CDU/CSU
#31
Zitat: Zumal es zeigt wie brutal diese Gottesanbeterin in den eigenen Reihen gewütet hat.
was hat man erwartet?
Sie war in der Lehre bei DEM Großmeister dieses Faches, qualitativ hochwertige deutsche Ausbildung eben.
Allerdings war das nur ein Teil der Ausbildung, wenn sie tatsächlich aufgepaßt hat sollte man sich um Koalition keine Sorgen machen und sich an Frau Merkel die nächsten 10 Jahre erfreuen dürfen.
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#32
Naja, Kohl hat im Gegensatz zu ihr Menschen neben sich geduldet. Merkel scheint den Begriff "Freunde" bestenfalls aus dem Duden her zu kennen. Wie sie ihre Kumpanin von der Leyen in Sachen Bundespräsidentin mal eben ins offene Messer hat rennen lassen, war schon mies.
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#33
aha, so sehr geduldet das die ehemalige FDJ Kultursekretärin seine Nachfolgerin werden konnte, war ja sonst keiner da. :lol:
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#34
Och Schäuble als ehemaliger Kronprinz und Rühe als Merkels Konkurrent - ich würde schon sagen das da noch jemand da war. Zumindest mehr Nasen als aktuell. :wink:
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#35
Schatzmeister von Klaeden gibt Amt auf

Zitat:In nur einem Jahr hat Kanzlerin Angela Merkel sechs mächtige CDU-Männer verloren. Nun wird der nächste Posten frei: Schatzmeister von Klaeden wird offenbar nicht erneut für den Posten kandidieren. Weil er auch Kanzleramtsminister ist, wolle er einen Interessenskonflikt vermeiden.

Ecki gibt freiwillig ein Amt im Bundesvorstand auf? :?
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#36
Zitat:SPD fordert Distanzierung der Union von Steinbach
Die Vertriebenen-Präsidentin habe sich mit der Aussage, Polen habe 1939 zuerst mobil gemacht, außerhalb des demokratischen Konsenses gestellt.
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... nbach.html

Zitat:Steinbach bestätigte den Vorgang auf Anfrage von WELT ONLINE. Sie erinnert sich an ihr letztes Zitat jedoch wie folgt: „Und ich kann es auch leider nicht ändern, dass Polen bereits im März 1939 mobil gemacht hat.“ Steinbach legt Wert darauf, dass sie damit die Kriegsschuld Deutschland nicht habe bestreiten wollen und fühlt sich absichtlich missinterpretiert. In die aufkommende Empörung, so Steinbach, habe sie gerufen: "Da können Sie mich ja ausschließen, wenn Sie wollen." .
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... n-aus.html


Es ist zum schreien.
Polen hat bereits im März 1939 eine Teilmobilmachung angeordnet, das ist eine historische Tatsache.
Es ist unglaubliche wie politische Kaste es nicht ertragen kann wenn simple Tatsachen ausgesprochen werden.
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#37
Hauptsache die Person Steinbach verschwindet in der Versenkung.
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#38
Zitat:Berliner Ex-CDU-Politiker kündigt neue Partei an

René Stadtkewitz will mit "Die Freiheit" schon 2011 einen Erfolg feiern. Er hofft auf Rückenwind durch den Fall Sarrazin.

Das find ich ja ganz interessant. In NRW hats Pro NRW versucht, in einigen Städten auch mehr als 3 % gekriegt, aber im großen und ganzen wurde es nicht das erhoffte. Aber laut Umfragen denken die Leute ja jetzt, durch Sarrazin, anders und würden wählen. :roll:


Edit:

Zitat:Steinbach attackiert die CDU

Erika Steinbach hat auf einem Vertriebenentreffen in Berlin wütend Vorwürfe zurückgewiesen, sie betreibe Geschichtsklitterung. Zuvor hatte sie ihre Partei scharf angegriffen. In der CDU hätten Konservative nur noch eine Alibifunktion, sie sehe gute Chancen für eine Partei rechts von der Union.

....

