myanmar wird von keinem anderen Staat bedroht, die USA ignorieren es, zu China und Russland hat es eher gute Beziehungen.
Als äußere Feinde kämen für Myanmar am ehesten Bangladesh - wegen der Arakan-Region - und Thailand in Frage, aber keiner dieser Staaten ist im Vergleich zu Myanmar so übermächtig.
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#3
So langsam verliert diese Meldung irgendwie auch ihren Schrecken. Oder anders herum gesagt: Es sollte langsam klar werden, dass der Besitz einer Atombombe nicht mehr automatisch Sicherheit bietet. Und das sollte man den "Atombomben-Fetischisten" auch verdeutlichen. Von der Annahme, dass ein Regime bei Besitz der Atomwaffe sicher vor einem Angriff ist, bzw. dass man ein Regime mit Atomwaffen nicht mehr angreifen kann/darf, sollte allmählich abgerückt werden. Es wäre kurzum nicht mehr zeitgemäß, da die Weiterverbreitung von Atomwaffen dank des eifrigen "Einsatzes" einiger Länder (z. B. Pakistan, Nordkorea) sowieso nicht aufgehalten kann. Insofern muss man notfalls Gegenkonzepte parat haben, die auch konventionelle Angriffe trotz des Besitzes der Atomwaffe beim jeweiligen Regime einschließen sollten.

Schneemann.
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#4
China sollte sich langsam wirklich mal überlegen, wie es in Zukunft mit diesem Thema umgeht. Teilweise wirkt es gerade zu lachhaft, wie sich hier die Herren der nächsten Supermacht von ihrem Hinterhof auf der Nase herumtanzen lassen.
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#5
Warum sollten die es auch nicht machen? Militärschlag, von wo auch immer, um das Programm zu verhindern, wird es nicht geben. Am Ende hat man entweder die Bombe, oder man tauscht den Verzicht auf selbige gegen bessere Handelsbedingungen oder Hilfslieferungen.

Das die keine Auswärtigen Feinde haben mag ja objektiv stimmen, aber eine Militärjunta, die ihr Land mitten aus dem Dschungel regiert, sieht das vielleicht etwas anders.
War nicht einer der Führer in Myanmar extrem abergläubisch? Eventuell hat seine Wahrsagerin ja die Notwendigkeit für die Bombe in den Sternen gesehen.
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