Schatzschiffe und versunkene Schätze
#1
Zitat:Fundsache, Nr. 403

Schatzschiff aus Portugal

Ein vor der Küste des südwestafrikanischen Staates Namibia entdecktes Wrack ist von Archäologen als portugiesisches Segelschiff aus dem 16. Jahrhundert identifiziert worden. Das im April bei der Diamantensuche auf dem Meeresgrund entdeckte Wrack hatte mehr als 2 000 Goldmünzen sowie 1,4 Kilogramm Silbermünzen an Bord, gab die namibische Regierung am Dienstag bekannt. Bereits zuvor war bekanntgeworden, dass auch Elfenbein, Schwerter, Navigationsbesteck und Kanonen zur Fracht gehörten. Das Schiff habe sich auf dem Weg nach Asien befunden, als es sank.
Link: http://www.n-tv.de/1024807.html?170920081237

Habe diesen Artikel heute beim Stöbern entdeckt (schaue in letzter Zeit öfter mal nach der "Fundsache"-Rubrik bei n-tv) und fand in sehr interessant. Bestände hier das Interesse einen Thread zu füttern, in welchem Aspekte und Funde der Marine-Archäologie und der maritimen Schatzsuche zusammengesammelt werden? Würde mich freuen...

Schneemann.
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#2
gute Idee!

Einmal dazu einen allgemeinen Artikel
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokumen ... op=SPIEGEL
Zitat:Wegweiser im Verborgenen [Artikel zur Merkliste hinzufügen]
Von Jürgen Dahlkamp
Sie zählen zu den Top-Spezialisten für die Suche nach millionenschweren oder historisch bedeutsamen Wracks: Der Brite Nigel Pickford und der Franzose Patrick Lizé spüren jene alten Karten und Akten auf, die Archäologen und Bergungsprofis zu ihren Funden führen.
...
und ein konkreter Bericht zu einer Bergung in Südostasien:
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokumen ... op=SPIEGEL
Zitat:Autor: Schulz
ARCHÄOLOGIE
"Wir trotzten den Wellen"

Unterwasserarchäologen haben im Pazifik fünf Dschunken geborgen, gefüllt mit Tonnen feinsten Porzellans. Das chinesische Riesenreich war eine maritime Großmacht: Lange vor den Europäern segelten Chinas Konquistadoren bis nach Arabien und Sansibar.

....
Nun endlich sind harte Zeugnisse vom Meeresboden aufgetaucht. .....

Aufgespürt wurde die Fracht von dem französischen Meeresforscher Franck Goddio, 50, der jüngst mit seiner Entdeckung des versunkenen Kleopatra-Palastes in Alexandria Furore machte (SPIEGEL 46/1996). Nun ist dem Archäo-Schatztaucher auch auf der anderen Seite der Erdkugel ein Coup gelungen.

Gestützt auf modernste technische Ausrüstung, konnte Goddio vor der philippinischen Küste insgesamt fünf Dschunken bergen, gesunken zwischen dem 11. und 16. Jahrhundert - in jener Ära, als China mit großem Einsatz die Ozeane eroberte.
....
(einen kleinen Überblick über die Entwicklung der Dschunken bietet http://www.seemotive.de/html/djunk.htm )
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#3
Zitat:SCHIFFSWRACK

Schatzsucher feiern Fund der "HMS Victory"

250 Jahre war die "HMS Victory" verschollen, das einst größte Kriegsschiff der Welt. Jetzt haben amerikanische Schatzsucher das Wrack im Ärmelkanal entdeckt - und hoffen, auch die vier Tonnen Gold zu finden, die an Bord vermutet werden.
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/mens ... 66,00.html

Es sei angemerkt, dass es sich natürlich nicht um Nelsons berühmtes Flaggschiff von der Trafalgar-Schlacht handelt, welches als Museumsschiff ja zu besichtigen ist, wohl aber um ein ähnlich großes Schiff, also ein 100-Kanonen-Schiff der ersten Linie.

Hierzu (aus Wikipedia):
Zitat:She was wrecked with the loss of her entire crew while returning to England as the flagship of Admiral Sir John Balchen after relieving Sir Charles Hardy, who had been blockaded in the Tagus estuary by the French Brest fleet. As the fleet reached the English Channel on 3 October 1744 it was scattered by a large storm. At around 15:30 on 4 October, the ships accompanying Victory lost sight of her near the Channel Islands. She was believed to have been wrecked during the night on Black Rock just off the Casquets, with the loss of her entire complement. [...]

No trace of any of the 1,150 sailors aboard Victory was found until the wreck was discovered in 2008.
Link: http://en.wikipedia.org/wiki/HMS_Victor ... mbiguation)

PS: Der Link zum Schiff von 1737 funktioniert irgendwie nicht. Deshalb der Gesamtverweis.

