CDU/CSU
#1
Der "Deutschland"-Strang ist mir zu groß und unpräzise. Es wäre besser ihn nach Themen aufzusplittern.

Aus aktuellen Anlass daher ein eigener Strang für die Union.

Als Ausgangspunkt daher ein Kommentar von Prof. Franz Walter, Politikwissenschaftler an der Uni Göttingen, zur Lage der Union auf SpOn.

Zitat:UNION IN NOT
Wie Merkel die liberale Mitte verprellt

Ein Kommentar von Franz Walter

Herbe Verluste in Umfragen, offene Kritik an Angela Merkel - jetzt ist für jeden offensichtlich, dass die CDU in einer Krise steckt. Die Partei hat das konservative und liberale Lager zutiefst frustriert. Das Schlimmste für die Union: Ein Ausweg ist nicht in Sicht.
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#2
Nachdem man nun die SPD endlos durch den Analyse-Wolf gedreht hat, folgt nun die CDU.

im Allgemeinen: Die Bonner Republik ist vorbei, wir leben in der Berliner Republik. Irgendwie scheint dieser Zeitenwechsel am Bewusstsein vieler vorbei gegangen sein. Er begann mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung, setzte sich mit der Abwahl Kohls fort und fand sein Ende mit der Agenda 2010. Kann man jetzt gut oder schlecht finden, ist aber so.

im Besonderen "CDU": Nach Kohls Abgang irrte die CDU genauso orientierungslos durch die Republik wie SPD/Grüne. Man gewann zwar Wahlen, aber nicht aufgrund eigener Stärke, sondern vielmehr aufgrund der Schwäche der Regierung. Dann kam die Spendenaffäre und mit ihr der Umbruch. Kohl musste man nur noch aufgrund seiner "historischen Leistungen" im Bereich Wiedervereinigung und Europa gut finden, aber ansonsten konnte man sich in der CDU plötzlich auch sehr gut kritisch zu ihm und seiner Regierungsarbeit äußern. Was auch ganz hilfreich war, denn viel anders regiert Schröder auch nicht und so konnte man sich endlich mal von dem Spruch "Die SPD macht's doch auch nicht anders als vorher die CDU" absetzen.

Irgendwie kam es dann beim Machtkampf Merkel vs. Rühe zu der Frage "Was ist eigentlich konservativ?". War seinerzeit der Aufhänger für so manche Artikelüberschrift. Also begann man mal zu schauen wie man sich von der alten Politik Kohls absetzen konnte. Zuerst mit einem konservativen Stoiber 2002 und als das nichts half mit einer neoliberalen Merkel 2005. Die erste Wahl hatte man komplett verloren, die zweite hatte man zwar gewonnen, aber unter'm Strich doch verloren.
Danach hat Merkel ihre Lehren gezogen und ihre bekannt unscharfe Politik eingeleitet. Hat aufgrund der sich selbst zerfleischenden SPD ja auch bisher ganz gut geklappt. Aber was ihr im Gegensatz zu Kohl fehlt, ist ihre Fähigkeit zur Integration. Die neoliberalen Kräfte weinen Merz hinterher, den Konservativen stirbt die Basis weg, so daß sie panisch um sich schlagen, da sie ihren Einfluss schwinden sehen und die sozial-konservativen Marke Rüttgers werden immer noch so gut es geht im Heizungskeller eingesperrt. Man will ja nicht in den Ruch kommen sich wieder "zurück zu entwickeln". Unter'm Strich ist die CDU derzeit nur eine Ansammlung verschiedener Blöcke die partout nicht zueinander passen, aber nur aufgrund der Kanzlerschaft und ihrer Führung vor der SPD bisher die Zähne zusammengebissen haben.
Die CDU ist mittlerweile genau so viel oder genau so wenig Volkspartei wie es die SPD ist. Einzig und allein die Umfragewerte sind besser, weil man in der öffentliche Selbstzerfleischung einfach nicht das "Können" der SPD hat.

