USA vs China / "Wirtschaftskrieg"
#46
Das ist sicherlich auch ein Stück weit Vorgeplänkel für den Wahlkampf. Obama muss jetzt die Stärke demonstrieren, die weder er noch sein Land besitzt.
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#47
China reagiert auch schon auf die amerikanischen Äusserungen:
http://eng.chinamil.com.cn/news-channel ... 715272.htm
Zitat:RMB exchange rate adjustment no solution to U.S. trade deficit: minister

(Source: Xinhua) 2011-11-14

  HONOLULU, United States, Nov. 12 (Xinhua) -- Chinese Commerce Minister Chen Deming said the Chinese currency's exchange rate is at a basically reasonable level and adjusting the rate can't solve the U.S. trade deficit with China.
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#48
http://faz-community.faz.net/blogs/fazi ... china.aspx
Zitat:Der Kapitalismus bringt Frieden!
Aber: Funktioniert das auch mit China?


23. November 2011, 15:40 Uhr

Die Marktwirtschaft zivilisiert die Völker. Das wusste schon Karl Marx. Statt der Artillerie sollten besser die Preise und Kurse donnern. China wird Amerika nicht militärisch, sondern finanziell dominieren.
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#49
Na dass diese ideologisch verblendete Aussage von der FAZ kommt, verwundert mich nicht. :roll:
Der Kapitalismus hat bisher niemandem Frieden gebracht. Ganz im Gegenteil, er ist Auslöser/Motivator für Krieg und Unrecht. Krieg um Rohstoffe, Handelswege, Billiglohn, Kinderarbeit und Sklaverei.
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#50
Hm, es ist schon interessant, in was für einen falschen Kontext man Marx zitieren kann.
Zivilisieren hat nichts mit Frieden zu tun. Damit war für ihn nur gemeint, dass der Kapitalismus die alten vormodernen Gesellschaftsstrukturen beseitigt.
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#51
http://de.rian.ru/opinion/20111130/261627802.html
Zitat:China und USA: Zeichen stehen auf Konfrontationskurs

19:26 30/11/2011
Fjodor Lukjanow, Moskowskije Nowosti
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etzt aber fürchtet sich die Weltgemeinschaft vor den riesigen Finanzreserven Chinas, die ausreichen, um die finanziell angeschlagene europäische Wirtschaft großenteils auszukaufen.

Die USA machen keinen Hehl daraus, dass der Ausbau der Abschreckungssysteme gegen China gerichtet ist, zumal Peking sein Vorgehen im Südchinesischen Meer verschärft hat. Pekings Aussage, das Meer sei vom nationalen Interesse, beunruhigte die Anrainerstaaten und signalisierte Washington, dass die Zeit für neue Aktivitäten in der Region gekommen ist. Die US-Marine, die als die schlagkräftigste weltweit gilt, beäugt misstrauisch jeden Versuch, ihre Handlungsfreiheit auf hoher See einzuschränken.

US-Präsident Barack Obama undAußenministerin Hillary Clinton hatten immer wieder betont, wie wichtig der Asien-Pazifik-Raum sei, nicht zuletzt militärisch.

Gleichzeitig bauen Amerikaner die diplomatischen Kontakte mit den Nachbarländern Chinas aus. Auffallend ist die schnelle Annäherung (unter anderem militärpolitisch) zwischen Washington und Vietnam, die vor 40 Jahren noch erbitterte Feinde waren. Auch mit Burma, das vor kurzem zu den Schurkenstaaten gehörte, haben sich die Amerikaner wieder befreundet. Um die Gunst des strategisch wichtigen Landes buhlen die USA, China und Indien.

In der ASEAN lässt sich ein interessanter Trend beobachten: Mit der wachsenden, aber unterschwelligen Rivalität zwischen Peking und Washington könnte sie die einflussreiche Organisation nach dem geopolitischen Prinzip spalten. Küstenländer wie Vietnam, Singapur, Malaysia und die Philippinen sind an den USA als Schutzherr interessiert. Kontinentalländer wie Kambodscha, Laos, Thailand und Burma zieht es vor allem zu China.
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Egal was die Anhänger der Idee des friedlichen Chinas sagen und wie zurückhaltend sich Peking verhalten sollte, das weitere Erstarken der Volksrepublik wird automatisch die Positionen der Kräfte festigen, die an seiner Aufrichtigkeit zweifeln. Das bedeutet, dass die "Konfrontationslogik" künftig die Politik sowohl der regionalen Großmächte als auch der kleineren Länder bestimmen wird, die in dieser unklaren Situation nicht auf der Verliererseite stehen wollen.
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#52
Zitat:Chinese News Agency Warns Against U.S. Moves