Schneemann.
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#4
Zwar nicht direkt ein Schatzschiff-Thema, zumindest aber eines die Wracksuche beinflussendes, passt also auch hier rein...
Zitat:Unterwasserorganismus entdeckt

Unbekanntes Bakterium zerfrisst "Titanic"

Seit 100 Jahren verfällt die "Titanic" auf dem Grund des Nordatlantiks - ein bisher unbekanntes Bakterium scheint dabei kräftig mitzuhelfen. Meeresbiologen haben die Mikroben jetzt auf einem Stückchen Rost des berühmten Wracks entdeckt.

London - Exotische Bakterien lauern überall. Weil sie mit bloßem Auge nicht sichtbar sind, ist es besonders schwer, neue Arten auszumachen - dabei besitzt so mancher Erreger erstaunliche Fähigkeiten.
Link: http://www.spiegel.de/wissenschaft/natu ... 35,00.html

Schneemann.
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#5
Zitat:Galeone "San José" vor Kolumbien gefunden

Aufgespürt nach 307 Jahren [...]

Nach jahrelanger Suche haben internationale Experten ein sagenumwobenes Schiff vor der kolumbianischen Küste entdeckt. Die "San José" war vor 307 Jahren gesunken und soll einen riesigen Goldschatz mit in die Tiefe genommen haben. [...]

Laut Santos sei das Wrack am 27. November an einer Stelle gefunden worden, an der es zuvor nicht vermutet worden war. Die beteiligten Experten berichteten, sie hätten das auf der Seite liegende Wrack der "San José" aufgrund seiner einzigartigen Bronzekanonen mit eingravierten Delfinen erkannt sowie an seiner Ladung. Möglich wurde ihr Fund erst, weil das Team Winde und Strömungen erforschte, die vor 307 Jahren in der Region geherrscht hatten.

"Die Menge und die Art des Materials lassen keinen Zweifel an der Identität" des Schiffwracks, sagte Ernesto Montenegro, der Leiter des kolumbianischen Instituts für Anthropologie und Geschichte. Zuvor hatte bereits eine US-Firma den Fund der "San José" für sich beansprucht, doch dieser wurde nie bestätigt. [...]

Die "San José" war das Hauptschiff einer Flotte, die im Auftrag des spanischen Königs Philipp V. Gold, Silber und andere Wertsachen aus den Kolonien in Amerika über den Atlantik bringen sollte. Sie sank in einer Schlacht mit den Briten.
http://www.tagesschau.de/ausland/sanjose-103.html

Hierzu vllt. als ergänzende Erklärung:
Zitat:Das Schiff sank am 10. Juni 1708 etwa 16 Seemeilen vor dem Hafen von Cartagena (Kolumbien) während der sogenannten Wager’s Action. Diese Aktion war ein Angriff von vier britischen Kriegsschiffen unter dem Kommando von Captain Charles Wager auf einen der spanischen Schatzkonvois, bestehend aus 14 Handelsseglern und drei Galeonen (neben der San José die San Joaquin und Santa Cruz).

Während des fast zehn Stunden dauernden Gefechtes wurde die San José in Brand geschossen und sank nach einer Explosion ihrer Pulverkammer. 578 Seeleute, Soldaten und Passagiere fanden dabei den Tod, nur elf Überlebende wurden später gerettet. An Bord der Galeone befanden sich 344 Tonnen Gold- und Silbermünzen sowie 116 Kisten mit Smaragden aus Peru.
https://de.wikipedia.org/wiki/San_Jos%C ... 8Schiff%29

Schneemann.
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#6
In der Süddeutschen Zeitung war jetzt mal eine Auflistung was alles noch für Schatzschiffe und Schatzflotten irgendwo um Amerika herum liegen müssen. Da muss es beispielsweise irgendwo nördlich der Domrep spanische Schatzschiffe geben (man weiß ca das Gebiet, hat sie aber noch nicht gefunden) welche Gold und Silber im Wert von ca 49 Milliarden Dollar an Bord hatten. Das ist schon krass!
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#7
@Quintus Fabius
Schiffwracks zu finden ist nicht einfach. Selbst in der Ostsee hat man sich, nachdem man die Kronan gefunden hatte, lange abgemüht bis man die bei der gleichen Gelegenheit gesunkene Svärdet fand.
Übrigens war die Kronan auch irgendwie ein Schatzschiff: Man hat auf ihr einen riesigen Schatz an Gold- und Silbermünzen geborgen. Es wird vermutet, das ein Teil davon den Kredit darstellte, den Admiral Creutz der schwedischen Admiralität gewährte - natürlich zu einem für ihn günstigen Zinssatz.
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