Dummerweise scheint man aber zumindest mit der FDP dasselbe Problem zu bekommen wie die SPD mit der Linken. Wozu SPD wählen wenn's mit der Linken noch etwas linker geht? Und analog dazu - wieso CDU wählen, wenn's mit der marktliberalen FDP noch ein bisschen liberaler geht? Linke und FDP profitieren gewaltig von ihrer Oppositionsrolle. Gerade deshalb sehnt die CDU Schwarz-Gelb herbei, um Westerwelle und Co. zu entzaubern. Die SPD stellt sich da ja etwas dümmer an, wobei sie sich da auch hervorragend von CDU und FDP treiben lässt.

Im Vergleich zur SPD hat die CDU zwar keinen Sündenfall Marke "Agenda 2010" in den Knochen stecken, aber strukturell hat sie dieselben Probleme. Das Führungspersonal ist weitgehend farblos und die Integration der verschiedenen Blöcke besteht nur aus ein paar Bindfäden, die jetzt langsam zu reißen scheinen, wo jetzt mancher kalte Füße bekommt. Der lange Wahlkampf wird für Merkel noch sehr schwer und noch so manche Rolle Tesafilm kosten. Denn da haben es die Sozen im Vergleich schon wieder etwas leichter. Deren Parteiwelt ist klar in "Linke" und "Seeheimer" aufgeteilt. Bei der Union hingegen tummeln sich weitaus mehr Gruppierung. Ein schwuler Hamburger Bürgermeister oder eine Rabemutter im Bundesfamilienministerium? Für die stockkonservative Katholiken absolute Reizthemen. Die Anhänger Rüttgers im selben Raum mit den Merz- und Koch-Fans. Ergibt ein verbales Massaker. Die Bayern verhalten sich seit ihrem 50+X-Machtverlust eh auf eine Weise, daß hier eigentlich nur noch ein Psychiater helfen kann und nebenbei müssen die Pragmatiker um Merkel noch den unideologischen Wechselwähler einsammeln.

Der Fahrplan für die CDU sollte klar auf dem Tisch liegen. Bis zum Herbst irgendwie durchhalten, darauf hoffen das es zu Schwarz-Gelb reicht und danach sich zusammensetzen und eine Linie für die Zukunft finden, mit der alle Gruppierungen leben können.

Sollte aber der aktuell begonnen Trend anhalten und Merkel von "guten Ratschlägen" überrollt werden, dürfte es mit schwarz-gelb wohl nichts werden. Mehr Marktradikalität verhindert zwar vielleicht das Abwandern von Wählern und Mandaten zu FDP, aber verschrecken wird es hingegen die die auch SPD wählen könnten. Mehr konservative Werte mögen zwar vielleicht die strammen Katholiken wieder versöhnen, aber die wählen ohnehin CDU und man verprellt die potentiellen Wähler, die keine Lust auf Adenauer verspüren.

Fazit: Die CDU bräuchte genauso eine komplette Erneuerung wie der Rest der deutschen Parteienlandschaft. Dazu fehlt aber immer noch eine Initialzündung. So bleibt kurzfristig nur ein "weiter so" und langfristig ein halbwegs solider Kompromiss.
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#3
Mich wundert es kein bisschen das die Union gewaltig unter die Räder kommt. Als überzeugter Konservativer kann ich dann dazu nur sagen: Vollkommen zurecht.
Mit dem Quantensprung nach Links unter Merkel und der systematischen Demontierung jeden konservativen und marktliberalen Kraft in der CDU musste das so kommen.
Das ganze ist eigentlich furchtbar einfach, der Union bricht der rechte Parteiflügel in praktisch allen Ausprägungen schlicht weg und diese Verluste können durch Zugewinne in der vermeidlichen Mitte der Gesellschaft nicht ausgeglichen werden.

