CDU/CSU
Die CSU ist in der bequemen Lage, im Bund Opposition spielen zu können und hat das bisher weidlich genutzt. Die Bayern mosern zusammen mit der CSU über das Berliner Kasperletheater, welches die AFD überhaupt erst groß gemacht hat.
Es gäbe für die CSU inhaltlich absolut keinen Sinn, mit der AFD zu koalieren. Machtpolitisch noch weniger.
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Mitleser schrieb:Die CSU ist in der bequemen Lage, im Bund Opposition spielen zu können und hat das bisher weidlich genutzt. Die Bayern mosern zusammen mit der CSU über das Berliner Kasperletheater, welches die AFD überhaupt erst groß gemacht hat.
Es gäbe für die CSU inhaltlich absolut keinen Sinn, mit der AFD zu koalieren. Machtpolitisch noch weniger.

Allerdings ist das nur Kasperletheater. Auf die medial groß rausposaunte Klage wurde ja verzichtet. Da ging ein Strauß noch anders heran: Entweder mein Kurs wird berücksichtigt oder wir treten bundesweit an.

Aber was will man von den Seehofers dieser Welt auch schon erwarten? Dabei hätte die CSU bundesweit die Chance auf 20%+. Mehr noch: Sie könnte die gesamte AFD marginalisieren.
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marcoB schrieb:...
Allerdings ist das nur Kasperletheater. Auf die medial groß rausposaunte Klage wurde ja verzichtet. Da ging ein Strauß noch anders heran: Entweder mein Kurs wird berücksichtigt oder wir treten bundesweit an.

Aber was will man von den Seehofers dieser Welt auch schon erwarten? Dabei hätte die CSU bundesweit die Chance auf 20%+. Mehr noch: Sie könnte die gesamte AFD marginalisieren.

Ich glaub nicht dass es Zufall ist, dass Seehofer kurz vor der Schließung der Balkanroute in der fraglichen Region und bei den Ösis war. Zwei Tage später war dicht, und Merkel konnte nur noch eine Schnute ziehen.

Bundesweit anzutreten wäre deppert. Die CSU ist erfolgreich weil Bayern erfolgreich ist, und umgekehrt. Da hängt eine ganze politische Kultur dran, egal ob die einem gefällt oder nicht. In Berlin oder Bremen würden die auch nix reißen können. Die Leute müssen mitspielen können und wollen. Wenn das nicht eingespielt ist, klappt es nicht. Nach jahrzehntelangem Braindrain Richtung Bayern und BaWü schon gar nicht.
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Mitleser schrieb:Bundesweit anzutreten wäre deppert. Die CSU ist erfolgreich weil Bayern erfolgreich ist, und umgekehrt. Da hängt eine ganze politische Kultur dran, egal ob die einem gefällt oder nicht. In Berlin oder Bremen würden die auch nix reißen können. Die Leute müssen mitspielen können und wollen. Wenn das nicht eingespielt ist, klappt es nicht. Nach jahrzehntelangem Braindrain Richtung Bayern und BaWü schon gar nicht.

Auch in Berlin erreicht die AFD mittlerweile 10%. Diese Stimmen könnte die CSU alle an sich binden. Und mit der CDU später ejakulieren könnte sie ja trotzdem.

Ob man es WIRKLICH tut ist eine andere Frage, aber von Machtpolitik verstand Strauß mehr als die weichgespülten Typen heute:

Zitat:Um mittelfristig dem bürgerlichen Lager wieder die Mehrheit zu sichern, kam es vor allem in der CSU zu Überlegungen, die CSU bundesweit zu organisieren und damit eine Vierte Partei zu gründen, die ein dezidiert konservatives Profil haben und den rechten Rand an sich binden sollte, während die CDU die liberalere Mitte abdecken sollte. Diesen Plänen stand die CDU hingegen aus Furcht vor Stimmenverlusten ablehnend gegenüber. Nach harten Verhandlungen nahm die CSU am 12. Dezember den Kreuther Beschluss zurück, ging aber deutlich gestärkt aus dem Konflikt hervor und erreichte die Nominierung ihres Vorsitzenden Strauß als Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 1980
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Die AfD steht selbst in Bayern bei relativ aktuellen Umfragen auf 9%. Vermutlich kann man da noch 2-3% dazu rechnen, weil einige Wähler sich bei solchen Umfragen nicht offen bekennen. Ich glaube nicht, dass eine bundesweite CSU der AFD mittelfristig viel Wählerpotential abgraben könnte. Am Meisten verlieren würden vermutlich CDU und FDP. Auch Nichtwähler würden aktiviert werden. Ich glaube aber kaum, dass eine bundesweite CSU noch den Spagat schaffen könnte zwischen markigen Sprüchen und Realpolitik in einer großen Koalition.
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Zitat:Zwei Drittel wollen Merkel nicht weiter als Kanzlerin