SHANGHAI — China’s state-run news media warned Washington on Friday not to “recklessly practice militarism” or engage in “war mongering,” a day after the Obama administration outlined a new military strategy with an increased focus on China. The sharply worded commentary, published by the official Xinhua News Agency, also urged the United States to play a constructive role in the region. President Obama introduced a new defense strategy on Thursday, aimed at creating a leaner, more dynamic American fighting force with an enlarged presence in Asia and the Pacific. [...]

Relations between the United States and China have often been strained over military issues, including the American decision to continue to sell weapons to Taiwan, which Beijing views as a breakaway province.

China has rapidly expanded its military in the past year, and plans to spend aggressively in the hopes of creating a military that can match the country’s growing economic might. Last week, China announced ambitious plans to expand its space program and put a person on the moon in the next five years.
http://www.nytimes.com/2012/01/07/world ... &ref=world

Schneemann.
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#53
Zitat:China angry at US sanctions on oil firm Zhuhai Zhenrong

China has criticised sanctions imposed by the US on a Chinese firm for selling refined petroleum products to Iran.

China's foreign ministry said imposing unilateral sanctions on Zhuhai Zhenrong based on US law was "unreasonable". The US said on Thursday Zhuhai Zhenrong was one of three international firms to be punished for dealing with Iran. It comes as Chinese Premier Wen Jiabao visits Arab oil-producing nations amid fears of major sanctions-related disruption to Iranian oil exports. Mr Wen visited Saudi Arabia - China's biggest source of imported oil - on Saturday.
http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-china-16565563

Schneemann.
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#54
Wenn zwei sich streiten ....
viewtopic.php?f=41&t=2557&p=155122#p155122
Zitat:Sanktionen gegen Billigimporte
USA verhängen Strafzölle gegen Chinas Solarbranche

Die USA haben im Kampf um Marktanteile der Solarindustrie Strafzölle gegen chinesische Importe verhängt. Solarpanels und viele andere Produkte, die Sonnenenergie nutzen und in China produziert wurden, verteuern sich in den USA um 31 Prozent. Doch das könnte auch in den USA Jobs kosten.

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Stand: 18.05.2012 17:46 Uhr
... freut sich der Dritte ...
http://www.spiegel.de/wirtschaft/untern ... 33775.html
Zitat:18.05.2012

Strafzölle auf Importe
USA riskieren Solar-Krieg mit China


Davon könnten die krisengebeutelten deutschen Solarfirmen profitieren: Das US-Handelsministerium belegt Importe chinesischer Solarhersteller mit hohen Strafzöllen. Die Behörde wirft den Firmen Preisdumping vor und verlangt im Extremfall 250 Prozent Aufschlag. Die Hersteller aus China sind empört.
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#55
http://www.ftd.de/politik/international ... 60089.html
Zitat:08.07.2012, 13:00

US-Wahlkampf
Die Schlacht um Ohio wird in Peking entschieden


Ohio ist einer der Bundesstaaten, in dem sich entscheidet, wer ins Weiße Haus einzieht. Um Stimmen zu gewinnen, sucht US-Präsident Obama in seinem Wahlkampf einen Sündenbock - und entdeckt das Feindbild China.
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Der Herausforderer ist seit Tagen auf hemdsärmeliger Wahlkampftour, reist durch die Autowerke und wettert gegen Obama, der vor den Chinesen kusche und deren Importzölle auf amerikanische Wagen stillschweigend akzeptiere. Er hingegen, verspricht Romney, werde China von seinem ersten Tag im Amt an Paroli bieten.
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Deshalb rüstet der Präsident nun auf, rechtzeitig zum Beginn seiner Wahlkampftour durch Ohio und Pennsylvania. Am Donnerstag kündigte das Weiße Haus an, gegen die "unfairen" Abgaben vorzugehen. Bei der Welthandelsorganisation WTO wurde offiziell Beschwerde eingereicht.
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#56
dass beide (!) Kandidaten China ins Visier genommen haben - obwohl China der größte Gläubiger der USA ist, beide also die "eigene Bank" beschimpfen, zeigt, welchen Status China inzwischen gewonnen hat (und wie machtlos die USA dem eigentiich gegenüber stehen)
http://blog.zeit.de/china/2012/10/26/wa ... hina-geht/
Zitat:Warum China den US-Wahlkampf dominiert