Zitat:Viele Unionswähler wollen nicht mehr wählen gehen

Der unionsinterne Streit zerreißt nicht nur die Partei, er schreckt auch die Wähler ab. Nach einer aktuellen Umfrage wollen 19 Prozent der Unionsanhänger gar nicht mehr zur Wahl gehen, 14 Prozent möchten lieber die FDP wählen. In der CDU melden sich jetzt die Verteidiger von Parteichefin Angela Merkel zu Wort.
http://www.welt.de/politik/article33527 ... gehen.html

Genau so sieht es aus. Wie Schönbohm schon vor einem Jahr gesagt hat - in Deutschland fehlt eine wirkliche konservative Partei. Die Union verkörpert dieses Bild nicht mehr. Logische Konsequenz, ein bedeutender Teil der Wähler bricht in den Nichtwählerbereich weg. Das Land rückt augenscheinlich weiter nach links, faktisch denkt ein größerer Teil der schweigenden, frustrierten Mehrheit rechts.
Merkels Union kann man als treuer Unionswähler jedenfalls nur noch mit sehr viel Bauchgrimmen die Stimme geben.
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#4
@Nightwatch
Zitat:Wie Schönbohm schon vor einem Jahr gesagt hat - in Deutschland fehlt eine wirkliche konservative Partei.

So eine Partei gibt es vielleicht in Form der DSU - aber sie kommt nicht hoch, sie hat sich außerhalb von Sachsen nie richtig etablieren können.
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#5
Zitat:Urnengang im Juni

CDU verabschiedet Programm für Europawahl

Die CDU hat ihr Programm für die Europawahl am 7. Juni verabschiedet. Die Christdemokraten treten darin für eine starke Europäische Union ein, plädieren aber für eine Pause bei der Erweiterung der EU. Lediglich Kroatien soll demnach noch aufgenommen werden.
Link: http://www.tagesschau.de/inland/europawahl104.html

...und...
Zitat:Merkel fordert geschlossenes Auftreten der Union

Berlin (Reuters) - Die CDU-Spitze bemüht sich um ein Ende der Richtungskämpfe in den eigenen Reihen. Bundeskanzlerin Angela Merkel und andere führende CDU-Politiker riefen am Montag im Parteivorstand zu Geschlossenheit auf.
Link: http://de.reuters.com/article/domesticN ... EG20090316

...und...
Zitat:ALTHAUS' SKIUNFALL

"Schuld ist nicht die richtige Kategorie"

"Eine tragische Verkettung von Umständen" - so erklärt Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus seinen Skiunfall, bei dem am Neujahrstag eine Frau ums Leben kam. In seinem ersten Interview spricht er über Schuld, seine Krankheit und die Rückkehr in die Politik.
Link: http://www.spiegel.de/politik/deutschla ... 85,00.html

Man kann von ihm halten was man möchte, aber wenn ich nicht weiß wo links oder rechts ist und ich in eine Piste einbiege und entgegen der Fahrtrichtung fahre, so trifft mich genauso die Schuld, wie wenn ich falsch auf die Autobahn einfahre und einen tödlichen Geisterfahrer-Unfall verursache. Aber streng gläubige Menschen können eh keine eigene Schuld auf sich laden, da sie ja mit dem Segen des Herrn unterwegs sind.

Schneemann.
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#6
Zitat:Union verharrt in Umfragen unter 35 Prozent

Berlin (Reuters) - Die Union verharrt in Umfragen unter ihrem Ergebnis der Bundestagswahl 2005.

Während CDU und CSU in der wöchentlichen Forsa-Umfrage für den "stern" und RTL um einen Punkt auf 34 Prozent zulegen, büßten sie in der zwei Wochen zuvor geführten Allensbach-Umfrage knapp einen Punkt ein auf 34,8 Prozent. Bei der letzten Bundestagswahl hatte die Union 35,2 Prozent der Wählerstimmen auf sich vereinen können.
Link: http://de.reuters.com/article/domesticN ... 7R20090325

Schneemann.
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#7
34,8%? So ein Schwachsinn! Das sind viel eher noch 34,7%!!
:lol:

Mal ernsthaft, mich wundert es schon das sich die Umfrageinstitute noch erdreisten Nachkommastellen zu veröffentlichen. Die liegen allesamt regelmäßigen um mehrere Prozentpunkte daneben (siehe letzte Wahl in Bayern als krasses Beispiel) und führen sich auf als wüssten sie 120% wohin der Hase läuft.