Tiefschlag für Merkel: Nicht nur die Zustimmungswerte der Regierung erreichen einen neuen Minusrekord. Einer Umfrage zufolge lehnen zudem zwei Drittel der Deutschen eine vierte Amtszeit Merkels ab.
http://www.welt.de/politik/deutschland/ ... lerin.html
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Man sollte den Anteil der Teddybärenwerfer nicht unterschätzen, die zwar immer noch jeden als Nazi bezeichnen der keinen Merkel-Altar zu Hause stehen hat, aber klammheimlich erleichtert sind dass ihre Willkommensfreude nicht auf die harte Probe gestellt wird. Weil, wie vorhergesagt, die bösen Rechten die Dreckarbeit und die Grenzen dicht machen. Merkels Amoklauf bleibt den Leuten in den Knochen, da haben die meisten Angst vor einer Wiederholung.
Und die wundersame Erklärung, was sie sich dabei alles dolles gedacht haben könnte, ist ja auch ausgeblieben. Der Lack ist ab. Selbst auf humanitärem Gebiet steht sie jetzt durch ihren Türkei-Deal mit runtergelassener Hose da.
Wer weiß was der als nächstes einfällt, vielleicht bricht sie nen Krieg vom Zaun ...
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Mitleser schrieb:Man sollte den Anteil der Teddybärenwerfer nicht unterschätzen, die zwar immer noch jeden als Nazi bezeichnen der keinen Merkel-Altar zu Hause stehen hat, aber klammheimlich erleichtert sind dass ihre Willkommensfreude nicht auf die harte Probe gestellt wird. Weil, wie vorhergesagt, die bösen Rechten die Dreckarbeit und die Grenzen dicht machen. Merkels Amoklauf bleibt den Leuten in den Knochen, da haben die meisten Angst vor einer Wiederholung.
Und die wundersame Erklärung, was sie sich dabei alles dolles gedacht haben könnte, ist ja auch ausgeblieben. Der Lack ist ab. Selbst auf humanitärem Gebiet steht sie jetzt durch ihren Türkei-Deal mit runtergelassener Hose da.
Wer weiß was der als nächstes einfällt, vielleicht bricht sie nen Krieg vom Zaun ...

Da hast du Recht. Der Lack ist ab. Die Ernüchterung ist da. Willkommenskultur war für viele anfangs Begeisterte doch nicht so toll oder gar ganz anders wie erwartet. Nun kommt die harte Realität. Die Kosten für rund 2 Millionen Flüchtlinge müssen bezahlt werden. Hunderttausende könnten es dieses Jahr noch zusätzlich werden. Eigentlich will das inzwischen kaum noch einer bezahlen. Über ein Jahr ist noch Zeit zur Bundestagswahl. Das kann für die CDU noch bitter werden. Denn der Scherbenhaufen wird bis dahin nicht zusammengekehrt sein, sondern noch um einiges größer werden.
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Die Hilflosigkeit, mit der zur Zeit die Islam-Debatte geführt wird sagt ja alles. Man kann jetzt zwar die AFD vorführen weil die auch keine Lösungen hat wenn das Kind erstmal in den Brunnen gefallen ist, aber hier gehts um mehr als um ein paar Prozente. Die Steuerzahler haben plötzlich wieder eine Partei, und die wird wohl erhalten bleiben. Interessanterweise unterstützt von Geringverdienern und Arbeitslosen - kurz, alle, die von der Planlosigkeit und Feigheit der Union dauerhaft betroffen sein werden.
Eine seltsame Konstellation, wie sie nur die Willkommenskultur hervorbringen konnte. Da wird für die anderen der Kuchen kleiner.
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Die CDU will 2017 angeblich keine neue Koalition mit der SPD. Man will ein Koalition mit den Grünen anstreben und falls dies nicht reichen sollte noch die FDP mit ins Boot nehmen. Ich vermute mal stark sie werden die SPD auch noch brauchen, um genügend Sitze zu bekommen.
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Ich habe auch den Eindruck, dass die Zeichen auf Schwarz-Grün stehen wenn Schwarz-Gelb nicht reicht.
Merkel dürfte neue Akzente mit neuen Farbenspielereien setzen und sich nicht noch eine Große Koalition antun wollen. Da würde sie den Status der Union als Volkspartei gefährden und die SPD komplett erledigen. Das ist nicht in ihrem Interesse.
Schwarz-Grün-Gelb ist insofern wohl auch wahrscheinlicher als Schwarz-Rot, dass es für die Koalition nicht reicht halte ich aber für völlig ausgeschlossen. Genauso wie das die große Koalition nächstes Jahr ihre Mehrheit einbüßen wird.
Am wahrscheinlichsten für mich ist da eine knappe Mehrheit für Schwarz-Grün mit ca. 33 und 12 Prozent.
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Nightwatch schrieb:Ich habe auch den Eindruck, dass die Zeichen auf Schwarz-Grün stehen wenn Schwarz-Gelb nicht reicht.
Merkel dürfte neue Akzente mit neuen Farbenspielereien setzen und sich nicht noch eine Große Koalition antun wollen. Da würde sie den Status der Union als Volkspartei gefährden und die SPD komplett erledigen. Das ist nicht in ihrem Interesse.
Schwarz-Grün-Gelb ist insofern wohl auch wahrscheinlicher als Schwarz-Rot, dass es für die Koalition nicht reicht halte ich aber für völlig ausgeschlossen. Genauso wie das die große Koalition nächstes Jahr ihre Mehrheit einbüßen wird.
Am wahrscheinlichsten für mich ist da eine knappe Mehrheit für Schwarz-Grün mit ca. 33 und 12 Prozent.