Von Felix Lee 26. Oktober 2012 um 08:32 Uhr

Sie würden ja gern. Aber irgendwie klappt es nicht so recht. Sowohl Präsident Barack Obama als auch sein Herausforderer Mitt Romney haben in diesem US-Präsidentschaftswahlkampf mehrmals versucht, China an den Pranger zu stellen.
...

Seit über einem Jahrzehnt ist die USA mit ihrem Krieg gegen den Terrorismus im Nahen Osten und Afghanistan beschäftigt. Nahezu unbemerkt ist China in der gleichen Zeit zum zweitgrößten Handelspartner der Vereinigten Staaten aufgestiegen. Die größte und die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt treiben inzwischen Handel in einem Umfang von fast einer halben Billion Dollar, ein Antrieb für die gesamte Weltwirtschaft. Ganze Wirtschaftszweige in den USA sind heute von China abhängig.
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dazu meint die Welt: http://us-wahl2012.welt.de/2012/10/26/w ... eren-wird/
Zitat:Warum China die harschen Worte aus Amerika wohl ignorieren wird


26. Oktober 2012
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Nachdem Chinas Status als Weltmacht wächst und sich gleichzeitig Amerikas Abhängigkeit bei den Handelsbeziehungen vergrößert, versuchen die Kandidaten anscheinend, das Unbehagen vieler Wähler bei jenem Thema für ihren Wahlkampf zu nutzen. Doch China, wie Romney vielleicht noch erfahren wird, und Obama bereits verstanden hat, ist einfach zu wichtig für Amerika, als dass einer der beiden Kandidaten einen harten Kurs gegenüber China fahren könnte.
...

Um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen, werden Amerika und China vermutlich lieber zusammenarbeiten, anstatt aufeinander loszugehen. Die Beziehung zwischen beiden Ländern kann gut in einem Satz der Außenministerin Hillary Clinton zusammengefasst werden, den sie am chinesischen Nationalfeiertag veröffentlichte: „China ist gut für Amerika und ein florierendes Amerika ist gut für China.“ Nichtsdestotrotz wird sich wohl Eindruck eines Konkurrenzkampfes zwischen Peking und Washington nicht so schnell verflüchtigen − und garantiert nicht auf den letzten Metern des Wahlkampfes.
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#57
dass beide (!) Kandidaten China ins Visier genommen haben - obwohl China der größte Gläubiger der USA ist, beide also die "eigene Bank" beschimpfen, zeigt, welchen Status China inzwischen gewonnen hat (und wie machtlos die USA dem eigentiich gegenüber stehen)
http://blog.zeit.de/china/2012/10/26/wa ... hina-geht/
Zitat:Warum China den US-Wahlkampf dominiert

Von Felix Lee 26. Oktober 2012 um 08:32 Uhr

Sie würden ja gern. Aber irgendwie klappt es nicht so recht. Sowohl Präsident Barack Obama als auch sein Herausforderer Mitt Romney haben in diesem US-Präsidentschaftswahlkampf mehrmals versucht, China an den Pranger zu stellen.
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Seit über einem Jahrzehnt ist die USA mit ihrem Krieg gegen den Terrorismus im Nahen Osten und Afghanistan beschäftigt. Nahezu unbemerkt ist China in der gleichen Zeit zum zweitgrößten Handelspartner der Vereinigten Staaten aufgestiegen. Die größte und die zweitgrößte Wirtschaftsmacht der Welt treiben inzwischen Handel in einem Umfang von fast einer halben Billion Dollar, ein Antrieb für die gesamte Weltwirtschaft. Ganze Wirtschaftszweige in den USA sind heute von China abhängig.
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dazu meint die Welt: http://us-wahl2012.welt.de/2012/10/26/w ... eren-wird/
Zitat:Warum China die harschen Worte aus Amerika wohl ignorieren wird