Für die Unio kann man nur sagen, mit unter 35% jetzt im Frühling werden CDU/CSU im Herbst nicht mal auf 30% kommen.
Man sollte sich mal vergegenwärtigen mit welchen Werten die Union die letzten beiden Male in die Wahlkämpfe gegangen ist und was dann am Ende dabei übrig blieb.
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#8
Nightwatch schrieb:Für die Unio kann man nur sagen, mit unter 35% jetzt im Frühling werden CDU/CSU im Herbst nicht mal auf 30% kommen.
Man sollte sich mal vergegenwärtigen mit welchen Werten die Union die letzten beiden Male in die Wahlkämpfe gegangen ist und was dann am Ende dabei übrig blieb.

Zumal die noch zu erwartenden schlechten Nachrichten der Kanzlerin vermutlich auch nicht gut tun werden.

So oder so, dürfte die GroKo die derzeit realistischste Option sein. Umso tragischer, daß die derzeitige GroKo sich schon in den Wahlkampf verabschiedet hat.
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#9
Bevor das Große Kotzen wieder kommt werden sie es hundert pro mit einer Ampelkoalition probieren.
Ich kann mir nicht vorstellen das die sich das nochmal antuen wenn irgendetwas anderes geht.
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#10
Venturus schrieb:Zumal die noch zu erwartenden schlechten Nachrichten der Kanzlerin vermutlich auch nicht gut tun werden.

So oder so, dürfte die GroKo die derzeit realistischste Option sein. Umso tragischer, daß die derzeitige GroKo sich schon in den Wahlkampf verabschiedet hat.


Da währe ich mir nicht so sicher, da zum Glück noch eine rechnerische Rechte Mehrheit noch in Bundestag vorhanden währe. Zwar haben die Kommunisten die Parteienlandschaft verschandelt und destabilisiert so das kaum andere Option als GroKo fast unmöglich gemacht doch ist die Ideologische Mehrheitsverteilung immer noch recht stabile. Sprich FDP und CDU haben um die 50% in den Umfragen 10-12% entfallen auf die Kommunisten und zum Glück nur ca. 24-26% auf die SPD somit währe eine Links-Kommunistische Allianz äußerst unwahrscheinlich.



Ich vertraue darauf das sich in Fahle das sich in Wahlkampf die Linke Bedrohung offen zeigt sich die Rechten CDU Wähler wieder um die Partei sammeln. Sprich angesichts einer Allianz aus Linken, Grüne und SPD was durchaus möglich scheint nach den Wortbruch in Hessen und der schwammigen Distanzierung der SPD von den Kommunisten doch die CDU und FDP wählen Staat nicht zu Wahl zu gehen. Den Linken Wahn der CDU kann man auch Einhalt gebieten indem man einfach die FDP wählt Staat gar nicht wählen zu gehen und sich dann in der Deutschen Demokratischen Republik wieder zu finden. Was die CDU auf jeden Fahle tuchen muss ist eine weitere GroKo zu verhindern weil dies maßgeblich zur Linken Verseuchung der CDU beiträgt.