Ich werde kurz nach der Bundestagswahl nochmal hier reinschauen. Mein Tip:

AfD 30%, CDU 18%, SPD 12%, Grüne 12%, FDP 8%, Linke 7%, CSU 7%, Sonstige 6%

Du kannst jetzt kräftig lachen, aber gib ruhig auch einen kompletten Tip ab und wir schaun dann wer näher dran war.
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Naja was heißt lachen. Dein Wahlergebnis bedingt dramatische Entwicklungen die sich so nicht abzeichnen. Es müsste schon etwas richtig Extremes passieren, damit die AfD ihre Stimmenzahl mal noch eben verdoppelt.
Das halte ich abseits einer unmittelbaren, staatsgefährdenden durch Regierungshandeln bewusst verursachten Lage für ausgeschlossen.

Seriöser ist es die momentane politische Großwetterlage ohne einschneidende Ereignisse bis nächstes Jahr weiterzuschreiben. Vergiss nicht, dass wird uns gemessen an den aktuellen Umfragen schon in einer sehr außergewöhnlichen Lage befinden.
Die letzten beiden Bundestagswahlen verschleiern das ein wenig, aber Verschiebungen für jenseits der 15% sind für die politischen Verhältnisse in Deutschland sehr ungewöhnlich, erst recht über politische Lager hinweg und gar zu völlig neuen Parteien.
Was du skizzierst wäre ein politische Erdbeben für das es seit der Gründung der Bundesrepublik nichts vergleichbares gäbe. Entsprechend unwahrscheinlich ist so ein Ereignis.

Und Tipps... wahrscheinlich kommt es in etwa so, plus minis 2 Prozent:
CDU 27 CSU 6 SPD 19 Grüne 13 FDP 8 Linke 8 AFD 15 Sonstige 4
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Avatarwetten ? Wie sind die Einsätze ? Meiner heißt: Ein Bild von Altmeier als Avatar, für 3 Wochen.
Mein Tipp:
AFD 14, Grüne 16, CDU 25, CSU 8, Linke 10, SPD 21, Rest 6 %

CDU tritt mit Law-and-Order-Gequatsche ohne Merkel an.

Wie berechnen wir das ? Die Summe der Einzelabweichungen Prognose/Ergebnis ?
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Falls etwas richtig Extremes passieren würde, dann wären vermutlich noch ganz andere Werte drin. Meine Vorhersagen ziehe ich aus meinem umfangreichen Freundes- und Bekanntenkreis, der bisher ziemlich CDU-lastig war. Und bis auf wenige Merkelanhänger sehen alle die aktuelle CDU-Politik mehr als kritisch. Einige haben schon komplett mit der CDU gebrochen und sind inzwischen glühende AfD-Anhänger geworden. Sie haben für Merkel und die CDU kein gutes Wort mehr übrig. Diese Leute dürften für die CDU generell verloren sein. Von den Kritikern schätze ich, dass immer mehr abspringen und sich eine neue Wahlheimat mit der AfD suchen. Dies wird befördert durch die weitere Annährung der CDU an die Grünen. Die Streitereien mit der CSU, die von vielen CDU-Anhängern außerhalb Bayern als die bessere CDU gesehen wird und die vielen Probleme vor den die Koalition im kommenden Jahr noch stehen wird. Vielen wird nämlich jetzt erst klar, was die Flüchtlingspolitik kosten wird. Von steigender Kriminalität, möglichen Terroranschlägen usw. mal ganz abgesehen. Auch war die CDU auf dem Land immer viel stärker und genau dort wird sie massiv Stimmen verlieren, da die CDU-Politik dafür gesorgt hat, dass viele Landeier nun zwangsweise mit Flüchtlingen in ihren Orten und Kleinstädten zusammenleben müssen. Und immer mehr dieser Landeier dämmert, dass dies nicht nur ein Zustand auf Zeit ist, sondern dass dieser wohl solange anhalten wird, wie die CDU an der Macht bleibt. Die Menge derer die generell nicht mit Fremden zusammen leben wollen wird meist unterschätzt. Viele ziehen bzw. zogen sogar deswegen wieder aufs Dorf oder in kleinere Ortschaften. Hinzu kommt, dass die AfD auch durchaus eine Anziehungskraft auf gewisse Wählerschichten der SPD und der Linken hat, wie ich es in meinem Bekanntenkreis festgestellt habe. Bei den Grünen und der FDP sieht es etwas anders aus, dort kann die AfD bisher nicht den Magneten spielen.
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