Steinbach sieht zudem gute Chancen für eine Partei rechts der Union. Wenn ein charismatischer Politiker eine neue konservative Partei gründe, würde diese "spielend die Fünf-Prozent-Hürde überspringen".

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...49,00.html
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#39
Zu den Hintergründen der Äußerung von Steinbach:
http://info.kopp-verlag.de/hintergruend ... echt-.html
Zitat:Erika Steinbach hat recht!
Michael Grandt

Erneut entrüsten sich politisch korrekte Gutmenschen und werfen der Präsidentin des Vertriebenenverbandes vor, revisionistische Geschichtsklitterung zu betreiben, weil sie sagte, Polen hätte bereits im März 1939 mobil gemacht. Das entspricht jedoch den geschichtlichen Tatsachen.

@Cluster
Warum? Nur weil sie die Ruhe stört?
Ich persönlich finde ja Ruhestörer ganz praktisch.
Es muss auch mal geäußert werden was nicht gefällt.
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#40
Zitat:Der Satz, der Erika Steinbach zum Verhängnis wurde, stimmt im Kern: Polen hat im März 1939 Truppen mobilisiert - jedoch nur, weil es mit dem Rücken zur Wand stand. ...
zitiert aus http://www.sueddeutsche.de/politik/stei ... n-1.998769
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#41
War im März 1939 nicht auch die Krise um die "Rest-Tschechei"?
Damit hätte doch Polen einen Grund zur Mobilmachung gehabt!
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#42
Es hat auch niemand behauptet das Polen aus Jux und Dollerei mobil gemacht hätte.

Allerdings könnte man dann auch mit Fug und Recht behaupten das die Wehrmacht mittelbar nach der Aktion in der Tescheslowakei nicht zu einem Angriff auf Polen in der Lage gewesen wäre, die Mobilmachung also in erster Linie politische und nicht militärische Gründe gehabt hatte.
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#43
Man muss das etwas mehr im Kontext der Ereignisse sehen: Ja, Polen hat eine Mobilmachung verkündet, allerdings nur eine Teilmobilmachung (d. h. keine unmittelbare Kriegsbereitschaft).

Die Zerschlagung der "Rest-Tschechei" war hierbei nur ein Baustein (was die Nervosität auf polnischer Seite stark erhöhte, weil damit klar war, dass das Münchner Abkommen sowie evtl. weitere Abkommen Hitlers de facto bei "Bedarf" unwesentlich wurden). Der polnische Botschafter in Berlin, Lipski, erhielt im März die deutschen Forderungen an Polen überreicht (Rückgabe Danzigs, exterritoriale Auto- und Eisenbahn durch den Korridor), fast zum gleichen Zeitpunkt als a) die Rest-Tschechei zerschlagen und b) das Memelland von Litauen an Deutschland abgetreten wurde und deutsche Truppen dort einzogen. Zudem wurden von der englischen Presse im März Meldungen von deutschen Truppenansammlungen an der polnischen Grenze veröffentlicht. Das man also daraufhin nervös wurde, ist nachvollziehbar. Und daraufhin erklärte Polen am 27. März die Teilmobilmachung.

Es ist also schon gewagt, sich hinzustellen und zu sagen, dass man berücksichtigen müsse, dass Polen schon im März mobil gemacht habe.

Schneemann.
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#44
Diese Teilmobilmachung umfasste mehrere Hunderttausend Mann un ermöglichte es den Polen offensiv tätig zu werden.
Das ist einfach Fakt.
Das diese Aktion nicht einfach aus heiterem Himmel erfolgte weiß jeder der nur ein klein wenig mit dem Vorspiel zum zweiten Weltkrieg vertraut ist.
Sich an Steinbachs Satz aufzuhängen ist einfach nur böswillig und kampagnengetrieben.
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#45
Frau Steinbachs Äußerung, ob sie denn nun zu einem Rücktritt „gereicht“ hat oder nicht sei dahingestellt, ist zwar einerseits historisch nicht unbedingt falsch, aber dennoch andererseits kurzsichtig und naiv-unvollständig (von anderweitigen Hintergrundgedanken abgesehen).