Die CDU mag zwar auf de Schiffen Bahn sein und die Kanzlerin mit ihren Linkskurs Stammwähler zu Recht schockieren doch die SPD mit ihren schwachen Kandidaten und den starken Linksradikalen Tendenzen wie auch Lafo und seine Kommunisten schaffen ein Klima der Angst auf der moderaten und Rechten Seite. Ich bin mir daher ziemlich sicher das zum Schluss doch das Gute siegt sprich CDU und FDP die Mehrheit stellen. Was mir Sorgen macht ist aber die Wirtschaftskriese denn diese befeuert schon wie in den USA gezeigt die Linke Fäule und stärkt dementsprechend das Linke Spektrum gerade die PDS/Kommunisten. Sollte sich jemand darüber aufregen das ich die PDS als Kommunisten bezeichne so soll es das gerne tuchen für mich ist das noch die schwächste Formulierung gegenüber der PDS da eine andere wohl gegen die Forumsregel verstoßen würde.
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#11
Nightwatch schrieb:Bevor das Große Kotzen wieder kommt werden sie es hundert pro mit einer Ampelkoalition probieren.
Ich kann mir nicht vorstellen das die sich das nochmal antuen wenn irgendetwas anderes geht.

Klingt irgendwie als hättest du Sympathien für die arme gebeutelte SPD. Big Grin

Dann wäre eine Jamaika-Koalition aber mindestens genauso wahrscheinlich. In beiden Fällen müsste eine Partei umfallen und sich gegen ihr Klientel stellen. Aktuell würde ich da eher die Grünen als Wackelkandidaten sehen. Zumal die Rahmenbedingungen entsprechend sind. Merkel macht Macht. Dafür geht sie über schwarze Leichen. Gudio will Macht machen und solang er die CDU als Koalitionspartner hat, ist sein Klientel beruhigt. Und die Grünen sind seit Schröder ein sehr pragmatischer Haufen geworden. Wenn der Preis stimmt, und Merkel wird bereit sein ihn zu zahlen, werden sie es probieren.

Ich stell mir gerade bloß die Gesichter der Konservativen vor, wenn Merkel mit den grünen Steinwerfern und dem schwulen Guido zusammen regiert. Hui, da wird das christdemokratisch/soziale Abendland aber schwer am Untergehen sein. :mrgreen:

Naja, im Zweifelsfall pro Macht. Oppositionsgeilheit konnte man den Konservativen noch nie nachsagen. Und solang es noch das Feindbild Linke gibt, dürfte Merkel auch weiterhin ihre Daseinsberechtigung haben.
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#12
revan schrieb:Ich bin mir daher ziemlich sicher das zum Schluss doch das Gute siegt sprich CDU und FDP die Mehrheit stellen.

Luke "Angie" Skywalker und Leia "Guido" Organa werden uns sicherlich vor den Sternenzerstörer-Horden des Rot/Rot/Grünen-Imperiums erretten. Ich seh' schon wie Angie durch den Graben heizt um die Freiheitstorpedos in den Schacht zu befördern und so verhindert das unser schönes Land dem Kommunismus-Todesstern zum Opfer fällt.

Ob Leia-Guido dann auch im dritten Teil endlich mit Han "Horst" Solo zusammenkommt? Ich bin ja sooo gespannt!
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#13
Venturus schrieb:Luke "Angie" Skywalker und Leia "Guido" Organa werden uns sicherlich vor den Sternenzerstörer-Horden des Rot/Rot/Grünen-Imperiums erretten. Ich seh' schon wie Angie durch den Graben heizt um die Freiheitstorpedos in den Schacht zu befördern und so verhindert das unser schönes Land dem Kommunismus-Todesstern zum Opfer fällt. Ob Leia-Guido dann auch im dritten Teil endlich mit Han "Horst" Solo zusammenkommt? Ich bin ja sooo gespannt!


Meine Formulierung mag zwar einseitig und in Schwaz-Weiß Still verfasst worden sein, aber in großen und ganzen läuft es auf das selbe hinaus. Für mich sind eben Linke = Negativ und Kommunisten = na ja ich sag es lieber nicht, verstößt nämlich wieder gegen die Forumsregeln.


Wie gesagt ich spekuliere darauf sich die Wähler des rechten Randes angesichts der Linken Gefahr doch noch dazu besinnen zu wählen statt zu Hause zu bleiben und ihre Stimme so indirekt Lafo und Co. zu geben. Für mich währe alles außer Schwarz-Gelb oder wenigstens eine Schwarz-Gelb-Grüne Koalition die buchstäbliche Katastrophe Nationalen Ausmaßes.