26. Oktober 2012
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Nachdem Chinas Status als Weltmacht wächst und sich gleichzeitig Amerikas Abhängigkeit bei den Handelsbeziehungen vergrößert, versuchen die Kandidaten anscheinend, das Unbehagen vieler Wähler bei jenem Thema für ihren Wahlkampf zu nutzen. Doch China, wie Romney vielleicht noch erfahren wird, und Obama bereits verstanden hat, ist einfach zu wichtig für Amerika, als dass einer der beiden Kandidaten einen harten Kurs gegenüber China fahren könnte.
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Um ihre jeweiligen Ziele zu erreichen, werden Amerika und China vermutlich lieber zusammenarbeiten, anstatt aufeinander loszugehen. Die Beziehung zwischen beiden Ländern kann gut in einem Satz der Außenministerin Hillary Clinton zusammengefasst werden, den sie am chinesischen Nationalfeiertag veröffentlichte: „China ist gut für Amerika und ein florierendes Amerika ist gut für China.“ Nichtsdestotrotz wird sich wohl Eindruck eines Konkurrenzkampfes zwischen Peking und Washington nicht so schnell verflüchtigen − und garantiert nicht auf den letzten Metern des Wahlkampfes.
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#58
ergänzend zu diesem Bericht "klick" bringt das Eurasische Magazin eine Analyse der neuen amerikanischen Geopolitik:
http://www.eurasischesmagazin.de/artike ... k/20130206
Zitat:Amerikas neuer Pivot

Fast unbemerkt von einer breiteren Medienöffentlichkeit haben die USA unter Präsident Obama ihren geopolitischen Schwerpunkt nach Fernost in den asiatisch-pazifischen Raum verlegt.

Von Rudolf Maresch

EM 02-13 · 02.02.2013 ...
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#59
http://german.china.org.cn/business/txt ... 112194.htm
Zitat:03. 03. 2013

Finanzbeamter: China bestens auf Währungskrieg vorbereitet

China ist zu allem bereit, sollte es zu einem drohenden, obwohl "vermeidbaren" Währungskrieg kommen, sagte der stellvertretende Gouverneur der chinesischen Zentralbank, Yi Gang spät am Freitag.
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#60
Zitat:Kerry bei Xi

China und Amerika raufen sich wieder mal zusammen

Zwei Tage hat Pekings Regierung mit US-Außenminister Kerry und acht Kabinettskollegen aus Washington diskutiert. Die Spannungen waren zuletzt besorgniserregend hoch. Jetzt betont man Gemeinsamkeiten.

Es war ausgerechnet Chinas Staatschef Xi Jinping, der angesichts des gereizten amerikanisch-chinesischen Verhältnisses mahnte, nicht zu vergessen, wie viel auf dem Spiel steht. Xi richtete diese Warnung im voll besetzten Festsaal des Staatsgästehauses Diaoyutai jedoch nicht nur an die USA, sondern bezog sein Land mit ein. "Wenn unsere Staaten auf Konfrontationskurs gehen, bedeutet das für sie und die Welt mit Sicherheit ein Desaster." [...]

Die Liste gegenseitiger Irritationen ist lang. Washington kritisierte Chinas Vorpreschen im Territorialstreit mit Japan im Ostchinesischen Meer, die Ausrufung einer Luftüberwachungszone und Pekings gefährlich eskalierte Territorialkonflikte mit Vietnam und den Philippinen im Südchinesischen Meer. Die USA prangerten Chinas militärische Aufrüstung an. Peking verbat sich scharf die Einmischung. Im Mai klagte der US-Generalstaatsanwalt fünf chinesische Offiziere an, als Internethacker US-Wirtschaftsgeheimnisse ausgespäht zu haben, stellte Haftbefehle aus und verlangte die Auslieferung. Peking suspendierte die gerade von Obama und Xi gegründete Arbeitsgruppe zur gemeinsamen Bekämpfung von Internetkriminalität. Zornig reagierte es auch auf von den USA angemeldete Vorbehalte gegen seine Anti-Terror-Kampagnen, die sich vor allem gegen die uigurische Minderheit richteten. [...]

Nun scheinen beide Staaten vorerst wieder die Kurve miteinander bekommen zu haben, statt gemeinsam rauszufliegen. Xi appellierte an die "strategische Geduld", nicht "jedes einzelne Wort" auf die Goldwaage zu legen.
http://www.welt.de/politik/ausland/arti ... ammen.html

Schneemann.
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