Zwar hat Polen tatsächlich im März 1939 die Mobilmachung verkündet, aber es war genau genommen nur eine – wie bereits genannt – Teilmobilmachung einiger Sicherungskräfte, die nicht mit einer Kriegsbereitschaft zu vergleichen wäre. So wurden bspw. nur die Grenztruppen und Teile des Heeres in Alarmbereitschaft versetzt, die Marine und die Luftwaffe hingegen nicht. Zudem waren fast nur Truppen im Bereich um Danzig (hauptsächlich) betroffen, was daran lag, dass Polen einen deutschen Handstreich gegen Danzig befürchtete (s. u.). Und wenn du schreibst, „einige hunderttausend Mann hätten zu einer offensiven Tätigkeit“ gereicht, so wage ich dies zu bezweifeln. Polens Armee hätte im Kriegsfall zwischen 1,2 und 1,5 Mio. Soldaten umfassen können (je nach Quelle). Mit insofern vielleicht 20% aller Truppen wären größere offensive Vorhaben niemals möglich gewesen, zumindest nicht gegen Deutschland. Weder die eh schon geringen Panzerstreitkräfte noch die Luftwaffe waren zudem in Kriegsbereitschaft.

Zum Hintergrund: Kurz zuvor hatte Hitler gezeigt, dass er sich an zuvor getroffene Abmachung nicht bereit ist zu halten. Im März 1939 annektierten deutsche Truppen die „Rest-Tschechei“, die nach dem Münchner Abkommen und der Sudetenkrise noch existierte. Dieses Ereignis trug auch mit zum Scheitern jeglicher Appeasement-Gedanken bei den Westalliierten bei und forcierte dort die Verabschiedung zahlreicher umfangreicher Rüstungspläne, weil erkennbar war, das jegliche Abkommen mit Hitler nicht mal das Papier wert waren, auf denen sie standen.

Zudem waren kurz zuvor a) das Memelland von den Deutschen besetzt worden (das zu Litauen nach dem Ersten Weltkrieg angegliedert worden war) und hatte b) der polnische Botschafter in Berlin, Lipski, die deutschen Forderungen bezüglich des Korridors und Danzigs erhalten (exterritoriale Verbindung, Angliederung Danzigs ans Reich). Diese Ereignisse zusammen lösten in Warschau große Nervosität hinsichtlich eines ebenso aggressiven deutschen Vorgehens gegen Danzig aus. Als das dann die britische Presse im März auch noch Meldungen über deutsche Truppenbewegungen an der polnischen Grenze lancierte (die allerdings nicht ganz zutreffend waren, bzw. es handelte sich nur um die Verlegung dreier Divisionen [je nach Quelle bis zu 70.000 Soldaten], die Polen nicht hätten großartig bedrohen können), geriet man in Warschau fast in Panik und befürchtete den bereits genannten Handstreich gegen Danzig.

Die Folge war die Teilmobilmachung im März 1939.

Insofern: Frau Steinbach hat recht, Polen machte im März 1939 (teil-)mobil. Wohl aber hat sie sich ganz gewaltig in die Nesseln gesetzt mit diesem Versuch einer „Relativierung“ (wenn auch nicht so genannt). Dieses ganzes Ereignis konnte nur stattfinden, weil Deutschland eine aggressive Außen- und Sicherheitspolitik verfolgte, die sich nicht um andere Staaten scherte. Die Zerschlagung der Tschechei und die Memelland-Geschichte zeigten dies einschneidend. Ohne Hitlers Revisions- und Großmacht-Gedanken und die damit verbundenen offenen und vermuteten Feindseligkeiten und Hinhalte- und Verschleierungstaktiken wäre der Vorfall nie geschehen. Insofern sollte Frau Steinbach manche ihrer Äußerungen besser überdenken. Und das hat auch nichts mit einer wie auch immer gearteten oder vermuteten Einschränkung der freien Meinungsäußerung zu tun, sondern mit einem Blick in Geschichtsbücher.

Schneemann.
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