Wie du sehe ich die Grünen als Wackel Kandidat die FDP währe schlich am Ende wenn sie mit der SPD und den Grünen Kaualieren würde. Dagegen könnten sich dir Grünen hinsichtlich ihrer Ökologischen Ausrichtung ziemlich schnell laufen lassen, der Preis währe z.b keine Laufzeitverlängerung für AKWS zwar eine Energiepolitische Katastrophe aber ein noch annehmbarer Preis. Sollte nämlich die CDU und die FDP alleine regieren würde der größte Fehler Rot Grüns (Atomausstieg) höchst wahrscheinlich korrigiert werden und da mit den Grünen Traum ein Ende gemacht.
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#14
revan schrieb:Da währe ich mir nicht so sicher, da zum Glück noch eine rechnerische Rechte Mehrheit noch in Bundestag vorhanden währe.
Das war sie in den letzten beiden Wahlkämpfen auch immer. Bis September um genau zu sein.
Das "rechte" (was ist an der FDP bitte rechts?) Lager kann seine Vorwahlumfrageergebnisse in der Regel nie erreichen, geschweige denn übertreffen.
Für den Spetember sehe ich für Schwarz Gelb schwarz.
Es wird dementsprechend eine Dreierkoalition geben.
Ampel oder Jamaika.

revan schrieb:Ich vertraue darauf das sich in Fahle das sich in Wahlkampf die Linke Bedrohung offen zeigt sich die Rechten CDU Wähler wieder um die Partei sammeln.
Wieso denn? Um unter Merkel 4 weitere Jahre einen Regierungskurs irgendwo links von Schröders SPD zu schlingern?
No thanks. Ich will eine anständige rechtskonservative Union in der Regierungsvertantwortung und keinen Kurs links der Mitte. Dann doch lieber ein Ende mit Schrecken, Rot rot Grün im Bund und eine Rückbesinnung der Union auf die Stammwählerschaft in der Opposition.
Den die bleibt nämlich höchstwahrscheinlich schlicht zu Hause wie Umfragen recht deutlich machen.
Die Komis kommen in Deutschland über kurz oder lang sowieso an die Macht. Bevor sich die Union nach nochmal 4 Jahre Regierungsverantwortung irgendwo links der jetzigen SPD Mitte wiederfindet und dann von Wowereits kommunistischer Revolution abgelöst wird sollen sie lieber gleich in die Opposition gehen.

Venturus schrieb:Klingt irgendwie als hättest du Sympathien für die arme gebeutelte SPD. Big Grin
Nein, Merkels Union steht mir nur viel zu weit links, von daher lieber Opposition als das nac nochmal 4 Jahren überhaupt kein Konservatives Profil mehr vorhanden ist.
Wobei ich mittlerweile sogar Schröders und erst rechte Schmidts SPD vor Merkels CDU den Vorzug geben würde.

Venturus schrieb:Dann wäre eine Jamaika-Koalition aber mindestens genauso wahrscheinlich.
Schwer zu sagen. Vor zwei Jahren hätte ich das noch verneint aber da Merkel mit riesen Schritten nach Links ausgebrochen ist liegt auch das im Bereich des möglichen.
Letztlich liefe es auf die Frage hinaus inwieweit noch ein handlungsfähiger rechter Parteiflügel in der Union existiert.
Wenn eine Jamaika Koalition aber kommen sollte gibt es in Deutschland keine Mitte-Rechts Partei mehr.
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#15
Nightwatch schrieb:Das war sie in den letzten beiden Wahlkämpfen auch immer. Bis September um genau zu sein.
Das "rechte" (was ist an der FDP bitte rechts?) Lager kann seine Vorwahlumfrageergebnisse in der Regel nie erreichen, geschweige denn übertreffen.
Für den Spetember sehe ich für Schwarz Gelb schwarz.
Es wird dementsprechend eine Dreierkoalition geben.
Ampel oder Jamaika.


Das stimmt sicherlich nur sind 30% biss 33% ungefähr das was man als die kernwählerschaft bei der CDU bezeichnen kann. Selbst in den Dunkelsten tagen des Spendenskandales ist die CDU nie unter diesen Wert gefallen daher glaube ich kaum das es noch tiefer gehen kann als 33%. Auch fehlt dieses mal der SPD ein starker Kandidat und die Wähler haben sich an einer Frau als Kanzlerin gewöhnt auch glaube ich bzw. hoffe ich das der Linkskurs der CDU in einer Rechten Koalition ein Ende findet.


Nightwatch schrieb:Wieso denn? Um unter Merkel 4 weitere Jahre einen Regierungskurs irgendwo links von Schröders SPD zu schlingern?
No thanks. Ich will eine anständige rechtskonservative Union in der Regierungsvertantwortung und keinen Kurs links der Mitte. Dann doch lieber ein Ende mit Schrecken, Rot rot Grün im Bund und eine Rückbesinnung der Union auf die Stammwählerschaft in der Opposition.

Kannst du dir überhaupt ausmahlen was 4 Jahre Rot-Rot Grün für Deutschland bedeuten nein für ganz Europa ? Außenpolitisch eine totale Katastrophe Innenpolitisch eine totale Katastrophe, nach 4 Jahre Rot-Rot Grün währe Deutschland kaum wieder zu erkennen.


Nightwatch schrieb:Die Komis kommen in Deutschland über kurz oder lang sowieso an die Macht. Bevor sich die Union nach nochmal 4 Jahre Regierungsverantwortung irgendwo links der jetzigen SPD Mitte wiederfindet und dann von Wowereits kommunistischer Revolution abgelöst wird sollen sie lieber gleich in die Opposition gehen.


Na ja lass das lieber nicht zu unseren Lebzeiten passieren, ich habe mich an Deutschland so gut gewöhnt in den USA ist auch alles auf den Linken Trip und ein weiterer Umzug währe da einfach nicht drin. Nein in Ernst ich hoffe die Schreckensvision wird nie Realität und so recht glaube ich daran nicht weil es vieleicht viel zu schrecklich währe.



Nightwatch schrieb:Nein, Merkels Union steht mir nur viel zu weit links, von daher lieber Opposition als das nac nochmal 4 Jahren überhaupt kein Konservatives Profil mehr vorhanden ist.
Wobei ich mittlerweile sogar Schröders und erst rechte Schmidts SPD vor Merkels CDU den Vorzug geben würde.

Ah Gott, erwähne den Gazprom Lobbyisten nicht mehr ! Ich bin auch Konservativ und Rechtsgerichtet wie du weißt und daher wird für mich die SPD immer ein Rotes Tuch sein.Ich bin auch bitter enttäuscht von Frau Merkel, ja gekränkt doch wage ich es mal einfach zu spekulieren das sich Frau Merkel schlicht nicht gegen den SPD durchzusetzen vermochte, als das die CDU ihre Identität verraten hätte. Optimal währe es natürlich, dass alle enttäuschten CDU Wähler die FDP wählen so währe die Linke Fäule abgewendet und der CDU ein Denkzettel verpasst. Alternativ könnte man noch die NPD aus Protest wählen, währe weniger schädlich als die SPD zu wählen währe auch ein guter Denkzettel für die CDU.

Das die FDP nicht Links ist, ist mir schon klar keine Sorge, doch löst diese Partei bei mir wenigstens keine Antipathie oder Hass aus wie es in Fahle von SPD, Grüne und PDS der Fahl ist. Desweiteren ist die FDP mit der CDU seit Anbeginn der BRD gut gefahren und hat sich als vernünftiger und treuer Koalitionspartner erwiesen der für die Wirtschaftlichen Interessen zu kämpfen wusste also fürs Kapital.
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